SIEMENS 6AV6545-0CC10-0AX0

  • SIEMENS | HMI | Touch-Panels

  • EICHLER-Art.Nr.: K0116926
  • EAN: 4025515067900

Produktbeschreibung

SIMATIC TP270 10" TOUCH PANEL 10,4" STN COLOR DISPLAY 2 MB PROJEKTIERUNGSSPEICHER, PROJEKTIERBAR MIT PROTOOL AB VERSION V6.0

Leistungen für SIEMENS 6AV6545-0CC10-0AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 1.564,13 €

bis 2.815,44 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

10+ Stck.

2.826,00 €

je Stck. 159,00 €

2.826,00 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

10+ Stck.

3.140,00 €

je Stck. 159,00 €

3.140,00 € *

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Neu

1-3 Tage

4 Stck.

3.454,00 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 2.5
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2008-04-01
EAN 4025515067900
UPC /
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe /
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6AV6545-0CC10-0AX0 und wo wird es eingesetzt

6AV6545-0CC10-0AX0 ist ein SIEMENS SIMATIC TP270 10" Touch Panel aus der HMI-Familie für die Bedienung, Beobachtung und Diagnose von Maschinen und Anlagen. Das Bediengerät wurde für Bestandsanlagen entwickelt, in denen Visualisierung, Rezepturführung, Meldungsanzeige und Bedienereingaben direkt an der Maschine benötigt werden. Typische Einsatzfelder sind Verpackung, Fördertechnik, Sondermaschinenbau, Prozessstationen und Retrofit-Projekte, in denen ein vorhandenes TP270 funktionsgleich ersetzt oder instand gesetzt werden soll. Für Instandhalter ist die exakte Artikelnummer wichtig, weil Projekt, Schnittstellenbild und mechanischer Einbau in vielen Anlagen fest vorgegeben sind und ein abweichendes Panel oft zusätzlichen Migrationsaufwand verursacht.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das TP270 verfügt über ein 10,4-Zoll CSTN/STN-Farbdisplay mit 640 x 480 Pixeln (VGA) und 256 Farben. Für den Anlagenbetrieb bedeutet das eine robuste, gut bekannte Visualisierungsplattform für klassische WinCC-flexible- und ProTool-Projekte. Der Projektierungsspeicher von 2 MB ist typisch für diese Gerätegeneration und wichtig bei der Beurteilung, ob vorhandene Altprojekte ohne Umbau weiterverwendet werden können. Das Panel arbeitet mit Microsoft Windows CE, besitzt frontseitig Schutzart IP65 und unterstützt für Kommunikation und Transfer RS422/RS485/MPI/PROFIBUS DP, RS232 sowie USB. Eine integrierte Ethernet-Schnittstelle besitzt das TP270 nicht; dafür war bei Bedarf eine kompatible CF-Ethernet-Lösung vorgesehen. Für Einkäufer und Techniker sind genau diese Punkte entscheidend, wenn Kompatibilität, Einbau und Wiederinbetriebnahme schnell bewertet werden müssen.

