SIEMENS 6SE7023-2EA87-2DA0

  • EICHLER-Art.Nr.: K0061592

Produktbeschreibung

SIMOVERT MASTERDRIVES BREMSEINHEIT SCHUTZART IP20 DC 510-620V, 20KW

Leistungen für SIEMENS 6SE7023-2EA87-2DA0

Reparatur

7-10 Tage

von 503,40 €

bis 906,12 €

Austausch

1-3 Tage

2 Stck.

793,90 €

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Gebraucht

1-3 Tage

2 Stck.

882,11 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 11.179
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOSR: 2011-10-18
EAN /
UPC /
Statistische Warennummer 85044088
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 9659
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6SE7023-2EA87-2DA0 und wo wird es eingesetzt

Die 6SE7023-2EA87-2DA0 ist eine SIEMENS SIMOVERT MASTERDRIVES Bremseinheit aus der Antriebstechnik. Im EICHLER-Shop ist sie der Artikelgruppe Stromversorgungen / Bremsmodule zugeordnet und wird mit Schutzart IP20, DC 510–620 V und 20 kW beschrieben. Damit handelt es sich um eine klar spezifizierte Baugruppe für bestehende MASTERDRIVES-Antriebssysteme, bei denen die vollständige MLFB für Beschaffung, Austausch und Reparatur exakt passen muss. Für Instandhaltung und Einkauf ist das wichtig, weil Verwechslungen mit ähnlichen Bremsmodulen schnell zu Einbauproblemen, unnötigen Stillständen oder fehlerhafter Ersatzteilzuordnung führen können.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Wesentliche Eckdaten dieser Baugruppe sind 20 kW, IP20 und die genannte DC-Zwischenkreisklasse 510–620 V; zusätzlich führt EICHLER ein Nettogewicht von 11,179 kg. In der Siemens-Dokumentation werden die Leistungsgrößen von MASTERDRIVES-Bremseinheiten als P20 für die Bemessungsleistung, P3 = 1,5 × P20 für die Spitzenleistung und PDB = 0,25 × P20 für die Dauerleistung erklärt. Für die Praxis bedeutet das: Die 20-kW-Angabe beschreibt die Auslegung im zulässigen Lastspiel und nicht nur einen kurzen Einzelimpuls. Für die 10- bis 20-kW-Bauform nennt die Siemens-Dokumentation außerdem einen internen Bremswiderstand für kurzzeitigen Bremsbetrieb; bei höherer Bremsleistung wird ein externer Bremswiderstand relevant.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für die Beschaffung ist der Lifecycle entscheidend. EICHLER führt für die 6SE7023-2EA87-2DA0 den Produktstatus EOSR mit Datum 2011-10-18. Siemens nennt als verifizierten Nachfolger den 6SE7023-2ES87-2DA1. In der Siemens-Produktangabe wird dieser Nachfolger ausdrücklich als kleinere Bauform ohne internen Bremswiderstand beschrieben. Daraus folgt: Es gibt einen benannten Nachfolgetyp, aber ein 1:1-Tausch sollte erst nach Prüfung von Widerstandskonzept, Verdrahtung, thermischer Auslegung und Einbausituation erfolgen. Für weitergehende Modernisierung verweist Siemens bei SIMOVERT MASTERDRIVES heute auf Retrofit-Lösungen in Richtung SINAMICS, wenn Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit im Vordergrund stehen.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Für Betreiber obsoleter MASTERDRIVES-Anlagen sind mehrere Beschaffungswege sinnvoll. EICHLER bietet für diese MLFB Reparatur mit typischer Durchlaufzeit von 7–10 Tagen an; enthalten sind technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Wenn Stillstandskosten höher sind als die Reparaturzeit, sind Austausch und gebraucht mit 1–3 Tagen besonders relevant. Neu ist auf Anfrage möglich. Für Instandhaltung hilft das, ungeplante Ausfälle schnell zu überbrücken. Für Einkauf und Entscheider schafft es Spielraum zwischen Budget, Lieferzeit und Risikominimierung. Gerade nach Abkündigung einer Baugruppe sind geprüfte Reparatur- und Austauschoptionen ein wirksamer Hebel, um die Anlagenverfügbarkeit auch ohne regulären Herstellerneubezug aufrechtzuerhalten.

