SIEMENS 6ES7214-1AD23-0XB0

  • SIEMENS | Baugruppen | CPU / Zentralbaugruppen

  • EICHLER-Art.Nr.: K0136643
  • EAN: 4025515070993

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-200, CPU 224 KOMPAKTGERAET, DC STROMVERSORG. 14 DE DC/10 DA DC, 8/12 KB PROGR./8 KB DATEN, PROFIBUS DP ERWEITERBAR

Leistungen für SIEMENS 6ES7214-1AD23-0XB0

Reparatur

2-5 Tage

von 547,48 €

bis 985,46 €

Austausch

1-3 Tage

4 Stck.

634,50 €

634,50 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

4 Stck.

705,00 €

705,00 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 0.342
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2017-10-01
EAN 4025515070993
UPC /
Statistische Warennummer 85371091
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 4255
Ursprungsland CN
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6ES7214-1AD23-0XB0 und wo wird es eingesetzt?

Die 6ES7214-1AD23-0XB0 ist eine SIEMENS SIMATIC S7-200 CPU 224 als Kompaktsteuerung für kleinere bis mittlere Automatisierungsaufgaben im Maschinen- und Anlagenumfeld. Die Baugruppe arbeitet mit 24 V DC, verfügt über 14 digitale Eingänge und 10 digitale Transistorausgänge und ist damit typisch für Bestandsanlagen, in denen robuste, platzsparende SPS-Lösungen gefragt sind. Eingesetzt wird die CPU vor allem in kompakten Maschinen, Förder- und Handhabungstechnik, Peripheriesteuerungen sowie in Retrofit-Projekten, bei denen eine vorhandene S7-200-Struktur weiter betrieben werden soll. Für Instandhalter ist sie besonders relevant, wenn eine identische Ersatzbaugruppe benötigt wird, um Umbauaufwand, Softwareanpassungen und Stillstandszeit gering zu halten.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Technisch bietet die CPU 224 eine für viele Bestandsmaschinen gut passende Ausstattung: 12 kB Programmspeicher bzw. 8 kB bei aktivem Run-Time Edit, 8 kB Datenspeicher, 24 V DC Versorgung, 6 schnelle Zähler bis 30 kHz, 2 Puls-Ausgänge bis 20 kHz sowie eine integrierte RS-485-Schnittstelle für PPI, MPI-Slave und freien seriellen Datenaustausch. Erweiterbar ist die Baugruppe um bis zu 7 Module der S7-22x-Serie. Für die Praxis bedeutet das: Die CPU eignet sich für klassische diskrete Steuerungen, einfache Takt- und Zählaufgaben sowie für Bestandsanwendungen mit HMI- oder Feldkommunikation. Die 10 Transistorausgänge sind für schnelle Schaltvorgänge interessant, verlangen aber eine saubere Auslegung der Lasten und Schutzbeschaltung.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenzstatus

Für die Beschaffung ist der Produktstatus entscheidend: Auf der EICHLER-Seite ist für die Baugruppe ein Produktstatus EOP vom 2017-10-01 genannt. In Siemens-Produktdaten wird die 6ES7214-1AD23-0XB0 als obsoletes Produkt bzw. Spare Part geführt. Für neue Anwendungen empfiehlt Siemens im Zuge des Phase-out der S7-200-Familie den Umstieg auf SIMATIC S7-1200; Siemens bezeichnet die S7-1200 im Migrationsdokument ausdrücklich als Nachfolgesystem der S7-200. Für bestehende Maschinen bedeutet das aber nicht automatisch einen einfachen 1:1-Tausch. In der Instandhaltung ist deshalb häufig die identische Ersatzbaugruppe, eine fachgerechte Reparatur oder ein geplanter Migrationsschritt die wirtschaftlich sauberste Lösung.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind

Für diese CPU sind bei EICHLER mehrere Leistungen vorgesehen: Reparatur, Austausch, Gebraucht sowie Neu auf Anfrage. Die Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn das vorhandene Projekt, die Verdrahtung und die Maschinenlogik unverändert bleiben sollen. Laut EICHLER umfasst sie technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Der Austausch ist die passende Option, wenn Stillstandskosten im Vordergrund stehen und schnell eine funktionsfähige Einheit benötigt wird. Gebraucht-Baugruppen sind interessant, wenn ein obsoletes System wirtschaftlich weiterbetrieben werden soll. Für Einkauf und Produktion erhöhen diese Optionen die Versorgungssicherheit, auch wenn der Hersteller-Neubezug nur noch eingeschränkt oder nur auf Anfrage möglich ist.

