SIEMENS 6ES7314-1AG14-0AB0

  • SIEMENS | Baugruppen | CPU / Zentralbaugruppen

  • EICHLER-Art.Nr.: K0227611
  • EAN: 4025515077695
  • UPC: 040892550290

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-300, CPU 314 ZENTRALBAUGRUPPE MIT MPI, INTEGR. STROMVERSORGUNG DC 24V, ARBEITSSPEICHER 128 KBYTE, MICRO MEMORY CARD ERFORDERLICH

Leistungen für SIEMENS 6ES7314-1AG14-0AB0

Reparatur

2-5 Tage

von 504,05 €

bis 907,28 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

1 Stck.

667,59 €

500,69 €

je Stck. 159,00 €

500,69 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

1 Stck.

936,32 €

702,24 €

je Stck. 159,00 €

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Neu

1-3 Tage

10+ Stck.

1.127,50 €

845,62 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.315
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus
EAN 4025515077695
UPC 040892550290
Statistische Warennummer 85371091
Listenkennzeichen (LKZ) ST73
Fabrikategruppe 4256
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20091125
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-02
eClass 5.1 27-24-22-07
eClass 6.0 27-24-22-07
ETIM 3 /
ETIM 4 EC000236
ETIM 5 EC000236

Was ist 6ES7314-1AG14-0AB0 und wo wird es eingesetzt

6ES7314-1AG14-0AB0 ist eine SIMATIC S7-300 CPU 314 von Siemens. Es handelt sich um eine zentrale SPS-Baugruppe mit integrierter 24-V-DC-Versorgung und MPI-Schnittstelle für klassische Automatisierungsaufgaben im Maschinen- und Anlagenbau. Die CPU wird typischerweise in Bestandsanlagen eingesetzt, in denen robuste Steuerungslogik, bewährte STEP-7-Umgebungen und eine langfristig wartbare S7-300-Struktur gefragt sind. Relevante Einsatzfelder sind unter anderem Fertigungslinien, Fördertechnik, Verpackungsanlagen, Sondermaschinen und Retrofit-Projekte. Für Instandhalter ist die Baugruppe vor allem dann wichtig, wenn bestehende S7-300-Systeme schnell wieder verfügbar gemacht oder gezielt instandgesetzt werden müssen, ohne die gesamte Steuerungsarchitektur umzubauen.

Überblick über die wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die CPU 314 arbeitet mit 24 V DC, benötigt zwingend eine SIMATIC Micro Memory Card und verfügt über 128 KB Arbeitsspeicher. Für die Praxis bedeutet das: genügend Ressourcen für typische Steuerungsaufgaben im S7-300-Umfeld, jedoch ohne die Reserven moderner High-End-CPUs. Die integrierte MPI-/RS485-Schnittstelle unterstützt bis 187,5 kbit/s und eignet sich für PG/OP-Kommunikation, Globaldaten und S7-Kommunikation im Bestandsnetz. Der Ladespeicher ist per MMC steckbar und unterstützt bis 8 MB. Zudem bietet die CPU unter anderem 1.024 Byte Eingänge, 1.024 Byte Ausgänge, eine gepufferte Echtzeituhr, einen Diagnosepuffer mit bis zu 500 Einträgen sowie Ausbauoptionen über mehrere Baugruppenträger. Für Einkauf und Technik ist wichtig: Die CPU ist kompakt, etabliert und für klassische S7-300-Topologien ausgelegt, nicht für native PROFINET-Architekturen.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für Betreiber von Bestandsanlagen ist der Produktstatus besonders relevant: Siemens führt 6ES7314-1AG14-0AB0 aktuell als Spare Part und weist im Industry Mall den Lifecycle PM410: Product cancellation mit Wirksamkeit seit 01.10.2025 aus. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass die CPU für Neuprojekte keine zukunftssichere Standardwahl mehr ist, für den Betrieb bestehender Anlagen aber weiterhin eine hohe praktische Bedeutung hat. Bei obsoleszenzgefährdeten S7-300-Systemen gewinnt daher die Absicherung über Reparatur, Austauschgeräte und Lagerstrategie an Gewicht. Einen direkt steckkompatiblen, laufenden S7-300-Seriennachfolger weist Siemens hier nicht als Standardprodukt aus; im offiziellen Migrationsleitfaden ordnet Siemens die CPU 1511 (6ES7511-1AK01-0AB0) als Migrationsziel für die CPU 314 ein.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Für Betreiber einer bestehenden S7-300-Anlage sind bei 6ES7314-1AG14-0AB0 vor allem vier Szenarien praxisrelevant: Reparatur, Austausch, Gebrauchtbezug und Neubeschaffung. Reparatur ist besonders sinnvoll, wenn die Anlage technisch unverändert weiterlaufen soll und die originale Baugruppe wirtschaftlich erhalten werden kann. EICHLER nennt dafür technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Ein Austauschgerät ist dann interessant, wenn Stillstandszeiten minimiert werden müssen und kurzfristig eine funktionsgeprüfte Einheit benötigt wird. Gebrauchte oder neue Baugruppen helfen dem Einkauf, je nach Budget, Lieferfenster und Risikoprofil die passende Beschaffungsstrategie zu wählen. Ein optionales Prüfprotokoll unterstützt zusätzlich bei Dokumentation, Qualitätssicherung und interner Freigabe.

