SIEMENS 6ES7322-1HF10-0AA0
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SIEMENS | Baugruppen | Digitalein- / Digitalausgaben
- EICHLER-Art.Nr.: K0118551
- EAN: 4025515061038
- UPC: 662643170986
Produktbeschreibung
SIMATIC S7-300, DIGITALAUSGABE SM 322, POTENTIALGETRENNT, 8 DA (RELAIS), 1X 40-POLIG, DC 24V, 5A ODER AC 230V, 5A, STECKER MIT FEDERKLEMME SIND AB 6ES7392-1BM01-0AA0 VERWENDBAR
Leistungen für SIEMENS 6ES7322-1HF10-0AA0
Reparatur
von 303,88 €
bis 464,75 €
Austausch
Gebraucht
Neu
357,50 €
268,12 €
SIEMENS |
6ES7322-1HF10-0AA0 –
zusätzliche Produktinformationen
| Lieferinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Exportkennzeichen | AL: N ECCN: N | ||
| Nettogewicht pro ME | 0.367 | ||
| Mengeneinheit (ME) | 1 Stück | ||
| Verpackungsmenge | 1 | ||
| Zusätzliche Produktinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Produktstatus | EOP: 2025-10-01 | ||
| EAN | 4025515061038 | ||
| UPC | 662643170986 | ||
| Statistische Warennummer | 85389091 | ||
| Listenkennzeichen (LKZ) | ST73 | ||
| Fabrikategruppe | 4561 | ||
| Ursprungsland | DE | ||
| Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie | Seit: 20080331 | ||
| Klassifizierungen | Version | Klassifizierung | |
|---|---|---|---|
| eClass | 4 | 27-24-03-04 | |
| eClass | 5.1 | 27-24-22-04 | |
| eClass | 6.0 | 27-24-22-04 | |
| ETIM | 3 | / | |
| ETIM | 4 | EC001419 | |
| ETIM | 5 | EC001419 | |
Was ist 6ES7322-1HF10-0AA0 und wo wird es eingesetzt
6ES7322-1HF10-0AA0 ist ein digitales Ausgabemodul SM 322 aus der SIMATIC S7-300-Familie von Siemens. Das Modul stellt 8 Relaisausgänge bereit und ist für Anwendungen gedacht, in denen Aktoren mit unterschiedlichen Lastarten sicher geschaltet werden müssen. Typische Einsatzfälle sind Magnetventile, Schütze, Motorschütze, Meldeleuchten und andere Feldlasten im Schaltschrank. Durch die Relaistechnik ist die Baugruppe besonders interessant, wenn in Bestandsanlagen sowohl 24 V DC als auch 230 V AC-Lasten vorkommen. Die Baugruppe kann nicht nur zentral in einer S7-300, sondern auch mit Modulen aus dem S7-300-Spektrum in ET 200M-Stationen eingesetzt werden.
Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten
Die Baugruppe arbeitet mit 8 einzeln potentialgetrennten Relaisausgängen und benötigt für die Relaisspulen 24 V DC L+. Geschaltet werden können Lasten bis 120 V DC oder 230 V AC mit einem Nennstrom von 5 A je Ausgang; bei ohmscher Last sind laut Datenblatt bis 8 A Kontaktbelastung möglich, bei induktiver Last maximal 3 A. Wichtig für die Praxis: Das Modul ist kein Diagnosemodul. Es bietet keine Kurzschluss-, Drahtbruch-, Sicherungs- oder fehlende-Lastspannung-Diagnose, sondern nur grüne Status-LEDs je Kanal. Ebenso relevant: Es wird ein 40-poliger Frontstecker benötigt, und die Baugruppe hat eine typische Verlustleistung von 3,2 W.
Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz
Für Betreiber von Bestandsanlagen ist der Lebenszyklus besonders wichtig: Siemens führt 6ES7322-1HF10-0AA0 als Spare Part und weist im Produktkatalog den Lifecycle-Status PM410 / Product cancellation mit Wirksamkeit seit 01.10.2025 aus. Auch auf der EICHLER-Artikelseite ist der Status als EOP: 2025-10-01 hinterlegt. Das bedeutet für Einkauf und Instandhaltung: Die Baugruppe ist im Markt zwar weiter beschaffbar, aber das Versorgungsrisiko steigt, insbesondere bei ungeplanten Ausfällen, Serienstillständen und Ersatzteillücken. Für Migrationsprojekte nennt Siemens im ET-200SP-HA-Upgrade-Kontext die 6DL1132-6HD50-0PK0 als Zielmodul; das ist jedoch kein pauschaler 1:1-Tausch ohne Prüfung von Verdrahtung, Diagnoseverhalten und Stationsarchitektur.
Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind
Für Unternehmen mit S7-300-Bestandsanlagen sind die auf der Artikelseite angebotenen Leistungen besonders praxisnah. Reparatur ist sinnvoll, wenn eine vorhandene Baugruppe kurzfristig wieder in Betrieb muss und die Applikation unverändert bleiben soll; EICHLER nennt dafür 2–5 Tage und beschreibt Leistungen wie technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung sowie mindestens 24 Monate Garantie. Austausch und gebrauchte Baugruppen sind interessant, wenn Stillstandskosten höher sind als die Reparaturzeit. Neuware ist relevant, wenn ein definierter Beschaffungsweg für Lager- oder Sofortbedarf benötigt wird; auf der Produktseite wird dafür aktuell 1–3 Tage ausgewiesen. Für Obsoleszenzfälle helfen diese Optionen, die Anlagenverfügbarkeit trotz Auslaufstatus abzusichern.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Versorgungsspannung | |
| Lastspannung L+ | |
| ● Nennwert (DC) | 120 V |
| Lastspannung L1 | |
| ● Nennwert (AC) | 230 V |
| Eingangsstrom | |
| aus Versorgungsspannung L+, max. | 125 mA |
| aus Rückwandbus DC 5 V, max. | 40 mA |
| Verlustleistung | |
| Verlustleistung, typ. | 3,2 W |
| Digitalausgaben | |
| Anzahl der Ausgänge | 8; Relais |
| Kurzschluss-Schutz | Nein; extern vorzusehen |
| Ansteuern eines Digitaleingangs | Ja |
| Schaltvermögen der Ausgänge | |
| ● bei Lampenlast, max. | 1 500 W; AC 230 V |
| ● Energiespar-/Leuchtstofflampen mit elektronischem Vorschaltgerät | 10x 58 W |
| ● Leuchtstoffröhren konventionell kompensiert | 1x 58 W |
| ● Leuchtstoffröhren unkompensiert | 10x 58 W |
| Ausgangsstrom | |
| ● für Signal "1" Nennwert | 5 A |
| ● für Signal "1" Mindestlaststrom | 5 mA |
| Parallelschalten von zwei Ausgängen | |
| ● zur Leistungserhöhung | Nein |
| ● zur redundanten Ansteuerung einer Last | Ja |
| Schaltfrequenz | |
| ● bei ohmscher Last, max. | 2 Hz |
| ● bei induktiver Last, max. | 0,5 Hz |
| ● bei induktiver Last (nach IEC 60947-5-1, DC13/AC15), max. | 0,5 Hz |
| ● bei Lampenlast, max. | 2 Hz |
| ● mechanisch, max. | 10 Hz |
| Summenstrom der Ausgänge (je Gruppe) | |
| waagerechte Einbaulage | |
| — bis 60 °C, max. | 5 A |
| senkrechte Einbaulage | |
| — bis 40 °C, max. | 5 A |
| Relaisausgänge | |
| ● Versorgungsnennspannung der Relaisspule L+ (DC) | 24 V |
| ● Kontaktbeschaltung (intern) | Nein |
| ● Anzahl Schaltspiele, max. | 300 000; 300 000 (DC 24 V, bei 2 A); 200 000 (AC 120 V, bei 3 A); 100 000 (AC 230 V, bei 3 A) |
| Schaltvermögen der Kontakte | |
| — bei induktiver Last, max. | 3 A; 3 A (AC 230 V), 2 A (DC 24 V) |
| — bei ohmscher Last, max. | 8 A; 8 A (AC 230 V), 5 A (DC 24 V) |
| — thermischer Dauerstrom, max. | 8 A |
| Leitungslänge | |
| ● geschirmt, max. | 1 000 m |
| ● ungeschirmt, max. | 600 m |
| Alarme/Diagnosen/Statusinformationen | |
| Alarme | Nein |
| Diagnosefunktion | Nein |
| Alarme | |
| ● Diagnosealarm | Nein |
| Diagnosen | |
| ● Drahtbruch | Nein |
| ● Kurzschluss | Nein |
| ● Sicherungsfall | Nein |
| ● fehlende Lastspannung | Nein |
| Diagnoseanzeige LED | |
| ● Lastnennspannung PWR (grün) | Nein |
| ● Sicherung OK FSG (grün) | Nein |
| ● Statusanzeige Digitalausgang (grün) | Ja |
| Potenzialtrennung | |
| Potenzialtrennung Digitalausgaben | |
| ● zwischen den Kanälen | Ja |
| ● zwischen den Kanälen, in Gruppen zu | 1 |