Attribut Wert
Versorgungsspannung
Nennwert (DC)
● DC 24 V Ja
Lastspannung L+
● Nennwert (DC) 24 V
● zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 20,4 V
● zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
Eingangsstrom
Einschaltstrom, max. 12 A; bei 28,8 V
aus Versorgungsspannung L+, max. 700 mA; 110 mA bis 700 mA, Ausgangsstrom für Erweiterungsbaugruppen (DC 5 V) 660 mA
Geberversorgung
24 V-Geberversorgung
● 24 V Ja; zulässiger Bereich: 15,4 bis 28,8 V
● Kurzschluss-Schutz Ja; elektronisch bei 280 mA
● Ausgangsstrom, max. 280 mA
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 7 W
Speicher
Anzahl Speichermodule (optional) 1; steckbares Speichermodul, Inhalt identisch mit integriertem EEPROM, zusätzlich können Rezepte, Datalogs und andere Files abgelegt werden
Arbeitsspeicher
● integriert (für Programm) 12 kbyte; 8 kbyte bei aktivem Run-Time Edit
● integriert (für Daten) 8 kbyte
Pufferung
● vorhanden Ja; Programm: gesamtes Programm wartungsfrei im integrierten EEPROM, programmierbar über CPU; Daten: gesamter vom PG / PC geladener DB 1 wartungsfrei im integrierten EEPROM, aktuelle Werte des DB 1 im RAM, remanente Merker, Zeiten, Zähler usw. wartungsfrei über Hochleistungskondensator; Batterie zur Langzeitpufferung optional
Batterie
Pufferbatterie
● Pufferzeit, max. 100 h; (min. 70 h bei 40 °C); 200 Tage (typ.) mit optionalem Batteriemodul
CPU-Bearbeitungszeiten
für Bitoperationen, max. 0,22 µs
Zähler, Zeiten und deren Remanenz
S7-Zähler
● Anzahl 256
Remanenz
— einstellbar Ja; über Hochleistungskondensator oder Batterie
Zählbereich
— untere Grenze 0
— obere Grenze 32 767
S7-Zeiten
● Anzahl 256
Remanenz
— einstellbar Ja; über Hochleistungskondensator oder Batterie
Zeitbereich
— untere Grenze 1 ms
— obere Grenze 54 min; 4 Zeiten: 1 ms bis 30 s; 16 Zeiten: 10 ms bis 5 min; 236 Zeiten: 100 ms bis 54 min
Datenbereiche und deren Remanenz
Merker
● Größe, max. 32 byte
● Remanenz vorhanden Ja; M 0.0 bis M 31.7
● davon remanent mit Batterie 0 bis 255, über Hochleistungskondensator oder Batterie, einstellbar
● davon remanent ohne Batterie 0 bis 112 in EEPROM, einstellbar
Hardware-Ausbau
Anzahl Erweiterungsgeräte, max. 7; Es können nur Erweiterungsbaugruppen der S7-22x-Serie verwendet werden. Wegen des begrenzten Ausgangsstroms kann der Einsatz von Erweiterungsbaugruppen Einschränkungen unterliegen.
anschließbare Programmiergeräte/PC SIMATIC PG / PC, Standard-PC
Erweiterungsmodule
● Analog-Ein-/Ausgänge, max. 35; max. 28 Ein- und 7 Ausgänge (EM) oder max. 0 Ein- und 14 Ausgänge (EM)
● Digital-Ein-/Ausgänge, max. 168; max. 94 Ein- und 74 Ausgänge (CPU + EM)
● AS-Interface-Ein-/Ausgänge, max. 62; AS-Interface A/B-Slaves (CP 243-2)
Digitaleingaben
Anzahl der Eingänge 14
M/P-lesend Ja; wahlweise, je Gruppe
