SIEMENS 6ES7322-1HH01-0AA0
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SIEMENS | Baugruppen | Digitalein- / Digitalausgaben
- EICHLER-Art.Nr.: K0118553
- EAN: 4025515067412
- UPC: 662643170993
Produktbeschreibung
SIMATIC S7-300, Digitalausgabe SM 322, potentialgetrennt 16DA, Relaiskontakte, 1x 20-polig
Leistungen für SIEMENS 6ES7322-1HH01-0AA0
Reparatur
von 383,50 €
bis 690,30 €
Austausch
506,09 €
379,57 €
Gebraucht
562,32 €
421,74 €
Neu
624,80 €
468,60 €
SIEMENS |
6ES7322-1HH01-0AA0 –
zusätzliche Produktinformationen
| Lieferinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Exportkennzeichen | AL: N ECCN: N | ||
| Nettogewicht pro ME | 0.276 | ||
| Mengeneinheit (ME) | 1 Stück | ||
| Verpackungsmenge | 1 | ||
| Zusätzliche Produktinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Produktstatus | EOP: 2025-10-01 | ||
| EAN | 4025515067412 | ||
| UPC | 662643170993 | ||
| Statistische Warennummer | 85389091 | ||
| Listenkennzeichen (LKZ) | ST73 | ||
| Fabrikategruppe | 4561 | ||
| Ursprungsland | DE | ||
| Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie | Seit: 20080331 | ||
| Klassifizierungen | Version | Klassifizierung | |
|---|---|---|---|
| eClass | 4 | 27-24-03-04 | |
| eClass | 5.1 | 27-24-22-04 | |
| eClass | 6.0 | 27-24-22-04 | |
| ETIM | 3 | / | |
| ETIM | 4 | EC001419 | |
| ETIM | 5 | EC001419 | |
Was ist 6ES7322-1HH01-0AA0 und wo wird es eingesetzt
6ES7322-1HH01-0AA0 ist ein SIMATIC S7-300 Digitalausgabemodul SM 322 mit 16 potenzialgetrennten Relaisausgängen und 1x 20-poligem Frontstecker. Die Baugruppe wird in Automatisierungsanlagen eingesetzt, wenn Aktoren galvanisch getrennt geschaltet werden sollen, etwa Magnetventile, Schütze, Motorstarter, Kleinmotoren und Signallampen. Durch die Relaistechnik eignet sich das Modul für Anwendungen mit AC- und DC-Lasten, bei denen klassische 24-V-Transistorausgänge nicht ausreichen oder eine robuste Trennung zwischen Steuerung und Lastseite gewünscht ist. Typische Einsatzfelder sind Fertigungslinien, Fördertechnik, Maschinenbau, Retrofit-Projekte und Bestandsanlagen auf Basis von S7-300 bzw. ET 200M.
Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten
Die Baugruppe bietet 16 Relaisausgänge, die in Gruppen zu 8 Kanälen potenzialgetrennt sind. Die Lastseite ist für 24 bis 120 V DC sowie 24 bis 230 V AC ausgelegt. Pro Ausgang sind bis zu 2 A möglich, der Summenstrom pro Gruppe liegt bei maximal 8 A. Wichtig für die Praxis: Die Baugruppe besitzt keinen Kurzschlussschutz und keine Diagnosefunktion für Drahtbruch, Kurzschluss, Sicherungsfall oder fehlende Lastspannung. Es gibt lediglich grüne Status-LEDs pro Kanal. Zusätzlich verlangt das Modul eine 24-V-DC-Versorgung für die Relaisspulen (L+). Für Einkäufer und Instandhalter heißt das: Die Baugruppe ist robust und universell einsetzbar, verlangt aber saubere Verdrahtung, Lastprüfung und manuelle Fehlersuche mit Messgerät.
Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz
Siemens führt 6ES7322-1HH01-0AA0 im aktuellen Datenblatt als spare part. Die Ankündigung der Ausphasung ist mit 2023-10-01 angegeben, die Produktabkündigung mit 2025-10-01. Auch auf der EICHLER-Artikelseite ist der Produktstatus mit EOP: 2025-10-01 ausgewiesen. Für Betreiber von S7-300- und ET-200M-Bestandsanlagen bedeutet das: Die Baugruppe ist für den laufenden Betrieb weiter relevant, sollte aber aktiv in die Ersatzteil- und Obsoleszenzstrategie aufgenommen werden. Einen 1:1-Steckersatz-Nachfolger innerhalb der bisherigen S7-300-Welt weist Siemens für dieses Modul nicht als direkten Plug-and-play-Nachfolger aus. Für Modernisierungen nennt Siemens je nach Zielplattform andere Migrationsziele, diese sind jedoch keine 1:1-Ersatzbaugruppen.
Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind
Für 6ES7322-1HH01-0AA0 bietet EICHLER Reparatur, Austausch und Neugerät an. Auf der Artikelseite sind aktuell Reparatur mit 2–5 Tagen, Austausch mit 1–3 Tagen und Neuteile mit 1–3 Tagen ausgewiesen. Die Reparatur umfasst technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Zusätzlich ist ein Prüfprotokoll für Digitalein-/Digitalausgabe verfügbar. Für Instandhalter ist Reparatur sinnvoll, wenn die Anlage auf S7-300-Basis weiterlaufen soll und ein Ausfall wirtschaftlich beherrscht werden muss. Für den Einkauf ist Austausch interessant, wenn Stillstand schnell reduziert werden soll. Für Entscheider hilft die Kombination aus Reparatur, Austausch und geprüftem Ersatz dabei, die Versorgungssicherheit trotz Obsoleszenz abzusichern.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Versorgungsspannung | |
| Lastspannung L+ | |
| ● Nennwert (DC) | 120 V |
| Lastspannung L1 | |
| ● Nennwert (AC) | 230 V |
| Eingangsstrom | |
| aus Versorgungsspannung L+, max. | 250 mA |
| aus Rückwandbus DC 5 V, max. | 100 mA |
| Verlustleistung | |
| Verlustleistung, typ. | 4,5 W |
| Digitalausgaben | |
| Anzahl der Ausgänge | 16; Relais |
| Kurzschluss-Schutz | Nein |
| Ansteuern eines Digitaleingangs | Ja |
| Größe Motorstarter nach NEMA, max. | Größe 5 nach NEMA |
| Schaltvermögen der Ausgänge | |
| ● bei Lampenlast, max. | 50 W; AC 230 V |
| Ausgangsstrom | |
| ● für Signal "1" Nennwert | 2 A |
| ● für Signal "1" Mindestlaststrom | 10 mA |
| Parallelschalten von zwei Ausgängen | |
| ● zur Leistungserhöhung | Nein |
| ● zur redundanten Ansteuerung einer Last | Ja |
| Schaltfrequenz | |
| ● bei ohmscher Last, max. | 1 Hz |
| ● bei induktiver Last, max. | 0,5 Hz |
| ● bei induktiver Last (nach IEC 60947-5-1, DC13/AC15), max. | 0,5 Hz |
| ● bei Lampenlast, max. | 1 Hz |
| ● mechanisch, max. | 10 Hz |
| Summenstrom der Ausgänge (je Gruppe) | |
| waagerechte Einbaulage | |
| — bis 60 °C, max. | 8 A |
| senkrechte Einbaulage | |
| — bis 40 °C, max. | 8 A |
| Relaisausgänge | |
| ● Versorgungsnennspannung der Relaisspule L+ (DC) | 24 V |
| ● Kontaktbeschaltung (intern) | Nein |
| ● Anzahl Schaltspiele, max. | 100 000; 50 000 (DC 24 V, bei 2 A); 700 000 (AC 120 V, bei 2 A); 100 000 (AC 230 V, bei 2 A) |
| Schaltvermögen der Kontakte | |
| — bei induktiver Last, max. | 2 A; 2 A (AC 230 V), 2 A (DC 24 V) |
| — bei ohmscher Last, max. | 2 A; 2 A (AC 230 V), 2 A (DC 24 V) |
| — thermischer Dauerstrom, max. | 2 A |
| Leitungslänge | |
| ● geschirmt, max. | 1 000 m |
| ● ungeschirmt, max. | 600 m |
| Alarme/Diagnosen/Statusinformationen | |
| Alarme | Nein |
| Diagnosefunktion | Nein |
| Alarme | |
| ● Diagnosealarm | Nein |
| Diagnosen | |
| ● Drahtbruch | Nein |
| ● Kurzschluss | Nein |
| ● Sicherungsfall | Nein |
| ● fehlende Lastspannung | Nein |
| Diagnoseanzeige LED | |
| ● Lastnennspannung PWR (grün) | Nein |
| ● Sicherung OK FSG (grün) | Nein |
| ● Statusanzeige Digitalausgang (grün) | Ja |
| Potenzialtrennung | |
| Potenzialtrennung Digitalausgaben | |
