SIEMENS 6ES7351-1AH02-0AE0

  • SIEMENS | Baugruppen | Funktionsbaugruppen

  • EICHLER-Art.Nr.: K0252226
  • EAN: 4025515078708
  • UPC: 040892584790

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-300,POSITIONIERBAUGR FM 351 FUER EIL-/SCHLEICHGANG- ANTRIEBE INKL. PROJEKTIERPAKET AUF CD

Leistungen für SIEMENS 6ES7351-1AH02-0AE0

Reparatur

2-5 Tage

von 705,18 €

bis 1.037,03 €

Austausch

Gebraucht

3-5 Tage

2 Stck.

1.066,11 €

799,58 €

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Neu

1-3 Tage

5 Stck.

1.382,70 €

1.037,02 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.496
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus
EAN 4025515078708
UPC 040892584790
Statistische Warennummer 85389091
Listenkennzeichen (LKZ) ST73
Fabrikategruppe X07Y
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20100831
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-08
eClass 5.1 27-24-22-05
eClass 6.0 27-24-22-05
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001422
ETIM 5 EC001422

Was ist 6ES7351-1AH02-0AE0 und wo wird es eingesetzt

Die SIEMENS 6ES7351-1AH02-0AE0 ist eine SIMATIC S7-300 Positionierbaugruppe FM 351 für Eil-/Schleichgang-Antriebe. Sie ist dafür ausgelegt, Positionieraufgaben in klassischen Automatisierungsumgebungen zuverlässig umzusetzen, zum Beispiel bei Linearachsen, Rundachsen, einfachen Handlingeinheiten, Vorschubantrieben, Zuführungen oder verfahrbaren Maschinenachsen. Die Baugruppe besitzt zwei unabhängige Kanäle und kann damit je Kanal eine Linear- oder Rundachse ansteuern. Für die Rückmeldung unterstützt sie je Kanal entweder einen Inkrementalgeber oder einen SSI-Absolutwertgeber. Das macht das Modul besonders interessant für Bestandsanlagen, in denen robuste SPS-Technik mit klar beherrschbarer Positionierlogik gefragt ist.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die Baugruppe arbeitet mit 24 V DC Versorgungsspannung bei einem zulässigen Bereich von 20,4 bis 28,8 V. Die maximale Stromaufnahme liegt bei 350 mA, zusätzlich werden bis zu 150 mA über den Rückwandbus benötigt. Je Kanal stehen 8 Digitaleingänge und 8 Digitalausgänge für typische Positionierfunktionen wie Referenznocken, Start/Stopp, Eilgang, Schleichgang sowie Rechts-/Linkslauf zur Verfügung. Bei den Gebern werden symmetrische und asymmetrische Inkrementalgeber, SSI-Absolutwertgeber und 2-Draht-Sensoren unterstützt. Für SSI sind 13 oder 25 Bit Telegrammlänge, Gray-Code und bis zu 1,5 MHz Taktfrequenz relevant. Für Instandhalter und Einkäufer wichtig: Diese Daten zeigen, welche Sensorik, Verdrahtung und Spannungsversorgung ohne Zusatzhardware zur vorhandenen Anlage passen.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Siemens führt die 6ES7351-1AH02-0AE0 im Industry Mall als Spare Part. Der ausgewiesene Product Lifecycle Status PM410 bedeutet Produktabkündigung, mit Wirksamkeit seit 01.10.2025. Für Betreiber älterer S7-300-Anlagen ist das ein klares Signal: Die Versorgungssicherheit muss aktiv geplant werden, etwa über Reparatur, funktionsgeprüften Ersatz oder Bevorratung. Einen direkten, vom Hersteller als 1:1-Nachfolger ausgewiesenen Ersatz konnte ich in den herangezogenen Siemens-Produktquellen nicht verifizieren. Siemens nennt im Migrationsleitfaden für den Technologiewechsel Richtung S7-1500 stattdessen Lösungen wie TM Count 2x24V oder TM PosInput 2 in Kombination mit CPU-Funktionen. Das ist eine Migrationsoption, aber kein steckbarer FM-351-Ersatz.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Für diese Baugruppe sind bei EICHLER Reparatur, Austausch, gebrauchte Baugruppen und Neuware vorgesehen. Die Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn die Anlage technisch noch passt, die mechanische Peripherie unverändert bleiben soll und ein Retrofit aktuell mehr Risiko als Nutzen erzeugen würde. EICHLER nennt bei Reparaturen eine technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Genau das ist bei obsoleten oder abgekündigten FM-Baugruppen entscheidend, weil nicht nur ein Teil ersetzt wird, sondern die Funktionsfähigkeit der vorhandenen Achs- und Geberumgebung abgesichert bleibt. Für Einkauf und Produktion schafft das eine belastbare Option, um Stillstandszeiten zu reduzieren und Altanlagen wirtschaftlich weiter zu betreiben.

