SIEMENS 6ES7352-1AH02-0AE0

  • SIEMENS | Baugruppen | Funktionsbaugruppen

  • EICHLER-Art.Nr.: K0186218
  • EAN: 4025515075233
  • UPC: 662643401530

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-300, NOCKENSTEUERW., FM 352, ELEKTRONISCH INKL. PROJEKTIERPAKET AUF CD

Leistungen für SIEMENS 6ES7352-1AH02-0AE0

Reparatur

2-5 Tage

von 560,88 €

bis 1.009,58 €

Austausch

Gebraucht

Neu

1-3 Tage

5 Stck.

1.455,30 €

1.091,47 €

1.091,47 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.464
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus
EAN 4025515075233
UPC 662643401530
Statistische Warennummer 85389091
Listenkennzeichen (LKZ) ST73
Fabrikategruppe X07Y
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20070629
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-08
eClass 5.1 27-24-22-05
eClass 6.0 27-24-22-05
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001422
ETIM 5 EC001422

Was ist 6ES7352-1AH02-0AE0 und wo wird es eingesetzt

6ES7352-1AH02-0AE0 ist die Siemens-Funktionsbaugruppe FM 352 für das Automatisierungssystem SIMATIC S7-300. Das Modul arbeitet als einkanaliges elektronisches Nockensteuerwerk. Es ist für Rundachsen und Linearachsen ausgelegt und verarbeitet Signale von Initiatoren, Inkrementalgebern und SSI-Absolutgebern. Parametrierbar sind bis zu 128 Weg- oder Zeitnocken, die auf 32 Nockenspuren verteilt werden können. Die ersten 13 Spuren stehen direkt über die digitalen Ausgänge der Baugruppe zur Verfügung. Typische Anwendungen sind Pressen, Verpackungsanlagen, Rundschalttische, Dosier- und Leimauftragsprozesse oder andere Maschinen, bei denen Schaltvorgänge positionsgenau entlang einer Achse ausgelöst werden müssen.

Überblick über die wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die Baugruppe arbeitet mit 24 V DC, benötigt bis zu 200 mA aus der Lastspannung und zusätzlich bis zu 100 mA aus dem Rückwandbus. Sie stellt eine 5-V- und 24-V-Geberversorgung mit jeweils bis zu 300 mA bereit. Für die Praxis wichtig: Es gibt 4 digitale Eingänge für Funktionen wie Referenzpunktschalter, fliegendes Istwertsetzen oder Bremsfreigabe sowie 13 digitale Ausgänge für die Nockenspuren. Unterstützt werden symmetrische 5-V-Inkrementalgeber bis 1 MHz, asymmetrische 24-V-Inkrementalgeber bis 50 kHz sowie SSI-Absolutgeber mit 13 oder 25 Bit. Bei SSI unterstützt die FM 352 Gray-Code. Für den Schaltschrank relevant sind außerdem 0 bis 60 °C Betriebstemperatur, ein 20-poliger Frontstecker und die Abmessungen 80 × 125 × 120 mm.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Siemens führt 6ES7352-1AH02-0AE0 aktuell als Ersatzteil. Für Betreiber von Bestandsanlagen ist das wichtig, weil die Baugruppe damit zwar weiterhin beschaffbar sein kann, aber klar im späten Lebenszyklus steht. Zusätzlich wird die Artikelnummer in einer EICHLER-Übersicht der seit 01.10.2025 in die Abkündigungsphase versetzten S7-300- und ET-200M-Baugruppen ausdrücklich genannt. Für ältere Anlagen ist außerdem relevant, dass Siemens die Version 6ES7352-1AH02-0AE0 als neue, voll kompatible Version für die frühere 6ES7352-1AH01-0AE0 freigegeben hat. Für Modernisierungen auf S7-1500 beschreibt Siemens keine steckgleiche Einmodul-Nachfolge, sondern eine funktionale Migration mit TM Count 2x24V, TM PosInput2, TO Cam / TO Cam Track und TM Timer DIDQ 16x24V.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind

Für diese Artikelnummer bietet EICHLER Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu an. Die Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn eine bestehende Maschine kurzfristig wieder anlaufen muss und die vorhandene Parametrierung, Verdrahtung und mechanische Einbindung erhalten bleiben sollen. EICHLER nennt dabei eine technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Das reduziert das Risiko ungeplanter Folgeausfälle. Ein Austausch ist relevant, wenn Stillstandskosten höher sind als die Reparaturdauer. Gebraucht kann helfen, wenn Budget und Verfügbarkeit im Vordergrund stehen. Neuware ist interessant, wenn eine schnelle, definierte Ersatzbeschaffung für kritische Lagerbestände oder vorbeugende Bevorratung benötigt wird.

