SIEMENS 6ES7338-4BC01-0AB0

  • SIEMENS | Baugruppen | Funktionsbaugruppen

  • EICHLER-Art.Nr.: K0131560
  • EAN: 4025515068853
  • UPC: 662643174502

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-300, SIGNALBAUGRUPPE FUER 3 SSI-GEBER ZUM EINLESEN DES POSITIONIERWERTES MIT 2 FREEZE-EINGAENGEN, 1X 20-POL. UNTERSTUETZT TAKTSYNCHRONITAET

Leistungen für SIEMENS 6ES7338-4BC01-0AB0

Reparatur

2-5 Tage

von 319,66 €

bis 575,38 €

Austausch

Gebraucht

3-5 Tage

3 Stck.

512,83 €

384,62 €

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Neu

1-3 Tage

10+ Stck.

569,80 €

427,35 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.248
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2025-10-01
EAN 4025515068853
UPC 662643174502
Statistische Warennummer 85389091
Listenkennzeichen (LKZ) ST73
Fabrikategruppe X07Y
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20080331
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-08
eClass 5.1 27-24-22-05
eClass 6.0 27-24-22-05
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001422
ETIM 5 EC001422

Was ist 6ES7338-4BC01-0AB0 und wo wird es eingesetzt

6ES7338-4BC01-0AB0 ist eine SIMATIC S7-300 Signalbaugruppe SM 338 POS-INPUT von Siemens zum Einlesen von Positionswerten über bis zu drei SSI-Absolutgeber. Die Baugruppe verfügt zusätzlich über zwei FREEZE-Eingänge und unterstützt taktsynchronen Betrieb, was sie für Anwendungen interessant macht, in denen Positionswerte reproduzierbar und zeitlich sauber erfasst werden müssen. Typische Einsatzfelder sind Formatverstellung, Achs- und Wegerfassung, Längenmessung, Positionserfassung in Förder- und Handhabungssystemen sowie Retrofit-Projekte in Bestandsanlagen mit S7-300. Für Instandhaltung und Einkauf ist die Artikelnummer besonders relevant, weil sie gezielt eine ältere, spezialisierte SSI-Schnittstelle im laufenden Anlagenbetrieb absichert.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die Baugruppe arbeitet mit 24 V DC Lastspannung, zulässig sind 20,4 bis 28,8 V. Sie kann maximal drei SSI-Geber verarbeiten und unterstützt 13-, 21- oder 25-Bit-Telegramme sowie Gray- und Binärcode. Die einstellbaren Baudraten liegen bei 125 kHz, 250 kHz, 500 kHz und 1 MHz. Dabei sinkt mit steigender Baudrate die maximal sinnvolle geschirmte Leitungslänge deutlich: von 320 m bei 125 kHz auf 20 m bei 1 MHz. Für die Praxis heißt das: Parametrierung und Verdrahtung müssen exakt zum eingesetzten Geber passen. Zusätzlich stehen zwei digitale Eingänge für die Freeze-Funktion zur Verfügung, benötigt wird ein 20-poliger Frontstecker. Die Baugruppe misst 40 x 125 x 120 mm und wiegt etwa 235 g.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6ES7338-4BC01-0AB0 ist die Obsoleszenz inzwischen ein zentrales Thema. Siemens führt den Artikel als Ersatzteil und weist im Product Lifecycle den Status PM410: Product cancellation aus; als Wirksamkeitsdatum ist 1. Oktober 2025 genannt. Auch auf der EICHLER-Seite ist der Produktstatus mit EOP: 2025-10-01 hinterlegt. Einen direkten 1:1-Nachfolger innerhalb der S7-300-Welt weist Siemens für diese Baugruppe nicht aus. Für Migrationsprojekte Richtung S7-1500 ordnet Siemens die Funktion jedoch dem TM PosInput 2 (6ES7551-1AB00-0AB0) zu. Das ist keine Steckplatz-Ablösung, sondern eine technische Migrationsoption, die immer mit der konkreten Applikation, Gebertechnik und Softwarearchitektur abgeglichen werden muss.

Die verfügbaren EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Bei dieser Baugruppe sind Reparatur, Austausch, Gebrauchtkauf und Neukauf besonders relevant, weil sie eine abgekündigte Bestandskomponente in laufenden Anlagen verfügbar halten. Reparatur ist sinnvoll, wenn die vorhandene Baugruppe zur Maschine, Verdrahtung und Parametrierung passt und Stillstand ohne aufwendige Re-Engineering-Maßnahmen beendet werden soll; EICHLER nennt hierfür 2 bis 5 Tage und beschreibt technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, Funktionsprüfung sowie mindestens 24 Monate Garantie. Austausch ist interessant, wenn eine schnelle Ersatzlösung für kritische Downtime gebraucht wird. Gebrauchte Baugruppen eignen sich zur wirtschaftlichen Bevorratung älterer Linien. Neue Lagerware ist besonders attraktiv, wenn Einkauf und Produktion Verfügbarkeit mit kurzer Lieferzeit absichern wollen.