Attribut Wert
Versorgungsspannung
Nennwert (DC) 24 V
zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 20,4 V
zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
Lastspannung L+
● Nennwert (DC) 24 V
● zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 20,4 V
● zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
Eingangsstrom
Stromaufnahme, max. 350 mA
aus Rückwandbus DC 5 V, max. 150 mA
Geberversorgung
5 V-Geberversorgung
● 5 V Ja
● Ausgangsstrom, max. 350 mA
● Leitungslänge, max. 32 m
24 V-Geberversorgung
● 24 V Ja
● Ausgangsstrom, max. 400 mA; je Kanal
● Leitungslänge, max. 100 m
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 7,9 W
Digitaleingaben
Anzahl der Eingänge 8
Funktionen Referenznocken, Umkehrnocken, Fliegendes Istwertsetzen, Start / Stopp Positionierfahrt
Eingangsspannung
● Nennwert (DC) 24 V
● für Signal "0" -3 ... +5 V
● für Signal "1" +11 ... +30 V
Eingangsstrom
● für Signal "0", max. (zulässiger Ruhestrom) 2 mA
● für Signal "1", typ. 6 mA
Digitalausgaben
Anzahl der Ausgänge 8
Funktionen Eilgang, Schleichgang, Rechtslauf, Linkslauf
Kurzschluss-Schutz Ja
Ausgangsspannung
● Nennwert (DC) 24 V
● für Signal "1", min. UP - 0,8 V
Ausgangsstrom
● für Signal "1" zulässiger Bereich für 0 bis 60 °C, min. 5 mA; bei UPmax
● für Signal "1" zulässiger Bereich für 0 bis 60 °C, max. 600 mA; bei UPmax
● für Signal "0" Reststrom, max. 0,5 mA
Geber
Anschließbare Geber
● Inkrementalgeber (symmetrisch) Ja
● Inkrementalgeber (asymmetrisch) Ja
● Absolutgeber (SSI) Ja
● 2-Draht-Sensor Ja
— zulässiger Ruhestrom (2-Draht-Sensor), max. 2 mA; bei Signal "0", max. 2 mA; bei Signal "1", max. 6 mA
Gebersignale, Inkrementalgeber (symmetrisch)
● Spurmarkensignale A, notA, B, notB
● Nullmarkensignal N, notN
● Eingangsspannung 5 V-Differenzsignal (phys. RS 422)
● Eingangsfrequenz, max. 0,5 MHz
Gebersignale, Inkrementalgeber (asymmetrisch)
● Spurmarkensignale A, B
● Nullmarkensignal N
● Eingangsspannung 24 V
● Eingangsfrequenz, max. 50 kHz; 50 kHz bei 25 m Leitungslänge; 25 kHz bei 100 m Leitungslänge
Gebersignale, Absolutgeber (SSI)
● Eingangssignal 5 V-Differenzsignal (phys. RS 422)
● Datensignal DATA, notDATA
● Taktsignal CL, notCL
● Telegrammlänge, parametrierbar 13 oder 25 bit
● Taktfrequenz, max. 1,5 MHz
● Gray-Code Ja
● Leitungslänge geschirmt, max. 200 m; bei max. 188 kHz
Potenzialtrennung
Potenzialtrennung Digitaleingaben
● Potenzialtrennung Digitaleingaben Ja
Potenzialtrennung Digitalausgaben
● Potenzialtrennung Digitalausgaben Ja
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● min. 0 °C
● max. 60 °C
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -40 °C
● max. 70 °C
Anschlusstechnik
erforderlicher Frontstecker 1x 20-polig
Maße
