SIEMENS 6ES7315-6FF04-0AB0

  • SIEMENS | Baugruppen | CPU / Zentralbaugruppen

  • EICHLER-Art.Nr.: K0226850
  • EAN: 4025515077756
  • UPC: 040892550320

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-300, CPU 315F-2DP FAILSAFE BAUGRUPPE MIT MPI INTEGR. STROMVERSORGUNG DC 24V, ARBEITSSPEICHER 384 KB, 40MM BREITE, 2. SS DP-MASTER/SLAVE MICRO MEMORY CARD ERFORDERLICH

Leistungen für SIEMENS 6ES7315-6FF04-0AB0

Reparatur

2-5 Tage

von 987,65 €

bis 1.777,76 €

je Stck. 190,00 €

Austausch

1-3 Tage

3 Stck.

2.759,43 €

2.069,57 €

je Stck. 190,00 €

2.069,57 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

3 Stck.

3.066,03 €

2.299,52 €

je Stck. 190,00 €

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Neu

1-3 Tage

2 Stck.

3.406,70 €

2.555,02 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.344
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2025-10-01
EAN 4025515077756
UPC 040892550320
Statistische Warennummer 85371091
Listenkennzeichen (LKZ) ST73
Fabrikategruppe 4A89
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20091125
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-02
eClass 5.1 27-24-22-07
eClass 6.0 27-24-22-07
ETIM 3 /
ETIM 4 EC000236
ETIM 5 EC000236

Was ist 6ES7315-6FF04-0AB0 und wo wird es eingesetzt

Die 6ES7315-6FF04-0AB0 ist eine SIMATIC S7-300 CPU 315F-2 DP von Siemens. Es handelt sich um eine fehlersichere CPU für Anwendungen, in denen neben der Standardsteuerung auch Sicherheitsfunktionen in die Steuerung integriert werden müssen. Typische Einsatzfelder sind Maschinen und Anlagen mit PROFIBUS/PROFIsafe, etwa in Fertigungslinien, Fördertechnik, Verpackungsmaschinen oder Prozessanlagen. Die Baugruppe arbeitet mit 24 V DC, besitzt eine MPI-Schnittstelle sowie eine zweite PROFIBUS-DP-Master/Device-Schnittstelle und benötigt für den Betrieb zwingend eine Micro Memory Card. Für Instandhalter ist sie vor allem dann relevant, wenn eine vorhandene S7-300F-Anlage ohne umfangreiche Umbauten funktionsfähig gehalten werden muss.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die CPU verfügt über 384 KB Arbeitsspeicher, eine integrierte Lastspeicher-Nutzung über MMC bis 8 MB, 24 V DC Versorgung, 40 mm Baubreite und eine typische Verlustleistung von 4,5 W. Für die Praxis wichtig: Der Arbeitsspeicher bestimmt, wie viel Anwenderprogramm und Daten aktiv verarbeitet werden können, während die MMC das Programm dauerhaft hält und damit für Anlauf, Datensicherung und Service zentral ist. Die CPU unterstützt bis zu 2.048 Byte Ein- und Ausgänge, bis zu 16.384 digitale sowie 1.024 analoge Kanäle, besitzt einen Diagnosepuffer mit 500 Einträgen und ist für 0 bis 60 °C im Betrieb ausgelegt. Für Wartung und Fehlersuche sind genau diese Daten entscheidend, weil sie Kompatibilität, Leistungsgrenzen und Diagnosefähigkeit unmittelbar beeinflussen.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Siemens führt die 6ES7315-6FF04-0AB0 als Spare Part. In den Siemens-Produktinformationen ist eine Produktabkündigung zum 01.10.2025 genannt; EICHLER weist den Produktstatus ebenfalls mit EOP 2025-10-01 aus. Für Betreiber bedeutet das: Die Baugruppe ist für Bestandsanlagen weiterhin relevant, bewegt sich aber klar im Bereich Obsoleszenzmanagement, Ersatzteilstrategie und Lebensdauerverlängerung. Einen wichtigen Herstellerhinweis gibt Siemens im Migrationsleitfaden: Dort wird die CPU 1513F-1 PN (6ES7513-1FL01-0AB0) als Zuordnung für die Migration genannt. Siemens weist zugleich ausdrücklich darauf hin, dass diese Tabelle nur zur Orientierung dient. Das ist deshalb kein steckgleicher 1:1-Ersatz, sondern ein Migrationspfad für eine modernisierte Sicherheitssteuerung.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind

Für diese Baugruppe bietet EICHLER Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu an. Die Reparatur ist besonders sinnvoll, wenn die installierte Hardware-Version in der Anlage erhalten bleiben soll und Stillstandskosten durch einen vollständigen Retrofit vermieden werden müssen. Laut Shop umfasst die Reparatur technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Der Austausch ist die passende Option, wenn eine Anlage sehr schnell wieder laufen muss. Gebraucht ist oft wirtschaftlich interessant, wenn ein älteres System abgesichert werden soll. Neuware eignet sich vor allem für qualifizierte Ersatzteilbevorratung. Zusätzlich ist ein Prüfprotokoll F-CPU auswählbar, was gerade bei sicherheitsbezogenen Anwendungen für Dokumentation und Nachweisführung hilfreich ist.

Attribut Wert
Allgemeine Informationen
Produkttyp-Bezeichnung CPU 315F-2 DP
HW-Funktionsstand 1
Firmware-Version V3.3
Produktfunktion
● taktsynchroner Betrieb Ja
Engineering mit
● Programmierpaket STEP 7 ab V5.5 + SP1 oder STEP 7 ab V5.2 + SP1 mit HSP 218 + Distributed Safety
Versorgungsspannung
Nennwert (DC) 24 V
zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 19,2 V
zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
externe Absicherung für Versorgungsleitungen (Empfehlung) min. 2 A
Netz- und Spannungsausfallüberbrückung
● Netz-/Spannungsausfallüberbrückungszeit 5 ms
● Wiederholrate, min. 1 s
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 850 mA
Stromaufnahme (im Leerlauf), typ. 150 mA
Einschaltstrom, typ. 3,5 A
I²t 1 A²·s
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 4,5 W
Speicher
Arbeitsspeicher
● integriert 384 kbyte
● erweiterbar Nein
Ladespeicher
● steckbar (MMC) Ja
● steckbar (MMC), max. 8 Mbyte
● Datenhaltung auf MMC (nach letzter Programmierung), min. 10 a
Pufferung
● vorhanden Ja; durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
● ohne Batterie Ja; Programm und Daten
CPU-Bearbeitungszeiten
für Bitoperationen, typ. 0,05 µs
für Wortoperationen, typ. 0,09 µs
für Festpunktarithmetik, typ. 0,12 µs
für Gleitpunktarithmetik, typ. 0,45 µs
CPU-Bausteine
Anzahl Bausteine (gesamt) 1 024; (DBs, FCs, FBs) Die maximale Anzahl ladbarer Bausteine kann durch die von Ihnen eingesetzte MMC reduziert sein.
DB
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 1 bis 16000
● Größe, max. 64 kbyte
FB
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 0 bis 7999
● Größe, max. 64 kbyte
FC
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 0 bis 7999
● Größe, max. 64 kbyte
OB
● Anzahl, max. siehe Operationsliste
● Größe, max. 64 kbyte
● Anzahl Freie-Zyklus-OBs 1; OB 1
● Anzahl Uhrzeitalarm-OBs 1; OB 10
● Anzahl Verzögerungsalarm-OBs 2; OB 20, 21
● Anzahl Weckalarm-OBs 4; OB 32, 33, 34, 35
● Anzahl Prozessalarm-OBs 1; OB 40
● Anzahl DPV1-Alarm-OBs 3; OB 55, 56, 57
● Anzahl Taktsynchronität-OBs 1; OB 61
● Anzahl Anlauf-OBs 1; OB 100
● Anzahl Asynchron-Fehler-OBs 5; OB 80, 82, 85, 86, 87
● Anzahl Synchron-Fehler-OBs 2; OB 121, 122
Schachtelungstiefe
● je Prioritätsklasse 16
● zusätzliche innerhalb eines Fehler-OBs 4
Zähler, Zeiten und deren Remanenz
S7-Zähler
● Anzahl 256
Remanenz
— einstellbar Ja
— voreingestellt Z 0 bis Z 7
Zählbereich
— untere Grenze 0
— obere Grenze 999
IEC-Counter
● vorhanden Ja
● Art SFB
● Anzahl unbegrenzt (begrenzt nur durch den Arbeitsspeicher)
S7-Zeiten
● Anzahl 256
Remanenz
— einstellbar Ja
— voreingestellt keine Remanenz
Zeitbereich
— untere Grenze 10 ms