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum leuchtet an der 6SE7023-2EA87-2DA0 die LED Overcurrent? Laut Siemens weist Overcurrent auf einen ausgangsseitigen Kurzschluss hin. Vor dem Quittieren muss der Kurzschluss beseitigt werden; die Rücksetzung erfolgt anschließend über Anlegen und Entfernen des Inhibit-Signals. Prüfen Sie deshalb zuerst Verdrahtung, Anschlussklemmen, Bremswiderstand und dessen Leitungen auf Kurzschluss oder Erdschluss, bevor die Baugruppe wieder freigegeben wird.
Warum leuchtet an der Bremseinheit die LED Overload? Overload bedeutet, dass die I2t-Überwachung angesprochen hat und das zulässige Verhältnis von Ein- zu Ausschaltzeit überschritten wurde. Typische Maßnahmen sind längere Bremsrampen, geringere Bremsfrequenz, Prüfung des tatsächlichen Lastspiels und Kontrolle, ob der eingesetzte Bremswiderstand thermisch und leistungsmäßig korrekt ausgelegt ist. Wenn der Fehler wiederkehrt, ist die Kombination aus Bremsenergie, Widerstandsdimensionierung und Einbausituation gezielt zu überprüfen.
Warum meldet die 6SE7023-2EA87-2DA0 Overtemp? Siemens beschreibt Overtemp als Reaktion auf zu hohe Umgebungstemperatur oder behinderte Kühlluftzufuhr. Prüfen Sie deshalb Lüftungswege, Schaltschranktemperatur, Verschmutzung und die freie Wärmeabfuhr. Siemens empfiehlt bei externen Bremswiderständen zudem, diese außerhalb des Schaltschranks zu montieren, damit Elektronikkomponenten nicht zusätzlich aufgeheizt werden. Sinkt die Temperatur wieder unter den kritischen Bereich, quittiert sich der Fehler selbst.
Warum ist die LED Ready aus oder warum blinkt sie? Die Ready-LED leuchtet nur, wenn Betriebsspannung anliegt und weder Inhibit noch Overtemp oder Overcurrent aktiv sind. Ist sie aus, sollten daher Versorgung, Inhibit-Signal an X38 und die genannten Störzustände geprüft werden. Blinkt die LED, beschreibt Siemens dies als internen Fehler der Bremseinheit; in diesem Fall ist die Baugruppe defekt und sollte repariert oder ersetzt werden.
Warum meldet der SIMOVERT MASTERDRIVES beim Bremsen F006 oder F010? Diese Fehler stehen im MASTERDRIVES-Umrichter für Zwischenkreisüberspannung. Siemens nennt als typische Ursachen regenerative Fahrt ohne Rückspeisemöglichkeit, fehlerhaften oder ungeeigneten Bremswiderstand sowie eine nicht passend eingestellte Bremseinheit. Prüfen Sie Versorgungsspannung, Bremswiderstand und Bremsrampe; bei der betreffenden Anwendung kann außerdem die niedrigere Ansprechschwelle der Bremseinheit erforderlich sein.
Warum erscheint im Antrieb F151 nach Anschluss der Bremseinheit? F151 ist im MASTERDRIVES-Umrichter einer aktiven Störung am Binektor U064 zugeordnet. Siemens beschreibt für die Verdrahtung zwischen MASTERDRIVES und Bremseinheit passende Parameterbeispiele, unter anderem für P575, U064, U237, U302, U951 und U952. Wenn F151 ansteht, sollten Verdrahtung, BICO-Zuordnung und die Rückmeldung der Bremseinheit gemeinsam geprüft werden, nicht nur die Leistungsklemmen.

Welcher Bremswiderstand passt zur 6SE7023-2EA87-2DA0?

Siemens ordnet dieser 20-kW-Bremseinheit den Bremswiderstand 6SE7023-2ES87-2DC0 mit 20 Ω zu. Zusätzlich sind 2,5 mm² Kupferquerschnitt und die Sicherung 3NE4102 angegeben. Für die Beschaffung ist das wichtig, weil der Widerstandswert und die thermische Auslegung direkt bestimmen, ob die Bremsenergie sicher abgeführt wird. Ein falsch gewählter Widerstand kann die Bremsleistung reduzieren oder die Baugruppe unzulässig belasten. Artikelnummer, Widerstandswert und Absicherung sollten deshalb immer gemeinsam geprüft werden.

Gibt es für 6SE7023-2EA87-2DA0 einen Nachfolger?

Ja. Siemens nennt als Nachfolgetyp 6SE7023-2ES87-2DA1. Gleichzeitig weist Siemens darauf hin, dass dieser Nachfolger keinen internen Bremswiderstand besitzt und eine kleinere Bauform hat. Für Betreiber älterer MASTERDRIVES-Anlagen heißt das: Der Nachfolger ist kein blindes 1:1-Ersatzteil ohne Vorprüfung. Vor einer Bestellung sollten mechanische Einbausituation, Bremswiderstandskonzept, Verdrahtung und die gewünschte Ansprechschwelle geprüft werden, damit der Austausch im Stillstand wirklich funktioniert.