Attribut Wert
Versorgungsspannung
Nennwert (DC) 24 V
Eingangsstrom
aus Lastspannung L+ (ohne Last), max. 200 mA
aus Rückwandbus DC 5 V, max. 100 mA
Geberversorgung
5 V-Geberversorgung
● 5 V Ja
● Ausgangsstrom, max. 300 mA
● Leitungslänge, max. 32 m
24 V-Geberversorgung
● 24 V Ja
● Ausgangsstrom, max. 300 mA
● Leitungslänge, max. 100 m
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 8,1 W
Digitaleingaben
Anzahl der Eingänge 4
Funktionen Referenzpunktschalter, Fliegendes Istwertsetzen / Längenmessung, Bremsfreigabe, Freigabe Spurausgang Nr. 3
Eingangsspannung
● Nennwert (DC) 24 V
● für Signal "0" -30 ... +5 V
● für Signal "1" +11 ... +30 V
Eingangsstrom
● für Signal "0", max. (zulässiger Ruhestrom) 2 mA
● für Signal "1", typ. 9 mA
Digitalausgaben
Anzahl der Ausgänge 13
Funktionen Nockenspur
Kurzschluss-Schutz Ja
Ausgangsspannung
● Nennwert (DC) 24 V
● für Signal "1", min. UP - 0,8 V
Ausgangsstrom
● für Signal "1" zulässiger Bereich für 0 bis 60 °C, min. 5 mA; bei UPmax
● für Signal "1" zulässiger Bereich für 0 bis 60 °C, max. 600 mA; bei UPmax
● für Signal "0" Reststrom, max. 0,5 mA
Geber
Anschließbare Geber
● Inkrementalgeber (symmetrisch) Ja
● Inkrementalgeber (asymmetrisch) Ja
● Absolutgeber (SSI) Ja
● 2-Draht-Sensor Ja
— zulässiger Ruhestrom (2-Draht-Sensor), max. 2 mA
Gebersignale, Inkrementalgeber (symmetrisch)
● Spurmarkensignale A, notA, B, notB
● Nullmarkensignal N, notN
● Eingangsspannung 5 V-Differenzsignal (phys. RS 422)
● Eingangsfrequenz, max. 1 MHz
Gebersignale, Inkrementalgeber (asymmetrisch)
● Spurmarkensignale A, B
● Nullmarkensignal N
● Eingangsspannung 24 V
● Eingangsfrequenz, max. 50 kHz; 50 kHz bei 25 m Leitungslänge; 25 kHz bei 100 m Leitungslänge
Gebersignale, Absolutgeber (SSI)
● Datensignal DATA, notDATA
● Taktsignal CL, notCL
● Telegrammlänge, parametrierbar 13 oder 25 bit
● Taktfrequenz, max. 1 MHz
● Gray-Code Ja
● Leitungslänge geschirmt, max. 320 m; bei max. 125 kHz
Potenzialtrennung
Potenzialtrennung Digitaleingaben
● Potenzialtrennung Digitaleingaben Nein
Potenzialtrennung Digitalausgaben
● Potenzialtrennung Digitalausgaben Nein
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● min. 0 °C
● max. 60 °C
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -40 °C
● max. 70 °C
Anschlusstechnik
erforderlicher Frontstecker 1x 20-polig
Maße
Breite 80 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 120 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 550 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum meldet die FM 352 „Telegrammfehler Absolutgeber“? Prüfen Sie zuerst die komplette SSI-Strecke: Stecker, Kabel, Schirmung, Geberversorgung und Baudrate. Siemens nennt als Ursachen unter anderem falsche Geberart, falsche Telegrammlänge, Störeinstreuungen, zu hohe Baudrate oder einen defekten Geber. Zusätzlich muss beachtet werden, dass die FM 352 bei SSI Gray-Code erwartet. Passen Geberformat und Baugruppenparametrierung nicht zusammen, wird die Nockenbearbeitung abgeschaltet und die Spur-Ausgänge werden deaktiviert. Nach der Korrektur sollte der Telegrammverkehr zwischen Geber und FM 352 gezielt geprüft und die Diagnose erneut ausgelesen werden.
