SIEMENS 6AV6642-0BA01-1AX0

  • SIEMENS | HMI | Touch-Panels

  • EICHLER-Art.Nr.: K0170435
  • EAN: 4025515072461

Produktbeschreibung

SIMATIC TOUCHPANEL TP177B PN/DP STN 256 COLOR-DISPLAY MPI-/PROFIBUS-DP - PROTOKOLL RS485-/RS422-/USB-SCHNITTSTELLE ETHERNET 10/100 - SCHNITTSTELLE DRUCKER-SCHNITTSTELLE SLOT FUER MM-CARD PROJEKTIERBAR MIT WINCC FLEXIBLE 2005

Leistungen für SIEMENS 6AV6642-0BA01-1AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 1.410,58 €

bis 2.539,04 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

10+ Stck.

1.557,00 €

je Stck. 159,00 €

1.557,00 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

10+ Stck.

1.730,00 €

je Stck. 159,00 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 1.059
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2008-07-11
EAN 4025515072461
UPC /
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 4356
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6AV6642-0BA01-1AX0 und wo wird es eingesetzt

6AV6642-0BA01-1AX0 ist ein SIEMENS SIMATIC TP177B PN/DP aus der HMI-Familie für die Maschinen- und Anlagenbedienung. Das Touch Panel dient zur Visualisierung von Prozesswerten, zur Meldungs- und Rezepturverwaltung sowie zur Bedienung klassischer Automatisierungsanwendungen mit SIMATIC-Umfeld. Durch die Kombination aus Ethernet, MPI/PROFIBUS DP, RS422/RS485, USB und MM-Card-Slot eignet sich das Gerät besonders für Bestandsanlagen, in denen vorhandene Visualisierungen weiterbetrieben oder 1:1 ersetzt werden sollen. Typische Einsatzfelder sind Retrofit-Projekte, Modernisierungen im Bestand und die kurzfristige Ersatzteilversorgung bei ungeplantem Ausfall eines vorhandenen Panels in produktionskritischen Linien.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das Panel arbeitet mit einem 5,7-Zoll-STN-Farbdisplay mit 256 Farben und 320 x 240 Pixeln. Für den Betrieb bedeutet das: bewährte, robuste Visualisierung für klassische Bedienbilder, Meldeseiten und einfache Prozessdarstellungen. Der resistive Touch-Screen ist auf industrielle Bedienung ausgelegt. Das Gerät verfügt über 2 MB Anwenderspeicher, Windows CE als vorinstalliertes Betriebssystem, 1x Ethernet RJ45 10/100, 1x RS422/RS485, 1x USB sowie einen MultiMediaCard-Slot. Die Versorgung erfolgt mit 24 V DC, die Schutzart liegt bei IP65 frontseitig und IP20 rückseitig. Für Einkäufer und Instandhalter wichtig: Diese Daten sichern die Einsetzbarkeit in vorhandenen Altanlagen und helfen bei der Prüfung von Einbausituation, Spannungsversorgung und Kommunikationsanbindung.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenzstatus

Für 6AV6642-0BA01-1AX0 ist auf der EICHLER-Artikeldetailseite ein Produktstatus EOP vom 11.07.2008 hinterlegt. Siemens veröffentlichte zudem Produktabkündigungen für die TP177B-Familie, was die langfristige Primärverfügbarkeit zusätzlich einschränkt. Für Betreiber älterer Anlagen ist das ein klares Signal für Obsoleszenzrisiko, insbesondere wenn ein identisches Panel für vorhandene Projekte, Ausschnitte und Schnittstellen benötigt wird. Im offiziellen Siemens-Migrationsleitfaden wird die TP177B-Color-Gerätefamilie in Richtung TP 277 und im Comfort-Umfeld weiter zum TP700 Comfort geführt. Für viele Bestandsanlagen ist jedoch kein direkter Technologiewechsel im Störfall sinnvoll, weil Visualisierung, Einbauausschnitt und Engineering-Stand erhalten bleiben müssen. Genau hier gewinnen Reparatur, Austausch und geprüfte Gebrauchtgeräte an Bedeutung.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Für dieses Panel bietet EICHLER Reparatur, Austausch, gebrauchte Baugruppen und Neuanfrage an. Die Reparatur ist besonders interessant, wenn Projektstand, Einbau und Gerätezuordnung unverändert bleiben sollen. Laut Artikelseite umfasst sie technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Der Austausch ist sinnvoll, wenn die Ausfallzeit minimal bleiben muss und schnell ein funktionsfähiges Ersatzgerät benötigt wird. Gebraucht ist relevant, wenn Verfügbarkeit wichtiger ist als Neubeschaffung. Zusätzlich kann ein Prüfprotokoll gebucht werden. Für Instandhaltung, Einkauf und Produktion ist das bei obsoleten HMIs ein praxisnaher Weg, um die Funktionsfähigkeit bestehender Anlagen auch nach Serienauslauf wirtschaftlich und mit kalkulierbarem Risiko abzusichern.

