SIEMENS 6ES7350-2AH01-0AE0
-
SIEMENS | Baugruppen | Funktionsbaugruppen
- EICHLER-Art.Nr.: K0219490
- EAN: 4025515076445
- UPC: 662643401523
Produktbeschreibung
SIMATIC S7-300, ZAEHLERBAUGRUPPE FM 350-2, 8 KANAELE, 20 KHZ, 24V-GEBER ZUM ZAEHLEN, FREQUENZ- MESSUNG, DREHZAHLMESSUNG, PERIODENDAUERMESSUNG, DOSIEREN INKL. PROJEKTIERPAKET UND ELEKTRONISCHER DOKU AUF CD-ROM
Leistungen für SIEMENS 6ES7350-2AH01-0AE0
Reparatur
von 904,89 €
bis 1.330,73 €
Austausch
1.437,19 €
1.077,89 €
Gebraucht
1.596,87 €
1.197,65 €
Neu
1.774,30 €
1.330,72 €
SIEMENS |
6ES7350-2AH01-0AE0 –
zusätzliche Produktinformationen
| Lieferinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Exportkennzeichen | AL: N ECCN: EAR99H | ||
| Nettogewicht pro ME | 0.496 | ||
| Mengeneinheit (ME) | 1 Stück | ||
| Verpackungsmenge | 1 | ||
| Zusätzliche Produktinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Produktstatus | |||
| EAN | 4025515076445 | ||
| UPC | 662643401523 | ||
| Statistische Warennummer | 85389091 | ||
| Listenkennzeichen (LKZ) | ST73 | ||
| Fabrikategruppe | X07Y | ||
| Ursprungsland | DE | ||
| Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie | Seit: 20091125 | ||
| Klassifizierungen | Version | Klassifizierung | |
|---|---|---|---|
| eClass | 4 | 27-24-03-08 | |
| eClass | 5.1 | 27-24-22-05 | |
| eClass | 6.0 | 27-24-22-05 | |
| ETIM | 3 | / | |
| ETIM | 4 | EC001422 | |
| ETIM | 5 | EC001422 | |
Was ist 6ES7350-2AH01-0AE0 und wo wird es eingesetzt
Die 6ES7350-2AH01-0AE0 ist eine SIMATIC S7-300 Funktionsbaugruppe FM 350-2 für schnelle Zähl- und Messaufgaben in der Automatisierung. Sie wird eingesetzt, wenn Impulse von Gebern und Sensoren präzise erfasst werden müssen und Standard-E/A dafür nicht ausreichen. Typische Anwendungen sind Verpackungsanlagen, Sortieranlagen, Dosieranlagen sowie Drehzahl- und Frequenzüberwachung. Für Instandhalter ist die Baugruppe wichtig, wenn Stückzahlen sicher gezählt, Grenzwerte überwacht oder schnelle Reaktionen direkt in der Baugruppe ausgelöst werden sollen. Für Einkauf und Produktion ist die exakte Artikelnummer relevant, weil sie eine sehr spezifische 8-Kanal-Lösung in bestehenden S7-300- und ET-200M-Umgebungen beschreibt, die oft gezielt ersetzt, getauscht oder repariert werden muss.
Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten
Technisch bietet die FM 350-2 8 Zählkanäle mit bis zu 20 kHz, eine 24-V-Versorgung, 8 digitale Eingänge, 8 digitale Ausgänge und 32-Bit-Zähler bis ±2.147.483.647. Das bedeutet in der Praxis: mehrere Sensoren lassen sich parallel auswerten, auch wenn Impulsfolgen schnell anliegen. Unterstützt werden 24-V-Inkrementalgeber, 24-V-Initiatoren, 24-V-Richtungssignale, NAMUR-Geber und 2-Draht-Sensoren. Die Ausgänge können Prozessreaktionen direkt auslösen; pro Ausgang sind bis zu 0,5 A möglich. Wichtig für Retrofit und Ersatzteilprüfung sind außerdem der benötigte 40-polige Frontstecker, die Baugröße 80 x 125 x 120 mm, das Gewicht von rund 460 g und die Kombination aus Zähl-, Frequenz-, Drehzahl-, Periodendauer- und Dosierfunktionen in nur einer Baugruppe.