Eingangsspannung
● Nennwert (DC) 24 V
● für Signal "0" 0 bis 5 V
● für Signal "1" min. 15 V
Eingangsstrom
● für Signal "1", typ. 2,5 mA
Eingangsverzögerung (bei Nennwert der Eingangsspannung)
für Standardeingänge
— parametrierbar Ja; alle
— bei "0" nach "1", min. 0,2 ms
— bei "0" nach "1", max. 12,8 ms
für Alarmeingänge
— parametrierbar Ja; E 0.0 bis E 0.3
für Technologische Funktionen
— parametrierbar Ja; (E 0.0 bis E 1.5) 30 kHz
Leitungslänge
● geschirmt, max. 500 m; Standardeingang: 500 m, Schnelle Zähler: 50 m
● ungeschirmt, max. 300 m; nicht für High-Speed Signale
Digitalausgaben
Anzahl der Ausgänge 10; Transistor
Kurzschluss-Schutz Nein; extern vorzusehen
Begrenzung der induktiven Abschaltspannung auf 1 W
Schaltvermögen der Ausgänge
● bei ohmscher Last, max. 0,75 A
● bei Lampenlast, max. 5 W
Ausgangsspannung
● für Signal "1", min. DC 20 V
Ausgangsstrom
● für Signal "1" Nennwert 750 mA
● für Signal "0" Reststrom, max. 10 µA
Ausgangsverzögerung bei ohmscher Last
● "0" nach "1", max. 15 µs; der Standardausgänge, max. (A 0.2 bis A 1.1) 2 µs; der Impulsausgänge, max. (A 0.0 bis A 0.1) 2 µs
● "1" nach "0", max. 130 µs; der Standardausgänge, max. (A 0.2 bis A 1.1) 10 µs; der Impulsausgänge, max. (A 0.0 bis A 0.1) 10 µs
Parallelschalten von zwei Ausgängen
● zur Leistungserhöhung Ja
Schaltfrequenz
● der Impulsausgänge, bei ohmscher Last, max. 20 kHz; A 0.0 bis A 0.1
Summenstrom der Ausgänge (je Gruppe)
alle Einbaulagen
— bis 40 °C, max. 6 A
waagerechte Einbaulage
— bis 55 °C, max. 6 A
Relaisausgänge
● Anzahl Relaisausgänge 0
Leitungslänge
● geschirmt, max. 500 m
● ungeschirmt, max. 150 m
Analogeingaben
Anzahl Analogpotentiometer 2; Analogpotentiometer; Auflösung 8 bit
Geber
Anschließbare Geber
● 2-Draht-Sensor Ja
— zulässiger Ruhestrom (2-Draht-Sensor), max. 1 mA
1. Schnittstelle
Schnittstellentyp integrierte RS 485 - Schnittstelle
Protokolle
● MPI Ja; als MPI-Slave zum Datenaustausch mit MPI-Mastern (S7-300 / S7-400 CPUs, OPs, TDs, Push Button Panels); S7-200-interne CPU/CPU-Kommunikation ist im MPI-Netz eingeschränkt möglich; Übertragungsraten 19,2 / 187,5 kbit/s
● PPI Ja; mit PPI-Protokoll für Programmierfunktionen, HMI-Funktionen (TD 200, OP), S7-200-interne CPU/CPU-Kommunikation; Übertragungsraten 9,6/19,2/187,5 kbit/s
● serieller Datenaustausch Ja; als frei programmierbare Schnittstelle mit Interruptmöglichkeit für seriellen Datenaustausch mit Fremdgeräten mit ASCII-Protokoll-Baudraten: 1,2 / 2,4 / 4,8 / 9,6 / 19,2 / 38,4 / 57,6 / 115,2 kbit/s; das PC- / PPI-Kabel kann auch als RS 232- / RS 485-Umsetzer verwendet werden
MPI
● Übertragungsgeschwindigkeit, min. 19,2 kbit/s
● Übertragungsgeschwindigkeit, max. 187,5 kbit/s
Integrierte Funktionen
Zähler