Attribut Wert
Display
Ausführung des Displays STN
Bildschirmdiagonale 5,7 in
Farb-Display Ja
Anzahl Farben 256
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 320 Pixel
● vertikale Bildauflösung 240 Pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 50 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Touch-Screen
Tastatur
● Systemtasten Ja
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Nein
Touchbedienung
● Ausführung als Touch-Screen Ja; analog, resistiv
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser USB / USB / -
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
maximal zulässiger Neigungswinkel ohne Fremdbelüftung 35°
Prozessor
Prozessortyp RISC 32 bit, 200 MHz
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 2 048 kbyte
Uhrzeit
Uhr
● Typ Hardwareuhr, synchronisierbar, ungepuffert
● gepuffert Nein
● synchronisierbar Ja
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp RS 232 optional, 1x RS 422, 1x RS 485, 1x Ethernet (RJ45) (max. 12 Mbit/s)
Anzahl Schnittstellen Industrial Ethernet 1
Anzahl Schnittstellen RS 485 1
Anzahl Schnittstellen RS 422 1
Anzahl Schnittstellen USB 1; bis max. 1 GB
CF-Card-Slot Nein
Multimedia Card-/SD-Card-Slot 1x Multimedia Card-Slot, bis max. 128 MB
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
NEMA (frontseitig) NEMA 4, NEMA 4x, NEMA 12 (im eingebauten Zustand)
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, GL, ABS, BV, DNV, LRS, PRS, FM Class I Div. 2, UL, CSA, cULus, EX-Zone 2/22, Gost-R, C-TICK, NEMA 4, NEMA 4x, NEMA 12
cULus Ja
EAC (ehemals Gost-R) Ja
Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich
● ATEX Zone 2 Ja
● ATEX Zone 22 Ja
● FM Class I Division 2 Ja
Schiffbau-Zulassung
● Germanischer Lloyd (GL) Ja
● American Bureau of Shipping (ABS) Ja
● Bureau Veritas (BV) Ja
● Det Norske Veritas (DNV) Ja
● Lloyds Register of Shipping (LRS) Ja
● Polski Rejestr Statkow (PRS) Ja
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 90 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem Windows CE
Projektierung
Meldungsanzeige Ja
Meldesystem (inkl. Puffer und Quittierung) Ja
Prozesswertdarstellung (Ausgabe) Ja
Prozesswertvorgabe (Eingabe) möglich Ja
Rezeptverwaltung Ja
Projektierungs-Software
● Projektierungstool WinCC flexible Compact ab Version 2005 (separat zu beziehen)
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 16
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 70
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 2 000
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 2 000
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 2 000
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Ja
● Zeilen 1
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen
— Anzahl Quittiergruppen 99
● Meldeindikator Ja
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 100
● Datensätze pro Rezeptur 200
● Einträge pro Datensatz 200
● Rezepturspeicher 32 kbyte integrierter Flash, erweiterbar
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 1 000
● Anzahl Variablen pro Bild 50
● Anzahl Variablen 1 000
● Initialwerte 1 000
● Typ Date & Time 1 000
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Nein
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 500
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 2 500 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 50
● Anzahl Datum/Uhrzeit Felder 30
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Ikon (bildschirmfüllend), Vektorgrafik
— Ikons 500
— Ikon (bildschirmfüllend) 50
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern bei SIMATIC S7
● dynamische Objekte Diagramme, Balken, Schieber, Analoganzeige, unsichtbare Schaltflächen
— Anzahl Objekte pro Projekt 500
— Anzahl Kurvendiagramme pro Bild 5
● Methoden Trend
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 5
● Schieberegler
— Anzahl Schieber pro Bild 0
● Zeigerinstrumente
— Anzahl Analoganzeigen pro Bild 0
● Grenzwertlinien Ja
● Anzahl alphanumerische Felder 1 000
— alphanumerische Felder pro Bild 100
● Anzahl numerische Felder 1 000
— numerische Felder pro Bild 100
● Anzahl Passwortfelder 1 000
● Anzahl sichtbare Schalter pro Projekt 1 000
— sichtbare Schalter pro Bild 100
— unsichtbare Schalter pro Bild 100
● Anzahl Zustandsschalter pro Projekt 1 000
— Anzahl Zustandsschalter pro Bild 100
● Anzahl Wahlschalter pro Projekt 1 000
— Wahlschalter pro Bild 100
● Anzahl Dekadenschalter pro Projekt 0
— Dekadenschalter pro Bild 0
● Anzahl Meldeleuchte pro Projekt 1 000
— Meldeleuchte pro Bild 100
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Ja
● Bewegung X/Y Ja
● Ausblenden Ja
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 300
● Anzahl Textlisten pro Bild 10
● Anzahl Einträge pro Textliste 30
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 100
