SIEMENS 6ES7322-8BH10-0AB0

  • SIEMENS | Baugruppen | Digitalein- / Digitalausgaben

  • EICHLER-Art.Nr.: K0252219
  • EAN: 040892782745
  • UPC: 040892782745

Produktbeschreibung

SIMATIC S7/PCS7, DIGITALAUSGABE SM 322, 16 DA; DC24V / 0,5 A, DIAGNOSEFAEHIG, DRAHTBRUCH- ERKENNUNG BEI 0 UND 1 SIGNAL, 1 X 40-POLIG, ANSCHALTUNG IM 153-X HF ERFORDERLICH

Leistungen für SIEMENS 6ES7322-8BH10-0AB0

Reparatur

2-5 Tage

von 870,57 €

bis 1.280,25 €

Austausch

Gebraucht

Neu

1-3 Tage

4 Stck.

1.707,00 €

1.280,25 €

1.280,25 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.33
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2025-10-01
EAN 040892782745
UPC 040892782745
Statistische Warennummer 85389091
Listenkennzeichen (LKZ) STPCS7
Fabrikategruppe 4428
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20110304
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 27-24-22-04
eClass 6.0 27-24-22-04
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001419
ETIM 5 EC001419

Was ist 6ES7322-8BH10-0AB0 und wo wird es eingesetzt

Die 6ES7322-8BH10-0AB0 ist eine digitale Ausgangsbaugruppe SM 322 aus der Siemens-Welt SIMATIC S7 / PCS 7. Sie stellt 16 digitale 24-V-DC-Ausgänge mit 0,5 A je Kanal bereit und ist für Anwendungen ausgelegt, in denen Aktoren wie Magnetventile, DC-Schütze oder Signallampen zuverlässig geschaltet und diagnostisch überwacht werden müssen. Das Modul kann zentral in S7-300-Systemen eingesetzt werden. Für den dezentralen Einsatz in ET 200M ist eine passende IM-153-Baugruppe erforderlich. Damit ist die Baugruppe vor allem in Bestandsanlagen der Prozess- und Fertigungsautomation relevant, in denen schnelle Fehlerlokalisierung, kurze Stillstandszeiten und eine belastbare Ersatzteilstrategie entscheidend sind.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die Baugruppe arbeitet mit 24 V DC Lastspannung bei einem zulässigen Bereich von 20,4 bis 28,8 V. Jeder der 16 Ausgänge liefert 0,5 A Nennstrom, zulässig sind 5 mA bis 0,6 A je Kanal. Für die Praxis wichtig: Die Ausgänge sind in Gruppen zu 4 galvanisch getrennt, die Gesamtstrombelastung pro Gruppe liegt bei 2 A, und der elektronische Kurzschlussschutz spricht typischerweise bei 1,4 A an. Unterstützt werden Diagnosefunktionen wie Drahtbruch, Kurzschluss und fehlende Lastspannung. Benötigt wird ein 40-poliger Frontstecker. Kabellängen bis 600 m ungeschirmt und 1000 m geschirmt erleichtern den Einsatz in weitläufigen Anlagen. Genau diese Daten sind für Instandhaltung und Beschaffung entscheidend, weil sie Verdrahtung, Lastwahl und Austauschfähigkeit absichern.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenzstatus

Für die 6ES7322-8BH10-0AB0 weist Siemens den Lifecycle-Status PM400 – Announcement of product phase-out aus; als Wirksamkeitsdatum ist 01.10.2023 hinterlegt. Auf der EICHLER-Produktseite ist zusätzlich Produktstatus EOP: 01.10.2025 genannt. Siemens kennzeichnet das Modul außerdem als Ersatzteil. Für Betreiber älterer S7-300- und ET-200M-Installationen steigt damit das Risiko längerer Beschaffungszeiten und ungeplanter Ausfälle. Ein universeller 1:1-Drop-in-Nachfolger wird auf der Produktseite nicht genannt. Für ein geplantes Upgrade von ET 200M auf ET 200SP HA nennt Siemens jedoch das Modul 6DL1132-6BH00-0PH1 als Migrationsziel, zusammen mit einem passenden I/O-Adapter. Für die Praxis heißt das: Reparatur, Austausch und Lagerabsicherung bleiben kurzfristig wichtig, während Retrofit die strategische Langfristoption ist.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Bei EICHLER ist für diese Baugruppe die Reparatur mit einer typischen Durchlaufzeit von 2 bis 5 Tagen aufgeführt. Sie umfasst technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Das ist besonders dann relevant, wenn eine Bestandsanlage ohne Projektänderung schnell wieder anlaufen muss. Zusätzlich werden Austausch und Gebraucht auf Anfrage angeboten. Das ist sinnvoll, wenn ungeplante Ausfälle sofort abgefangen oder kritische Lagerstrategien ergänzt werden müssen. Neu ist ebenfalls gelistet, aktuell mit 1 bis 3 Tagen Lieferzeit und ausgewiesenem Bestand. Für Einkauf, Instandhaltung und Produktionsverantwortliche entsteht damit ein praxisnaher Weg, die Funktionsfähigkeit auch in der Obsoleszenzphase abzusichern und Stillstandskosten wirksam zu begrenzen.