Aussagen zum Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenzstatus
Beim Produktstatus ist die Situation klar obsoleszenznah: Siemens führt die 6ES7350-2AH01-0AE0 im Datenblatt als „spare part“, im SiePortal steht der Life-Cycle auf Product Cancellation. Zusätzlich wurde für das System SIMATIC S7-300 / ET 200M der Product-Phase-out angekündigt. Für Betreiber heißt das: Die langfristige Versorgung über reguläre Neuteilpfade wird anspruchsvoller, und Reparatur, Austauschgeräte und geprüfte Lagerbestände gewinnen an Bedeutung. Einen direkten, von Siemens explizit benannten Nachfolger für diese exakte Artikelnummer konnte ich nicht verifizieren. Verifiziert ist jedoch, dass 6ES7350-2AH01-0AE0 die frühere 6ES7350-2AH00-0AE0 vollkompatibel ersetzt. Für Migrationsprojekte auf S7-1500 nennt Siemens als Lösungswege vor allem TM Count 2x24V sowie funktionsabhängig TM TimerDIDQ 16x24V.
Die verfügbaren EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind
Für Betreiber von Bestandsanlagen sind die EICHLER Leistungen besonders relevant, weil sich mit dieser Baugruppe typische Zielkonflikte aus Stillstand, Obsoleszenz und Beschaffungsdruck abfedern lassen. Im verlinkten Shop sind aktuell Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu hinterlegt; für die Reparatur nennt EICHLER 2 bis 5 Tage sowie mindestens 24 Monate Garantie, für Austausch-, Gebraucht- und Neuteile 1 bis 3 Tage. Das ist praxisnah, wenn eine FM 350-2 kurzfristig wieder in die Anlage zurück muss oder wenn ein Totalausfall während der S7-300-Phase-out-Situation vermieden werden soll. Für Instandhaltung zählt die schnelle Rückkehr in den Betrieb, für Einkauf die kalkulierbare Beschaffung und für Entscheider die Möglichkeit, auch nach fortschreitender Obsoleszenz eine funktionsfähige Versorgungskette aufrechtzuerhalten.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Versorgungsspannung | |
| Hilfsspannung 1L+, Lastspannung 2L+ | |
| ● Nennwert (DC) | 24 V |
| ● zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) | 20,4 V |
| ● zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) | 28,8 V |
| Eingangsstrom | |
| aus Lastspannung L+ (ohne Last), max. | 150 mA |
| aus Rückwandbus DC 5 V, max. | 100 mA |
| Geberversorgung | |
| NAMUR Geberversorgung | |
| ● 8.2 V | Ja |
| ● Kurzschluss-Schutz | Ja |
| ● Ausgangsstrom, max. | 200 mA |
| Verlustleistung | |
| Verlustleistung, typ. | 10 W |
| Digitaleingaben | |
| Anzahl der Eingänge | 8 |
| Anzahl NAMUR-Eingänge | 8 |
| Funktionen | je 1 für Torstart / Torstop |
| Eingangsspannung | |
| ● für Signal "0" | -3 ... +5 V |
| ● für Signal "1" | 11 bis 30,2 V |
| Eingangsstrom | |
| ● für Signal "0", max. (zulässiger Ruhestrom) | 2 mA |
| ● für Signal "1", typ. | 9 mA |
| für NAMUR-Geber | |
| — für Signal "0", max. | 1,2 mA |
| — für Signal "1", min. | 2,1 mA |
| Eingangsverzögerung (bei Nennwert der Eingangsspannung) | |
| ● Eingangsfrequenz, max. | 20 kHz |
| für Standardeingänge | |
| — bei "0" nach "1", max. | 50 µs |
| für NAMUR-Eingänge | |
| — bei "0" nach "1", max. | 50 µs |
| Leitungslänge | |
| ● geschirmt, max. | 100 m |
| Digitalausgaben | |
| Anzahl der Ausgänge | 8 |
| Kurzschluss-Schutz | Ja |
| Begrenzung der induktiven Abschaltspannung auf | L+ (-40 V) |
| Ausgangsspannung | |
| ● für Signal "1", min. | L+ (-0,8 V) |
| Ausgangsstrom | |
| ● für Signal "1" Nennwert | 0,5 A |
| ● für Signal "0" Reststrom, max. | 0,5 mA |
| Ausgangsverzögerung bei ohmscher Last | |
| ● "0" nach "1", max. | 300 µs |
| Schaltfrequenz | |
| ● bei ohmscher Last, max. | 500 Hz |
| ● bei induktiver Last, max. | 0,5 Hz |
| Summenstrom der Ausgänge (je Gruppe) | |
| waagerechte Einbaulage | |
| — bis 40 °C, max. | 4 A |
| — bis 60 °C, max. | 2 A |
| alle anderen Einbaulagen | |
| — bis 40 °C, max. | 2 A |
| Leitungslänge | |
| ● geschirmt, max. | 600 m |
| ● ungeschirmt, max. | 100 m |
| Geber | |
| Anschließbare Geber | |