● Anzahl Zähler 6; Schnelle Zähler (je 30 kHz), 32 bit (inkl. Vorzeichen), verwendbar als Vor- / Rückwärtszähler oder zum Anschluss von 2 Inkrementalgebern mit 2 um 90° versetzten Impulsreihen (max. 20 kHz (A/B-Zähler)); parametrierbarer Freigabe- und Reseteingang; Interruptmöglichkeiten (inkl. Aufruf eines Unterprogramms mit beliebigem Inhalt) bei Erreichen des Sollwertes; Zählrichtungsumkehr usw.
● Zählfrequenz, max. 30 kHz
Anzahl Alarmeingänge 4; 4 steigende Flanken und / oder 4 fallende Flanken
Anzahl Impulsausgänge 2; schnelle Ausgänge, 20 kHz, mit Interruptmöglichkeit; pulsweiten- und frequenzmodulierbar
Grenzfrequenz (Impuls) 20 kHz
Potenzialtrennung
Potenzialtrennung Digitaleingaben
● zwischen den Kanälen Ja
● zwischen den Kanälen, in Gruppen zu 6 und 8
Potenzialtrennung Digitalausgaben
● zwischen den Kanälen Ja; Optokoppler
● zwischen den Kanälen, in Gruppen zu 5
Zulässige Potenzialdifferenz
zwischen verschiedenen Stromkreisen DC 500 V zwischen DC 24 V und DC 5 V
Schutzart und Schutzklasse
Schutzart IP IP20
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● waagerechte Einbaulage, min. 0 °C
● waagerechte Einbaulage, max. 55 °C
● senkrechte Einbaulage, min. 0 °C
● senkrechte Einbaulage, max. 45 °C
Luftdruck nach IEC 60068-2-13
● zulässiger Bereich, untere Grenze 860 hPa
● zulässiger Bereich, obere Grenze 1 080 hPa
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, min. 5 %
● Betrieb, max. 95 %; RH-Beanspruchungsgrad 2 nach IEC 1131-2
Projektierung
Programmierung
● Operationsvorrat Bit-, Vergleichs-, Zeit-, Zähl-, Uhr-, Übertragungs-, Tabellen-, Verknüpfungs-, Schiebe- und Rotier-, Umwandlungs-, Programmsteuerungs-, Interrupt- und Kommunikations-, Stack- Operationen, Festpunktarithmetik, Gleitpunktarithmetik, Numerische Funktionen
● Programmbearbeitung freier Zyklus (OB 1), alarmgesteuert, zeitgesteuert (1 bis 255 ms)
● Programmorganisation 1 OB, 1 DB, 1 SDB Unterprogramme mit / ohne Parameterübergabe
● Anzahl Unterprogramme, max. 64
Programmiersprache
— KOP Ja
— FUP Ja
— AWL Ja
Know-how-Schutz
● Anwenderprogrammschutz/Passwortschutz Ja; 3-stufiger Passwortschutz
Anschlusstechnik
steckbare I/O-Klemmen Ja
Maße
Breite 120,5 mm
Höhe 80 mm
Tiefe 62 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 360 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum leuchten bei meiner S7-200 CPU 224 die SF- und STOP-LED und die Anlage läuft nicht mehr an? Bei einem schweren Fehler geht die CPU in STOP, schaltet SF und STOP ein und setzt die Ausgänge ab. In STEP 7-Micro/WIN sollte zuerst der Fehlerstatus mit Fehlercode ausgelesen werden. Siemens nennt als häufige Ursachen unter anderem Zeitüberwachungsfehler, Probleme bei indirekter Adressierung, unzulässige Vergleiche, elektrische Störungen oder einen Hardwaredefekt. Nach Beseitigung der Ursache muss die CPU neu gestartet werden, zum Beispiel durch Aus- und Einschalten, Umschalten auf STOP oder über Zielsystem > Rücksetzen beim Anlauf.