Aussagen zu Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Der Artikel ist bei Siemens als Ersatzteil geführt; auf der EICHLER-Seite ist zusätzlich ein Produktstatus EOP mit Datum 01.04.2008 ausgewiesen. Für Betreiber älterer Anlagen ist das ein klares Signal: Das TP270 gehört zur abgekündigten Generation und sollte nicht mehr als Standardwahl für Neuprojekte eingeplant werden. Gerade deshalb bleibt die gesicherte Ersatzteilversorgung für Bestandsmaschinen relevant. Siemens hat in der Abkündigungsinformation für die TP270-/OP270-/MP270-Reihe für Neuanwendungen die MP277 10" Touch mit der Bestellnummer 6AV6643-0CD01-1AX1 als Ersatzrichtung genannt. Für bestehende Anlagen ist dennoch häufig die originalgetreue Versorgung mit 6AV6545-0CC10-0AX0 wirtschaftlicher, weil Projekt, Ausschnitt und Servicekonzept unverändert bleiben können.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Bei einem ausgefallenen oder alternden TP270 sind aus Sicht von Instandhaltung und Einkauf vor allem vier Wege relevant: Reparatur, Austausch, gebrauchte Baugruppe und neue Baugruppe. EICHLER bietet für diesen Artikel genau diese Optionen an, jeweils mit kurzen Bearbeitungs- bzw. Lieferzeiten; zusätzlich ist ein Prüfprotokoll verfügbar. Das ist besonders wertvoll, wenn Stillstandszeiten minimiert, Serienmaschinen vereinheitlicht oder interne Freigaben dokumentiert werden müssen. Für Betreiber obsoleter HMI-Technik schafft das Planungssicherheit: Eine Reparatur kann die vorhandene Projektumgebung erhalten, ein Austausch beschleunigt die Rückkehr in die Produktion, gebrauchte Baugruppen helfen bei knappen Budgets und neue Lagerbestände sichern kritische Anlagen strategisch ab. So lässt sich die Funktionsfähigkeit trotz Obsoleszenz besser absichern.

