SIEMENS 6ES7312-1AE14-0AB0

  • SIEMENS | Baugruppen | CPU / Zentralbaugruppen

  • EICHLER-Art.Nr.: K0252203
  • EAN: 4025515077701
  • UPC: 040892550283

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-300, CPU 312 ZENTRALBAUGRUPPE MIT MPI, INTEGR. STROMVERSORGUNG DC 24V, ARBEITSSPEICHER 32 KBYTE, MICRO MEMORY CARD ERFORDERLICH

Leistungen für SIEMENS 6ES7312-1AE14-0AB0

Reparatur

2-5 Tage

von 535,76 €

bis 819,39 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

Gebraucht

3-5 Tage

2 Stck.

485,99 €

364,49 €

je Stck. 159,00 €

364,49 € *

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Neu

1-3 Tage

3 Stck.

630,30 €

472,72 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.305
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2025-10-01
EAN 4025515077701
UPC 040892550283
Statistische Warennummer 85371091
Listenkennzeichen (LKZ) ST73
Fabrikategruppe 4256
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20091125
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-02
eClass 5.1 27-24-22-07
eClass 6.0 27-24-22-07
ETIM 3 /
ETIM 4 EC000236
ETIM 5 EC000236

Was ist 6ES7312-1AE14-0AB0 und wo wird es eingesetzt

Die 6ES7312-1AE14-0AB0 ist eine SIMATIC S7-300 CPU 312 von Siemens. Es handelt sich um eine Zentralbaugruppe mit MPI-Schnittstelle, integrierter 24-V-DC-Versorgung und 32 KB Arbeitsspeicher. Die CPU wird in klassischen Maschinen- und Anlagensteuerungen eingesetzt, in denen robuste, bewährte S7-300-Technik weiterhin produktiv läuft. Typische Einsatzfelder sind Fördertechnik, Verpackungsmaschinen, kleinere Produktionslinien sowie Retrofit- und Ersatzteilfälle in Bestandsanlagen. Für Instandhaltung und Einkauf ist die Baugruppe vor allem dann relevant, wenn bestehende S7-300-Strukturen schnell stabilisiert, eine ausgefallene CPU ersetzt oder die Verfügbarkeit einer Altanlage trotz fortgeschrittenem Produktlebenszyklus gesichert werden muss.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Technisch ist die CPU 312 auf kompakte S7-300-Stationen ausgelegt. Sie arbeitet mit 24 V DC bei einem zulässigen Bereich von 19,2 bis 28,8 V, besitzt 32 KB integrierten Arbeitsspeicher und benötigt zwingend eine SIMATIC Micro Memory Card, da kein integrierter Ladespeicher vorhanden ist. Die Kommunikation erfolgt über eine integrierte RS-485-/MPI-Schnittstelle mit bis zu 187,5 kbit/s. Wichtig für die Auslegung: Die CPU hat keine integrierten digitalen oder analogen Ein-/Ausgänge, unterstützt maximal einen Baugruppenträger mit bis zu 8 Baugruppen und keine Erweiterungsgeräte. Für Betreiber bedeutet das: geeignet für überschaubare, stabile S7-300-Konfigurationen mit klarer Kommunikations- und Rack-Struktur.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für die Beschaffung ist der Status besonders wichtig: Siemens führt die 6ES7312-1AE14-0AB0 als Ersatzteil, während EICHLER auf der Produktseite einen Produktstatus EOP: 2025-10-01 ausweist. In Siemens-Suchergebnissen erscheint zudem ein Lifecycle-Hinweis auf Product Cancellation / End Product Lifecycle. Für Betreiber von Bestandsanlagen heißt das: Die CPU gehört klar in den Bereich Obsoleszenzmanagement, Ersatzteilabsicherung und Life-Cycle-Planung. Eine Siemens-Abkündigungs-/Migrationsreferenz nennt für diese CPU keinen direkten Nachfolger und verweist stattdessen auf die Migration von S7-300 nach S7-1500. Für kurzfristige Verfügbarkeit ist daher meist nicht der Neukauf im Vordergrund, sondern die Kombination aus Ersatz, Reparatur, Austausch und geplanter Migration.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Für Instandhalter, Einkäufer und Produktionsverantwortliche sind die bei EICHLER angebotenen Leistungen besonders praxisnah. Reparatur ist relevant, wenn eine bestehende CPU im Anlagenverbund weiter betrieben werden soll und Ausfallzeiten knapp sind; auf der Produktseite wird dafür eine Bearbeitungszeit von 2 bis 5 Tagen genannt. Ergänzend kann ein Prüfprotokoll sinnvoll sein, wenn gegenüber Qualitätssicherung, Instandhaltung oder Einkauf ein dokumentierter Funktionsnachweis benötigt wird. Austausch, gebrauchte oder neue Einheiten sind dann interessant, wenn Stillstandskosten höher sind als die Wartezeit einer Reparatur oder wenn eine sofortige Ersatzstrategie aufgebaut werden muss. Besonders im Obsoleszenzumfeld helfen diese Leistungen, die Funktionsfähigkeit bestehender S7-300-Anlagen abzusichern und die Versorgungslücke bis zu einer späteren Migration zu überbrücken.