Attribut Wert
Versorgungsspannung
Lastspannung L+
● Nennwert (DC) 24 V
● zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 20,4 V
● zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
Eingangsstrom
aus Lastspannung L+ (ohne Last), max. 100 mA
aus Rückwandbus DC 5 V, max. 100 mA
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 6 W
Digitalausgaben
Anzahl der Ausgänge 16
Kurzschluss-Schutz Ja
● Ansprechschwelle, typ. 1,4 A; pro Kanal
Begrenzung der induktiven Abschaltspannung auf L+ (-68 V)
Schaltvermögen der Ausgänge
● bei Lampenlast, max. 5 W
Lastwiderstandsbereich
● untere Grenze 48 Ω
● obere Grenze 4 kΩ
Ausgangsspannung
● für Signal "1", min. L+ (-0,7 V)
Ausgangsstrom
● für Signal "1" Nennwert 0,5 A
● für Signal "1" zulässiger Bereich, min. 5 mA
● für Signal "1" zulässiger Bereich, max. 0,6 A
● für Signal "0" Reststrom, max. 0,7 mA
Ausgangsverzögerung bei ohmscher Last
● "0" nach "1", max. 3 ms
● "1" nach "0", max. 3 ms
Parallelschalten von zwei Ausgängen
● zur Leistungserhöhung Nein
● zur redundanten Ansteuerung einer Last Ja
Schaltfrequenz
● bei ohmscher Last, max. 100 Hz
● bei induktiver Last (nach IEC 60947-5-1, DC13), max. 2 Hz
● bei Lampenlast, max. 10 Hz
Summenstrom der Ausgänge (je Gruppe)
waagerechte Einbaulage
— bis 60 °C, max. 2 A
senkrechte Einbaulage
— bis 40 °C, max. 2 A
Leitungslänge
● geschirmt, max. 1 000 m
● ungeschirmt, max. 600 m
Alarme/Diagnosen/Statusinformationen
Alarme Ja
Diagnosefunktion Ja
Alarme
● Diagnosealarm Ja
Diagnosen
● Diagnoseinformation auslesbar Ja
● Drahtbruch Ja
● Kurzschluss Ja
● fehlende Lastspannung Ja
Diagnoseanzeige LED
● Lastnennspannung PWR (grün) Nein
● Sammelfehler SF (rot) Ja
● Statusanzeige Digitalausgang (grün) Ja
● Kanalfehleranzeige F (rot) Ja
Potenzialtrennung
Potenzialtrennung Digitalausgaben
● zwischen den Kanälen Nein
● zwischen den Kanälen, in Gruppen zu 4
● zwischen den Kanälen und Rückwandbus Ja
● zwischen den Kanälen und Spannungsversorgung der Elektronik Nein
Isolation
Isolation geprüft mit DC 500 V
Anschlusstechnik
erforderlicher Frontstecker 1x 40-polig
Maße
Breite 40 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 120 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 350 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum meldet meine 6ES7322-8BH10-0AB0 Drahtbruch, obwohl der Aktor angeschlossen ist? Die Baugruppe erkennt Drahtbruch bei einem Kanalstrom unter 1 mA. Prüfen Sie deshalb zuerst Leitung, Klemmstelle und Verbraucher zwischen Modul und Aktor. Unverdrahtete Ausgänge oder Lasten größer als 1 MΩ können ebenfalls als Drahtbruch erkannt werden. Wenn ein Kanal bewusst offen bleibt oder ein sehr hochohmiger Verbraucher angeschlossen ist, sollte die Drahtbruchdiagnose für diesen Kanal in STEP 7 gezielt geprüft und bei Bedarf deaktiviert werden.
Warum meldet die SM 322 Kurzschluss nach M? Diese Diagnose tritt bei Ausgangssignal 1 auf, wenn am Kanal eine Überlast oder ein Kurzschluss gegen M vorliegt. Trennen Sie den Verbraucher ab, kontrollieren Sie die Verdrahtung auf beschädigte Isolation oder falsche Brücken und messen Sie die Stromaufnahme des Aktors. Die Baugruppe ist elektronisch kurzschlussgeschützt; die Ansprechschwelle liegt typischerweise bei 1,4 A, der Nennstrom pro Kanal bei 0,5 A. Erst nach Beseitigung von Überlast oder Verdrahtungsfehler sollte der Kanal wieder getestet werden.
Warum kommt die Meldung Kurzschluss nach L+ an der 6ES7322-8BH10-0AB0? Siemens beschreibt diesen Fehler als Kurzschluss des Ausgangs zur Lastversorgung L+. Prüfen Sie die Klemmenbelegung, verdrehte Leiter, gequetschte Kabel und unbeabsichtigte Brücken am Frontstecker. Kontrollieren Sie zusätzlich, ob die Lastspannung sauber im zulässigen Bereich von 20,4 bis 28,8 V liegt. Solange der Kurzschluss zur Versorgung besteht, bleibt ein stabiler Ausgangsbetrieb der betroffenen Kanäle nicht sichergestellt.
Warum meldet die Baugruppe fehlende Lastspannung L+? Diese Diagnose wird kanalgruppenbezogen ausgegeben. Fällt eine Lastspannung aus, meldet die Baugruppe den Fehler für alle vier Kanäle der betroffenen Gruppe. Zusätzlich bleibt die Modulerkennung für fehlende Lastspannung aktiv, auch wenn die Kanaldiagnose dafür abgeschaltet wurde. Prüfen Sie daher die 24-V-Versorgung an L+, die Gruppenzuordnung, das Netzteil, Zuleitungen und Klemmkontakte. Besonders bei Spannungseinbrüchen unter 20,4 V sind Schaltprobleme und Diagnosemeldungen wahrscheinlich.
Warum erscheint Fuse defect oder Diskrepanzfehler, obwohl die Verdrahtung korrekt wirkt? Bei aktivierter Diskrepanzüberwachung vergleicht die Baugruppe Soll- und Ist-Zustand der Ausgänge. Erkennt sie eine Abweichung, wird die betroffene Kanalgruppe abgeschaltet und der Fehler als Fuse defect gemeldet. Prüfen Sie deshalb, ob die Diskrepanzdiagnose in STEP 7 bewusst aktiviert wurde und ob ein interner Kanal- oder Modulausgang nicht mehr sauber schaltet. Nach Ziehen und Stecken oder nach einem Neustart werden die Ausgänge erneut aktiviert und die Prüfung startet wieder.

Ist 6ES7322-8BH10-0AB0 noch lieferbar oder nur noch als Ersatzteil?