Attribut Wert
Allgemeine Informationen
Produkttyp-Bezeichnung CPU 314
HW-Funktionsstand 1
Firmware-Version V3.3
Engineering mit
● Programmierpaket STEP 7 ab V5.5 + SP1 oder STEP 7 ab V5.2 + SP1 mit HSP 218
Versorgungsspannung
Nennwert (DC) 24 V
zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 19,2 V
zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
externe Absicherung für Versorgungsleitungen (Empfehlung) min. 2 A
Netz- und Spannungsausfallüberbrückung
● Netz-/Spannungsausfallüberbrückungszeit 5 ms
● Wiederholrate, min. 1 s
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 650 mA
Stromaufnahme (im Leerlauf), typ. 140 mA
Einschaltstrom, typ. 3,5 A
I²t 1 A²·s
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 4 W
Speicher
Arbeitsspeicher
● integriert 128 kbyte
● erweiterbar Nein
Ladespeicher
● steckbar (MMC) Ja
● steckbar (MMC), max. 8 Mbyte
● Datenhaltung auf MMC (nach letzter Programmierung), min. 10 a
Pufferung
● vorhanden Ja; durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
● ohne Batterie Ja; Programm und Daten
CPU-Bearbeitungszeiten
für Bitoperationen, typ. 0,06 µs
für Wortoperationen, typ. 0,12 µs
für Festpunktarithmetik, typ. 0,16 µs
für Gleitpunktarithmetik, typ. 0,59 µs
CPU-Bausteine
Anzahl Bausteine (gesamt) 1 024; (DBs, FCs, FBs) Die maximale Anzahl ladbarer Bausteine kann durch die von Ihnen eingesetzte MMC reduziert sein.
DB
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 1 bis 16000
● Größe, max. 64 kbyte
FB
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 0 bis 7999
● Größe, max. 64 kbyte
FC
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 0 bis 7999
● Größe, max. 64 kbyte
OB
● Anzahl, max. siehe Operationsliste
● Größe, max. 64 kbyte
● Anzahl Freie-Zyklus-OBs 1; OB 1
● Anzahl Uhrzeitalarm-OBs 1; OB 10
● Anzahl Verzögerungsalarm-OBs 2; OB 20, 21
● Anzahl Weckalarm-OBs 4; OB 32, 33, 34, 35
● Anzahl Prozessalarm-OBs 1; OB 40
● Anzahl Anlauf-OBs 1; OB 100
● Anzahl Asynchron-Fehler-OBs 4; OB 80, 82, 85, 87
● Anzahl Synchron-Fehler-OBs 2; OB 121, 122
Schachtelungstiefe
● je Prioritätsklasse 16
● zusätzliche innerhalb eines Fehler-OBs 4
Zähler, Zeiten und deren Remanenz
S7-Zähler
● Anzahl 256
Remanenz
— einstellbar Ja
— voreingestellt Z 0 bis Z 7
Zählbereich
— untere Grenze 0
— obere Grenze 999
IEC-Counter
● vorhanden Ja
● Art SFB
● Anzahl unbegrenzt (begrenzt nur durch den Arbeitsspeicher)
S7-Zeiten
● Anzahl 256
Remanenz
— einstellbar Ja
— voreingestellt keine Remanenz
Zeitbereich
— untere Grenze 10 ms
— obere Grenze 9 990 s
IEC-Timer
● vorhanden Ja
● Art SFB
● Anzahl unbegrenzt (begrenzt nur durch den Arbeitsspeicher)
Datenbereiche und deren Remanenz
remanenter Datenbereich (inklusive Zeiten, Zähler, Merker), max. 64 kbyte
Merker
● Größe, max. 256 byte
● Remanenz vorhanden Ja; MB 0 bis MB 255