Attribut Wert
Allgemeine Informationen
Produkttyp-Bezeichnung CPU 312
HW-Funktionsstand 1
Firmware-Version V3.3
Engineering mit
● Programmierpaket STEP 7 ab V5.5 + SP1 oder STEP 7 ab V5.2 + SP1 mit HSP 218
Versorgungsspannung
Nennwert (DC) 24 V
zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 19,2 V
zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
externe Absicherung für Versorgungsleitungen (Empfehlung) min. 2 A
Netz- und Spannungsausfallüberbrückung
● Netz-/Spannungsausfallüberbrückungszeit 5 ms
● Wiederholrate, min. 1 s
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 650 mA
Stromaufnahme (im Leerlauf), typ. 140 mA
Einschaltstrom, typ. 3,5 A
I²t 1 A²·s
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 4 W
Speicher
Arbeitsspeicher
● integriert 32 kbyte
● erweiterbar Nein
Ladespeicher
● steckbar (MMC) Ja
● steckbar (MMC), max. 8 Mbyte
● Datenhaltung auf MMC (nach letzter Programmierung), min. 10 a
Pufferung
● vorhanden Ja; durch MMC gewährleistet (wartungsfrei)
● ohne Batterie Ja; Programm und Daten
CPU-Bearbeitungszeiten
für Bitoperationen, typ. 0,1 µs
für Wortoperationen, typ. 0,24 µs
für Festpunktarithmetik, typ. 0,32 µs
für Gleitpunktarithmetik, typ. 1,1 µs
CPU-Bausteine
Anzahl Bausteine (gesamt) 1 024; (DBs, FCs, FBs) Die maximale Anzahl ladbarer Bausteine kann durch die von Ihnen eingesetzte MMC reduziert sein.
DB
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 1 bis 16000
● Größe, max. 32 kbyte
FB
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 0 bis 7999
● Größe, max. 32 kbyte
FC
● Anzahl, max. 1 024; Nummernband: 0 bis 7999
● Größe, max. 32 kbyte
OB
● Anzahl, max. siehe Operationsliste
● Größe, max. 32 kbyte
● Anzahl Freie-Zyklus-OBs 1; OB 1
● Anzahl Uhrzeitalarm-OBs 1; OB 10
● Anzahl Verzögerungsalarm-OBs 2; OB 20, 21
● Anzahl Weckalarm-OBs 4; OB 32, 33, 34, 35
● Anzahl Prozessalarm-OBs 1; OB 40
● Anzahl Anlauf-OBs 1; OB 100
● Anzahl Asynchron-Fehler-OBs 4; OB 80, 82, 85, 87
● Anzahl Synchron-Fehler-OBs 2; OB 121, 122
Schachtelungstiefe
● je Prioritätsklasse 16
● zusätzliche innerhalb eines Fehler-OBs 4
Zähler, Zeiten und deren Remanenz
S7-Zähler
● Anzahl 256
Remanenz
— einstellbar Ja
— voreingestellt Z 0 bis Z 7
Zählbereich
— untere Grenze 0
— obere Grenze 999
IEC-Counter
● vorhanden Ja
● Art SFB
● Anzahl unbegrenzt (begrenzt nur durch den Arbeitsspeicher)
S7-Zeiten
● Anzahl 256
Remanenz
— einstellbar Ja
— voreingestellt keine Remanenz
Zeitbereich
— untere Grenze 10 ms
— obere Grenze 9 990 s
IEC-Timer
● vorhanden Ja
● Art SFB
● Anzahl unbegrenzt (begrenzt nur durch den Arbeitsspeicher)
Datenbereiche und deren Remanenz
remanenter Datenbereich (inklusive Zeiten, Zähler, Merker), max. 32 kbyte
Merker
● Größe, max. 256 byte
● Remanenz vorhanden Ja; MB 0 bis MB 255
● Remanenz voreingestellt MB 0 bis MB 15
● Anzahl Taktmerker 8; 1 Merkerbyte
Datenbausteine
● Remanenz einstellbar Ja; über Non Retain Eigenschaft am DB
● Remanenz voreingestellt Ja
Lokaldaten
● je Prioritätsklasse, max. 32 kbyte; max. 2 kbyte pro Baustein
Adressbereich
Peripherieadressbereich
● Eingänge 1 024 byte
● Ausgänge 1 024 byte
Prozessabbild
● Eingänge 1 024 byte
● Ausgänge 1 024 byte
● Eingänge, einstellbar 1 024 byte
● Ausgänge, einstellbar 1 024 byte
● Eingänge, voreingestellt 128 byte
● Ausgänge, voreingestellt 128 byte
Digitale Kanäle
● Eingänge 256
— davon zentral 256
● Ausgänge 256
— davon zentral 256
Analoge Kanäle
● Eingänge 64
— davon zentral 64
● Ausgänge 64
— davon zentral 64
Hardware-Ausbau
Anzahl Erweiterungsgeräte, max. 0
Anzahl DP-Master