— obere Grenze 9 990 s
IEC-Timer
● vorhanden Ja
● Art SFB
● Anzahl unbegrenzt (begrenzt nur durch den Arbeitsspeicher)
Datenbereiche und deren Remanenz
remanenter Datenbereich (inklusive Zeiten, Zähler, Merker), max. 128 kbyte
Merker
● Größe, max. 2 048 byte
● Remanenz vorhanden Ja; MB 0 bis MB 2 047
● Remanenz voreingestellt MB 0 bis MB 15
● Anzahl Taktmerker 8; 1 Merkerbyte
Datenbausteine
● Remanenz einstellbar Ja; über Non Retain Eigenschaft am DB
● Remanenz voreingestellt Ja
Lokaldaten
● je Prioritätsklasse, max. 32 kbyte; max. 2 kbyte pro Baustein
Adressbereich
Peripherieadressbereich
● Eingänge 2 048 byte
● Ausgänge 2 048 byte
davon dezentral
— Eingänge 2 048 byte
— Ausgänge 2 048 byte
Prozessabbild
● Eingänge 2 048 byte
● Ausgänge 2 048 byte
● Eingänge, einstellbar 2 048 byte
● Ausgänge, einstellbar 2 048 byte
● Eingänge, voreingestellt 384 byte
● Ausgänge, voreingestellt 384 byte
Teilprozessabbilder
● Anzahl Teilprozessabbilder, max. 1
Digitale Kanäle
● Eingänge 16 384
— davon zentral 1 024
● Ausgänge 16 384
— davon zentral 1 024
Analoge Kanäle
● Eingänge 1 024
— davon zentral 256
● Ausgänge 1 024
— davon zentral 256
Hardware-Ausbau
Anzahl Erweiterungsgeräte, max. 3
Anzahl DP-Master
● integriert 1
● über CP 4
Anzahl betreibbarer FM und CP (Empfehlung)
● FM 8
● CP, PtP 8
● CP, LAN 10
Baugruppenträger
● Baugruppenträger, max. 4
● Baugruppen je Baugruppenträger, max. 8
Uhrzeit
Uhr
● Hardware-Uhr (Echtzeituhr) Ja
● gepuffert und synchronisierbar Ja
● Pufferungsdauer 6 wk; bei 40 °C Umgebungstemperatur
● Abweichung pro Tag, max. 10 s; typ.: 2 s
● Verhalten der Uhr nach NETZ-EIN Uhr läuft nach NETZ-AUS weiter
● Verhalten der Uhr nach Ablauf der Pufferdauer die Uhr läuft mit der Uhrzeit weiter, bei der NETZ-AUS erfolgte
Betriebsstundenzähler
● Anzahl 1
● Nummer/Nummernband 0
● Wertebereich 0 bis 2^31 Stunden (bei Verwendung des SFC 101)
● Granularität 1 h
● remanent Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet werden
Uhrzeitsynchronisation
● unterstützt Ja
● auf MPI, Master Ja
● auf MPI, Device Ja
● auf DP, Master Ja; bei DP-Slave nur Uhrzeit-Slave
● auf DP, Device Ja
● im AS, Master Ja
● im AS, Device Nein
Digitaleingaben
Anzahl der Eingänge 0
Digitalausgaben
Anzahl der Ausgänge 0
Analogeingaben
Anzahl Analogeingänge 0
Schnittstellen
Anzahl Schnittstellen PROFINET 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 2
Anzahl Schnittstellen RS 422 0
1. Schnittstelle
Schnittstellentyp integrierte RS 485 - Schnittstelle
potenzialgetrennt Nein
Schnittstellenphysik
● RS 485 Ja
● Ausgangsstrom der Schnittstelle, max. 200 mA
Protokolle
● MPI Ja
● PROFIBUS DP-Master Nein
● PROFIBUS DP-Device Nein
● Punkt-zu-Punkt-Kopplung Nein
MPI
● Übertragungsgeschwindigkeit, max. 187,5 kbit/s
Dienste
— PG/OP-Kommunikation Ja
— Routing Ja
— Globaldatenkommunikation Ja
— S7-Basis-Kommunikation Ja
— S7-Kommunikation Ja; nur Server, einseitig projektierte Verbindung
— S7-Kommunikation, als Client Nein
— S7-Kommunikation, als Server Ja
2. Schnittstelle
Schnittstellentyp integrierte RS 485 - Schnittstelle
potenzialgetrennt Ja
Schnittstellenphysik
● RS 485 Ja
● Ausgangsstrom der Schnittstelle, max. 200 mA
Protokolle
● MPI Nein
● PROFIBUS DP-Master Ja
● PROFIBUS DP-Device Ja
● Punkt-zu-Punkt-Kopplung Nein
PROFIBUS DP-Master
● Übertragungsgeschwindigkeit, max. 12 Mbit/s
● Anzahl DP-Devices, max. 124; je Station
Dienste
— PG/OP-Kommunikation Ja
— Routing Ja
— Globaldatenkommunikation Nein