Warum bekomme ich bei der S7-200 CPU 224 einen Communications time-out und komme nicht online? Prüfen Sie zuerst den eingestellten COM-Port, die Netzadresse, die Baudrate und den verwendeten Adapter. Die S7-200 nutzt PPI über RS-485; Siemens nennt dafür unter anderem das USB/PPI-Kabel 6ES7901-3DB30-0XA0. Die voreingestellte Netzadresse der S7-200 ist 2 und die voreingestellte Baudrate 9,6 kBaud. Beim klassischen PC/PPI-Kabel müssen zusätzlich die DIP-Schalter zur Baudrate passen. In Micro/WIN muss der richtige Zugriffsweg für PC/PPI bzw. USB/PPI gewählt sein.
Warum verliert die CPU 224 nach Spannungsverlust Daten, Zählerstände oder Merkerwerte? Nicht alle Speicherbereiche bleiben automatisch erhalten. Siemens beschreibt, dass remanente Bereiche für V, M, Z und T gezielt konfiguriert werden müssen. Programm und DB1 werden grundsätzlich in EEPROM abgelegt, andere RAM-Inhalte bleiben nur erhalten, wenn sie remanent definiert oder korrekt gepuffert sind. Die offizielle Backup-Zeit der CPU liegt ohne optionales Batteriemodul bei maximal 100 Stunden, typisch deutlich länger nur mit Zusatzbatterie. Deshalb sollte bei solchen Symptomen immer die Remanenz-Konfiguration und das Pufferkonzept geprüft werden.
Warum meldet meine S7-200 CPU 224 einen EEPROM-Fehler oder fällt nach häufigem Speichern aus? Siemens weist darauf hin, dass Speicheroperationen ins EEPROM nur für wichtige und seltene Ereignisse genutzt werden sollen. Über SMB31 und SMW32 lassen sich Daten gezielt nullspannungssicher ablegen, aber die Anzahl der Schreibzyklen ist begrenzt. Das Systemhandbuch nennt mindestens 100.000, typisch 1.000.000 Schreibzyklen. Wird in jedem SPS-Zyklus ins EEPROM geschrieben, kann das die Baugruppe vorzeitig schädigen. In der Fehlersuche sollte deshalb geprüft werden, ob das Anwenderprogramm zyklisch EEPROM-Schreibvorgänge ausführt, statt nur bei definierten Ereignissen zu speichern.
Warum schaltet ein Ausgang der CPU 224 nicht mehr, obwohl die Steuerung in RUN ist? Zuerst muss im Diagnosesystem oder Programmstatus geprüft werden, ob die Logik den Ausgang überhaupt anfordert. In der Praxis liegt die Ursache oft nicht an der CPU, sondern an fehlenden Freigaben, Sensoren, Verriegelungen oder Adressierungsfehlern. Wird der Ausgang softwareseitig sicher gesetzt und die Last schaltet trotzdem nicht, sollten Lastkreis, Verdrahtung und die Ausgangshardware geprüft werden. Siemens nennt in der Fehlerbehebung außerdem Überspannung an der Lastseite als typische Ursache für beschädigte Ausgänge und fordert bei induktiven Lasten eine geeignete Schutzbeschaltung.