● integriert 0
● über CP 4
Anzahl betreibbarer FM und CP (Empfehlung)
● FM 8
● CP, PtP 8
● CP, LAN 4
Baugruppenträger
● Baugruppenträger, max. 1
● Baugruppen je Baugruppenträger, max. 8
Uhrzeit
Uhr
● Software-Uhr Ja
● gepuffert und synchronisierbar Nein; gepuffert: Nein, synchronisierbar: Ja
● Abweichung pro Tag, max. 10 s; typ.: 2 s
● Verhalten der Uhr nach NETZ-EIN die Uhr läuft mit der Uhrzeit weiter, bei der NETZ-AUS erfolgte
Betriebsstundenzähler
● Anzahl 1
● Nummer/Nummernband 0
● Wertebereich 0 bis 2^31 Stunden (bei Verwendung des SFC 101)
● Granularität 1 h
● remanent Ja; muss bei jedem Neustart neu gestartet werden
Uhrzeitsynchronisation
● unterstützt Ja
● auf MPI, Master Ja
● auf MPI, Device Ja
● im AS, Master Ja
● im AS, Device Nein
Digitaleingaben
Anzahl der Eingänge 0
Digitalausgaben
Anzahl der Ausgänge 0
Analogeingaben
Anzahl Analogeingänge 0
Schnittstellen
Anzahl Schnittstellen PROFINET 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 1; MPI
Anzahl Schnittstellen RS 422 0
1. Schnittstelle
Schnittstellentyp integrierte RS 485 - Schnittstelle
potenzialgetrennt Nein
Schnittstellenphysik
● RS 485 Ja
● Ausgangsstrom der Schnittstelle, max. 200 mA
Protokolle
● MPI Ja
● PROFIBUS DP-Master Nein
● PROFIBUS DP-Device Nein
● Punkt-zu-Punkt-Kopplung Nein
MPI
● Übertragungsgeschwindigkeit, max. 187,5 kbit/s
Dienste
— PG/OP-Kommunikation Ja
— Routing Nein
— Globaldatenkommunikation Ja
— S7-Basis-Kommunikation Ja
— S7-Kommunikation Ja; nur Server, einseitig projektierte Verbindung
— S7-Kommunikation, als Client Nein
— S7-Kommunikation, als Server Ja
Protokolle
PROFIsafe Nein
Kommunikationsfunktionen
PG/OP-Kommunikation Ja
Datensatz-Routing Nein
Globaldatenkommunikation
● unterstützt Ja
● Anzahl GD-Kreise, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, Sender, max. 8
● Anzahl GD-Pakete, Empfänger, max. 8
● Größe GD-Pakete, max. 22 byte
● Größe GD-Pakete (davon konsistent), max. 22 byte
S7-Basis-Kommunikation
● unterstützt Ja
● Nutzdaten pro Auftrag, max. 76 byte
● Nutzdaten pro Auftrag (davon konsistent), max. 76 byte; 76 byte (bei X_SEND bzw. X_RCV); 64 byte (bei X_PUT bzw. X_GET als Server)
S7-Kommunikation
● unterstützt Ja
● als Server Ja
● als Client Ja; über CP und ladbare FB
● Nutzdaten pro Auftrag, max. 180 byte; bei PUT / GET
● Nutzdaten pro Auftrag (davon konsistent), max. 240 byte; als Server
S5-kompatible Kommunikation
● unterstützt Ja; über CP und ladbare FC
Anzahl Verbindungen
● gesamt 6
● verwendbar für PG-Kommunikation 5
— für PG-Kommunikation reserviert 1
— für PG-Kommunikation einstellbar, min. 1
— für PG-Kommunikation einstellbar, max. 5
● verwendbar für OP-Kommunikation 5
— für OP-Kommunikation reserviert 1
— für OP-Kommunikation einstellbar, min. 1
— für OP-Kommunikation einstellbar, max. 5
● verwendbar für S7-Basis-Kommunikation 2
— für S7-Basis-Kommunikation reserviert 0
— für S7-Basis-Kommunikation einstellbar, min. 0
— für S7-Basis-Kommunikation einstellbar, max. 2
S7-Meldefunktionen
Anzahl anmeldbarer Stationen für Meldefunktionen, max. 6; abhängig von den projektierten Verbindungen für PG- / OP- und S7- Basiskommunikation
Prozessdiagnosemeldungen Ja
gleichzeitig aktive Alarm_S-Bausteine, max. 300
Test- Inbetriebnahmefunktionen
Status Baustein Ja; bis zu 2 gleichzeitig
Einzelschritt Ja
Anzahl Haltepunkte 4
Status/Steuern
● Status/Steuern Variable Ja
● Variablen Eingänge, Ausgänge, Merker, DB, Zeiten, Zähler
● Anzahl Variablen, max. 30
— davon Status Variable, max. 30
— davon Steuern Variable, max. 14
Forcen
● Forcen Ja
