SIEMENS 6AV6642-0AA11-0AX0

  • EICHLER-Art.Nr.: K0136165
  • EAN: 4025515071464

Produktbeschreibung

SIMATIC TOUCH PANEL TP 177A 5,7" BLUE MODE STN-DISPLAY, MPI/PROFIBUS-DP SCHNITTSTELLE, PROJEKTIERBAR AB WINCC FLEXIBLE 2004 COMPACT HSP ENTHAELT OPEN-SOURCE-SW, DIE UNENTGELTLICH UEBERLASSEN WIRD. SIEHE BEILIEGENDE CD

Leistungen für SIEMENS 6AV6642-0AA11-0AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 1.093,84 €

bis 1.968,91 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

10+ Stck.

1.291,50 €

je Stck. 159,00 €

1.291,50 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

10+ Stck.

1.435,00 €

je Stck. 159,00 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 1.023
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2008-07-11
EAN 4025515071464
UPC /
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 4356
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6AV6642-0AA11-0AX0 und wo wird es eingesetzt

Das 6AV6642-0AA11-0AX0 ist ein SIEMENS SIMATIC Touch Panel TP 177A mit 5,7"-Blue-Mode-STN-Display und MPI/PROFIBUS-DP-Schnittstelle. Es wurde für einfache bis mittlere Bedien- und Beobachtungsaufgaben in der Industrie ausgelegt und ist vor allem in Bestandsanlagen mit klassischer SIMATIC-Architektur verbreitet. Typisch ist der Einsatz in Maschinen und Linien, bei denen Bedienbilder, Statusanzeigen, Meldungen und einfache Prozesswerte direkt am Panel visualisiert werden. Für Instandhalter ist die Baugruppe oft dann relevant, wenn eine bestehende Anlage ohne tiefen Retrofit möglichst schnell wieder lauffähig werden muss. Für den Einkauf ist sie besonders interessant, wenn Artikelnummer, Schnittstelle und Projektkompatibilität exakt zur vorhandenen Maschine passen müssen.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Technisch arbeitet das TP 177A mit einem LCD-STN-Display im Blue Mode, einem aktiven Anzeigebereich von 115,18 x 86,38 mm (5,7") und einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln, bei Hochkanteinbau 240 x 320 Pixeln. Dargestellt werden 4 Blaustufen, eingegeben wird über einen analog-resistiven Touchscreen. Das Gerät wird mit 24 V DC versorgt, erlaubt 20,4 bis 28,8 V, benötigt typischerweise etwa 300 mA und speichert Projekte in 512 kByte Anwendungsspeicher. Für die Praxis bedeutet das: Das Panel ist robust für klassische HMI-Aufgaben, aber in Darstellung, Speicher und Bedienkomfort klar auf ältere Visualisierungskonzepte ausgelegt. Wer ein Ersatzgerät sucht, muss deshalb nicht nur die Artikelnummer, sondern auch Spannungsversorgung, Einbaulage, Anzeigecharakteristik und Kommunikationsweg sauber abgleichen.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für diese Baugruppe ist Obsoleszenz ein zentrales Thema. Auf der EICHLER-Produktseite wird der Produktstatus mit EOP ausgewiesen. Siemens nennt für das 6AV6642-0AA11-0AX0 einen verifizierten Nachfolger mit der Artikelnummer 6AV6642-0AA11-0AX1. Diese Variante wurde jedoch als Ersatzteil geführt, wechselte laut Siemens in die Ersatzteilphase P.M410 mit Wirkung vom 08.08.2018 und ist in der Industry Mall inzwischen ohne weiteren Ersatz abgekündigt. Für Betreiber heißt das: Das Thema ist heute weniger „neu beschaffen“ als vielmehr Versorgung absichern, Reparaturfähigkeit erhalten und Migrationspfade planen. Für Modernisierungen verweist Siemens beim TP 177A auf die Basic-Panel-Welt; in der Praxis wird dafür häufig die KTP600-Basic-Klasse als Nachfolgeplattform betrachtet, jeweils abhängig von Kommunikationsweg und Projektanforderung.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Wenn ein TP 177A ausfällt, sind für Betreiber meist nicht nur die Gerätedaten entscheidend, sondern Zeit, Risiko und Versorgungssicherheit. EICHLER bietet für dieses Modell Reparatur, Austausch, funktionsgeprüfte Gebrauchtgeräte und Neugeräte auf Anfrage an; auf der Artikelseite sind Reparatur, Austausch und Gebrauchtgerät jeweils mit 1–3 Tagen ausgewiesen. Für die Instandhaltung ist die Reparatur auf Bauteilebene dann sinnvoll, wenn das bestehende Projekt unverändert weiterlaufen soll und die Maschine möglichst originalgetreu instand gesetzt werden muss. Für den Einkauf ist der Austausch interessant, wenn ein kurzfristig verfügbares Ersatzgerät Ausfallzeit reduziert. Für Entscheider wird Life Cycle Management relevant, sobald mehrere Altgeräte im Feld sind und die Versorgung bis zur geplanten Außerbetriebnahme strukturiert abgesichert werden soll. Genau hier helfen Bestandsaufnahme, Risikobewertung und Versorgungsstrategie, um die Funktionsfähigkeit trotz Obsoleszenz zu sichern.