● Anzahl Grafiklisten pro Bild 10
● Anzahl Einträge pro Grafikliste 30
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Datenträgerunterstützung
● PC-Card Nein
● CF-Card Nein
Protokollierung über Drucker
● Protokollierung/Drucken Meldungen, Report (Schichtprotokoll), Farbdruck, Hardcopy
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, seriell, USB, Ethernet, mittels externem Speichermedium, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S5, S7-200, S7- 300/400, Win AC, PC (TCP/IP), SINUMERIK, SIMOTION, Allen Bradley (DF1), Mitsubishi (FX), Telemecanique (ADJUST), Modicon (Modbus), weitere Fremdtreiber siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Nein
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Ja
● S5 Ja; nur PROFIBUS DP
— seriell Nein
— PROFIBUS DP Ja
● TI 505 Nein
● Allen Bradley (DF1) Ja
● Allen Bradley (DF485) Nein
● Mitsubishi (FX) Ja
● Telemecanique (ADJUST) Ja
● OMRON (Host Link) Nein
● Modicon (Modbus RTU) Ja
Funktionen
● Tastenrepeat Nein
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Ja
● Menübaumeditor Ja
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Ja
● Touchkalibrierung Ja
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Ja
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Ja
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Ja
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Ja
Peripherie/Optionen
Peripherie Drucker
SIMATIC HMI MM-Speicherkarte: Multi Media Card Ja
Zusatz-Softwarekomponenten ladbar Ja
Maße
Breite der Gehäusefront 212 mm
Höhe der Gehäusefront 156 mm
Einbautiefe 46 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 0,8 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum reagiert der Touch des TP177B versetzt oder ungenau? Beim TP177B kann eine fehlerhafte Bedienung durch eine notwendige Neukalibrierung des Touch-Screens entstehen. Siemens beschreibt dafür im Control Panel den Weg über „OP Properties“ und die Funktion „Recalibrate“. Dabei müssen nacheinander die Kalibrierkreuze angetippt und die neuen Werte innerhalb des Zeitfensters bestätigt werden. Wenn die Bedienung trotzdem versetzt bleibt, sollte geprüft werden, ob der Touch selbst defekt ist oder nur die Kalibrierung verloren ging.
Warum ist kein Transfer auf das TP177B über Ethernet oder MPI/PROFIBUS möglich? Häufig ist der falsche Transferkanal aktiv oder die Schnittstelle am Panel nicht korrekt parametriert. Siemens fordert, den verwendeten Datenkanal in den „Transfer Settings“ freizugeben. Bei Ethernet muss die Netzwerkkonfiguration mit IP-Adresse und Subnetz stimmen, bei MPI/PROFIBUS müssen Adresse und Übertragungsrate passen. Zusätzlich muss sich das Panel in der Betriebsart „Transfer“ befinden. In der Praxis hilft oft ein Neustart des Panels, damit geänderte Einstellungen wirksam werden.
Warum bleibt das Display dunkel, obwohl das TP177B noch mit Spannung versorgt wird? Bei dieser Gerätegeneration ist ein Ausfall der Hintergrundbeleuchtung ein typisches Altersbild. Siemens nennt für das TP177B 6" PN/DP eine typische Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung von 50.000 Stunden. Wenn Inhalte nur noch schwach mit externer Lichtquelle erkennbar sind, liegt oft nicht der komplette Geräteausfall vor, sondern ein Problem in Beleuchtung oder zugehöriger Elektronik. In diesem Fall ist eine Reparatur oder ein schneller Austausch meist zielführender als ein ungeplanter Technologiewechsel.
Warum startet mein Projekt nach Neustart nicht mehr oder Sicherungsdaten lassen sich nicht sauber zurückspielen? Siemens verlangt für Backup und Restore eine geeignete Speicherkarte mit ausreichendem freien Speicher. Beim Wiederherstellen werden vorhandene Daten im Flash-Speicher gelöscht und die gesicherten Daten zurückkopiert. Wichtig ist außerdem, nur freigegebene Speicherkarten zu verwenden. Siemens weist ausdrücklich darauf hin, dass eine im Panel formatierte S7-MultiMediaCard danach nicht mehr in der SIMATIC S7 verwendet werden kann. Fehler entstehen daher oft durch ungeeignete Karten, fehlerhafte Datensicherung oder Missverständnisse beim Restore-Prozess.
Warum reagiert das TP177B gar nicht mehr auf Berührungen, obwohl noch ein Bild angezeigt wird? Wenn das Bild sichtbar ist, aber keine Touch-Bedienung mehr angenommen wird, sollte zuerst die Touch-Funktion von der restlichen HMI-Funktion getrennt geprüft werden. Siemens führt USB-Geräte wie Maus und Tastatur als unterstützte Anschlussarten auf. In Fachforen wird deshalb häufig empfohlen, testweise eine externe Maus anzuschließen. So lässt sich eingrenzen, ob nur der Touch-Sensor betroffen ist oder ob das Panel insgesamt nicht mehr sauber arbeitet. Danach sind Kalibrierung, Softwarestand und gegebenenfalls die Instandsetzung des Bediengeräts zu prüfen.