● Remanenz voreingestellt MB 0 bis MB 15
● Anzahl Taktmerker 8; 1 Merkerbyte
Datenbausteine
● Remanenz einstellbar Ja; über Non Retain Eigenschaft am DB
● Remanenz voreingestellt Ja
Lokaldaten
● je Prioritätsklasse, max. 32 kbyte; max. 2 kbyte pro Baustein
Adressbereich
Peripherieadressbereich
● Eingänge 1 024 byte
● Ausgänge 1 024 byte
Prozessabbild
● Eingänge 1 024 byte
● Ausgänge 1 024 byte
● Eingänge, einstellbar 1 024 byte
● Ausgänge, einstellbar 1 024 byte
● Eingänge, voreingestellt 128 byte
● Ausgänge, voreingestellt 128 byte
Digitale Kanäle
● Eingänge 1 024
— davon zentral 1 024
● Ausgänge 1 024
— davon zentral 1 024
Analoge Kanäle
● Eingänge 256
— davon zentral 256
● Ausgänge 256
— davon zentral 256
Hardware-Ausbau
Anzahl Erweiterungsgeräte, max. 3
Anzahl DP-Master
● integriert 0
● über CP 4
Anzahl betreibbarer FM und CP (Empfehlung)
● FM 8
● CP, PtP 8
● CP, LAN 10
Baugruppenträger
● Baugruppenträger, max. 4
● Baugruppen je Baugruppenträger, max. 8
Uhrzeit
Uhr
● Hardware-Uhr (Echtzeituhr) Ja
● gepuffert und synchronisierbar Ja
● Pufferungsdauer 6 wk; bei 40 °C Umgebungstemperatur
● Abweichung pro Tag, max. 10 s; typ.: 2 s
● Verhalten der Uhr nach NETZ-EIN Uhr läuft nach NETZ-AUS weiter
● Verhalten der Uhr nach Ablauf der Pufferdauer die Uhr läuft mit der Uhrzeit weiter, bei der NETZ-AUS erfolgte
Betriebsstundenzähler
● Anzahl 1
● Nummer/Nummernband 0
● Wertebereich 0 bis 2^31 Stunden (bei Verwendung des SFC 101)
● Granularität 1 h
● remanent Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet werden
Uhrzeitsynchronisation
● unterstützt Ja
● auf MPI, Master Ja
● auf MPI, Device Ja
● im AS, Master Ja
● im AS, Device Nein
Digitaleingaben
Anzahl der Eingänge 0
Digitalausgaben
Anzahl der Ausgänge 0
Analogeingaben
Anzahl Analogeingänge 0
Schnittstellen
Anzahl Schnittstellen PROFINET 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 1; MPI
Anzahl Schnittstellen RS 422 0
1. Schnittstelle
Schnittstellentyp integrierte RS 485 - Schnittstelle
potenzialgetrennt Nein
Schnittstellenphysik
● RS 485 Ja
● Ausgangsstrom der Schnittstelle, max. 200 mA
Protokolle
● MPI Ja
● PROFIBUS DP-Master Nein
● PROFIBUS DP-Device Nein
● Punkt-zu-Punkt-Kopplung Nein
MPI
● Übertragungsgeschwindigkeit, max. 187,5 kbit/s
Dienste
— PG/OP-Kommunikation Ja
— Routing Nein
— Globaldatenkommunikation Ja
— S7-Basis-Kommunikation Ja
— S7-Kommunikation Ja; nur Server, einseitig projektierte Verbindung
— S7-Kommunikation, als Client Nein
— S7-Kommunikation, als Server Ja
Protokolle
PROFIsafe Nein
Kommunikationsfunktionen
PG/OP-Kommunikation Ja
Datensatz-Routing Nein
Globaldatenkommunikation
● unterstützt Ja
● Anzahl GD-Kreise, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, Sender, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, Empfänger, max. 8