Breite 80 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 120 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 550 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum meldet die FM 351 „Achse nicht synchronisiert“ oder startet die Schrittmaßfahrt nicht? Siemens beschreibt, dass die Schrittmaßfahrt nur mit bereits synchronisierter Achse möglich ist. Bei Inkrementalgebern ist nach dem Anlauf zunächst keine Synchronisation vorhanden; diese wird erst nach Referenzierung bzw. gültiger Synchronisation erreicht. Bei SSI-Gebern gilt die Achse erst dann als synchronisiert, wenn ein vollständiges fehlerfreies Telegramm empfangen wurde. Prüfen Sie deshalb zuerst Geberversorgung, Telegrammqualität, Parametrierung und den korrekten Ablauf der Referenzierung bzw. Initialisierung.
Warum verliert die FM 351 sporadisch die Synchronmeldung bei einem SSI-Geber? Siemens nennt als Ursachen für Synchronverlust unter anderem fehlende Hilfsspannung, Nullmarkenfehler, Leitungsfehler bei 5V-Gebersignalen oder das Verlassen des Verfahrbereichs. Im SPS-Forum wird bei sporadischem Synchronverlust zusätzlich empfohlen, Geberversorgung, Schirmung und Leitung zu prüfen sowie die Baudrate zu reduzieren, weil unvollständige oder gestörte SSI-Telegramme die Synchronisierung unterbrechen können. Prüfen Sie daher Versorgung, Schirmung, Kabelführung, Störeinflüsse und die gewählte Baudrate systematisch.
Warum meldet die FM 351 einen Fehler am Absolutwertgeber oder am SSI-Telegramm? Laut Siemens entsteht dieser Fehler, wenn der Telegrammverkehr zwischen FM 351 und Absolutwertgeber fehlerhaft oder unterbrochen ist. Typische Ursachen sind nicht gesteckte oder beschädigte Geberkabel, falsch parametrierte Geberart, falsche Telegrammlänge, falsche Geberkonfiguration, fehlerhafte Geberwerte, Störeinflüsse auf dem Messsystemkabel oder eine zu hoch gewählte Baudrate. Prüfen Sie deshalb Gebertyp, Telegrammlänge, Parität, Baudrate und die physische Verbindung bis zum Geber.
Warum treten Fehlimpulse oder Nullmarkenfehler beim Inkrementalgeber auf? Siemens führt hier mehrere typische Ursachen auf: falsch eingegebene Inkremente pro Geberumdrehung, defekter Geber, fehlende oder fehlerhafte Nullmarke sowie Einstreuungen auf dem Geberkabel. Zusätzlich weist Siemens darauf hin, dass bei 5V-Inkrementalgebern ohne Nullmarken die Drahtbruchüberwachung deaktiviert oder N und /N extern verschaltet werden müssen. Kontrollieren Sie daher die Parametrierung der Inkremente, den Geber selbst, die Nullmarkensignale und die Schirmung des Kabels.
Warum bricht die Positionierung mit „externe Hilfsspannung fehlt“ ab? Siemens nennt als Ursachen eine nicht angeschlossene oder ausgefallene 24-V-Hilfsspannung, eine defekte Sicherung auf der Baugruppe, Unterspannung, Masse-Drahtbruch oder einen Kurzschluss am angeschlossenen Geber. In diesem Zustand wird die Positionierung auf allen Kanälen abgebrochen, Ausgänge werden abgeschaltet und bei Inkrementalgebern kann die Synchronisation gelöscht werden. Prüfen Sie daher zuerst den 24-V-Anschluss, die Verdrahtung von 1L+/1M und 2L+/2M, die Sicherung sowie mögliche Kurzschlüsse im Geberkreis.

