SIEMENS 6AU1435-2AD00-0AA0

  • EICHLER-Art.Nr.: K1006518
  • EAN: 040892940060
  • UPC: 040892940060

Produktbeschreibung

SIMOTION DRIVE-BASED CONTROL UNIT D435-2 DP/PN; PROGRAMMIERBARE MOTION-CONTROL-STEUERUNG; STANDARD PERFORMANCE; SCHNITTSTELLEN: 12 DI 16DI/DO, 6 DRIVE-CLIQ 2 PROFIBUS, 3 PROFINET-PORTS 2 ETHERNET, 2 USB 1 OPTION SLOT; INKL. DOPPELLUEFTER-/ BATTERIEMODUL UND BATTERIE

Leistungen für SIEMENS 6AU1435-2AD00-0AA0

Reparatur

7-10 Tage

von 1.788,79 €

bis 3.219,82 €

je Stck. 195,00 €

Austausch

1-3 Tage

1 Stck.

5.263,95 €

je Stck. 195,00 €

5.263,95 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

1 Stck.

5.848,83 €

je Stck. 195,00 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99APP
Nettogewicht pro ME 3.7
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus
EAN 040892940060
UPC 040892940060
Statistische Warennummer 85371091
Listenkennzeichen (LKZ) PM21
Fabrikategruppe 9668
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20121008
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 27-24-20-03
eClass 6.0 27-24-20-03
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 EC000236

Was ist 6AU1435-2AD00-0AA0 und wo wird es eingesetzt

Die Siemens 6AU1435-2AD00-0AA0 ist eine SIMOTION D435-2 DP/PN Drive-based Control Unit für antriebsnahe Motion-Control-Aufgaben. Sie kombiniert programmierbare Bewegungssteuerung mit direkter Einbindung in SIMOTION- und SINAMICS-Umgebungen und wird typischerweise in Maschinen mit koordinierten Achsbewegungen eingesetzt. Relevante Einsatzbereiche sind unter anderem Verpackungsmaschinen, Handling-Systeme, Fertigungsanlagen, Sondermaschinen und Produktionslinien mit anspruchsvoller Bewegungsführung. Für Instandhaltung und Einkauf ist die genaue Artikelnummer wichtig, weil Projektierung, Firmwarestand, Schnittstellenbelegung, Speicherkarte und vorhandene Antriebstopologie beim Austausch oder bei der Reparatur exakt zur bestehenden Anlage passen müssen.

Wichtige technische Daten und was diese in der Praxis bedeuten

Die 6AU1435-2AD00-0AA0 gehört zur Leistungsklasse Standard Performance und ist als Mehrachs-Motion-Controller ausgelegt. Die Baugruppe verfügt über 12 digitale Eingänge, 16 digitale Ein-/Ausgänge, 6 DRIVE-CLiQ-Schnittstellen, 2 PROFIBUS-Schnittstellen, 3 PROFINET-Ports, 2 Ethernet-Schnittstellen, 2 USB-Schnittstellen und einen Option Slot. In der Anwendung ist diese Schnittstellenbreite entscheidend, weil Achsen, Antriebe, dezentrale Peripherie, Engineering-Zugänge und Maschinenkommunikation über dieselbe Control Unit zusammenlaufen. Die mögliche Achsanzahl und die kurzen Zykluszeiten sind besonders relevant für synchrone Bewegungsabläufe, genaue Positionierung und schnelle Diagnose. Für den Betrieb sind außerdem die 24-V-DC-Versorgung, die CompactFlash-/Projektstruktur sowie das Doppellüfter-/Batteriemodul zu berücksichtigen.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6AU1435-2AD00-0AA0 ist der Life-Cycle-Kontext besonders wichtig, da SIMOTION D seit 01.10.2025 im Produktauslauf mit Status PM400 geführt wird. Die Typstreichung PM410 ist zum 01.10.2026 angekündigt. Für Betreiber bedeutet das, dass Beschaffung, Reparaturfähigkeit, Austauschstrategie und Bevorratung frühzeitig bewertet werden sollten. Ein pauschal kompatibler Nachfolger sollte nicht ohne Anlagenabgleich vorausgesetzt werden, weil Projektstand, Firmware, Speicherkarte, Schnittstellenbelegung und Maschinenfreigaben entscheidend sind. Bei kritischen Anlagen kann eine strukturierte Obsoleszenzbewertung helfen, Stillstandsrisiken, Ersatzteilbedarf und mögliche Migrationsfenster planbarer zu machen.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie besonders relevant sind