| ● Inkrementalgeber (asymmetrisch) | Ja |
| ● 24 V-Initiator | Ja |
| ● 24 V-Richtungsgeber | Ja |
| ● NAMUR-Geber | Ja; nach DIN 19 234 |
| ● 2-Draht-Sensor | Ja |
| Alarme/Diagnosen/Statusinformationen | |
| Diagnosefunktion | Ja; Diagnoseinformation auslesbar |
| Alarme | |
| ● Diagnosealarm | Ja; parametrierbar |
| ● Prozessalarm | Ja; parametrierbar |
| Diagnoseanzeige LED | |
| ● Sammelfehler SF (rot) | Ja |
| Zähler | |
| Anzahl Zählereingänge | 8; 32 bit oder ±31 bit |
| Zählereingang 24 V | |
| ● Eingangsspannung für Signal "0" | -3 ... +5 V |
| ● Eingangsspannung für Signal "1" | 11 bis 30,2 V |
| ● Eingangsstrom für Signal "1", typ. | 9 mA |
| ● Zählfrequenz, max. | 20 kHz; Inkrementalgeber: 10 kHz |
| Potenzialtrennung | |
| Potenzialtrennung Digitaleingaben | |
| ● zwischen den Kanälen und Rückwandbus | Ja; und Schirm |
| Potenzialtrennung Digitalausgaben | |
| ● zwischen den Kanälen und Rückwandbus | Ja; und Schirm |
| Potenzialtrennung Zähler | |
| ● zwischen den Kanälen und Rückwandbus | Ja; und Schirm |
| Anschlusstechnik | |
| erforderlicher Frontstecker | 1x 40-polig |
| Maße | |
| Breite | 80 mm |
| Höhe | 125 mm |
| Tiefe | 120 mm |
| Gewichte | |
| Gewicht, ca. | 460 g |
| Fehlerbeschreibung | Möglicher Lösungsansatz |
|---|---|
| Warum zählt meine FM 350-2 nicht, obwohl Geber und Tor anliegen? | Prüfen Sie zuerst, ob FC2 CNT2_CTR zyklisch aufgerufen wird und das Bit CHECKBACK_SIGNALS.PARA bereits gesetzt ist; erst dann sind die Daten im Zähler-DB gültig. Wird ein Software-Tor verwendet, muss SW_GATE mit einer 0→1-Flanke geöffnet werden. In Praxisfällen half außerdem, den tatsächlichen Zählwert an der korrekten Stelle zu lesen, etwa kanalbezogen im DB oder per Direktzugriff ab Moduladresse +8. |
| Warum bekomme ich nur beim Start und beim Stopp Zählerwerte, aber nicht fortlaufend während der Bewegung? | Für ein schnelles zyklisches Auslesen aller 8 Kanäle empfiehlt Siemens die wechselnde Abarbeitung der Read-Jobs für die Kanalgruppen; in Anwenderprojekten werden dafür typischerweise die Jobs 100 und 101 alternierend verwendet. Wenn erweiterte Nutzdaten verwendet werden, gelten zusätzliche Bedingungen, und deren Aktualisierung liegt typischerweise nur bei 100 bis 200 ms. |
| Warum erscheint bei CNT2_RD oder CNT2RDPN der Fehlercode W#16#80C4 am RET_VAL? | Der vorherige Read-Job ist noch nicht vollständig abgearbeitet. Starten Sie den nächsten Leseauftrag erst, wenn der letzte Auftrag verarbeitet wurde; sonst weist die FM 350-2 den neuen Auftrag mit W#16#80C4 zurück. |
| Warum meldet die FM 350-2 „Hardware interrupt lost“? | Ein neues Hardware-Interrupt-Ereignis trifft ein, bevor das vorherige quittiert wurde. Die Quittierung erfolgt über das Verlassen von OB40; ist OB40 nicht vorhanden, geht die CPU in STOP. Liegen weniger als 2 ms zwischen zwei Ereignissen, kann der zweite Interrupt verloren gehen. Abhilfe schaffen weniger Interruptquellen, eine schlanke OB40-Bearbeitung oder ein angepasstes Signalkonzept. |
| Warum meldet die Baugruppe SF, Kanalfehler oder NAMUR-Fehler? | Laut Siemens sind häufige Ursachen fehlerhafte oder widersprüchliche Parametrierung, Kurzschluss oder Überlast der Geberversorgung oder bei NAMUR-Gebern ein Drahtbruch, Kurzschluss oder ein fehlendes Kabel. Prüfen Sie deshalb Parametrierung, Verdrahtung, Sensorspeisung und laden Sie die Parameter erneut in die Baugruppe. |
| Warum läuft die FM 350-2 nach einem Spannungsausfall nicht automatisch weiter? | Siemens weist darauf hin, dass die Baugruppe bei Ausfall der Modulversorgung nicht automatisch neu startet. Die CPU erkennt je nach Aufbau einen I/O-Zugriffsfehler oder meldet einen Modulentfernungs-/Einfügewechsel. Nach Spannungsrückkehr muss der Wiederanlauf der Baugruppe sauber koordiniert und die Parametrierung erneut sichergestellt werden. |
Was ist der Unterschied zwischen 6ES7350-2AH00-0AE0 und 6ES7350-2AH01-0AE0?