● Forcen, Variablen Eingänge, Ausgänge
● Anzahl Variablen, max. 10
Diagnosepuffer
● vorhanden Ja
● Anzahl Einträge, max. 500
— einstellbar Nein
— davon netzausfallsicher 100; nur die letzten 100 Einträge sind remanent
● Anzahl Einträge im RUN auslesbar, max. 499
— einstellbar Ja; von 10 bis 499
— voreingestellt 10
Servicedaten
● auslesbar Ja
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● min. 0 °C
● max. 60 °C
Projektierung
Projektierungs-Software
● STEP 7 Ja; ab V 5.2 SP1 mit HW-Update
Programmierung
● Operationsvorrat siehe Operationsliste
● Klammerebenen 8
● Systemfunktionen (SFC) siehe Operationsliste
● Systemfunktionsbausteine (SFB) siehe Operationsliste
Programmiersprache
— KOP Ja
— FUP Ja
— AWL Ja
— SCL Ja
— GRAPH Ja
— HiGraph® Ja
Know-how-Schutz
● Anwenderprogrammschutz/Passwortschutz Ja
● Bausteinverschlüsselung Ja; mit S7-Block Privacy
Maße
Breite 40 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 130 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 270 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum startet 6ES7312-1AE14-0AB0 nicht ohne Micro Memory Card? Die CPU 312 benötigt eine SIMATIC Micro Memory Card, weil diese CPU keinen integrierten Ladespeicher hat. Ohne passende MMC kann die CPU nicht wie vorgesehen hochlaufen. Prüfen Sie zuerst, ob eine Siemens-kompatible MMC korrekt steckt, ob die Karte lesbar ist und ob das Anwenderprogramm zur CPU passt. Bei Verdacht auf ungültige Kartendaten sollte die Karte im SIMATIC Manager gelöscht bzw. neu initialisiert und das Projekt anschließend sauber neu geladen werden.
Warum bleibt die CPU 312 nach dem Einschalten in STOP oder fordert Urlöschen an? Häufige Auslöser sind eine getauschte MMC, ungültige Daten auf der Karte, RAM-Fehler oder ein zu kleiner Arbeitsspeicher für das geladene Projekt. Siemens beschreibt außerdem, dass beim Tausch der MMC im spannungslosen Zustand die CPU nach dem Einschalten einen Speicher-Reset ausführen und in STOP gehen kann. Sinnvoll ist ein geordnetes Vorgehen: Diagnosepuffer lesen, MMC prüfen, Urlöschen korrekt ausführen, Karte bei Bedarf löschen und das Projekt anschließend mit passender Hardwarekonfiguration erneut laden.
Warum leuchtet die SF-LED rot und die CPU geht bei Diagnose- oder Programmfehlern in STOP? Bei S7-300-CPUs führt das Fehlen passender Fehler-OBs oft direkt zum STOP. Siemens dokumentiert das unter anderem für OB82 bei Diagnosealarm sowie für OB121 bei Programmfehlern und OB122 bei Peripheriezugriffsfehlern. In der Praxis sollte deshalb zuerst der Diagnosepuffer ausgewertet werden, um zu sehen, welcher OB angefordert wurde. Danach sind die betroffene Baugruppe, die Projektierung und die vorhandenen Fehler-OBs zu prüfen. Bei Peripherieumbauten oder Modulproblemen muss zusätzlich kontrolliert werden, ob die Hardwarekonfiguration noch exakt zur realen Station passt.
Warum bekomme ich keine MPI-Verbindung zur CPU 312? Typische Ursachen sind eine falsche MPI-Adressierung, eine nicht eindeutige Adressvergabe, ein defektes oder falsch abgeschlossenes MPI-Kabel oder eine fehlerhafte PG/PC-Schnittstelleneinstellung. Siemens empfiehlt, MPI-Adresse 0 für das Programmiergerät zu reservieren und alle Teilnehmer im Subnetz eindeutig zu adressieren. Bei Kommunikationsproblemen sollten Sie Adaptertyp und Übertragungsrate prüfen, den Abschlusswiderstand kontrollieren und die Verbindung diagnostizieren. In Praxisfällen führen schon falsche Terminierung oder eine nicht passende PG/PC-Schnittstelle dazu, dass die CPU online nicht gefunden wird.