Attribut Wert
Display
Ausführung des Displays STN
Bildschirmdiagonale 5,7 in
Farb-Display Nein
Anzahl Farben 2; Blaustufen
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 320 Pixel
● vertikale Bildauflösung 240 Pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 50 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Touch-Screen
Tastatur
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Nein
Touchbedienung
● Ausführung als Touch-Screen Ja; analog, resistiv
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser - / - / -
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
maximal zulässiger Neigungswinkel ohne Fremdbelüftung 35°
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 0,24 A
Einschaltstromstoß I²t 0,5 A²·s
Leistung
aufgenommene Wirkleistung, typ. 6 W
Prozessor
Prozessortyp ARM
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 512 kbyte
Ausgabeart
Info LED Nein
Power LED Nein
Error LED Nein
Uhrzeit
Uhr
● Typ Softwareuhr, ungepuffert
● gepuffert Nein
● synchronisierbar Nein
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp 1x RS 422, 1x RS 485 (max. 1,5 Mbit/s)
Anzahl Schnittstellen Industrial Ethernet 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 1
Anzahl Schnittstellen RS 422 1
Anzahl Schnittstellen USB 0
PC-Card-Slot Nein
CF-Card-Slot Nein
Multimedia Card-/SD-Card-Slot Nein
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
NEMA (frontseitig) NEMA 4x (im eingebauten Zustand)
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, GL, ABS, BV, DNV, LRS, FM Class I Div. 2, UL, CSA, cULus, C-TICK, NEMA 4x
cULus Ja
EAC (ehemals Gost-R) Nein
Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich
● ATEX Zone 2 Nein
● ATEX Zone 22 Nein
● FM Class I Division 2 Ja
Schiffbau-Zulassung
● Germanischer Lloyd (GL) Ja
● American Bureau of Shipping (ABS) Ja
● Bureau Veritas (BV) Ja
● Det Norske Veritas (DNV) Ja
● Lloyds Register of Shipping (LRS) Ja
● Nippon Kaiji Kyokai (Class NK) Ja
● Polski Rejestr Statkow (PRS) Nein
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 90 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem LINUX
Projektierung
Projektierungs-Software
● Projektierungstool WinCC flexible Compact ab Version 2004 SP 1 (separat zu beziehen)
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 5
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Visual Basic Scripts
● Debugging im Simulator Nein
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 320
● Anzahl ToolTips 0
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 1 000
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 1 000
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 0
● CPU-Meldungen Nein
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Ja
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, Sinumerik, Simotion, ...) Nein
● Zeilen 1
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen Ja
● Meldeindikator Ja
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 5
● Datensätze pro Rezeptur 20
● Einträge pro Datensatz 20
● Rezepturspeicher 32 kbyte integrierter Flash
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 500
● Anzahl Variablen pro Bild 30
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Nein
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 250
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 1 000 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 30
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Nein
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Ikon (bildschirmfüllend), Vektorgrafik
— Ikons 1
— Ikon (bildschirmfüllend) 1
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern nicht möglich
● dynamische Objekte Diagramme, Balken
— Anzahl Kurven pro Diagramm 1
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 5
● Grenzwertlinien Ja
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Nein
● Bewegung X/Y Nein
● Ausblenden Ja
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 150
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 100
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, seriell, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S7-200, S7- 300/400, Win AC siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Nein
● S5 Nein
— seriell Nein
— PROFIBUS DP Nein
● TI 505 Nein