Bei 6AU1435-2AD00-0AA0 sind vor allem Reparatur, Austausch, Ersatzteilversorgung, Bevorratung und Life Cycle Management relevant. Eine Reparatur kann sinnvoll sein, wenn die vorhandene Baugruppe weiter in der bestehenden Anlage eingesetzt werden soll und eine Migration kurzfristig nicht geplant ist. Austauschgeräte können Stillstandszeiten reduzieren, wenn eine schnelle Wiederinbetriebnahme im Vordergrund steht. Life Cycle Management unterstützt Instandhaltung und Einkauf dabei, Bestände, Ausfallrisiken und Beschaffungswege für SIMOTION-D-Komponenten strukturiert zu bewerten. Bei Stillstand, Datenverlust, fehlenden Backups oder unsicherem Projektstand kann technischer Vor-Ort-Service helfen, Datensicherung, Parametrierung und Wiederanlauf fachlich abzusichern.

Attribut Wert
Produkt-Markenname SIMOTION
Produkttyp-Bezeichnung D435-2 DP/PN
Leistungsklasse für Motion Control System STANDARD Performance
Ausführung des Motion Control Systems Mehrachssystem
PLC- und Motion Control Performance / Überschrift
Anzahl der Achsen / maximal 32
Minimaler PROFIBUS-Takt 1 ms
Minimaler PROFINET-Sendetakt 0,25 ms
Minimaler Interpolatortakt 0,25 ms
Minimaler Servotakt 0,25 ms
● Anmerkung 0,25 ms für SERVO oder SERVO-FAST
Integrierte Antriebsregelung / Überschrift
Maximale Achsanzahl für integrierte Antriebsregelung
● Servo 6
● Vector 6
● U/f 12
● Anmerkung Regelungsarten alternativ; Antriebsregelung auf Basis SINAMICS S120 CU320-2, Firmware-Version V4.x/V5.x
Speicher
RAM (Arbeitsspeicher) 109 Mbyte
Zusätzlicher RAM-Arbeitspeicher für Java-Applikationen 20 Mbyte
RAM-Disk (Ladespeicher) 50 Mbyte
Remanenter Speicher 364 kbyte
Persistenter Speicher (Anwenderdaten auf CF) 1,5 Gbyte
Kommunikation / Überschrift
● Anzahl DRIVE-CLiQ Schnittstellen 6
● Schnittstellen / USB 2
● Schnittstellen / Industrial Ethernet 2
● Schnittstellen / PROFIBUS 2
— Anmerkung äquidistant und taktsynchron; konfigurierbar als Master oder Slave
● Schnittstellen / PROFINET 1
— Anmerkung 1 Schnittstelle mit 3 Ports onboard; 1 Schnittstelle mit 4 Ports optional über CBE30-2; Funktionalität: unterstützt PROFINET IO mit IRT und RT; konfigurierbar als PROFINET IO Controller und/oder Device; unterstützt Medienredundanz (MRP und MRPD)
Allgemeine technische Daten / Überschrift
Ausführung des Lüfters Doppellüfter-/Batteriemodul im Lieferumfang enthalten
Versorgungsspannung DC
● Nennwert 24 V
● minimal 20,4 V
● maximal 28,8 V
aufgenommener Strom / typisch 1 000 mA
● Anmerkung ohne Last an Ein-/Ausgängen, ohne 24-V-Versorgung über DRIVE-CLiQ- und PROFIBUS-Schnittstelle
Einschaltstrom, typ. 5 A
Verlustleistung, typ. 24 W
Umgebungstemperatur, während
● Langzeitlagerung -25 ... +55 °C
● Transport -40 ... +70 °C
● Betrieb 0 ... 55 °C
— Anmerkung Maximale Aufstellhöhe 4000 m über NN. Ab einer Höhe von 2000 m reduziert sich die max. Umgebungstemperatur um 7 °C pro 1000 m.
relative Luftfeuchte
● während Betrieb 5 ... 95 %
● ohne Betauung, geprüft nach IEC 60068-2-38 Nein
Produkteigenschaft / Conformal coating Nein
Widerstandsfähigkeit
● gegen biologisch aktive Stoffe, / Konformität gemäß EN 60721-3-3 Nein
● gegen chemisch aktive Stoffe, / Konformität gemäß EN 60721-3-3 Nein
Luftdruck 620 ... 1 060 hPa
Schutzart IP20 / UL open type
Höhe 380 mm
Breite 50 mm
Tiefe 270 mm
● Anmerkung bei demontiertem Abstandshalter 230 mm Tiefe
Nettogewicht 3 700 g
Digitale Eingänge / Überschrift
Anzahl der Digitaleingänge 12
Eingangsspannung DC
● Nennwert 24 V
● bei Signal "1" 15 ... 30 V
● bei Signal "0" -3 ... +5 V
Potenzialtrennung Ja
● Anmerkung in Gruppen zu 6
Stromaufnahme bei "1"-Signal-Pegel, typ. 9 mA
● bei "0" nach "1", typ. 50 µs
● bei "1" nach "0", typ. 150 µs
Digitale Ein-/Ausgänge / Überschrift
Anzahl der Digitaleingänge/-ausgänge 16
Parametriermöglichkeit der Digitaleingänge/-ausgänge parametrierbar als DI, als DO, als Messtastereingang (max. 16), als Nockenausgang (max. 8)
Bei Verwendung als Eingang / Überschrift
Eingangsspannung DC
● Nennwert 24 V
● bei Signal "1" 15 ... 30 V
● bei Signal "0" -3 ... +5 V
Potenzialtrennung Nein
Stromaufnahme bei "1"-Signal-Pegel, typ. 9 mA
Eingangsverzögerungszeit bei
● Signal "0" → "1", typ. 5 µs
● Signal "1" → "0", typ. 50 µs
Messtastereingang / Reproduzierbarkeit 5 µs
Messtastereingang / Auflösung 1 µs
Bei Verwendung als Ausgang / Überschrift
Lastspannung
● Nennwert 24 V
● minimal 20,4 V
● maximal 28,8 V
Potenzialtrennung Nein
Strombelastbarkeit je Ausgang, max. 500 mA
Leckstrom, max. 2 mA
Ausgangsverzögerungszeit bei
● Signal "0" → "1", typ. 150 µs
● Signal "0" → "1", max. 400 µs
● Signal "1" → "0", typ. 75 µs
● Signal "1" → "0", max. 150 µs
— Anmerkung Angabe für Vcc = 24 V; Last 48 Ohm; "1" = 90 % VOut, "0" = 10 % VOut
Nockenausgang
● Reproduzierbarkeit 10 µs
● Auflösung 1 µs
Schaltfrequenz der Ausgänge bei
● ohmscher Last, max. 4 kHz
● induktiver Last, max. 2 Hz
● Lampenlast, max. 11 Hz
Kurzschlussschutz Ja
Weitere technische Daten / Überschrift
Pufferung Netz-Aus-feste Daten
● der remanenten Daten unbegrenzte Pufferdauer
● der Echtzeituhr, min. 4 d
● Anmerkung längere Pufferdauer der Echtzeituhr über eine im Doppellüfter-/Batteriemodul eingesetzte Batterie
Approbationen
● USA cULus
● Kanada cULus
● Australien RCM (ehemals C-Tick)
● Korea KCC
● Russland, Weißrussland und Kasachstan EAC