Attribut Wert
Versorgungsspannung
Lastspannung L+
● Nennwert (DC) 24 V
● zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 20,4 V
● zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
Eingangsstrom
aus Lastspannung L+ (ohne Last), max. 100 mA
aus Rückwandbus DC 5 V, max. 160 mA
Geberversorgung
24 V-Geberversorgung
● 24 V Ja; L+ (-0,8 V)
● Ausgangsstrom, max. 900 mA
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 3 W
Digitaleingaben
Eingangsspannung
● für Signal "0" -3 ... +5 V
● für Signal "1" 11 bis 30,2 V
Eingangsstrom
● für Signal "0", max. (zulässiger Ruhestrom) 2 mA
● für Signal "1", typ. 9 mA
Eingangsverzögerung (bei Nennwert der Eingangsspannung)
für Standardeingänge
— bei "0" nach "1", min. 300 µs
Leitungslänge
● geschirmt, max. 600 m
Geber
Anzahl anschließbarer Geber, max. 3
Anschließbare Geber
● Absolutgeber (SSI) Ja
● 2-Draht-Sensor Ja
Gebersignale, Absolutgeber (SSI)
● Leitungslänge geschirmt, max. 320 m; 320 m bei 125 kHz; 160 m bei 250 kHz; 60 m bei 500 kHz; 20 m bei 1 MHz
Alarme/Diagnosen/Statusinformationen
Alarme
● Diagnosealarm Ja
Anschlusstechnik
erforderlicher Frontstecker 20-polig
Maße
Breite 40 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 120 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 235 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum leuchtet an der 6ES7338-4BC01-0AB0 die SF-LED dauerhaft rot? Eine dauerhaft leuchtende SF-LED zeigt an, dass die SM 338 eine Diagnosemeldung erzeugt hat. Siemens nennt dafür unter anderem fehlende externe Hilfsspannung, falsche Parameter, Kanalfehler oder externe Fehler. Prüfen Sie in STEP 7 die Baugruppendiagnose und, falls freigegeben, den Diagnosealarm über OB82. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen kurzem Aufleuchten beim Selbsttest nach dem Einschalten und einer bleibenden Störung. Erst nach Beseitigung aller Fehler erlischt die SF-LED wieder.
Warum meldet die SM 338 einen Geberfehler oder Kanalfehler? Siemens nennt als typische Ursachen Drahtbruch des Geberkabels, nicht angeschlossenen Geber oder einen defekten Geber. Kontrollieren Sie daher zuerst Geber, Steckverbinder, Aderpaare, Schirmung und die niederohmige Verbindung der Masse mit der CPU. In der Praxis sollte außerdem geprüft werden, ob der betroffene Kanal in der Hardware überhaupt parametriert und tatsächlich belegt ist. Ein vorschneller Kartentausch ist ungünstig, weil der Fehler oft im Geber oder in der Verdrahtung liegt.
Warum liefert 6ES7338-4BC01-0AB0 falsche oder springende Positionswerte? Häufig steckt eine unpassende Parametrierung dahinter. Die SM 338 unterstützt nur 13-, 21- oder 25-Bit-SSI-Telegramme sowie Gray- oder Binärcode. Stimmen Telegrammlänge, Codeart, Normierung oder Schritte pro Umdrehung nicht mit dem Geber überein, sind unplausible Werte wahrscheinlich. Ein Beispiel aus dem SPS-Forum zeigt genau diesen Fall: Statt 13 Bit musste ein Geber mit 13 Bit Singleturn plus 12 Bit Multiturn als 25-Bit-Geber parametriert werden. Vergleichen Sie deshalb Geberdatenblatt und STEP-7-Parameter Punkt für Punkt.
Warum meldet die Baugruppe fehlende externe Hilfsspannung? Diese Diagnose erscheint, wenn die Versorgungsspannung L+ an der Baugruppe fehlt. Die SM 338 erwartet 24 V DC im Bereich von 20,4 bis 28,8 V. Prüfen Sie die Einspeisung, die Verdrahtung der Lastspannung und die gemeinsame Bezugserde zur CPU. Wird die interne Geberversorgung überlastet, muss eine externe Spannungsversorgung vorgesehen werden, denn die Geberversorgung der Baugruppe ist auf maximal 900 mA ausgelegt. Ohne stabile L+-Versorgung sind weder saubere SSI-Telegramme noch eine zuverlässige Diagnose möglich.
Warum bleibt der Positionswert eingefroren und aktualisiert sich nicht mehr? Dann ist häufig die Freeze-Funktion aktiv. Bei der SM 338 wird Freeze über eine steigende Flanke an DI0 oder DI1 ausgelöst. Der eingefrorene Wert bleibt stehen, bis die Funktion kanalbezogen im Anwenderprogramm quittiert wird. Dafür müssen im Standard Mode die Bits 0, 1 oder 2 an der Ausgangsadresse der Baugruppe gesetzt werden. Im Fast Mode ist Freeze nicht verfügbar. Prüfen Sie deshalb, ob Freeze parametriert wurde, ob ein Digitaleingang unbeabsichtigt getriggert wurde und ob die Quittierung im Programm sauber ausgeführt wird.
Warum kommt es bei der SM 338 zu Watchdog- oder Zeitüberwachungsfehlern? Siemens nennt hierfür zeitweise hohe elektromagnetische Störungen. Praktisch sollten dann Schirmung, paarweise verdrillte Leitungen, Erdung und Kabelführung überprüft werden. Zusätzlich lohnt ein Abgleich von Baudrate und Leitungslänge, weil hohe Taktraten die zulässige Kabellänge stark reduzieren. Wenn eine bestehende Installation grenzwertig ausgelegt ist, kann eine robustere Parametrierung mit geringerer Baudrate und sauberer Schirmauflage die Signalqualität deutlich verbessern.