● Größe GD-Pakete, max. 22 byte
● Größe GD-Pakete (davon konsistent), max. 22 byte
S7-Basis-Kommunikation
● unterstützt Ja
● Nutzdaten pro Auftrag, max. 76 byte
● Nutzdaten pro Auftrag (davon konsistent), max. 76 byte; 76 byte (bei X_SEND bzw. X_RCV); 64 byte (bei X_PUT bzw. X_GET als Server)
S7-Kommunikation
● unterstützt Ja
● als Server Ja
● als Client Ja; über CP und ladbare FB
● Nutzdaten pro Auftrag, max. 180 byte; bei PUT / GET
● Nutzdaten pro Auftrag (davon konsistent), max. 240 byte; als Server
S5-kompatible Kommunikation
● unterstützt Ja; über CP und ladbare FC
Anzahl Verbindungen
● gesamt 12
● verwendbar für PG-Kommunikation 11
— für PG-Kommunikation reserviert 1
— für PG-Kommunikation einstellbar, min. 1
— für PG-Kommunikation einstellbar, max. 11
● verwendbar für OP-Kommunikation 11
— für OP-Kommunikation reserviert 1
— für OP-Kommunikation einstellbar, min. 1
— für OP-Kommunikation einstellbar, max. 11
● verwendbar für S7-Basis-Kommunikation 8
— für S7-Basis-Kommunikation reserviert 0
— für S7-Basis-Kommunikation einstellbar, min. 0
— für S7-Basis-Kommunikation einstellbar, max. 8
S7-Meldefunktionen
Anzahl anmeldbarer Stationen für Meldefunktionen, max. 12; abhängig von den projektierten Verbindungen für PG- / OP- und S7- Basiskommunikation
Prozessdiagnosemeldungen Ja
gleichzeitig aktive Alarm_S-Bausteine, max. 300
Test- Inbetriebnahmefunktionen
Status Baustein Ja; bis zu 2 gleichzeitig
Einzelschritt Ja
Anzahl Haltepunkte 4
Status/Steuern
● Status/Steuern Variable Ja
● Variablen Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten, Zähler
● Anzahl Variablen, max. 30
— davon Status Variable, max. 30
— davon Steuern Variable, max. 14
Forcen
● Forcen Ja
● Forcen, Variablen Eingänge, Ausgänge
● Anzahl Variablen, max. 10
Diagnosepuffer
● vorhanden Ja
● Anzahl Einträge, max. 500
— einstellbar Nein
— davon netzausfallsicher 100; nur die letzten 100 Einträge sind remanent
● Anzahl Einträge im RUN auslesbar, max. 499
— einstellbar Ja; von 10 bis 499
— voreingestellt 10
Servicedaten
● auslesbar Ja
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● min. 0 °C
● max. 60 °C
Projektierung
Projektierungs-Software
● STEP 7 Ja; ab V 5.2 SP1 mit HW-Update
Programmierung
● Operationsvorrat siehe Operationsliste
● Klammerebenen 8
● Systemfunktionen (SFC) siehe Operationsliste
● Systemfunktionsbausteine (SFB) siehe Operationsliste
Programmiersprache
— KOP Ja
— FUP Ja
— AWL Ja
— SCL Ja
— CFC Ja
— GRAPH Ja
— HiGraph® Ja
Know-how-Schutz
● Anwenderprogrammschutz/Passwortschutz Ja
● Bausteinverschlüsselung Ja; mit S7-Block Privacy
Maße