| ● zwischen den Kanälen | Ja |
| ● zwischen den Kanälen, in Gruppen zu | 8 |
| ● zwischen den Kanälen und Rückwandbus | Ja; Optokoppler |
| Isolation | |
| Isolation geprüft mit | AC 1 500 V |
| Anschlusstechnik | |
| erforderlicher Frontstecker | 20-polig |
| Maße | |
| Breite | 40 mm |
| Höhe | 125 mm |
| Tiefe | 120 mm |
| Gewichte | |
| Gewicht, ca. | 250 g |
| Fehlerbeschreibung | Möglicher Lösungsansatz |
|---|---|
| Warum leuchtet die LED am Ausgang, aber der Schütz oder das Ventil zieht nicht an? | Zuerst die Lastseite direkt an der Baugruppe messen und die Verdrahtung prüfen. Die Status-LED zeigt nur den Schaltzustand des Kanals, nicht automatisch die tatsächliche Lastversorgung. Zusätzlich kontrollieren, ob die 24-V-Versorgung für die Relaisspulen anliegt, ob die Last innerhalb der zulässigen Stromgrenzen liegt und ob der Relaiskontakt durch Verschleiß oder Überlast bereits geschädigt ist. |
| Warum schaltet 6ES7322-1HH01-0AA0 überhaupt nicht, obwohl das Programm den Ausgang setzt? | Hardwarekonfiguration und Adressierung prüfen, die Konfiguration erneut vollständig übertragen und kontrollieren, ob der Ausgang im Projekt eventuell doppelt beschrieben oder durch andere Logik überschrieben wird. Danach Spannung an L+ und M messen und die Last testweise direkt an der Karte prüfen. Gerade bei Bestandsanlagen sind Adresskonflikte, unvollständig geladene Hardwaredaten oder Verdrahtungsfehler häufigere Ursachen als ein echter Modulausfall. |
| Warum liegt an einem Ausgang dauerhaft Spannung an, obwohl der Ausgang eigentlich aus sein sollte? | In diesem Fall ist ein verschweißter oder mechanisch beschädigter Relaiskontakt wahrscheinlich. Das Risiko steigt bei ungeeigneter Lastbeschaltung, bei induktiven Lasten ohne ausreichende Schutzbeschaltung oder wenn Verbraucher direkt und grenzwertig geschaltet werden. Die Last abklemmen, den Kontaktzustand separat messen und die Baugruppe prüfen lassen. Da das Modul keinen internen Kontaktschutz besitzt, ist bei solchen Symptomen häufig Reparatur oder Austausch wirtschaftlicher als langes Suchen im Programm. |
| Warum meldet die CPU keinen Diagnosefehler, obwohl ein Ausgang nicht funktioniert? | Diese Baugruppe besitzt keine Diagnosefunktion für Kurzschluss, Drahtbruch, Sicherungsfall oder fehlende Lastspannung. Deshalb entsteht bei einem reinen Lastkreisproblem oft kein Diagnosealarm in der CPU. Die Fehlersuche muss über Spannungsmessung, Verdrahtungsprüfung, Lastprüfung und Vergleich mit einem bekannten funktionierenden Kanal erfolgen. |
| Warum verhalten sich Ausgänge beim Abschalten der Versorgung noch kurzzeitig auffällig? | Siemens weist darauf hin, dass die interne Pufferkapazität für etwa 200 ms genügend Energie bereitstellt, damit das Anwenderprogramm beim Ausschalten noch einen definierten Relaiszustand setzen kann. Wenn Lasten in dieser Phase unerwartet reagieren, sollten Abschaltlogik, Verriegelungen und die sichere Entkopplung der Lastkreise überprüft werden. |
Ist 6ES7322-1HH01-0AA0 noch lieferbar oder nur noch als Ersatzteil?