Wofür wird die 6ES7351-1AH02-0AE0 in der Praxis eingesetzt?

Die Baugruppe wird für Positionieraufgaben mit Eil- und Schleichgang eingesetzt, also überall dort, wo Achsen nicht über ein komplexes Servoregelsystem, sondern über robuste SPS-nahe Logik verfahren werden. Typische Anwendungen sind lineare Verstellungen, rotative Positionierungen, Vorschubachsen, Zuführsysteme oder Bestandsmaschinen mit S7-300-Architektur. Der Vorteil liegt in der guten Einbindung in bestehende Anlagen und in der klaren Trennung zwischen SPS, Positionierlogik und angeschlossenem Antrieb.

Welche Geber kann ich an die FM 351 anschließen?

Die FM 351 unterstützt symmetrische Inkrementalgeber, asymmetrische Inkrementalgeber, SSI-Absolutwertgeber sowie 2-Draht-Sensoren. Für SSI-Geber sind unter anderem 13- oder 25-Bit-Telegramme, Gray-Code und passende Taktfrequenzen relevant. Für Anwender bedeutet das: Die Geberauswahl muss nicht nur mechanisch, sondern auch elektrisch und parametrierseitig zur Baugruppe passen. Gerade bei Retrofit- oder Ersatzteilprojekten sollte deshalb geprüft werden, ob vorhandener Gebertyp, Signalpegel, Leitungslänge und Telegrammparameter zur FM 351 passen.

Ist 6ES7351-1AH02-0AE0 noch verfügbar oder bereits abgekündigt?

Siemens kennzeichnet die Baugruppe als Spare Part und nennt im Industry Mall den Lifecycle PM410: Product cancellation mit Wirksamkeit seit 01.10.2025. Das heißt: Das Modul gehört klar in den Bereich Obsoleszenzmanagement. Für Betreiber bedeutet das nicht automatisch das sofortige Ende der Einsatzfähigkeit, aber die Beschaffung wird planungsrelevant. Wer eine kritische Maschine mit FM 351 betreibt, sollte Reparaturfähigkeit, Ersatzteilstrategie und gegebenenfalls Bevorratung frühzeitig absichern.

Gibt es einen direkten Nachfolger von Siemens für die FM 351?

Einen direkten 1:1-Nachfolger der FM 351 konnte ich in den herangezogenen Siemens-Produktquellen nicht verifizieren. Siemens zeigt im offiziellen Migrationsleitfaden stattdessen Wege in die S7-1500-Welt auf, zum Beispiel über TM Count 2x24V oder TM PosInput 2 zusammen mit Softwarefunktionen in der CPU. Das ist wichtig für Entscheider: Es gibt eine technische Migrationsrichtung, aber kein einfaches Plug-and-Play-Ersatzmodul, das die FM 351 ohne Engineering-Aufwand unmittelbar ersetzt.

Kann ich die FM 351 mit STEP 7 Professional oder im TIA Portal in Betrieb nehmen?

Ja. Siemens stellt eine offizielle Support-Information bereit, die ausdrücklich eine Beispielprojektierung für STEP 7 Professional V11 beziehungsweise TIA Portal und höher beschreibt. Für Instandhaltung und Engineering ist das relevant, weil sich bestehende FM-351-Anwendungen damit dokumentiert und reproduzierbar in moderne Engineering-Umgebungen überführen lassen. Trotzdem bleibt die FM 351 eine Altbaugruppe der S7-300-Welt, sodass saubere Hardwareparametrierung, passende HSP-/Supportstände und die richtige Einbindung der Beispielbausteine wichtig sind.

Wann ist Reparatur sinnvoller als Neubeschaffung oder Migration?

Reparatur ist besonders dann wirtschaftlich, wenn die Mechanik, Verdrahtung, Geber und SPS-Umgebung der Bestandsanlage unverändert weiterlaufen sollen und ein Umbau auf neue Technologie zusätzlichen Stillstand auslösen würde. Auf der EICHLER-Seite wird die Reparatur mit technischer Reinigung, vorbeugender Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monaten Garantie beschrieben. Bei einer abgekündigten FM-Baugruppe kann das die pragmatischste Lösung sein, um Downtime zu vermeiden, Beschaffungsrisiken zu reduzieren und die bestehende Maschine ohne sofortiges Re-Engineering weiter zu betreiben.

Wichtige Dokumente

Reparatur-Begleitschein

Laden Sie den Begleitschein als PDF herunter oder nutzen Sie die digitale Reparaturanmeldung und senden Sie Ihre defekte Baugruppen zur Reparatur ins EICHLER-Service-Center.

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