Ist 6ES7312-1AE14-0AB0 noch lieferbar oder bereits abgekündigt?

Die Baugruppe gehört klar in den späten Life-Cycle-Bereich. Siemens führt sie als Ersatzteil, EICHLER weist einen Produktstatus EOP: 2025-10-01 aus, und Siemens-Suchergebnisse verweisen auf Product Cancellation / End Product Lifecycle. Für Beschaffung und Instandhaltung bedeutet das: Verfügbarkeit sollte nicht mehr als selbstverständlich angesehen werden. Relevanter sind heute Reparatur, Austauschgeräte, gebrauchte Lagerware, gezielte Ersatzteilbevorratung und eine saubere Migrationsplanung für die betroffene Anlage.

Gibt es für 6ES7312-1AE14-0AB0 einen direkten Siemens-Nachfolger?

Nach den auffindbaren Siemens-Hinweisen gibt es für diese CPU keinen direkten 1:1-Nachfolger. Stattdessen verweist Siemens im Abkündigungs- und Migrationsumfeld auf die Migration von S7-300/S7-400 nach S7-1500. Für Betreiber heißt das praktisch: Wer eine bestehende Anlage kurzfristig am Laufen halten muss, braucht meist eine Ersatz- oder Reparaturlösung. Wer mittelfristig modernisieren will, sollte die CPU nicht isoliert betrachten, sondern die gesamte Steuerungs- und Kommunikationsstruktur der Anlage in die Migrationsplanung einbeziehen.