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum startet 6AU1435-2AD00-0AA0 nach dem Einschalten nicht oder bleibt ohne Reaktion Zuerst sollte die 24-V-DC-Versorgung direkt an der Baugruppe kontrolliert werden. Anschließend sind Sicherungen, Steckverbinder, Klemmen und die Spannungsstabilität unter Last zu prüfen. Danach sollte abgeglichen werden, ob CompactFlash-Karte, Lüfter-/Batteriemodul und angeschlossene Peripherie korrekt sitzen. Falls der Zustand unverändert bleibt, ist die Baugruppe von externen Fehlerquellen zu trennen und ein möglicher interner Defekt einzugrenzen.
Warum zeigt 6AU1435-2AD00-0AA0 eine SF- oder RDY-Störung Zuerst sollte der angezeigte Betriebszustand mit Diagnosepuffer und LED-Bild abgeglichen werden. Anschließend sind Lüfter-/Batteriemodul, Temperaturverhältnisse, Versorgungsspannung und gesteckte Options- oder Kommunikationsmodule zu kontrollieren. Danach sollte geprüft werden, ob ein Fehler aus der Antriebstopologie, der Projektierung oder der angeschlossenen Peripherie die Sammelstörung auslöst. Falls die Störung nach Rücksetzen und Spannungswiederkehr bestehen bleibt, ist eine Prüfung der Control Unit sinnvoll.
Warum wird die PROFINET- oder PROFIBUS-Verbindung zur SIMOTION D435-2 DP/PN nicht aufgebaut Zuerst sollte geprüft werden, ob Gerätename, IP-Adresse, PROFIBUS-Adresse und projektierte Schnittstelle zur realen Anlage passen. Anschließend sind Leitung, Stecker, Schirmung, Abschlusswiderstände und Switch-Port beziehungsweise Bussegment zu kontrollieren. Danach sollte die konfigurierte Hardware mit der tatsächlich verbauten Artikelnummer und dem Firmwarestand abgeglichen werden. Zusätzlich ist zu prüfen, ob Diagnosemeldungen der Steuerung auf fehlende Teilnehmer, Adresskonflikte oder Parametrierfehler hinweisen.
Warum erkennt 6AU1435-2AD00-0AA0 angeschlossene DRIVE-CLiQ-Komponenten oder Antriebe nicht Zuerst sollte die DRIVE-CLiQ-Topologie mit der Projektierung verglichen werden. Anschließend sind DRIVE-CLiQ-Leitungen, Steckreihenfolge, Spannungsversorgung der angeschlossenen Komponenten und der Zustand der Motor- oder Gebermodule zu kontrollieren. Danach sollte geprüft werden, ob getauschte Komponenten korrekt erkannt und im Projekt übernommen wurden. Falls die Achsen weiterhin fehlen, ist ein Abgleich von Firmware, Geräteidentifikation und Diagnosepuffer erforderlich.
Warum gehen Achsen an 6AU1435-2AD00-0AA0 nicht in Betrieb oder bleiben gesperrt Zuerst sollte geprüft werden, ob die Achsfreigaben, Betriebsart und Startbedingungen im Projekt erfüllt sind. Anschließend sind Antriebsfreigaben, Zwischenkreis, Geberrückführung, Endschalter, Verriegelungen und Störmeldungen der SINAMICS-Komponenten zu kontrollieren. Danach sollte der Istzustand der Achse mit Sollwertvorgabe, Telegrammparametrierung und Antriebsdiagnose abgeglichen werden. Falls die Achse weiterhin nicht freigibt, ist zwischen Projektierungsfehler, externer Antriebsstörung und möglichem Hardwaredefekt zu unterscheiden.
Warum gehen Uhrzeit, Retentivdaten oder Projektzustände nach Spannungswechsel verloren Zuerst sollte geprüft werden, ob das Lüfter-/Batteriemodul korrekt gesteckt und funktionsfähig ist. Anschließend ist die CompactFlash-Karte auf festen Sitz, Schreibschutz, Lesbarkeit und passenden Projektstand zu kontrollieren. Danach sollte abgeglichen werden, ob Retain-Daten, Sicherungen und Projektstände zur verwendeten Maschinenkonfiguration passen. Falls der Datenverlust wiederholt auftritt, ist eine Sicherung der Projekt- und Parameterdaten vor weiterer Fehlersuche erforderlich.