Warum springt der Istwert an der FM 352 oder warum kippen Richtungsbits kurzzeitig? Ein solches Fehlerbild passt zu einer unstimmigen Geberparametrierung oder zu instabilen SSI-Daten. Im SPS-Forum wurde genau dieses Verhalten mit positionsabhängigen Ausreißern beschrieben; als erster Verdacht wurde eine Abweichung zwischen Gebercodierung und Kartenparametrierung genannt. Stimmen Gray-Code, Telegrammart, Telegrammlänge, Baudrate und Achsparametrierung nicht exakt zusammen, kann der Istwert unplausibel werden. Prüfen Sie zusätzlich Kabelschirmung, Erdung, Steckverbindungen und den Geber selbst. Bei wiederkehrenden Ausreißern an derselben Achsposition sollte außerdem die Gebermechanik und die Justage kontrolliert werden.
Warum leuchtet die SF-LED an der FM 352 dauerhaft oder sporadisch? Laut Siemens signalisiert die rote SF-LED interne oder externe Fehler. Dazu gehören unter anderem verlorene Prozessalarme, Watchdog-Ablauf, fehlende Projektierung, fehlerhafte Parametrierung, fehlende 24-V-Hilfsspannung, ein fehlender Frontstecker, Drahtbruch am Geber, Betriebsfehler, Telegrammfehler am Absolutgeber oder Fehlimpulse am Inkrementalgeber. Für die saubere Eingrenzung sollten OB82, der Diagnosepuffer und der Baustein CAM_DIAG ausgewertet werden. Erst danach sollte entschieden werden, ob Verdrahtung, Parametrierung, Geber, Spannungsversorgung oder die Baugruppe selbst die Ursache ist.
Warum schaltet die FM 352 nach dem Einschalten keine Nocken oder bleibt unsynchron? Nach einem Baugruppen- oder CPU-Anlauf müssen die zugehörigen Datenstrukturen korrekt initialisiert werden. Siemens fordert dafür den Aufruf von CAM_INIT nach dem Anlauf sowie einen korrekt eingetragenen MOD_ADDR im Kanal-DB und gegebenenfalls im Diagnose-DB. Zusätzlich muss die Achse synchronisiert sein. Bei Absolutgebern gilt die Achse erst nach einem vollständigen fehlerfreien Telegramm als synchronisiert. Bei Inkrementalgebern ist nach dem Anlauf zunächst keine Synchronisation vorhanden; diese entsteht erst nach einer gültigen Referenzierung beziehungsweise Nullmarkenauswertung. Ohne diese Voraussetzungen bleibt die Baugruppe funktional eingeschränkt.
Warum gibt es nach dem Tausch von 6ES7352-1AH01-0AE0 auf 6ES7352-1AH02-0AE0 Probleme beim Laden der Parameter? Siemens beschreibt die 6ES7352-1AH02-0AE0 als neue, voll kompatible Version zur älteren 1AH01. Gleichzeitig weist Siemens aber darauf hin, dass bei der 1AH02 beim Laden von Parametern mit der Inbetriebnahmesoftware die maximale Ausgangsnockenanzahl 128 gewählt werden soll, auch wenn in der Anwendung weniger Nocken gebraucht werden. Zusätzlich sollten Hardwarekonfiguration, Bausteinversion, Baugruppenadresse und die verwendeten DBs geprüft werden. Für STEP 7 Professional ab V11 stellt Siemens außerdem ein Beispielprojekt für die Inbetriebnahme bereit, das bei Migrations- und Parametrierproblemen sehr hilfreich ist.