Welche Micro Memory Card braucht die CPU 312?

Die CPU 312 benötigt eine SIMATIC Micro Memory Card und unterstützt laut technischen Daten eine steckbare MMC bis maximal 8 MB. Die Karte ist nicht nur Zubehör, sondern funktional notwendig, weil die CPU keinen integrierten Ladespeicher besitzt. Bei Ersatzbeschaffung ist deshalb wichtig, nicht nur die CPU-Artikelnummer zu prüfen, sondern auch den Zustand, die Kompatibilität und den Inhalt der eingesetzten MMC. Besonders bei Altanlagen lohnt es sich, die vorhandene Karte vor einem Tausch zu sichern und die Projektstände sauber zu dokumentieren.

Welche Software wird für 6ES7312-1AE14-0AB0 benötigt?

Für die Projektierung nennt Siemens bzw. EICHLER STEP 7 ab V5.5 + SP1 oder STEP 7 ab V5.2 + SP1 mit HSP 218. Das ist für Beschaffung und Service wichtig, weil bei Altanlagen nicht nur die Hardware, sondern auch die passende Engineering-Umgebung verfügbar sein muss. Bei Serviceeinsätzen sollte deshalb vorab geklärt werden, mit welcher STEP-7-Version das Projekt erstellt wurde, ob die Hardware Support Packages vorhanden sind und ob für ein mögliches Firmware-Thema die korrekten Servicewerkzeuge bereitstehen.

Hat die CPU 312 PROFINET oder Ethernet an Bord?

Nein. Die 6ES7312-1AE14-0AB0 besitzt eine integrierte MPI-Schnittstelle auf RS-485-Basis. PROFINET oder Ethernet sind nicht onboard vorhanden. Das ist für die Ersatzteilentscheidung wichtig, weil die CPU nicht direkt wie moderne Steuerungen per Ethernet angesprochen wird. Netzwerk- oder Fernzugriffsanforderungen müssen bei dieser Plattform gegebenenfalls über zusätzliche Kommunikationsbaugruppen oder angepasste Anlagenkonzepte gelöst werden. Bei Retrofit-Projekten ist genau dieser Punkt oft ein Auslöser dafür, statt eines reinen Gerätetauschs eine größere Modernisierung zu planen.

Wie groß darf eine Station mit CPU 312 werden?

Die CPU 312 ist für eine kompakte S7-300-Architektur vorgesehen. Laut technischen Daten sind maximal ein Baugruppenträger mit bis zu 8 Baugruppen vorgesehen; Erweiterungsgeräte werden nicht unterstützt. Das hilft bei der schnellen Eignungsprüfung: Für kleine bis mittlere Bestandsstationen ist die CPU passend, bei wachsender Kommunikationslast, zusätzlicher Dezentralperipherie oder Funktionsausbau stößt sie jedoch konstruktiv an Grenzen. Genau deshalb ist bei wiederholten Ausfällen oder Erweiterungswünschen oft nicht nur die Ersatzbeschaffung, sondern auch eine wirtschaftliche Migration oder Segmentierung der Steuerungsstruktur zu prüfen.

Gibt es für die CPU 312 noch Firmware-Updates?

Ja, Siemens führt für die CPU 312 (6ES7312-1AE14-0AB0) eine Firmware-Update-Referenz. Für Betreiber von Bestandsanlagen ist das relevant, wenn Diagnose, Stabilität oder Kompatibilität überprüft werden sollen. Vor einem Firmware-Eingriff sollte jedoch immer geprüft werden, welcher Firmwarestand aktuell installiert ist, ob die eingesetzte STEP-7-Umgebung dazu passt und ob die MMC korrekt vorbereitet wurde. In produktiven Altanlagen sollte ein Update nur kontrolliert, mit gesichertem Projektstand und möglichst im Wartungsfenster durchgeführt werden.

Wichtige Dokumente

Reparatur-Begleitschein

Laden Sie den Begleitschein als PDF herunter oder nutzen Sie die digitale Reparaturanmeldung und senden Sie Ihre defekte Baugruppen zur Reparatur ins EICHLER-Service-Center.

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Qualität & Garantie

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