Welche Software brauche ich für 6AV6642-0BA01-1AX0?

Für dieses Bediengerät wird WinCC flexible Compact ab Version 2005 als Projektierungswerkzeug genannt. Das ist für Betreiber wichtig, weil bestehende Projekte häufig in älteren Engineering-Umgebungen gepflegt werden und ein spontaner Wechsel auf eine neue HMI-Generation zusätzlichen Migrationsaufwand erzeugt. Das Panel selbst arbeitet mit Windows CE. Für Beschaffung und Instandhaltung heißt das: Vor Kauf, Reparatur oder Austausch sollte immer geprüft werden, ob das vorhandene Projekt, die Engineering-Version und die Schnittstellenstruktur zur bestehenden Anlage passen.

Welche Schnittstellen und Steuerungen unterstützt das TP177B PN/DP?

Das Gerät unterstützt Ethernet, RS422/RS485, USB sowie die Anbindung an MPI/PROFIBUS DP. Laut Siemens ist die Kopplung unter anderem an SIMATIC S7-300/400, S7-200 und S5 möglich; zusätzlich sind je nach Treiber weitere Systeme einbindbar. Für die Praxis bedeutet das eine gute Eignung für ältere, heterogene Maschinenumgebungen. Gerade bei Retrofit- oder Ersatzteilfällen ist diese Vielfalt wichtig, weil nicht nur die Displaygröße, sondern auch die vorhandene Kommunikationsarchitektur über die Einsetzbarkeit entscheidet.

Gibt es einen Hersteller-Nachfolger für 6AV6642-0BA01-1AX0?

Siemens führt die TP177B-Color-Gerätefamilie im Migrationspfad zunächst in Richtung TP 277 und im Comfort-Umfeld weiter zum TP700 Comfort. Für Betreiber bedeutet das aber nicht automatisch einen problemlosen 1:1-Tausch. Bei einem Generationswechsel müssen häufig Projektmigration, Schnittstellenkonzept, Einbauumfeld und teils auch der Bedienausschnitt mitbetrachtet werden. Wer eine Altanlage schnell wieder in Betrieb bringen muss, fährt daher oft besser mit Reparatur, Austausch oder einem geprüften Ersatzgerät derselben Familie als mit einer sofortigen Komplettmigration.

Kann ich das Panel sichern und bei Bedarf wiederherstellen?

Ja. Siemens beschreibt für diese Geräteklasse eine Backup/Restore-Funktion über Speicherkarte. Voraussetzung ist eine Karte mit ausreichendem freien Speicher; beim Restore werden vorhandene Daten im internen Flash gelöscht und die gesicherten Daten zurückkopiert. Das ist besonders wichtig, wenn Produktionsanlagen nur kurze Stillstandsfenster zulassen. Vor Eingriffen an einem funktionierenden Panel sollte deshalb möglichst immer eine verwertbare Sicherung vorhanden sein. Für Servicefälle ist auch relevant, dass nicht jede Speicherkarte beliebig verwendet werden sollte.

Wann ist bei diesem Panel eine Reparatur sinnvoller als Austausch oder Neubeschaffung?

Eine Reparatur ist meist dann die beste Option, wenn Projektstand, Einbauausschnitt, Verdrahtung und Schnittstellen unverändert bleiben sollen. Genau das ist bei obsoleten HMIs oft der wirtschaftlichste Weg. Auf der EICHLER-Artikeldetailseite wird die Reparatur mit 1–3 Tagen angegeben; enthalten sind technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Ein Austausch ist sinnvoll, wenn die Anlage sofort wieder laufen muss. Gebraucht ist interessant, wenn Verfügbarkeit und kurze Lieferzeit wichtiger sind als eine Neuteilstrategie.

Welche Schutzart und Versorgung sind für den Einbau wichtig?

Für das TP177B 6" PN/DP nennt Siemens 24 V DC als Nennspannung mit einem zulässigen Bereich von 20,4 bis 28,8 V. Die Schutzart beträgt IP65 frontseitig im eingebauten Zustand und IP20 rückseitig. Für die Instandhaltung heißt das: Bei Austausch oder Fehlersuche sollten nicht nur Panel und Projekt, sondern auch Versorgungsspannung, Dichtung, Einbauqualität und Umgebungsbedingungen geprüft werden. Eine sauber anliegende Frontdichtung ist wesentlich, damit die frontseitige Schutzwirkung im realen Betrieb erhalten bleibt.

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