Kann 6AU1435-2AD00-0AA0 repariert werden?

Ja, eine Reparatur der 6AU1435-2AD00-0AA0 kann sinnvoll sein, wenn die Baugruppe elektrisch oder elektronisch instandsetzbar ist und weiter in der bestehenden SIMOTION-Anlage verwendet werden soll. Bei EICHLER erfolgt die Bearbeitung nach individuellem Fehlerbild. Die Control Unit wird analysiert, die Ursache wird eingegrenzt und die Instandsetzung kann bis auf Bauteilebene erfolgen.

Vor der Durchführung schafft ein transparenter Kostenvoranschlag eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Nach der Instandsetzung folgt eine Funktionsprüfung im hauseigenen Testzentrum. Garantie und Gewährleistung erhöhen die Planungssicherheit bei Reparatur und Ersatzteilbeschaffung.

Was tun, wenn 6AU1435-2AD00-0AA0 nicht mehr als Neuteil beschafft werden kann?

Dann sollten zuerst Reparatur, Austauschgerät, geprüfte Ersatzteilbeschaffung und Bevorratung bewertet werden. Bei einer produktionskritischen SIMOTION-D-Steuerung ist entscheidend, ob die Anlage kurzfristig wieder anlaufen muss oder ob ein geplantes Migrationsfenster besteht.

Für den Einkauf ist wichtig, Preis, Verfügbarkeit und Lieferzeit tagesaktuell im Shop zu prüfen oder über eine Anfrage zu klären. Für die Instandhaltung stehen zusätzlich Projektstand, Speicherkarte, Firmware und Schnittstellenbelegung im Fokus, damit ein Ersatz oder Austausch technisch zur Maschine passt.

Gibt es einen Nachfolger für 6AU1435-2AD00-0AA0?

Ein Nachfolger sollte nicht pauschal als kompatibel angenommen werden. Bei SIMOTION-D-Baugruppen hängen Austausch und Ersatz stark von Projektierung, Firmwarestand, CompactFlash-Karte, Schnittstellen, Antriebstopologie und Maschinenfreigabe ab. Auch wenn revisionsnahe oder funktional ähnliche Baugruppen verfügbar sind, ersetzt das keine technische Kompatibilitätsprüfung.