Attribut Wert
Display
Ausführung des Displays STN, 256 Farben
Bildschirmdiagonale 10,4 in
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 640 Pixel
● vertikale Bildauflösung 480 Pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 60 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Touch-Screen
Tastatur
● Folientastatur Nein
— frei beschriftbare Folientasten Nein
● Funktionstasten Nein
— Anzahl Funktionstasten 0
— Anzahl Funktionstasten mit LEDs 0
● Systemtasten Nein
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Nein
Touchbedienung
● Ausführung als Touch-Screen Ja; analog, resistiv
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser USB / USB / USB
spezielle Bedienelemente
● Handrad Nein
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
maximal zulässiger Neigungswinkel ohne Fremdbelüftung 35°
Versorgungsspannung
USV anschließbar Ja
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 0,9 A
Leistung
aufgenommene Wirkleistung, typ. 15 W
Prozessor
Prozessortyp RISC 32 bit
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 2 048 kbyte
Batterie
Pufferbatterie
● Pufferbatterie (optional) Ja; optional 3,6 V
● Pufferzeit, min. 3 y
Ausgabeart
Info LED Nein
Power LED Nein
Error LED Nein
Uhrzeit
Uhr
● Typ Hardwareuhr, gepuffert, synchronisierbar
● gepuffert Ja
● synchronisierbar Ja
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp 2x RS 232, 1x RS 422, 1x RS 485 (max. 12 Mbit/s)
USB-Schnittstelle Ja; 1x USB
PC-Card-Slot Nein
CF-Card-Slot 1x CF-Card-Slot
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, GL, ABS, DNV, LRS, FM Class I Div. 2, UL, cULus, EX-Zone 2/22, C-TICK
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 85 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem Windows CE
Projektierung
Projektierungs-Software
● Projektierungstool ProTool ab Version 6 SP 3 oder WinCC flexible Standard ab Version 2004 (separat zu beziehen)
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 5
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Visual Basic Scripts
● Debugging im Simulator Nein
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 70
● Anzahl ToolTips 0
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 4 000
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 2 000
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 2 000
● CPU-Meldungen Ja
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Nein
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, Sinumerik, Simotion, ...) Nein
● Zeilen 1
● Anzahl Zeichen pro Meldung 70
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen Ja
● Meldeindikator Ja
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 300
● Datensätze pro Rezeptur 500
● Einträge pro Datensatz 1 000
● Rezepturspeicher 64 kbyte integrierter Flash, erweiterbar
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 2 048
● Anzahl Variablen pro Bild 200
● Anzahl Variablen 2 048
● Typ Date & Time 2 048
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Ja
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 300
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 10 000 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 200
● Anzahl Datum/Uhrzeit Felder 30
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Vektorgrafik
— Ikons 1 000
— Ikon (bildschirmfüllend) 0
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern bei SIMATIC S7
● dynamische Objekte Diagramme, Balken, unsichtbare Schaltflächen
— Anzahl Objekte pro Projekt 500
— Anzahl Kurvendiagramme pro Bild 5
● Methoden Trend
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 10
● Schieberegler
— Anzahl Schieber pro Bild 0
● Zeigerinstrumente
— Anzahl Analoganzeigen pro Bild 0
● Grenzwertlinien Ja
● Anzahl alphanumerische Felder 1 000
— alphanumerische Felder pro Bild 100
● Anzahl numerische Felder 1 000
— numerische Felder pro Bild 100
● Anzahl Passwortfelder 1 000
● Anzahl sichtbare Schalter pro Projekt 1 000
— sichtbare Schalter pro Bild 100
— unsichtbare Schalter pro Bild 100
● Anzahl Zustandsschalter pro Projekt 1 000
— Anzahl Zustandsschalter pro Bild 100
● Anzahl Wahlschalter pro Projekt 1 000
— Wahlschalter pro Bild 100
● Anzahl Dekadenschalter pro Projekt 0
— Dekadenschalter pro Bild 0
● Anzahl Meldeleuchte pro Projekt 1 000
— Meldeleuchte pro Bild 100
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Ja
● Bewegung X/Y Ja
● Ausblenden Ja
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 500
● Anzahl Einträge pro Textliste 256
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 400
● Anzahl Grafiklisten pro Bild 10
● Anzahl Einträge pro Grafikliste 255
Archivierung
● Anzahl Archive pro Gerät 20
● Anzahl Messstellen 20
● Anzahl Einträge pro Archiv 10 000
● Meldearchiv Ja
● Prozesswertarchiv Ja