— S7-Basis-Kommunikation Ja; nur I-Bausteine
— S7-Kommunikation Ja; nur Server, einseitig projektierte Verbindung
— S7-Kommunikation, als Client Nein
— S7-Kommunikation, als Server Ja
— Äquidistanz Ja
— Taktsynchronität Ja; OB 61
— SYNC/FREEZE Ja
— Aktivieren/Deaktivieren von DP-Devices Ja
— Anzahl gleichzeitig aktivierbarer/deaktivierbarer DP-Devices, max. 8
— DPV1 Ja
Adressbereich
— Eingänge, max. 2 048 byte
— Ausgänge, max. 2 048 byte
Nutzdaten pro DP-Device
— Eingänge, max. 244 byte
— Ausgänge, max. 244 byte
PROFIBUS DP-Device
● GSD-Datei Die aktuelle GSD - Datei erhalten Sie unter: http://www.siemens.de/profibus-gsd
● Übertragungsgeschwindigkeit, max. 12 Mbit/s
● automatische Baudratensuche Ja; nur bei passiver Schnittstelle
● Adressbereich, max. 32
● Nutzdaten je Adressbereich, max. 32 byte
Dienste
— PG/OP-Kommunikation Ja
— Routing Ja; nur bei aktiver Schnittstelle
— Globaldatenkommunikation Nein
— S7-Basis-Kommunikation Nein
— S7-Kommunikation Ja; nur Server, einseitig projektierte Verbindung
— S7-Kommunikation, als Client Nein
— S7-Kommunikation, als Server Ja
— Direkter Datenaustausch (Querverkehr) Ja
— DPV1 Nein
Übergabespeicher
— Eingänge 244 byte
— Ausgänge 244 byte
Protokolle
PROFIsafe Ja
Kommunikationsfunktionen
PG/OP-Kommunikation Ja
Datensatz-Routing Ja
Globaldatenkommunikation
● unterstützt Ja
● Anzahl GD-Kreise, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, Sender, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, Empfänger, max. 8
● Größe GD-Pakete, max. 22 byte
● Größe GD-Pakete (davon konsistent), max. 22 byte
S7-Basis-Kommunikation
● unterstützt Ja
● Nutzdaten pro Auftrag, max. 76 byte
● Nutzdaten pro Auftrag (davon konsistent), max. 76 byte; 76 byte (bei X_SEND bzw. X_RCV); 64 byte (bei X_PUT bzw. X_GET als Server)
S7-Kommunikation
● unterstützt Ja
● als Server Ja
● als Client Ja; über CP und ladbare FB
● Nutzdaten pro Auftrag, max. 180 byte; bei PUT / GET
● Nutzdaten pro Auftrag (davon konsistent), max. 240 byte; als Server
S5-kompatible Kommunikation
● unterstützt Ja; über CP und ladbare FC
Anzahl Verbindungen
● gesamt 16
● verwendbar für PG-Kommunikation 15
— für PG-Kommunikation reserviert 1
— für PG-Kommunikation einstellbar, min. 1
— für PG-Kommunikation einstellbar, max. 15
● verwendbar für OP-Kommunikation 15
— für OP-Kommunikation reserviert 1
— für OP-Kommunikation einstellbar, min. 1
— für OP-Kommunikation einstellbar, max. 15
● verwendbar für S7-Basis-Kommunikation 12
— für S7-Basis-Kommunikation reserviert 0
— für S7-Basis-Kommunikation einstellbar, min. 0
— für S7-Basis-Kommunikation einstellbar, max. 12
S7-Meldefunktionen
Anzahl anmeldbarer Stationen für Meldefunktionen, max. 16; abhängig von den projektierten Verbindungen für PG- / OP- und S7- Basiskommunikation
Prozessdiagnosemeldungen Ja
gleichzeitig aktive Alarm_S-Bausteine, max. 300
Test- Inbetriebnahmefunktionen
Status Baustein Ja; bis zu 2 gleichzeitig
Einzelschritt Ja
Anzahl Haltepunkte 4
Status/Steuern
● Status/Steuern Variable Ja
● Variablen Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten, Zähler
● Anzahl Variablen, max. 30
— davon Status Variable, max. 30
— davon Steuern Variable, max. 14
Forcen
● Forcen Ja
● Forcen, Variablen Eingänge, Ausgänge
● Anzahl Variablen, max. 10
Diagnosepuffer
● vorhanden Ja
● Anzahl Einträge, max. 500
— einstellbar Nein
— davon netzausfallsicher 100; nur die letzten 100 Einträge sind remanent
● Anzahl Einträge im RUN auslesbar, max.