| ● zwischen den Kanälen und Rückwandbus | Ja; Optokoppler |
| Isolation | |
| Isolation geprüft mit | AC 2 000 V |
| Anschlusstechnik | |
| erforderlicher Frontstecker | 40-polig |
| Maße | |
| Breite | 40 mm |
| Höhe | 125 mm |
| Tiefe | 120 mm |
| Gewichte | |
| Gewicht, ca. | 320 g |
| Fehlerbeschreibung | Möglicher Lösungsansatz |
|---|---|
| Warum schaltet 6ES7322-1HF10-0AA0 den Ausgang nicht, obwohl das SPS-Programm eine 1 schreibt? | Prüfen Sie zuerst die 24-V-DC-Versorgung L+ für die Relaisspulen am Modul und am Frontstecker. Das Modul schaltet seine Relais nur, wenn diese Versorgung sauber anliegt. Danach sollten Sie den Kanal in STEP 7 gezielt setzen und gleichzeitig die Kanal-LED sowie die Spannung direkt am Lastkreis messen. Da die Baugruppe keine Diagnose für fehlende Lastspannung bereitstellt, ist eine Messung an L+, Frontstecker und Last der schnellste Weg zur Eingrenzung. |
| Warum meldet die CPU keinen Baugruppenfehler, obwohl ein Kanal nicht funktioniert? | Bei dieser SM-322-Variante gibt es keine integrierte Diagnose für Drahtbruch, Kurzschluss, Sicherungsausfall oder fehlende Lastspannung. Wenn ein Ausgang nicht schaltet, müssen deshalb Kanalzustand, Verdrahtung, Frontstecker, Laststrom und Kontaktzustand manuell geprüft werden. Beginnen Sie mit der Kanal-LED, setzen Sie den Ausgang testweise aus dem Programm oder per Beobachtungstabelle und messen Sie dann Lastspannung und Stromfluss direkt an der Verdrahtung. |
| Warum verschleißen die Relaiskontakte am SM 322 ungewöhnlich schnell oder kleben fest? | Häufige Ursachen sind induktive Lasten, zu hohe Einschaltströme oder eine zu hohe Schalthäufigkeit. Siemens begrenzt die Baugruppe bei induktiver Last auf 0,5 Hz und nennt für Relaiskontakte eine endliche Zahl zulässiger Schaltspiele. Zusätzlich weist Siemens bei Relaisausgängen darauf hin, dass eine externe Schutzbeschaltung die Kontaktlebensdauer erhöht. Prüfen Sie deshalb, ob Magnetventile, Schütze oder andere induktive Lasten mit geeigneter Schutzbeschaltung versehen sind und ob die reale Last innerhalb der zulässigen Werte bleibt. |
| Warum schaltet der Ausgang nur sporadisch oder nur bei kleinen Lasten zuverlässig? | Achten Sie auf die Unterscheidung zwischen Relaisspulenversorgung und geschalteter Last. Die Baugruppe benötigt 24 V DC für die Relaisansteuerung, die Kontakte selbst schalten dann den externen Lastkreis bis 120 V DC oder 230 V AC. Gleichzeitig ist ein Mindestlaststrom von 5 mA angegeben. Bei grenzwertigen Lasten, verschmutzten Kontakten oder falsch verdrahteten Potentialen kann das zu unzuverlässigem Schalten führen. Prüfen Sie deshalb Lastart, Laststrom, gemeinsame Bezugspunkte und den Zustand des Frontsteckers. |
| Warum passt der Frontstecker nach einem Modultausch nicht oder die Verdrahtung stimmt nicht mehr? | 6ES7322-1HF10-0AA0 benötigt einen 40-poligen Frontstecker. Siemens nennt dafür unter anderem den Federzug-Stecker 6ES7392-1BM01-0AA0; für 40-polige Module gibt es außerdem Schraubkontakt-Varianten. In der Praxis entsteht der Fehler oft, wenn versehentlich ein 20-poliger Stecker aus einer anderen SM-322-Variante übernommen wird. Prüfen Sie daher vor dem Einbau immer die vollständige Artikelnummer der Baugruppe und die zum Modul passende Frontstecker-Ausführung. |
Kann 6ES7322-1HF10-0AA0 sowohl 24 V DC als auch 230 V AC schalten?