● Allen Bradley (DF1) Nein
● Allen Bradley (DF485) Nein
● Mitsubishi (FX) Nein
● Mitsubishi (MP4) Nein
● Telemecanique (ADJUST) Nein
● Telemecanique (Uni-Telway) Nein
● OMRON (Host Link) Nein
● Modicon (Modbus RTU) Nein
● GE-Fanuc (SNP) Nein
Funktionen
● Tastenrepeat Nein
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Nein
● Menübaumeditor Nein
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Ja
● Touchkalibrierung Ja
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Nein
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Nein
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Nein
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Nein
Maße
Breite der Gehäusefront 212 mm
Höhe der Gehäusefront 156 mm
Einbautiefe 45 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 0,75 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum reagiert der Touchscreen des TP 177A ungenau oder gar nicht? Das TP 177A arbeitet mit einem analog-resistiven Touchscreen. Prüfen Sie zuerst, ob lediglich die Kalibrierung verschoben ist und starten Sie die Touch-Kalibrierung. Achten Sie darauf, die Kalibrierkreuze exakt mittig zu treffen, sonst wird der Vorgang wiederholt. Bleibt die Bedienung trotz korrekter Kalibrierung unpräzise, ist bei Altgeräten häufig die Touchfolie oder die Frontbaugruppe verschlissen. Dann ist eine Instandsetzung der Front oder ein Gerätetausch meist zielführender als weiteres Nachkalibrieren.
Warum funktioniert der Transfer auf das TP 177A über MPI/PROFIBUS nicht? Kontrollieren Sie zuerst, ob Schnittstelle, Kabeltyp und Transferweg wirklich zum TP 177A passen. Das Gerät arbeitet in diesem Umfeld über RS-422/RS-485 bzw. MPI/PROFIBUS-DP. Prüfen Sie danach die Busparameter am Panel und im Projekt, insbesondere Adresse, Übertragungsweg und den gewählten Kanal in ProSave bzw. WinCC flexible. Bei PROFIBUS-Transfers ist zusätzlich wichtig, dass die Transferparameter sauber gesetzt sind und die physische Verbindung fehlerfrei ist. Wenn der Transfer weiterhin scheitert, hilft oft ein kontrollierter Neuaufbau der Verbindung mit passendem Adapter und korrekten Panel-Einstellungen.
Warum bleibt mein TP 177A nach dem Einschalten schwarz oder sehr dunkel? Bei dieser Gerätegeneration ist die Hintergrundbeleuchtung ein typischer Schwachpunkt im Alter. Siemens nennt für die Hintergrundbeleuchtung eine typische Half-Brightness-Lebensdauer von rund 50.000 Stunden. In der Praxis treten bei TP177A-Geräten außerdem Defekte an Beleuchtung, Inverter oder Sicherung auf. Prüfen Sie deshalb zuerst die 24-V-Versorgung und ob das Panel akustisch oder kommunikativ noch lebt. Ist Kommunikation noch möglich, kann ein OS-Update mit Rücksetzen auf Werkseinstellungen sinnvoll sein. Bleibt das Bild trotz korrekter Versorgung dunkel, ist meist eine technische Instandsetzung der Anzeigeeinheit wirtschaftlicher als langes Weiterprüfen im Feld.
Warum startet das TP 177A nur noch im Bootloader oder mit weißem Bildschirm? Dieses Fehlerbild deutet häufig auf ein beschädigtes oder unvollständiges Betriebssystem, einen abgebrochenen Update-Vorgang oder eine gestörte Kommunikation beim letzten Transfer hin. Versuchen Sie zuerst, das Panel gezielt über die passende Verbindung erneut zu erreichen und ein OS-Update beziehungsweise ein Restore mit definierten Transferparametern anzustoßen. Wenn keine stabile Verbindung aufgebaut werden kann, sollten Adapter, Kabel und die gewählte Schnittstelle nochmals geprüft werden. Bleibt das Gerät im Bootloader hängen oder zeigt dauerhaft nur Weißbild, ist eine Werkstattprüfung sinnvoll, weil dann neben dem OS auch Speicher- oder Anzeigehardware betroffen sein kann.
Warum werden Texte oder Meldungen auf dem TP 177A abgeschnitten dargestellt? Bei TP177A-Projekten kann die Darstellung von Texten im Runtime-Betrieb durch die gewählte Standardschrift beeinflusst werden. Siemens weist darauf hin, dass Texte bei ungünstiger Schriftgröße oder Schriftart abgeschnitten erscheinen können. Die Lösung liegt meist nicht im Panel selbst, sondern in der Projektierung: Schriftart, Fontgröße, Textfelder und Sprachumschaltung sollten im Projekt geprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Besonders nach Migrationen oder Projektkopien lohnt sich ein Test der betroffenen Bilder direkt auf dem Zielgerät.