— einstellbar Ja; von 10 bis 499
— voreingestellt 10
Servicedaten
● auslesbar Ja
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● min. 0 °C
● max. 60 °C
Projektierung
Projektierungs-Software
● STEP 7 Ja; ab V 5.2 SP1 mit HW-Update
Programmierung
● Operationsvorrat siehe Operationsliste
● Klammerebenen 8
● Systemfunktionen (SFC) siehe Operationsliste
● Systemfunktionsbausteine (SFB) siehe Operationsliste
Programmiersprache
— KOP Ja
— FUP Ja
— AWL Ja
— SCL Ja
— CFC Ja
— GRAPH Ja
— HiGraph® Ja
Know-how-Schutz
● Anwenderprogrammschutz/Passwortschutz Ja
● Bausteinverschlüsselung Ja; mit S7-Block Privacy
Maße
Breite 40 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 130 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 290 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum leuchtet an der CPU 315F-2 DP die SF-LED und die BF-LED? Häufig steckt ein Problem auf dem PROFIBUS dahinter: falsche oder doppelte Slave-Adresse, fehlender Abschlusswiderstand, unterbrochene Busleitung oder eine Hardwarekonfiguration, die nicht zum realen Aufbau passt. Prüfen Sie zuerst die Busstecker, die Terminierung an beiden Segmentenden und ob nur die tatsächlich angeschlossenen Teilnehmer projektiert sind. Öffnen Sie danach den Diagnosepuffer der CPU und vergleichen Sie die gemeldete Station mit der HW-Konfiguration. Bei sporadischen BF/SF-Zuständen sollte zusätzlich die reale Topologie mit den projektierten Teilnehmern abgeglichen werden.
Warum steht im Diagnosepuffer 16#4546 STOP caused by CPU memory management? Siemens nennt dafür einen Zugriffsf ehler auf die MMC als Ursache. Bei dieser CPU ist die Micro Memory Card für den Betrieb zwingend erforderlich. Prüfen Sie deshalb, ob die richtige MMC eingesetzt ist, ob Kontakte und Steckplatz in Ordnung sind und ob die Karte lesbar bleibt. Danach die CPU spannungslos schalten, die MMC erneut korrekt einsetzen und das Projekt bei Bedarf neu laden. Wenn der Fehler wiederkehrt, ist eine defekte oder inkonsistente MMC sehr wahrscheinlich und sollte ersetzt werden.
Warum lässt sich auf die CPU 315F-2 DP kein sicherheitsrelevantes Programm laden? Typische Auslöser sind ein nicht passender Engineering-Stand, inkonsistente Sicherheitsdaten auf der MMC oder eine geänderte F-Signatur nach Projektänderungen. Siemens weist für Firmware- und Safety-Themen darauf hin, dass bei bestimmten Schutzstufen und vorhandenem Sicherheitsprogramm passende STEP-7-/Distributed-Safety-Versionen nötig sind. Praktisch hilft meist folgendes Vorgehen: Hardwarekonfiguration und Safety-Projekt vollständig vergleichen, Standard- und Safety-Teil konsistent übersetzen, Systemdaten sauber laden und bei Verdacht auf Altstände die sicherheitsrelevanten Daten auf der MMC bereinigen und neu übertragen.
Warum bleibt die S7-300 nach dem Nachrüsten eines CP oder FM in STOP? Siemens beschreibt dieses Verhalten für S7-300-CPUs nach dem Ergänzen von CP- oder FM-Baugruppen. In der Praxis sollten die Hardwarekonfiguration, belegte Adressbereiche, kompatible Firmwarestände und die tatsächlich vorhandenen Module geprüft werden. Danach die Station vollständig speichern, übersetzen und erneut laden. Bei Umbauten hilft außerdem ein sauberer Neustart der Steuerung, weil neu eingesetzte Baugruppen und Systemdaten erst danach konsistent anlaufen. Gerade bei älteren Bestandsanlagen ist ein Abgleich zwischen realer Baugruppe, Projektstand und eingesetzter MMC entscheidend.