Siemens führt die Baugruppe im Lifecycle-Status PM400 und kennzeichnet sie als Ersatzteil. Gleichzeitig listet EICHLER für dieses Modul weiterhin mehrere Beschaffungswege: Neu, Reparatur, Austausch und Gebraucht. Am 2. Juni 2026 war auf der EICHLER-Seite für Neu eine Lieferzeit von 1 bis 3 Tagen sowie Bestand ausgewiesen; Reparatur war mit 2 bis 5 Tagen angegeben. Für Betreiber heißt das: Die Baugruppe ist nicht mehr zukunftsoffen, aber weiterhin beschaff- und instandhaltbar.

Kann ich 6ES7322-8BH10-0AB0 in einer zentralen S7-300 und in ET 200M verwenden?

Ja. Siemens gibt an, dass die Baugruppe zentral in S7-300 mit allen verfügbaren CPUs eingesetzt werden kann. Für den dezentralen Einsatz in ET 200M nennt Siemens kompatible IM-153-Module, darunter IM 153-2 und IM 153-4 in den angegebenen Ausbauständen. Zusätzlich wird für den Einsatz mindestens STEP 7 V5.5 (HSP0217) genannt. Das ist für Instandhalter wichtig, weil sich damit vor dem Tausch schnell prüfen lässt, ob die vorhandene Station und das Engineering zum Modul passen.

Welcher Frontstecker passt zu 6ES7322-8BH10-0AB0?

Die Baugruppe benötigt einen 40-poligen Frontstecker. Siemens nennt dafür passende Zubehörvarianten in Schraubtechnik und Federzugtechnik. Zu den im Handbuch aufgeführten 40-poligen Frontsteckern gehören unter anderem 6ES7392-1AM00-0AA0 und 6ES7392-1BM01-0AA0. Für die Beschaffung ist das wichtig, weil bei Modulwechseln oft nicht nur die Baugruppe selbst, sondern auch die Anschlussart und der Zustand des Frontsteckers über die Wiederanlaufzeit entscheiden.

Kann ich 6ES7322-8BH0x-0AB0 ohne Projektänderung durch 6ES7322-8BH10-0AB0 ersetzen?

Siemens beschreibt, dass sich eine 6ES7322-8BH0x-0AB0 durch eine 6ES7322-8BH10-0AB0 ersetzen lässt, ohne die bestehenden Einstellungen zu ändern. Wichtig ist aber die Einschränkung, dass in diesem Fall die Diskrepanzfehlerüberwachung nicht verfügbar ist. Bei älteren STEP-7-Versionen gelten zudem Einschränkungen beim Ersatzwertverhalten und bei der Parametrierung. Für die Instandhaltung ist das ein klarer Vorteil, wenn ein schneller Austausch in Bestandsanlagen nötig ist, ohne sofort die gesamte Projektierung anzufassen.

Gibt es einen Nachfolger für 6ES7322-8BH10-0AB0?

Ein allgemeiner 1:1-Nachfolger wird von Siemens auf der Produktseite nicht direkt genannt. Für die Modernisierung von ET 200M auf ET 200SP HA ordnet Siemens die 6ES7322-8BH10-0AB0 jedoch dem Modul 6DL1132-6BH00-0PH1 zu. Diese Migration erfolgt nicht als reiner Stecktausch, sondern über einen passenden I/O-Adapter. Für Betreiber bedeutet das: Wer die bestehende Anlage kurzfristig stabil halten will, fährt oft mit Reparatur oder Austausch besser; wer die Versorgungssicherheit langfristig erhöhen will, sollte das Retrofit prüfen.

Wann ist Reparatur sinnvoller als Austausch oder Retrofit?

Reparatur ist meist dann die beste Option, wenn die bestehende Anlage unverändert weiterlaufen soll und Stillstandskosten hoch sind. Bei EICHLER ist die Reparatur für dieses Modul mit 2 bis 5 Tagen beschrieben und umfasst Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, Funktionsprüfung sowie mindestens 24 Monate Garantie. Austausch oder Gebraucht sind sinnvoll, wenn sofortiger Ersatz wichtiger ist als die Rückführung des eigenen Moduls. Retrofit wird dagegen interessant, wenn Obsoleszenz, Ersatzteilrisiko und Modernisierung ohnehin zusammen betrachtet werden.

Wichtige Dokumente

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