Ist 6ES7338-4BC01-0AB0 noch lieferbar oder schon abgekündigt?

Siemens führt 6ES7338-4BC01-0AB0 als abgekündigtes Ersatzteil; als Wirksamkeitsdatum für die Produktabkündigung ist 1. Oktober 2025 genannt. Für Betreiber von Bestandsanlagen bedeutet das: Die Beschaffung läuft heute typischerweise über spezialisierte Service- und Ersatzteilkanäle. EICHLER bietet für diese Baugruppe aktuell Reparatur, Austausch auf Anfrage, gebrauchte Ware sowie neue Lagerware an. Für Einkauf und Instandhaltung ist das wichtig, weil dadurch trotz Obsoleszenz weiterhin eine kurzfristige Versorgung und eine planbare Ersatzteilstrategie möglich bleiben.

Welche Geber kann ich an 6ES7338-4BC01-0AB0 anschließen?

Die Baugruppe ist für maximal drei SSI-Absolutgeber ausgelegt. Unterstützt werden 13-, 21- und 25-Bit-Telegramme sowie Graycode und Binärcode. Zusätzlich nennt Siemens auch den Anschluss eines 2-Draht-Sensors. Für die Inbetriebnahme ist entscheidend, dass Gebertyp, Telegrammlänge, Codeart, Baudrate und Monoflopzeit sauber zum real verbauten Geber passen. Genau hier entstehen viele Fehlinterpretationen im Feld. Wer einen Geber austauscht oder eine Linie nachrüstet, sollte daher nicht nur die Artikelnummer der Karte, sondern immer auch die SSI-Spezifikation des Gebers mitprüfen.

Ist 6ES7338-4BC01-0AB0 mit S7-1200 oder S7-1500 kompatibel?

Für die S7-1200 ist die Baugruppe laut Siemens nicht unterstützt. Bei der S7-1500 gibt es ebenfalls keine einfache Steckplatz-Kompatibilität. Siemens nennt in seinem Migrationsleitfaden stattdessen das TM PosInput 2 (6ES7551-1AB00-0AB0) als funktionale Zuordnung für Anwendungen, die zuvor mit der SM 338 Positionswerte von SSI-Gebern eingelesen haben. Das heißt: Wer modernisiert, braucht in der Regel eine technische Migration mit neuer Hardwarekonfiguration und Applikationsprüfung, nicht nur einen mechanischen Austausch. Für Retrofit-Entscheidungen ist genau dieser Unterschied kaufentscheidend.

Wie lese ich die Positionswerte der SM 338 in STEP 7 aus?

Die SM 338 wird ab ihrer Baugruppenanfangsadresse adressiert. Siemens beschreibt die drei Geberkanäle im Eingangsbereich mit den Offsets +0 Byte, +4 Byte und +8 Byte. Im Anwenderprogramm können die Werte beispielsweise mit L PED ausgelesen und in Merkerdoppelwörter übertragen werden. Im Standard Mode enthält das Datendoppelwort zusätzlich den Freeze-Status; im Fast Mode stehen stattdessen Statusinformationen wie Sammelfehler, Parametrierfehler und Betriebsbereitschaft bereit. Für Diagnose und Programmtest ist es deshalb wichtig zu wissen, in welchem Modus die Baugruppe projektiert wurde.

Wann lohnt sich bei 6ES7338-4BC01-0AB0 eine Reparatur statt Neukauf oder Migration?

Eine Reparatur lohnt sich besonders dann, wenn die Baugruppe bereits sauber in eine bestehende Maschine integriert ist und der eigentliche Engpass nicht die Funktion, sondern die Verfügbarkeit ist. Bei abgekündigten S7-300-Komponenten vermeidet eine Reparatur oft Eingriffe in SPS-Hardware, Verdrahtung, Parametrierung und Abnahme. Das ist für Instandhaltung relevant, wenn Stillstandskosten höher sind als der Reparaturaufwand. Für Einkauf und Produktion ist zusätzlich wichtig, dass EICHLER die Reparatur mit technischer Reinigung, vorbeugender Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monaten Garantie verbindet. Migration ist dann sinnvoller, wenn ohnehin ein größerer Plattformwechsel geplant ist.

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