Ist 6ES7315-6FF04-0AB0 eine PROFINET-CPU?

Nein. Die 6ES7315-6FF04-0AB0 ist eine CPU 315F-2 DP mit MPI und einer zweiten PROFIBUS-DP-Master/Device-Schnittstelle. Wer eine CPU mit PROFINET benötigt, muss deshalb genau auf die PN/DP-Varianten achten. Für Einkauf und Instandhaltung ist dieser Unterschied wichtig, weil sich daraus Netzwerkanbindung, Topologie, Diagnoseweg und die Austauschbarkeit in bestehenden Anlagen ergeben. Ein vermeintlich ähnlicher S7-300-Typ ist deshalb nicht automatisch kompatibel, wenn die Kommunikationsschnittstellen im Bestand anders ausgeführt sind.

Welche Engineering-Software wird für diese F-CPU benötigt?

Siemens nennt für die CPU STEP 7 V5.5 + SP1 oder höher beziehungsweise STEP 7 V5.2 + SP1 mit HSP 218 plus Distributed Safety. Für Bestandsanlagen ist das ein entscheidender Punkt, weil viele Serviceeinsätze nicht an der Hardware scheitern, sondern an einer nicht passenden Engineering-Umgebung. Vor dem Tausch oder vor dem Einspielen eines Projekts sollte deshalb geprüft werden, mit welchem Softwarestand die Anlage ursprünglich erstellt wurde und ob die vorhandene Engineering-Station die CPU samt Safety-Funktionen vollständig unterstützt.

Warum ist die Micro Memory Card bei dieser CPU so wichtig?

Die CPU besitzt keinen integrierten Lastspeicher in dem Sinn, dass das Anwenderprogramm ohne Karte dauerhaft bereitsteht. Siemens beschreibt die MMC als zwingend erforderlich, und das Datenblatt nennt ausdrücklich Plug-in (MMC) als Lastspeicher. Für den Betreiber bedeutet das: Ohne passende, funktionsfähige Karte startet die CPU nicht sauber in den regulären Anlagenbetrieb. Beim Ersatzteilwechsel gehört die Prüfung der MMC deshalb immer zum Standardumfang, ebenso die Frage, ob auf der Karte noch der richtige Projektstand und konsistente Systemdaten vorhanden sind.

Ist die Baugruppe noch aktiv oder bereits abgekündigt?

Die CPU wird von Siemens noch als Spare Part geführt, gleichzeitig ist die Produktabkündigung zum 01.10.2025 genannt. EICHLER weist den Produktstatus ebenfalls mit EOP 2025-10-01 aus. Für Beschaffung und Instandhaltung heißt das: Die Baugruppe ist weiterhin relevant, aber nicht mehr als zukunftsoffene Standardplattform zu bewerten. Wer längere Restlaufzeiten absichern muss, sollte daher Ersatzteilbestand, Reparaturfähigkeit und Migrationspfad frühzeitig einplanen, statt erst beim Ausfall zu reagieren.

Gibt es einen Siemens-Nachfolger oder nur einen Migrationspfad?

Siemens ordnet im Migrationsleitfaden die CPU 1513F-1 PN (6ES7513-1FL01-0AB0) der 6ES7315-6FF04-0AB0 zu. Siemens schreibt dort aber auch ausdrücklich, dass die Tabelle nur zur Orientierung dient. Für die Praxis bedeutet das: Es gibt einen klaren Migrationspfad in Richtung S7-1500F, aber keinen einfachen steckgleichen Ersatz ohne Projektanpassung. Vor einer Umstellung müssen deshalb Kommunikationsstruktur, Safety-Projekt, Peripherie, Diagnosekonzept und Dokumentation gemeinsam betrachtet werden.

Soll ich bei Ausfall eher reparieren, austauschen oder neu beschaffen?

Das hängt vor allem von Stillstandszeit, Anlagenkritikalität und Projektverfügbarkeit ab. Eine Reparatur ist stark, wenn die bestehende Variante erhalten werden soll und die Anlage nicht umkonstruiert werden darf. Ein Austausch passt besser, wenn die Linie schnell wieder laufen muss. Gebraucht kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn eine ältere S7-300F-Anlage noch mehrere Jahre abgesichert werden soll. Neu ist interessant, wenn eine qualifizierte Reserve für kritische Maschinen aufgebaut werden soll. Für diese CPU deckt EICHLER genau diese vier Wege ab und ergänzt sie um ein optionales Prüfprotokoll F-CPU.

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