Siemens hat die 6ES7350-2AH01-0AE0 als vollkompatiblen Ersatz für die ältere 6ES7350-2AH00-0AE0 eingeführt. Für Beschaffung und Instandhaltung ist das wichtig, weil in Altanlagen häufig noch die Vorgängernummer dokumentiert ist, die tatsächlich verfügbare oder instandgesetzte Ersatzbaugruppe heute aber oft 2AH01 lautet. Wer also eine Altstückliste prüft, sollte beide Nummern aktiv gegeneinander abgleichen.
Ist 6ES7350-2AH01-0AE0 noch als Neuteil verfügbar oder nur noch als Ersatzteil?
Offiziell führt Siemens die Baugruppe als Ersatzteil und weist im Life-Cycle auf Product Cancellation hin. Damit ist das Produkt nicht mehr als normaler Wachstumsartikel zu betrachten. Im Markt kann es dennoch weiterhin als Neu-, Gebraucht-, Austausch- oder Reparaturlösung verfügbar sein. Auf der verlinkten EICHLER-Seite sind genau diese Beschaffungswege aktuell hinterlegt, was für Bestandsanlagen besonders relevant ist.
Kann ich die FM 350-2 im TIA Portal in Betrieb nehmen?
Ja. Siemens stellt einen eigenen Support-Beitrag mit STEP-7-/TIA-Portal-Projekt für die Inbetriebnahme der FM 350-2 (6ES7350-2AH01-0AE0) bereit. Zusätzlich taucht die Baugruppe auch in neueren STEP-7-/TIA-Readme-Listen weiterhin auf. Für Betreiber bedeutet das: Die Baugruppe ist eine Alttechnologie, aber die Projektierung und Inbetriebnahme im TIA-Umfeld ist dokumentiert und grundsätzlich möglich.
Welche Geber und Sensoren lassen sich an 6ES7350-2AH01-0AE0 anschließen?
Die Baugruppe unterstützt asymmetrische Inkrementalgeber, 24-V-Initiatoren, 24-V-Richtungssignale, NAMUR-Geber nach DIN 19234 sowie 2-Draht-Sensoren. Für die Praxis heißt das: Die FM 350-2 ist flexibel genug für klassische Impulsgeber in Verpackungs-, Förder-, Sortier- oder Dosieranwendungen. Entscheidend ist, dass Gebertyp, Signalpegel und Parametrierung zueinander passen, damit Zählrichtung, Frequenz- oder Periodenmessung korrekt arbeiten.
Wie lese ich alle 8 Kanäle möglichst schnell aus?
Siemens empfiehlt für das schnelle zyklische Auslesen aller 8 Kanäle eine abwechselnde Bearbeitung der Leseaufträge für die Kanalgruppen. In der Praxis wird dafür meist zwischen den Jobs 100 und 101 gewechselt. Alternativ können je nach Projektierung Werte teilweise über den Prozessabbild-Bereich gelesen werden. Werden erweiterte Nutzdaten verwendet, müssen die dafür genannten Voraussetzungen erfüllt sein; deren Aktualisierung ist jedoch deutlich träger und liegt typischerweise bei etwa 100 bis 200 ms.
Welche Alternative empfiehlt sich bei einer Migration auf S7-1500?
Für die Migration von FM-350-2-Funktionen auf S7-1500 zeigt Siemens keine 1:1-Baugruppe mit derselben Struktur, sondern Lösungswege. Genannt werden vor allem TM Count 2x24V und funktionsabhängig TM TimerDIDQ 16x24V. Gleichzeitig empfiehlt Siemens bei Migrationsprojekten generell die Umstellung auf moderne I/O-Plattformen wie ET 200MP oder ET 200SP. Für Entscheider ist das wichtig, weil damit nicht nur Ersatzfunktionalität, sondern auch eine bessere Langfriststrategie gegen Obsoleszenz erreicht werden kann.