Siemens kennzeichnet die Baugruppe im Datenblatt als Ersatzteil. Gleichzeitig zeigt die aktuelle EICHLER-Artikelseite, dass für diese Artikelnummer weiterhin Reparatur, Austausch und Neugerät angeboten werden. Für die Beschaffung bedeutet das: Der Markt ist nicht vollständig verschwunden, aber die Baugruppe gehört klar in den Bereich Bestandsversorgung und Obsoleszenzmanagement. Wer planbar einkaufen will, sollte Verfügbarkeit und Ersatzteilstrategie frühzeitig absichern, statt erst im Störfall zu reagieren.
Kann ich 6ES7322-1HH00-0AA0 durch 6ES7322-1HH01-0AA0 ersetzen?
Ja. Siemens hat dokumentiert, dass die frühere Signalbaugruppe 6ES7322-1HH00-0AA0 überarbeitet wurde und die neue Bestellnummer 6ES7322-1HH01-0AA0 erhielt. In einer Siemens-Hinweismeldung wird außerdem darauf verwiesen, dass beim Weiterverwenden des alten Frontsteckers die Verriegelungselemente entfernt werden müssen. Für Bestandsanlagen ist das wichtig, weil dadurch ein Austausch innerhalb der alten Plattform deutlich einfacher planbar wird.
Für welche Lasten ist die Baugruppe geeignet?
Die SM 322 ist für AC/DC-Magnetventile, Schütze, Motorstarter, FHP-Motoren und Signallampen vorgesehen. Pro Ausgang sind bis zu 2 A zulässig, wobei die zulässige Lastart und Schalthäufigkeit berücksichtigt werden müssen. Bei ohmscher Last sind andere Bedingungen möglich als bei induktiver Last. Für Lampenlast nennt Siemens maximal 50 W bei 230 V AC. In der Praxis ist das Modul deshalb ideal für klassische Schaltaufgaben im Maschinen- und Anlagenbau, aber nicht für beliebig hohe oder dynamische Lasten.
Gibt es Diagnosefunktionen bei Drahtbruch, Kurzschluss oder fehlender Lastspannung?
Nein. Genau das ist ein wichtiger Punkt bei der Instandhaltung. Die Baugruppe hat keine Diagnosefunktion für Drahtbruch, Kurzschluss, Sicherungsfall oder fehlende Lastspannung. Sichtbar sind nur die Status-LEDs der Kanäle. Wer also bei einer Störung schnelle Ergebnisse braucht, sollte nicht nur die CPU-Diagnose prüfen, sondern die Lastkreise direkt messen und die Verdrahtung systematisch abarbeiten. Messung statt reiner Softwarediagnose ist hier der schnellere Weg.
Gibt es einen direkten Nachfolger für 6ES7322-1HH01-0AA0?
Einen vom Hersteller klar benannten 1:1-Nachfolger für die bestehende S7-300-/ET-200M-Architektur gibt es für diese Artikelnummer nicht als einfachen Steckersatz-Ersatz. Siemens nennt in Migrationsunterlagen jedoch andere Zielmodule für Modernisierungsprojekte, etwa 6ES7522-5FF00-0AB0 im Kontext S7-1500 oder 6DL1132-6HD50-0PK0 im Kontext ET 200SP HA. Diese Zuordnungen sind hilfreich für Retrofit-Planungen, ersetzen das alte Modul aber nicht ohne Systemanpassung.
Wann ist Reparatur sinnvoller als Austausch oder Neuteil?
Reparatur ist sinnvoll, wenn die bestehende S7-300-Anlage weiter betrieben werden soll und die Originalbaugruppe wirtschaftlich erhalten werden kann. Austausch passt, wenn die Anlage schnell wieder laufen muss und ein geprüftes Ersatzgerät die kürzeste Ausfallzeit verspricht. Neuteilbeschaffung ist interessant, wenn noch Lagerbestand verfügbar ist und Standardisierung gewünscht wird. Da Siemens die Baugruppe bereits im Ersatzteil- und Abkündigungskontext führt, ist die Kombination aus Reparaturfähigkeit, kurzer Verfügbarkeit und Funktionsprüfung für viele Betreiber heute der sicherste Weg, um ungeplante Stillstände zu begrenzen.