Ja. Die Baugruppe ist als Relaisausgabemodul ausgeführt. Die Relaiskontakte können laut Siemens bis 120 V DC oder 230 V AC schalten, jeweils mit 5 A Nennstrom. Wichtig ist die oft missverstandene Trennung der Spannungen: 24 V DC L+ versorgt die Relaisspulen im Modul, während über die Relaiskontakte der externe Lastkreis geschaltet wird. Für die Auswahl des Ersatzteils ist genau diese Eigenschaft relevant, weil das Modul gemischte Lastwelten in Bestandsanlagen einfacher abdecken kann als reine Transistorausgänge.
Welchen Frontstecker brauche ich für 6ES7322-1HF10-0AA0?
Sie benötigen einen 40-poligen Frontstecker. Siemens ordnet der 40-poligen S7-300-Baugruppenklasse unter anderem den Federzug-Stecker 6ES7 392-1BM01-0AA0 zu. In der Zuordnungstabelle für S7-300-Module ist 6ES7 322-1HF10-0AA0 ausdrücklich als 40-PIN geführt. Für Einkauf und Instandhaltung ist das ein wichtiger Punkt, weil viele Verwechslungen im Feld nicht von der Baugruppe selbst, sondern von einem falsch übernommenen oder unvollständig dokumentierten Frontstecker ausgehen. Ein passender Stecker reduziert Umbauzeit und vermeidet Verdrahtungsfehler im Stillstand.
Kann das Modul in einer ET-200M-Station betrieben werden?
Ja. Siemens beschreibt in den ET-200M-Betriebsanleitungen, dass Module aus dem S7-300-Spektrum zusammen mit einem IM-153-Interface-Modul im ET 200M-System betrieben werden können. Zusätzlich verweist die Moduldokumentation für S7-300/ET 200M auf denselben Modulbestand. Für Bestandsanlagen ist das besonders relevant, weil 6ES7322-1HF10-0AA0 dadurch sowohl als zentrales S7-300-Ausgabemodul als auch im dezentralen Peripherieaufbau eine Rolle spielt. Vor einem Austausch sollte aber immer die genaue Stationskonfiguration, Adressierung und Mechanik der ET-200M-Station geprüft werden.
Was bedeutet der Produktstatus PM410 beziehungsweise EOP bei 6ES7322-1HF10-0AA0?
Der Status zeigt an, dass die Baugruppe im Siemens-Lifecycle abgekündigt ist. Siemens nennt für dieses Modul PM410 / Product cancellation seit 01.10.2025, und auch auf der EICHLER-Produktseite ist EOP: 2025-10-01 angegeben. Für Betreiber bedeutet das nicht, dass jede Beschaffung sofort unmöglich ist, wohl aber, dass Neuverfügbarkeit, Preisstabilität und Austauschbarkeit kritischer werden. Genau deshalb gewinnen Reparatur, geprüfte Gebrauchtteile, Austauschteile und vorausschauende Lagerhaltung bei S7-300-Bestandsanlagen deutlich an Bedeutung.
Gibt es für 6ES7322-1HF10-0AA0 einen Migrationspfad in neuere Siemens-I/O-Systeme?
Ja, für Retrofit- und Migrationsszenarien gibt es einen belastbaren Hinweis von Siemens. In der ET-200M-zu-ET-200SP-HA-Vergleichs- und Upgrade-Dokumentation wird 6ES7322-1HF10-0AA0 auf 6DL1132-6HD50-0PK0 abgebildet. Das ist vor allem für langfristige Modernisierungsprojekte interessant, wenn eine S7-300-/ET-200M-Struktur schrittweise ersetzt werden soll. Wichtig ist jedoch: Diese Zuordnung ist kein pauschaler Freibrief für einen ungesehenen 1:1-Tausch. Vor der Migration müssen Verdrahtung, Kanalverhalten, Diagnoseanforderungen und das gewünschte Relaisverhalten im Zielsystem geprüft werden.
Hat 6ES7322-1HF10-0AA0 Schließer oder Öffner?
Die offizielle Siemens-Migrationsübersicht führt diese Baugruppe als Normally Open Relay (NO). Für die Praxis bedeutet das: Sie arbeiten mit Schließerkontakten, nicht mit Öffnerkontakten. Diese Information ist wichtig, wenn ein bestehender Stromlaufplan übernommen wird oder wenn in Ersatzteilprojekten nur auf die Strombelastbarkeit geschaut wird. Gerade bei Umbauten in Schütz- oder Freigabekreisen sollte deshalb nicht nur die Artikelnummer, sondern auch die Kontaktlogik des Relaisausgangs geprüft werden.