● Archivierungsmethoden Folgearchiv, Umlaufarchiv, Meldearchiv, Prozesswertarchiv
— Folgearchiv Ja
— Umlaufarchiv Ja
● Speicherort CF-Card, Ethernet
— PC-Card Nein
— CF-Card Ja
— USB-Speicher Nein
— Ethernet Ja
● Datenablageformat CSV-File lesbar z. B. mit MS Excel, MS Access
— CSV Ja
— TXT Nein
● externe Auswertung lesbar z. B. mit MS Excel, MS Access usw.
● Größe des Archives abhängig vom freien Speicher auf ext. Card/Stick oder vom freien Festplattenspeicher über Netzlaufwerk
● Onlineauswertung über Kurven
— über Kurven Ja
Filter
● zyklisch Ja
● Toleranz Ja
● Änderung Ja
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Protokollierung über Drucker
● Protokollierung/Drucken Meldungen, Report (Schichtprotokoll), Farbdruck, Hardcopy
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, seriell, USB, Ethernet, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S5, S7-200, S7- 300/400, TI 505, Win AC, PC (TCP/IP), SINUMERIK, SIMOTION, Allen Bradley (DF1), Allen Bradley (DF485), Mitsubishi (FX), Telemecanique (ADJUST), OMRON (LINK/Multilink), Modicon (Modbus), weitere Fremdtreiber siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Nein
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Nein
● S5 Ja
— seriell Ja
— PROFIBUS DP Ja
● TI 505 Ja
● Allen Bradley (DF1) Ja
● Allen Bradley (DF485) Ja
● Mitsubishi (FX) Ja
● Mitsubishi (MP4) Ja
● Telemecanique (ADJUST) Ja
● Telemecanique (Uni-Telway) Ja
● OMRON (Host Link) Ja
● Modicon (Modbus RTU) Ja
● GE-Fanuc (SNP) Ja
Funktionen
● Tastenrepeat Nein
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Ja
● Menübaumeditor Nein
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Ja
● Touchkalibrierung Ja
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Ja
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Ja
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Ja
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Ja
Peripherie/Optionen
Peripherie Drucker, Barcodeleser
Maße
Breite der Gehäusefront 335 mm
Höhe der Gehäusefront 275 mm
Einbautiefe 59 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 4,5 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum kalibriert mein TP270 endlos und übernimmt die Touchpunkte nicht? Siemens beschreibt die Kalibrierung über Control Panel > OP > Recalibrate mit fünf Kalibrier-Kreuzen; anschließend muss der Bildschirm zur Übernahme der Daten nochmals berührt werden. Wenn die Kreuze jedoch dauerhaft weiterlaufen und keine Bestätigung möglich ist, hilft oft nur ein Neustart. Bleibt das Verhalten bestehen, spricht das für ein Problem im Touchsystem. Für die Zwischenbedienung kann eine USB-Standardtastatur oder -Maus zur Diagnose genutzt werden.
Warum zeigt mein TP270 die Systemmeldung 200005 oder 200105? Laut Siemens werden dann keine Daten mehr geschrieben oder gelesen. Als Ursachen nennt Siemens ein unterbrochenes Kabel, eine nicht antwortende oder defekte Steuerung oder ein überlastetes System. Prüfen Sie zuerst Steckverbindungen, SPS-Betriebszustand und Busverfügbarkeit. Bleibt die Meldung dauerhaft aktiv, sollte das Panel nach der Leitungs- und SPS-Prüfung neu gestartet werden.
Warum erscheint am TP270 die Meldung 210005 oder PLC job invalid? Siemens ordnet diese Meldung einem Steuerungsauftrag mit unzulässiger Nummer zu. Die Prüfung muss deshalb im SPS-Programm beginnen: Job-Mailbox, Auftragsnummer, Parametrierung und Datentypen müssen mit der Projektierung übereinstimmen. Wenn Aufträge nach Projektänderungen nicht mehr laufen, sollte zusätzlich die HMI-Projektierung neu generiert und der Steuerungsauftrag erneut geprüft werden.
Warum baut mein TP270 über IF1/IF2 keine stabile Verbindung zur SPS auf? Siemens nennt bei Kommunikationsabbrüchen die typischen Ursachen Kabel, falsche Schnittstelle, fehlerhafte Schnittstellenparameter, Protokolleinstellungen oder Steuerungsadresse. Wenn dieselbe Schnittstelle gleichzeitig für Kommunikation und Remote Transfer vorgesehen ist, sollte die Option Remote Transfer geprüft und bei Bedarf deaktiviert werden. Wichtig ist außerdem: Das TP270 besitzt kein integriertes Ethernet; Ethernet-Verbindungen setzen eine geeignete CF-Ethernet-Karte voraus.
Warum bleibt mein TP270 nach einem OS-Update im Bootbildschirm hängen? Ein unterbrochenes oder fehlerhaftes Betriebssystem-Update kann dazu führen, dass das Gerät nicht mehr sauber hochläuft. Siemens weist darauf hin, dass ein OS-Update Daten auf dem Panel löscht und deshalb vorher ein Backup erstellt werden sollte. Für die Wiederherstellung müssen Verbindung, richtiger Imagepfad und die ProSave- bzw. WinCC-flexible-OS-Update-Prozedur sauber eingehalten werden. Wenn der Stillstand direkt während des Updates durch Spannungsabfall entstanden ist, muss das OS-Update in einer stabilen Serviceumgebung erneut angestoßen werden.