Ist 6ES7352-1AH02-0AE0 noch erhältlich oder nur noch als Ersatzteil?

Siemens führt die Baugruppe als Ersatzteil. Für Beschaffung und Instandhaltung bedeutet das: Das Modul gehört nicht mehr zu einer jungen Standardserie, kann aber weiterhin in Service- und Ersatzteilszenarien relevant verfügbar sein. Auf der EICHLER-Produktseite werden für diese Artikelnummer aktuell Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu angeboten. Damit ist die Baugruppe für Betreiber von S7-300-Bestandsanlagen weiterhin beschaffbar, ohne dass sofort eine vollständige Migration ausgelöst werden muss. Für kritische Anlagen spricht das dafür, Lagerstrategie, Reparaturpfad und Obsoleszenzplanung frühzeitig zusammen zu denken.

Welche Geber kann die FM 352 verarbeiten?

Die FM 352 unterstützt symmetrische 5-V-Inkrementalgeber, asymmetrische 24-V-Inkrementalgeber, SSI-Absolutgeber sowie 2-Draht-Sensoren. Für SSI ist wichtig, dass 13- oder 25-Bit-Telegramme parametriert werden können und dass die Baugruppe Gray-Code unterstützt. Für Instandhalter heißt das: Vor einem Gebertausch müssen nicht nur Steckbilder und Spannungsversorgung geprüft werden, sondern auch Signalart, Telegrammlänge, Baudrate und Datenformat. Für Einkäufer ist relevant, dass ein nominell passender Geber nicht automatisch kompatibel ist, wenn die Protokoll- und Parametrierdaten nicht exakt zur Baugruppe passen.

Wie viele Nocken und Spuren kann das Modul verwalten?

Die FM 352 kann bis zu 128 Weg- oder Zeitnocken verwalten. Diese lassen sich 32 Nockenspuren zuordnen. Die ersten 13 Spuren werden direkt über die digitalen Ausgänge der Baugruppe ausgegeben. Siemens verknüpft die Nockenanzahl mit dem Mengengerüst und damit auch mit der Nockenzykluszeit. Für die Projektierung ist das wichtig, weil steigende Nockenzahlen Einfluss auf Reaktionsverhalten und Datenstruktur haben. In der Praxis ist die Baugruppe deshalb besonders dann sinnvoll, wenn mehrere positionsabhängige Schaltvorgänge auf einer Achse sauber, wiederholbar und mit überschaubarer Latenz ausgelöst werden müssen.

Kann ich 6ES7352-1AH02-0AE0 mit TIA Portal oder aktueller STEP-7-Dokumentation weiter projektieren?

Ja. Siemens bietet für die Inbetriebnahme der FM 352 ein Beispielprojekt für STEP 7 Professional ab V11 an. Zusätzlich gibt es in der aktuellen Siemens-Dokumentation für STEP 7 V20 weiterhin einen strukturierten Bereich „FM 352 einsetzen (S7-300, S7-400)” mit Themen zu Parametrierung, Geberschnittstelle, Diagnose und Anwenderprogramm. Das ist für Service und Retrofit wichtig, weil bestehende Anlagen nicht nur aus Alt-Handbüchern betreut werden müssen, sondern weiterhin auf aktuelle Dokumentationsstrukturen zurückgegriffen werden kann. Für Engineering-Teams senkt das den Aufwand bei Fehlersuche, Ersatzteilintegration und Wiederinbetriebnahme.

Gibt es für die FM 352 einen direkten Nachfolger für SIMATIC S7-1500?

Siemens beschreibt im Migrationsleitfaden für FM352/FM452 keine einfache steckgleiche Einmodul-Nachfolge. Stattdessen wird die Funktion in der S7-1500-Welt auf mehrere Bausteine und Technologieobjekte verteilt, zum Beispiel TM Count 2x24V, TM PosInput2, TO Cam, TO Cam Track und TM Timer DIDQ 16x24V. Das ist keine 1:1-Aussage „ein altes Modul gegen ein neues Modul“, sondern eine Migrationslösung nach Funktion. Für Entscheider ist genau das der zentrale Punkt: Die Modernisierung ist machbar, verlangt aber meist eine technische Neubewertung von Geberaufnahme, Nockenlogik und Ausgabekonzept.

Kann ich die FM 352 an einer S7-1200 einsetzen?

Nein, laut aktuellem Siemens-Readme zu STEP 7 / WinCC V20 wird die FM 352 6ES7 352-1AH02-0AE0 auf der S7-1200 nicht unterstützt. Für Betreiber ist das wichtig, weil eine Modernisierung auf S7-1200 bei vorhandener FM-352-Funktionalität in der Regel nicht als einfacher Hardwaretausch geplant werden kann. Wer aus einer S7-300-Anlage heraus modernisiert, sollte daher früh prüfen, ob die Zielarchitektur eher auf S7-1500 mit Technologieobjekten und passenden TM-Modulen ausgelegt werden muss. Das spart Fehlinvestitionen in eine Plattform, auf der die bestehende Funktionsbaugruppe nicht weiterverwendet werden kann.

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