SIEMENS 6ES7151-3BA23-0AB0
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SIEMENS | Baugruppen | Interface-Module / Anschaltungen
- EICHLER-Art.Nr.: K0219459
- EAN: 4025515076131
- UPC: 662643400892
Produktbeschreibung
SIMATIC DP, INTERFACE-MODUL IM 151-3 PN HF FUER ET 200S UEBERTRAGUNGSRATE 100MBIT/S MAX. 63 PERIPHERIEMODULE BIS 2M BREITE ANSCHLIESSBAR; 2X BUSANSCHLUSS UEBER RJ45 INKL. ABSCHLUSSMODUL
Leistungen für SIEMENS 6ES7151-3BA23-0AB0
SIEMENS |
6ES7151-3BA23-0AB0 –
zusätzliche Produktinformationen
| Lieferinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Exportkennzeichen | AL: N ECCN: EAR99H | ||
| Nettogewicht pro ME | 0.2 | ||
| Mengeneinheit (ME) | 1 Stück | ||
| Verpackungsmenge | 1 | ||
| Zusätzliche Produktinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Produktstatus | EOP: 2023-10-01 | ||
| EAN | 4025515076131 | ||
| UPC | 662643400892 | ||
| Statistische Warennummer | 85176200 | ||
| Listenkennzeichen (LKZ) | ST76 | ||
| Fabrikategruppe | 4467 | ||
| Ursprungsland | DE | ||
| Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie | Seit: 20091125 | ||
| Klassifizierungen | Version | Klassifizierung | |
|---|---|---|---|
| eClass | 4 | 27-24-21-06 | |
| eClass | 5.1 | 27-24-26-08 | |
| eClass | 6.0 | 27-24-26-08 | |
| ETIM | 3 | / | |
| ETIM | 4 | EC001604 | |
| ETIM | 5 | EC001604 | |
Was ist 6ES7151-3BA23-0AB0 und wo wird es eingesetzt
6ES7151-3BA23-0AB0 ist das SIEMENS SIMATIC DP Interface-Modul IM 151-3 PN HF für das dezentrale Peripheriesystem ET 200S. Die Baugruppe bindet ET-200S-Stationen über PROFINET an die Steuerung an und ist für Anlagen gedacht, in denen Signale maschinennah erfasst oder ausgegeben werden sollen. Typische Einsatzfelder sind Verpackungsmaschinen, Fördertechnik, Montageanlagen, Prüfstände und Retrofit-Projekte mit bestehender SIMATIC-Umgebung. Das Modul verarbeitet die Daten der angeschlossenen Elektronikmodule, versorgt den Rückwandbus und stellt die Kommunikation zum IO-Controller her. Mit 2 RJ45-Ports eignet es sich auch für linienförmige Netzstrukturen und kompakte Schaltschränke.
Wichtige technische Daten und was sie in der Praxis bedeuten
Die IM 151-3 PN HF arbeitet mit 100 Mbit/s, unterstützt PROFINET IO, IRT, MRP, Shared Device, PROFIenergy sowie Diagnosefunktionen per LED und Datensatz. Es lassen sich bis zu 63 Peripheriemodule mit einer maximalen Stationsbreite von 2 m anbinden. Der Adressbereich beträgt 256 Byte Eingänge und 256 Byte Ausgänge. Für Instandhaltung und Engineering wichtig sind außerdem 2 Ethernet-Ports, Autonegotiation, Autocrossing, ein typischer Leistungsverbrauch von 3,3 W, eine Netz-/Spannungsausfallüberbrückung von 20 ms sowie der zulässige Betriebstemperaturbereich von 0 bis 60 °C. In der Praxis bedeutet das: robuste Kommunikation, gute Diagnosemöglichkeiten und ausreichende Leistungsreserven für viele klassische ET-200S-Applikationen.
Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz
Für 6ES7151-3BA23-0AB0 weist Siemens den Lifecycle-Status PM410 / Product cancellation aus; das Produkt ist laut Siemens seit 01.10.2023 abgekündigt und wird als Spare Part geführt. Für Betreiber bestehender Anlagen ist das besonders relevant, weil ET 200S in vielen Produktionslinien weiterhin zuverlässig läuft, die Neuverfügbarkeit aber strategisch enger wird. Ein vom Hersteller verifizierter steckbarer 1:1-Nachfolger für genau diese Baugruppe ist in den vorliegenden Produktinformationen nicht benannt. Siemens empfiehlt für ET-200S-Komponenten grundsätzlich die Migration auf ET 200SP als Nachfolgesystem beziehungsweise funktionalen Ersatz. Für Ersatzteilstrategien heißt das: Bestände sichern, Reparaturoptionen prüfen und geplante Migrationen rechtzeitig vorbereiten.
Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind
Wenn eine Station ausfällt und die Anlage schnell wieder laufen muss, ist Reparatur oft die wirtschaftlichste Option. EICHLER nennt für dieses Modul aktuell 2–5 Tage Reparaturzeit und beschreibt die Leistung mit technischer Reinigung, vorbeugender Instandhaltung, umfassender Funktionsprüfung sowie mindestens 24 Monaten Garantie. Für akuten Zeitdruck ist Austausch relevant, wenn Diagnose und Instandsetzung nicht auf den Produktionsstillstand warten können. Für Einkauf und Instandhaltung sind außerdem Gebraucht- und Neuware interessant, weil so Obsoleszenzrisiken abgefedert und Lagerstrategien flexibler gestaltet werden können. Auf der Artikelseite werden aktuell Gebraucht mit 3–5 Tagen sowie Neu mit 1–3 Tagen und jeweilige Bestände ausgewiesen.
| Attribute | Wert |
|---|---|
| Produkttyp-Bezeichnung | IM 151-3 PN HF |
| Konfigurationssteuerung | |
| über Datensatz | Ja |
| Versorgungsspannung | |
| Netz- und Spannungsausfallüberbrückung | |
| ● Netz-/Spannungsausfallüberbrückungszeit | 20 ms |
| Eingangsstrom | |
| aus Versorgungsspannung 1L+, max. | 200 mA |
| Verlustleistung | |
| Verlustleistung, typ. | 3,3 W |
| Adressbereich | |
| Adressiervolumen | |
| ● Eingänge | 256 byte |
| ● Ausgänge | 256 byte |
| Schnittstellen | |
| Übertragungsgeschwindigkeit, max. | 100 Mbit/s |
| 1. Schnittstelle | |
| Autonegotiation | Ja |
| Autocrossing | Ja |
| Schnittstellenphysik | |
| ● RJ 45 (Ethernet) | Ja |
| ● Anzahl der Ports | 2 |
| PROFINET IO-Device | |
| Dienste | |
| — IRT | Ja |
| — PROFIenergy | Ja |
| — Priorisierter Hochlauf | Ja |
| — Shared Device | Ja |
| — Anzahl IO-Controller bei Shared Device, max. | 2 |
| Protokolle | |
| PROFINET IO | Ja |
| Protokolle (Ethernet) | |
| ● SNMP | Ja |
| ● LLDP | Ja |
| ● ping | Ja |
| ● ARP | Ja |
| Redundanzbetrieb | |
| Medienredundanz | |
| — MRP | Ja |
| Alarme/Diagnosen/Statusinformationen | |
| Alarme | Ja |
| Diagnosefunktion | Ja |
| Diagnoseanzeige LED | |
| ● LINK-LED | Ja |
| ● Busfehler BF (rot) | Ja |
| ● Sammelfehler SF (rot) | Ja |
| ● Überwachung 24 V-Spannungsversorgung ON (grün) | Ja |
| Potenzialtrennung | |
| zwischen Rückwandbus und Elektronik | Nein |
| zwischen Versorgungsspannung und Elektronik | Nein |
| zwischen Ethernet und Elektronik | Ja |
| Isolation | |
| Isolation geprüft mit | 500 V |
| Normen, Zulassungen, Zertifikate | |
| CE-Kennzeichen | Ja |
| UL-Zulassung | Ja |
| Umgebungsbedingungen | |
| Umgebungstemperatur im Betrieb | |
| ● min. | 0 °C |
| ● max. | 60 °C |
| Maße | |
| Breite | 60 mm |
| Höhe | 119,5 mm |