Ist 6AV6545-0CC10-0AX0 noch regulär für Neuanlagen geeignet?

Für Neuanlagen ist dieses Panel nur noch bedingt sinnvoll, weil Siemens die TP270-Reihe abgekündigt hat und den Artikel heute als Ersatzteil führt. Für Bestandsanlagen bleibt die Baugruppe dagegen hochrelevant, wenn ein vorhandenes Panel mit gleichem Ausschnitt, gleicher Projektbasis und bekannten Schnittstellen ersetzt werden muss. Genau in solchen Fällen sind Reparatur, Austausch oder gezielte Ersatzteilbevorratung oft wirtschaftlicher als ein vollständiger HMI-Umbau.

Welches Nachfolgegerät nennt Siemens für das TP270 10 Zoll?

Siemens nennt in der Abkündigungsinformation für die betroffene Produktfamilie die MP277 10" Touch mit der Bestellnummer 6AV6643-0CD01-1AX1 als Nachfolge- bzw. Ersatzrichtung für Neuanwendungen. Für den Einkauf ist das wichtig, wenn keine 1:1-Erhaltung der Bestandsvisualisierung gefordert ist. Für Instandhalter gilt aber: Ein Nachfolgepanel ist nicht automatisch ohne Migrationsaufwand einsetzbar, weil Projektierung, Kommunikation und mechanische Randbedingungen geprüft werden müssen.

Mit welcher Software kann ich das 6AV6545-0CC10-0AX0 projektieren?

Für diesen Artikel wird die Projektierung mit ProTool sowie mit WinCC flexible unterstützt. Auf der Artikelseite wird ProTool ab Version 6 genannt; die ergänzenden Produktinformationen verweisen auf WinCC flexible Standard ab Version 2004. In der Siemens-Dokumentation zur Gerätefamilie ist das TP270 zudem ausdrücklich im Kontext von WinCC flexible 2004 beschrieben. Für Servicefälle ist das wichtig, weil ältere Bestandsprojekte häufig nur mit passendem Alt-Engineering sicher bearbeitet werden können.

Hat das TP270 eine integrierte Ethernet-Schnittstelle?

Nein. Das TP270 besitzt keine integrierte Onboard-Ethernet-Schnittstelle. Siemens weist darauf hin, dass Ethernet bei OP270/TP270 nur über eine NE2000-kompatible CF-Ethernet-Karte realisiert werden konnte. Für die Praxis heißt das: Wer ein Bestandsgerät ersetzt oder ein Projekt sichern will, sollte nicht automatisch von Ethernet ausgehen, sondern vorhandene Transfer- und Kommunikationswege wie MPI/PROFIBUS, RS232 oder USB zuerst prüfen.

Lässt sich ein ProSave-Backup auf ein Ersatzpanel zurückspielen?

Ja, Siemens beschreibt Backup und Restore mit ProSave für Windows-basierte Panels. Das Backup wird als .psb-Datei angelegt und über die Restore-Funktion wieder eingespielt. Entscheidend ist dabei die gleiche Panelklasse bzw. derselbe Gerätetyp. Für Betreiber einer kritischen Anlage ist das sehr relevant, weil ein sauberes Backup den Tausch auf ein passendes Ersatzpanel erheblich beschleunigen kann. Ohne belastbares Backup steigt dagegen der Aufwand für Wiederinbetriebnahme und Projektrekonstruktion deutlich.

Kann ich ein vorhandenes ProTool-Projekt in WinCC flexible übernehmen?

Grundsätzlich ja. Siemens beschreibt die Migration bestehender ProTool-Projekte nach WinCC flexible ausdrücklich in der Migrationsdokumentation. Wenn nur noch Altarchive oder hochgeladene Projektdaten vorhanden sind, muss der Weg über die passende ProTool-Umgebung und das saubere Entpacken bzw. Uploaden beachtet werden. Für Betreiber alter TP270-Anlagen ist das ein zentraler Punkt, weil sich damit Service, Dokumentation und spätere Umbauten besser absichern lassen, ohne die Bestandsvisualisierung sofort vollständig neu aufzubauen.

Ist bei einem defekten TP270 eher Reparatur oder Austausch sinnvoll?

Das hängt vor allem von Stillstandsdruck, Projektverfügbarkeit und Ersatzteilsituation ab. Ist das vorhandene Projekt sauber und das Gerät mechanisch passend in die Anlage integriert, ist eine Reparatur oft der schnellste Weg zur Erhaltung der bestehenden Visualisierung. Wenn die Produktion sofort wieder anlaufen muss, ist eine Austauschbaugruppe meist die risikoärmere Variante. Weil Siemens das Gerät nur noch als Ersatzteil führt, gewinnen geprüfte Gebraucht- oder Austauschlösungen für viele Betreiber an Bedeutung.

Wichtige Dokumente

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