Vor einem Austausch sollte deshalb abgeglichen werden, ob die vorhandene Maschine, die Engineering-Umgebung und die angeschlossenen Antriebe den Ersatztyp unterstützen. Bei älteren Anlagen kann zusätzlich eine Migrations- oder Bevorratungsstrategie sinnvoll sein.

Ist 6AU1435-2AD00-0AA0 mit bestehenden SIMOTION-D-Projekten austauschbar?

Ein Austausch ist nur dann sicher planbar, wenn Artikelnummer, Firmware, Projektstand, Speicherkarte und Hardwarekonfiguration zusammenpassen. Die SIMOTION D435-2 DP/PN ist eng mit der vorhandenen Maschinenprojektierung verbunden. Deshalb reicht die gleiche Baugruppenfamilie allein nicht aus, um eine problemlose Inbetriebnahme zu garantieren.

Vor dem Austausch sollten Projekt- und Parameterdaten gesichert werden. Danach ist zu prüfen, ob die Schnittstellenbelegung, DRIVE-CLiQ-Topologie, PROFIBUS-/PROFINET-Konfiguration und angeschlossenen SINAMICS-Komponenten zur Ersatzbaugruppe passen.

Wann ist ein Austauschgerät für 6AU1435-2AD00-0AA0 sinnvoller als eine Reparatur?

Ein Austauschgerät ist besonders sinnvoll, wenn die Anlage kurzfristig wieder anlaufen muss und die Fehlersuche an der defekten Baugruppe den Stillstand verlängern würde. Die Reparatur ist dagegen häufig wirtschaftlich interessant, wenn das Modul weiter in derselben Anlage genutzt werden soll und die Wiederinbetriebnahme planbar ist.

In vielen Fällen ist eine Kombination sinnvoll: Austausch zur schnellen Wiederinbetriebnahme und anschließende Reparatur der defekten Baugruppe als Reserve. So kann ein kritischer Ersatzteilbestand aufgebaut werden, ohne sofort eine umfassende Migration auslösen zu müssen.

Welche Daten sollten vor dem Austausch einer SIMOTION D435-2 DP/PN gesichert werden?

Vor dem Austausch sollten Projekt, Parameter, Antriebsdaten, Netzwerkeinstellungen und alle relevanten Daten der CompactFlash-Karte gesichert werden. Besonders wichtig sind Maschinenprojekt, Firmwarebezug, Achsparametrierung, DRIVE-CLiQ-Topologie und Kommunikationsdaten.

Fehlende oder veraltete Sicherungen können den Wiederanlauf deutlich erschweren. Bei unklarem Projektstand sollte zuerst eine Bestandsaufnahme erfolgen, bevor eine Baugruppe getauscht oder eine reparierte Control Unit wieder eingesetzt wird.

Wie lässt sich klären, ob der Fehler von 6AU1435-2AD00-0AA0 oder von angeschlossenen Komponenten kommt?

Zuerst sollte der Diagnosepuffer mit LED-Zuständen, Antriebsdiagnose und Kommunikationsmeldungen abgeglichen werden. Viele Störungen entstehen nicht direkt in der Control Unit, sondern durch Spannungsversorgung, Lüfter-/Batteriemodul, CompactFlash-Karte, DRIVE-CLiQ-Leitungen, Geber, Motor Module oder Netzwerkkomponenten.

Wenn die externe Ursache nicht eindeutig ist, hilft ein kontrollierter Vergleich mit bekannter Peripherie oder eine Prüfung der Baugruppe außerhalb der Anlage. Eine Reparaturprüfung bei EICHLER kann die Ursache eingrenzen und zwischen externem Anlagenfehler und internem Defekt unterscheiden.

Wie kann 6AU1435-2AD00-0AA0 in eine Ersatzteil- und Obsoleszenzstrategie eingebunden werden?

Die Baugruppe sollte als kritische SIMOTION-D-Komponente in eine strukturierte Ersatzteilstrategie aufgenommen werden, wenn ihr Ausfall einen Produktionsstillstand auslösen kann. Relevante Punkte sind Bestandsaufnahme, Risikoanalyse, Reparaturfähigkeit, Austauschbedarf, Bevorratung und geplante Migration.

Life Cycle Management unterstützt dabei, den Bedarf nicht erst im Störfall zu bewerten. Für Einkauf und Instandhaltung entsteht dadurch eine bessere Entscheidungsgrundlage, ob Reparatur, Austausch, Reservehaltung oder eine spätere Systemmigration der passende Weg ist.

Wichtige Dokumente

Reparatur-Begleitschein

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