Ist 6AV6642-0AA11-0AX0 noch verfügbar oder bereits abgekündigt?

Das 6AV6642-0AA11-0AX0 ist aus heutiger Sicht ein Obsoleszenzartikel. EICHLER weist das Gerät mit Produktstatus EOP aus. Siemens nennt zwar noch den direkten Nachfolger 6AV6642-0AA11-0AX1, diese Variante wurde jedoch in die Ersatzteilphase überführt und ist inzwischen ebenfalls ohne weiteren Ersatz gekennzeichnet. Für Beschaffung und Instandhaltung bedeutet das: Die realistischen Wege führen heute meist über Reparatur, Austauschgeräte, funktionsgeprüfte Gebrauchtgeräte oder einen geplanten Migrationsschritt.

Gibt es einen kompatiblen Siemens-Nachfolger für das TP 177A?

Ja, auf Artikelnummernebene nennt Siemens für das 0AX0 den Nachfolger 6AV6642-0AA11-0AX1. Dieser Nachfolger ist jedoch keine dauerhaft aktive Produktlinie mehr, sondern wurde als Ersatzteilvariante geführt und später ebenfalls eingestellt. Für die eigentliche technische Modernisierung verweist Siemens beim TP 177A auf die Basic-Panel-Familie. In Migrationsszenarien wird das Gerät daher nicht nur „eins zu eins ersetzt“, sondern häufig auf eine neuere Basic-Panel-Plattform umgestellt. Dabei müssen Schnittstelle, Einbauausschnitt, Gerä­tetiefe, Frontmaße und Projektmigration geprüft werden.

Mit welcher Software kann ich das TP 177A projektieren?

Das TP 177A ist laut Produktkennzeichnung ab WinCC flexible 2004 Compact HSP projektierbar. Für Anwender mit TIA-Portal-Umgebung ist wichtig: Die älteren TP-/OP-/MP-Geräte dieser Generation werden laut Siemens ab TIA Portal V15 nicht mehr unterstützt. Praktisch heißt das: Bestehende Projekte können in älteren TIA-Ständen noch bearbeitet oder migriert werden, für spätere Versionen ist aber ein Gerätetausch auf ein Nachfolgepanel erforderlich. Für Altanlagen bleibt deshalb häufig WinCC flexible oder ein definierter Zwischenstand in TIA Portal der technisch saubere Weg.

Kann ich ein bestehendes TP177A-Projekt in TIA Portal weiterverwenden?

Ja, aber nicht beliebig weit ohne Zwischenschritt. Siemens beschreibt für WinCC-flexible-Projekte die Migration in TIA Portal bis V14/V14 SP1; ab V15 müssen nicht mehr unterstützte Altpanels zuvor auf ein Nachfolgegerät umgestellt werden. Für das TP 177A bedeutet das in der Praxis: Zuerst Projekt migrieren, dann Gerätetausch auf die Nachfolgeplattform durchführen und erst anschließend in neuere TIA-Versionen weitergehen. Das spart Risiken bei Altprojekten und verhindert, dass eine grundsätzlich lauffähige Visualisierung an der fehlenden Geräteunterstützung scheitert.

Lässt sich das TP 177A in denselben Einbauausschnitt ersetzen?

Für viele Modernisierungen ist genau das die Kernfrage. Siemens zeigt im Basic-Panels-Migrationsleitfaden, dass beim TP 177A der Einbauausschnitt 197 x 141 mm in der Nachfolgefamilie berücksichtigt wird. Gleichzeitig weist Siemens ausdrücklich darauf hin, dass sich trotz gleicher Ausschnittmaße Gerätetiefe und Frontabmessungen unterscheiden können. Das ist wichtig für Schaltschranktür, Kabelführung und mechanische Freigängigkeit. Vor einer Bestellung sollten deshalb immer Ausschnitt, Bautiefe, Schnittstelle und Projektanforderung gemeinsam geprüft werden.

Wann ist Reparatur sinnvoller als Austausch oder Ersatzkauf?

Eine Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn das bestehende Projekt unverändert erhalten bleiben soll, die Maschine nicht auf ein neues HMI migriert werden kann und die Originalbaugruppe noch wirtschaftlich instandsetzbar ist. Ein Austauschgerät ist oft die bessere Wahl, wenn die Anlage sehr schnell wieder anlaufen muss und ein vorgeprüftes Gerät sofort benötigt wird. EICHLER weist für dieses Modell Reparatur, Austausch und Gebrauchtgerät jeweils mit 1–3 Tagen aus und ergänzt diese operative Versorgung durch Life Cycle Management, um Bestände und Obsoleszenzrisiken systematisch abzusichern. Für Betreiber mit mehreren Altanlagen ist genau diese Kombination häufig der wirtschaftlichste Weg.

Wichtige Dokumente

Reparatur-Begleitschein

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