| Tiefe | 75 mm; mit Profilschiene |
| Gewichte | |
| Gewicht, ca. | 150 g |
| Fehlerbeschreibung | Möglicher Lösungsansatz |
|---|---|
| Warum blinkt an der IM 151-3 PN HF die BF-LED, obwohl die Station physikalisch am Netzwerk hängt? | Laut Siemens liegt dann häufig ein falsches oder fehlendes Connect-Telegramm vor. Typische Ursachen sind ein falscher Gerätename, Konfigurations- oder Parametrierfehler, ein ausgeschalteter oder defekter IO-Controller oder ein fehlendes Buskabel zum Controller. Im SPS-Forum taucht zusätzlich immer wieder auf, dass Topologie- oder Namensabweichungen nach dem Taufen der Station die Inbetriebnahme blockieren. Prüfen Sie daher zuerst Gerätename, Projektierung, Parametrierung, Link an P1/P2 sowie die Erreichbarkeit des Controllers im selben PROFINET-Subnetz. |
| Warum läuft meine ET-200S-Station mit 6ES7151-3BA23-0AB0 gar nicht an oder geht nicht in den Datenaustausch? | Siemens nennt dafür vor allem fehlende Module, ein fehlendes Abschlussmodul, eine Überschreitung des Maximalausbaus oder einen fehlerhaften Rückwandbus, zum Beispiel durch ein defektes Terminalmodul. Im SPS-Forum wird das fehlende Abschlussmodul bei ähnlichen Fehlerbildern regelmäßig als erste Prüfstelle genannt. Kontrollieren Sie deshalb den vollständigen mechanischen Aufbau von links nach rechts, die korrekte Reihenfolge der Module, das Abschlussmodul am Stationsende und die Terminalmodule auf Beschädigung oder Kontaktprobleme. |
| Warum meldet die IM151-3 PN HF eine Unterbrechung des ET-200S-Rückwandbusses oder USI W#16#0001? | Diese Diagnose weist auf eine Unterbrechung des Rückwandbusses hin. Siemens beschreibt dazu, dass die Slotnummer mitgeliefert wird, ab der der Rückwandbus unterbrochen ist. Ursachen sind häufig fehlende oder gelöste Module, ein fehlendes Abschlussmodul oder ein defektes Terminalmodul. Lesen Sie die Diagnose über Baugruppenzustand beziehungsweise erreichbare Teilnehmer aus, ermitteln Sie den betroffenen Steckplatz und prüfen Sie ab dort alle Terminalmodule, Rastungen und die mechanische Verbindung der Station. |
| Warum funktioniert ein gebrauchtes Ersatzmodul nach dem Tausch nicht wie erwartet? | Siemens weist darauf hin, dass ein bereits verwendetes IM151-3BA23 vor dem erneuten Einsatz als Ersatzteil in den Zustand „Rücksetzen auf Werkseinstellungen“ gebracht werden soll. Nur so werden alter Gerätename und remanente Einstellungen bereinigt. Im SPS-Forum zeigt sich zudem, dass fehlende oder falsch genutzte MMCs bei Bestandsanlagen immer wieder Unsicherheit rund um Adressdaten und Ersatzteilstrategie auslösen. Vor dem Tausch sollten Sie deshalb Werkseinstellungen herstellen, den Gerätenamen sauber neu zuweisen und die reale Topologie mit der projektierten Struktur abgleichen. |
| Warum schlägt ein Firmware-Update der IM 151-3 PN HF fehl oder zeigt ein Fehlerbild über SF/BF an? | Siemens beschreibt für das Firmware-Update zwei Wege: über PROFINET IO oder über eine SIMATIC Micro Memory Card. Für den MMC-Weg sind mindestens 4 MByte erforderlich. Zeigt die Baugruppe beim Update ein Fehlerbild, kann laut Handbuch eine falsche Firmwaredatei oder ein Schreib-/Lesefehler vorliegen. Wiederholen Sie das Update nur mit der passenden Firmware für 6ES7151-3BA23-0AB0, prüfen Sie die MMC und beachten Sie, dass bei aktiviertem priorisiertem Hochlauf vorab ein Rücksetzen auf Werkseinstellungen nötig sein kann. |
Ist 6ES7151-3BA23-0AB0 noch verfügbar oder bereits abgekündigt?