Was muss ich beachten, wenn die Bremseinheit lange eingelagert war?

Siemens fordert bei einer Stillstandszeit von mehr als einem Jahr ein Nachformieren der Zwischenkreiskondensatoren. Das ist kein Detail, sondern ein wichtiger Schritt vor der Wiederinbetriebnahme. In der Betriebsanleitung ist dafür eine Formierschaltung beschrieben; die Kennlinie zeigt als grobe Orientierung etwa 1 bis 5 Stunden Formierzeit für 1 bis 5 Jahre Stillstand. Für Einkauf und Instandhaltung bedeutet das: Eine lange gelagerte Reservebaugruppe ist nicht automatisch sofort einsatzbereit, sondern braucht vor dem Einbau einen kontrollierten elektrischen Wiederanlauf.

Wie lang dürfen die Leitungen zwischen Umrichter, Bremseinheit und Bremswiderstand sein?

Siemens gibt für die Verbindung zwischen Antriebsumrichter und Bremseinheit maximal 3 m an. Zwischen Bremseinheit und Bremswiderstand sind maximal 15 m zulässig. Diese Leitungsgrenzen sind für eine stabile Funktion wichtig, weil sie Einfluss auf elektrische Verluste, Schaltverhalten und Störsicherheit haben. Bei einem Umbau oder Austausch sollte deshalb nicht nur die Artikelnummer stimmen, sondern auch die reale Einbausituation im Schaltschrank oder an der Maschine. Zu lange Leitungswege können die Inbetriebnahme unnötig erschweren.

Kann ich die Ansprechschwelle der Bremseinheit auf 673 V umstellen?

Ja, Siemens beschreibt für die E-Varianten eine Umschaltung von der werkseitigen Ansprechschwelle 774 V auf 673 V. Das ist besonders dann relevant, wenn bei einer 380/400-V-Versorgung die Spannungsbelastung von Motor und Zwischenkreis reduziert werden soll. Siemens weist aber auch darauf hin, dass bei der niedrigeren Ansprechschwelle die erreichbaren P3-, P20- und PDB-Werte um 25 % sinken. Die Umschaltung ist also kein reiner Komfortpunkt, sondern verändert die Bremsauslegung und muss bei der Ersatzteil- und Serviceentscheidung mitbedacht werden.

Wann ist Reparatur sinnvoller als Austausch?

Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn die vorhandene Baugruppe mechanisch und elektrisch bereits sauber in die Anlage integriert ist und eine technisch geprüfte Wiederherstellung ausreicht. Austausch ist die stärkere Option, wenn die Anlage schnell wieder laufen muss und Ausfallkosten im Vordergrund stehen. Bei EICHLER ist die Reparatur mit 7–10 Tagen hinterlegt, Austausch und Gebraucht mit 1–3 Tagen. Weil die Artikelnummer offiziell als eingestellt gilt, ist diese Kombination aus Reparatur, Austausch und geprüfter Gebrauchtversorgung für viele Betreiber der wirtschaftlichste Weg, um Obsoleszenz und Stillstandsrisiko gleichzeitig zu beherrschen.

Gibt es für MASTERDRIVES statt Ersatzteilbeschaffung auch eine Modernisierungsoption?

Ja. Siemens verweist für die abgekündigte MASTERDRIVES-Welt ausdrücklich auf Retrofit zu SINAMICS. Das ist keine direkte Antwort auf jede akute Störung, aber eine wichtige Option für Entscheider, wenn Ersatzteilrisiken, Verfügbarkeitsfragen und wiederkehrende Ausfälle zunehmen. Praktisch heißt das: Für kurzfristige Verfügbarkeit bleiben Reparatur, Austausch und Gebrauchtgeräte wichtig; für mittelfristige Versorgungssicherheit kann ein geplanter Retrofit die robustere Strategie sein. Vor allem bei kritischen Produktionsanlagen lohnt sich diese Abwägung frühzeitig und nicht erst im ungeplanten Stillstand.

Wichtige Dokumente

Reparatur-Begleitschein

Laden Sie den Begleitschein als PDF herunter oder nutzen Sie die digitale Reparaturanmeldung und senden Sie Ihre defekte Baugruppen zur Reparatur ins EICHLER-Service-Center.

Lachender Eichler Techniker zeigt auf grünes PDF mit dem Sonderverkauf von Automatisierungstechnik

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