Breite 40 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 130 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 280 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum bleibt die 6ES7314-1AG14-0AB0 nach dem Einschalten in STOP und fordert ein Urlöschen? Die CPU 314 benötigt zwingend eine SIMATIC Micro Memory Card. Fehlt die MMC, ist sie nicht initialisiert oder enthält für diese CPU unpassende Daten, fordert die CPU ein Urlöschen oder bleibt in STOP. Abhilfe: kompatible MMC einsetzen, CPU und gegebenenfalls MMC nach Siemens-Vorgehen zurücksetzen, Anwenderprogramm erneut laden und anschließend die gültigen Projektdaten sauber auf die Karte übernehmen.
Warum leuchtet die SF-LED an meiner CPU 314 und die Anlage geht auf Störung? Die SF-Anzeige steht bei S7-300 typischerweise für Hardwarefehler, Softwarefehler oder Konfigurationsprobleme. Zuerst sollte der Diagnosepuffer ausgewertet werden. Danach sind Baugruppenaufbau, Verdrahtung, Hardwarekonfiguration und die vorhandenen Fehler-OBs zu prüfen. Fehlen beispielsweise OB82, OB85, OB121 oder OB122 in einer Situation, in der die CPU sie aufrufen will, kann die Steuerung in STOP gehen. Gerade bei Umbauten, Modultausch oder inkonsistenten Projektdaten ist diese Prüfung entscheidend.
Warum erkennt die CPU 314 meine Micro Memory Card nicht oder meldet ungültige Kartendaten? Eine SIMATIC MMC kann vom Anwender nicht frei formatiert werden. Siemens beschreibt stattdessen Reset- beziehungsweise Löschverfahren. Wird eine Karte mit ungeeigneten Alt-Daten eingesetzt oder während eines Schreibvorgangs entfernt, kann ihr Inhalt für die CPU ungültig werden. Dann sollte die MMC mit den von Siemens vorgesehenen Funktionen gelöscht beziehungsweise zurückgesetzt und das Projekt anschließend neu geladen werden. Beim Kartentausch ist ein kontrolliertes Vorgehen im STOP-Zustand wichtig.
Warum blinken nach einem Firmware- oder Betriebssystem-Update die LEDs und die STOP-LED blinkt langsam? Dieses Verhalten kann während oder direkt nach einem Siemens-OS-Update normal sein. Siemens beschreibt, dass beim Update zeitweise alle CPU-LEDs leuchten und die langsam blinkende STOP-LED den Abschluss des Updates sowie die Aufforderung zum anschließenden Urlöschen signalisiert. Entscheidend ist, das Siemens-Verfahren exakt einzuhalten: passende CPU-Datei verwenden, MMC korrekt vorbereiten, Update vollständig abschließen und danach den geforderten Reset sauber durchführen.
Warum startet die Anlage nach Spannungswiederkehr mit altem Datenstand oder ohne aktuelle DB-Werte? Bei S7-300-Systemen muss geprüft werden, ob die aktuellen Werte korrekt in den Ladespeicher übernommen wurden. Siemens beschreibt dafür die Funktion „Copy RAM to ROM“. Wird dieser Schritt vor einem geplanten Stillstand oder Kartentausch nicht sauber durchgeführt, kann die CPU nach Neustart mit älteren Datenständen arbeiten. Für stabile Wiederanläufe sollten deshalb relevante DB-Inhalte bewusst gesichert und Speicherkarte sowie CPU nur in einem definierten Zustand bearbeitet werden.