Siemens führt die Baugruppe als Ersatzteil und kennzeichnet sie mit PM410 / Product cancellation. Der wirksame Termin der Abkündigung ist laut Siemens 01.10.2023. Für Betreiber bedeutet das nicht, dass das Modul grundsätzlich nicht mehr beschaffbar ist, wohl aber, dass die Versorgung stärker vom Ersatzteilmarkt, von Restbeständen und von qualifizierten Servicepartnern abhängt. Im EICHLER-Shop sind aktuell weiterhin Reparatur, Austausch auf Anfrage, Gebraucht und Neu als Beschaffungs- oder Servicewege ausgewiesen.
Was bedeutet IM 151-3 PN HF bei diesem Modul genau?
Die Bezeichnung steht für ein PROFINET-Interface-Modul der High-Feature-Klasse für ET 200S. „HF“ ist wichtig, weil diese Variante gegenüber einfacheren Ausführungen zusätzliche Funktionen wie IRT, Shared Device, MRP, PROFIenergy, Optionenhandling und erweiterte Diagnosemöglichkeiten bietet. Für Instandhalter ist das relevant, weil damit sowohl die Netzwerkintegration als auch der Modultausch, die Diagnose und das Verhalten in komplexeren PROFINET-Topologien besser beherrschbar sind. Gerade in bestehenden Maschinen mit ET 200S ist das oft der entscheidende Unterschied zur Standard-Variante.
Kann ich 6ES7151-3BA23-0AB0 als Ersatz für ältere IM151-3-PN-HF-Versionen einsetzen?
Ja. Siemens beschreibt das Modul 6ES7151-3BA23-0AB0 als kompatibel zu den Vorgängern 6ES7151-3BA20-0AB0 und 6ES7151-3BA22-0AB0. In bestehenden Anlagen ersetzt das neue Interfacemodul das Vorgängermodul ohne Umprojektierung. Wichtig ist aber der zweite Hinweis aus dem Handbuch: Ein bereits verwendetes IM151-3BA23 sollte vor dem Einsatz als Ersatzteil auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. So vermeiden Sie Konflikte mit gespeichertem Gerätenamen oder alten remanenten Einstellungen.
Was brauche ich für ein Firmware-Update der IM 151-3 PN HF?
Ein Firmware-Update ist laut Siemens entweder über PROFINET IO oder über eine SIMATIC Micro Memory Card möglich. Für das Speichern des Gerätenamens reicht eine MMC mit 64 kByte, für ein Firmware-Update wird jedoch eine MMC mit mindestens 4 MByte benötigt. Im Handbuch wird außerdem genannt, dass für die Aktualisierung unter anderem STEP 7 ab V5.3 SP2 erforderlich ist. Wenn die Station mit priorisiertem Hochlauf betrieben wurde, kann vor einem MMC-Update ein Rücksetzen auf Werkseinstellungen notwendig werden.
Gibt es für 6ES7151-3BA23-0AB0 einen direkten Nachfolger?
Ein vom Hersteller ausdrücklich benannter steckbarer 1:1-Nachfolger ist in den verfügbaren Produktinformationen für dieses konkrete Modul nicht ausgewiesen. Siemens beschreibt die Baugruppe als Spare Part und empfiehlt für ET-200S-Komponenten die Migration auf ET 200SP als Nachfolgesystem beziehungsweise funktionalen Ersatz. Für Anwender heißt das: Bei kurzfristigem Bedarf steht die Ersatzteilversorgung im Vordergrund, mittel- bis langfristig sollte aber eine technische Migrationsstrategie geplant werden, besonders wenn mehrere ET-200S-Stationen im Feld bleiben sollen.
Lässt sich die Baugruppe auch ohne vorbereitete MMC austauschen?
Grundsätzlich ja, wenn die Anlage entsprechend projektiert ist. Siemens beschreibt den Gerätetausch ohne Wechselmedium/PG so, dass der IO-Controller den Gerätenamen an das neu eingewechselte IO-Device übergeben kann. Voraussetzung ist, dass die projektierte Soll-Topologie mit der realen Ist-Topologie übereinstimmt. Für die Praxis bedeutet das: In sauber dokumentierten PROFINET-Topologien kann der Tausch deutlich einfacher werden. Bei gebrauchten Ersatzteilen empfiehlt Siemens trotzdem, diese vorab auf Werkseinstellungen zurückzusetzen, damit keine Altparameter stören.