Welche Software brauche ich für 6ES7214-1AD23-0XB0?

Für die SIMATIC S7-200 CPU 224 wird STEP 7-Micro/WIN verwendet. Siemens nennt STEP 7-Micro/WIN V4.0 als passende Programmierumgebung für die S7-200-Familie; die Service Packs SP8 und SP9 werden laut Siemens mit allen S7-200 CPUs der Reihen 21x und 22x als kompatibel beschrieben. Für Instandhaltung und Backup ist das wichtig, weil sich ohne passende Micro/WIN-Umgebung weder Diagnose noch Programmauslese sauber durchführen lassen. Für Bestandsanlagen ist daher entscheidend, nicht nur die CPU, sondern auch die passende Engineering-Umgebung verfügbar zu halten.

Welches Kabel brauche ich, um eine CPU 224 auszulesen oder ein Backup einzuspielen?

Die CPU besitzt eine integrierte RS-485-Schnittstelle und unterstützt PPI, MPI-Slave sowie freien seriellen Datenaustausch. Für den Anschluss an den PC nennt Siemens ausdrücklich das USB/PPI-Kabel Multi-Master 6ES7901-3DB30-0XA0. Bei älteren Setups ist auch ein PC/PPI-Kabel für die serielle PC-Schnittstelle relevant. Für Serviceeinsätze ist das wichtig, weil ein ungeeigneter Adapter häufig die Ursache für Kommunikationsprobleme ist. Wer ein Backup ziehen, eine Diagnose starten oder eine Ersatz-CPU laden möchte, sollte deshalb zuerst den richtigen PPI-fähigen Kommunikationsweg sicherstellen.

Wie weit lässt sich die CPU 224 erweitern?

Die CPU 224 lässt sich um bis zu 7 Erweiterungsbaugruppen der S7-22x-Serie ausbauen. Siemens nennt als Ausbaugrenzen unter anderem bis zu 168 digitale Ein-/Ausgänge sowie zusätzliche Analog- und Kommunikationsfunktionen abhängig von den eingesetzten Modulen. Für Bestandsmaschinen ist das relevant, weil viele Umbauten nicht sofort eine komplette SPS-Migration erfordern, sondern zunächst durch den gezielten Tausch oder die Erweiterung vorhandener S7-200-Komponenten gelöst werden können. Für Einkauf und Technik ist deshalb nicht nur die CPU selbst, sondern auch die Verfügbarkeit kompatibler Erweiterungsmodule entscheidend.

Ist 6ES7214-1AD23-0XB0 abgekündigt oder noch regulär im Herstellerportfolio?

Die 6ES7214-1AD23-0XB0 ist nicht mehr im aktiven Lebenszyklus. EICHLER weist einen EOP-Status vom 1. Oktober 2017 aus, und Siemens führt die Baugruppe als obsolet beziehungsweise Spare Part. Für neue Anwendungen empfiehlt Siemens im Zusammenhang mit dem S7-200-Phase-out den Übergang auf SIMATIC S7-1200. Für Betreiber bestehender Anlagen bedeutet das: Beschaffung, Lagerstrategie, Reparaturfähigkeit und Second-Source-Service werden deutlich wichtiger, weil ein klassischer Hersteller-Neubezug nicht mehr die erste Option ist.

Welche Kommunikationsmöglichkeiten unterstützt die CPU 224?

Die CPU 224 verfügt über eine integrierte RS-485-Schnittstelle. Unterstützt werden PPI für Programmierung und HMI-Funktionen, MPI im Slave-Betrieb für Datenaustausch mit MPI-Mastern sowie freier serieller Datenaustausch mit ASCII-Protokoll. Zusätzlich ist die Baugruppe laut Produktbeschreibung PROFIBUS-DP-erweiterbar. Siemens weist darauf hin, dass für S7-22x-CPUs ohne integrierte DP-Schnittstelle bei PROFIBUS-DP-Kommunikation über 187,5 kBaud ein entsprechendes Erweiterungsmodul erforderlich ist. Das ist besonders wichtig, wenn bei Retrofit, Paneltausch oder Netzwerkumbauten bestehende Kommunikationswege erhalten bleiben sollen.

Wann ist bei 6ES7214-1AD23-0XB0 Reparatur sinnvoller als Austausch?

Eine Reparatur ist oft die bessere Wahl, wenn die Maschine schnell wieder mit der vorhandenen Konfiguration laufen soll und keine Anpassung an Hard- oder Software gewünscht ist. Ein Austausch ist stärker auf minimale Stillstandszeit ausgelegt, wenn sofort eine funktionsfähige Einheit benötigt wird. EICHLER bietet für diese Baugruppe Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu auf Anfrage an; die Reparatur umfasst technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Für Entscheider ist das vor allem dann relevant, wenn Obsoleszenz, Lieferfähigkeit und Produktionsrisiko gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.

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