Ist 6ES7314-1AG14-0AB0 noch verfügbar oder schon abgekündigt?

Siemens führt die CPU als Ersatzteil und kennzeichnet sie im offiziellen Lifecycle mit PM410: Product cancellation seit 01.10.2025. Für Betreiber bestehender Anlagen bedeutet das: Die Baugruppe bleibt beschaffungs- und servicekritisch, obwohl sie nicht mehr den Status eines regulären Zukunftsprodukts hat. Im Markt sind deshalb Reparatur, Austausch, gebrauchte und teils noch neue Bestände besonders wichtig, um ungeplante Stillstände zu vermeiden und Altanlagen weiter betreiben zu können.

Welche Speicherkarte braucht die 6ES7314-1AG14-0AB0?

Die CPU benötigt eine SIMATIC Micro Memory Card. Ohne diese Karte ist kein regulärer Betrieb möglich. Siemens gibt für den steckbaren Ladespeicher bei dieser CPU eine Größe von bis zu 8 MB an. Für die Praxis heißt das: Beim Ersatzteilkauf sollte nicht nur die CPU selbst, sondern immer auch der Zustand, die Kompatibilität und der Dateninhalt der eingesetzten MMC geprüft werden. Gerade im Servicefall entscheidet die korrekt vorbereitete Speicherkarte oft darüber, wie schnell die Anlage wieder anlaufen kann.

Welche Schnittstelle hat die CPU 314 und wofür ist sie geeignet?

Die 6ES7314-1AG14-0AB0 verfügt über eine integrierte RS485-/MPI-Schnittstelle mit bis zu 187,5 kbit/s. Sie ist für PG/OP-Kommunikation, Globaldatenkommunikation und klassische S7-Kommunikation ausgelegt. Eine integrierte PROFINET-Schnittstelle besitzt diese CPU nicht. Für Instandhalter und Einkäufer ist das wichtig, weil sich daraus direkt ableitet, ob die CPU zur vorhandenen Netzstruktur passt oder ob für moderne Kommunikationsanforderungen zusätzliche Kommunikationsprozessoren oder ein Migrationsprojekt nötig sind.

Mit welcher Software kann ich 6ES7314-1AG14-0AB0 projektieren?

Siemens nennt für die Projektierung STEP 7 V5.5 + SP1 oder höher beziehungsweise STEP 7 V5.2 + SP1 mit HSP 218. Im Zusammenhang mit Firmware-Themen verweist Siemens zusätzlich darauf, dass bei Nutzung des TIA Portal nach Möglichkeit V12 oder höher verwendet werden sollte. Für den laufenden Betrieb vieler Bestandsanlagen bleibt jedoch die klassische STEP-7-Welt maßgeblich. Vor Änderungen an Bestandsprojekten sollte daher immer geprüft werden, welche Engineering-Version tatsächlich zur vorhandenen CPU, Firmware und Anlagenstruktur passt.

Gibt es für 6ES7314-1AG14-0AB0 eine Nachfolge oder eine sinnvolle Migrationsoption?

Für diese CPU ist vor allem die Migration das relevante Zukunftsthema. Siemens ordnet im offiziellen Migrationsleitfaden die CPU 1511 (6ES7511-1AK01-0AB0) der S7-1500 als Zielsystem für die CPU 314 6ES7314-1AG14-0AB0 zu. Das ist keine einfache 1:1-Steckersatzlösung, sondern eine technische Migrationsroute. Wer kurzfristig Verfügbarkeit sichern muss, fährt oft besser mit Reparatur oder Austausch. Wer mittelfristig modernisieren will, sollte eine strukturierte Migration in Richtung S7-1500 planen.

Wann ist bei einer abgekündigten CPU 314 Reparatur sinnvoller als Neukauf?

Eine Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn die bestehende S7-300-Anlage technisch unverändert weiterlaufen soll, ein Umbau auf neue Steuerungstechnik aktuell nicht geplant ist und die Ausfallzeit niedrig gehalten werden muss. EICHLER bietet für diese Baugruppe Reparatur, Austausch, Gebraucht- und Neuwarenvarianten an. Bei der Reparatur nennt EICHLER technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Das ist vor allem für Bestandsanlagen interessant, bei denen Verfügbarkeit und kalkulierbares Risiko wichtiger sind als eine sofortige Systemmigration.

Wichtige Dokumente

Reparatur-Begleitschein

Laden Sie den Begleitschein als PDF herunter oder nutzen Sie die digitale Reparaturanmeldung und senden Sie Ihre defekte Baugruppen zur Reparatur ins EICHLER-Service-Center.

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