SIEMENS 6AV6645-0AB01-0AX0

  • EICHLER-Art.Nr.: K0170447
  • EAN: 4025515089742
  • UPC: 662643029680

Produktbeschreibung

SIMATIC Mobile Panel 177 DP mit integriertem Zustimmtaster und Stop-Taster, projektierbar mit WinCC flexible Compact ab Version 2005 oder TIA-Portal V11 bis V14

Leistungen für SIEMENS 6AV6645-0AB01-0AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 1.795,25 €

bis 3.231,44 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

10+ Stck.

2.274,30 €

je Stck. 159,00 €

2.274,30 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

10+ Stck.

2.527,00 €

je Stck. 159,00 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: 5D992
Nettogewicht pro ME 1.593
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2021-10-01
EAN 4025515089742
UPC 662643029680
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) ST9.80
Fabrikategruppe 4367
Ursprungsland AT
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20100101
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-36-01-02
eClass 5.1 27-24-23-03
eClass 6.0 27-24-23-03
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001427
ETIM 5 EC001427

Was ist 6AV6645-0AB01-0AX0 und wo wird es eingesetzt

6AV6645-0AB01-0AX0 ist ein SIEMENS SIMATIC Mobile Panel 177 DP mit integriertem Zustimmtaster und STOP-Taster. Das Gerät gehört zur Familie der mobilen HMI-Bediengeräte und ist für Anlagen gedacht, bei denen Bediener nicht fest an einem Schaltschrank stehen, sondern sich direkt an der Maschine, an mehreren Stationen oder entlang von Fertigungslinien bewegen. Typische Einsatzfelder sind Service, Einrichten, Inbetriebnahme, Formatwechsel, Störungsdiagnose und manuelle Bedienung an PROFIBUS-DP-basierten Maschinen. Projektierbar ist das Panel mit WinCC flexible Compact ab Version 2005 sowie mit TIA Portal V11 bis V14. Dadurch eignet sich die Baugruppe besonders für Bestandsanlagen, in denen ältere SIMATIC-HMI-Strukturen weiterhin zuverlässig betrieben werden müssen.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das Mobile Panel 177 DP arbeitet mit einem 5,7-Zoll-STN-Farbdisplay mit 320 x 240 Pixeln und 256 Farben. Für die Praxis bedeutet das: Die Anzeige ist auf robuste Visualisierung, Klartextmeldungen und einfache Prozessbilder ausgelegt, nicht auf moderne High-End-Grafikdarstellung. Bedienbar ist das Gerät über resistiven Touch und 14 Funktionstasten, davon 8 mit LED, zusätzlich mit numerischer und alphanumerischer Eingabemöglichkeit. Kommunikationsseitig bietet die DP-Variante RS 422 / RS 485 bis 12 Mbit/s, unterstützt PROFIBUS und MODBUS, jedoch kein Industrial Ethernet. Das vorinstallierte Betriebssystem ist Windows CE. Relevante Praxiswerte sind außerdem 0 bis 40 °C Betriebstemperatur, eine maximale Fallhöhe von 1,5 m sowie die Eignung für Sicherheitsfunktionen bis Performance Level d nach ISO 13849-1.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für dieses Mobile Panel ist der Life-Cycle klar im Obsoleszenzkontext einzuordnen. Auf der EICHLER-Artikelseite ist der Produktstatus EOP mit 01.10.2021 angegeben. Siemens führt 6AV6645-0AB01-0AX0 außerdem als „spare part“ und dokumentiert für die Mobile-Panel-177-DP-Varianten den Statuswechsel PM410 zum 01.10.2021. In den aktuellen Siemens-Statusunterlagen wird zusätzlich erläutert, dass die Ersatzteilversorgung bei betroffenen HMI-Produkten zur Absicherung der Versorgung teils an die Rückgabe eines defekten Altteils gebunden sein kann. Für Neumaschinen empfiehlt Siemens die Mobile Panels 2nd Generation; in den Freigabe- und Migrationshinweisen wird die Umstellung in Richtung KTP-Mobile-Familie beschrieben. Ein 1:1-Nachfolger sollte jedoch immer gegen Sicherheitsfunktion, Anschlussbox, Projektierungsstand und Maschinenkonzept geprüft werden.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind

Für 6AV6645-0AB01-0AX0 bietet EICHLER die Leistungen Reparatur, Austausch, Gebraucht sowie Neu auf Anfrage an. Das ist besonders relevant, wenn eine Anlage ungeplant stillsteht, ein identisches Ersatzteil kurzfristig benötigt wird oder eine wirtschaftliche Entscheidung zwischen Reparatur und Austausch getroffen werden muss. Bei der Reparatur nennt EICHLER als Leistungsumfang technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Optional ist ein Prüfprotokoll verfügbar. Für Instandhaltung und Einkauf ist das wichtig, weil sich damit selbst bei ausgelaufenen HMI-Geräten die Funktionsfähigkeit bestehender Maschinen länger absichern lässt, ohne sofort eine komplette HMI- oder Maschinenmigration anstoßen zu müssen. Gerade bei obsoleten Panels reduziert das Beschaffungsrisiken und hilft, Downtime und Umbaukosten zu begrenzen.

Attribut Wert
Produkttyp-Bezeichnung Mobile Panel 177 DP
Display
Ausführung des Displays STN
Bildschirmdiagonale 5,7 in
Farb-Display Ja
Anzahl Farben 256
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 320 pixel
● vertikale Bildauflösung 240 pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 50 000 h
● Hintergrundbeleuchtung dimmbar Nein
Bedienelemente
Bedienelemente Tasten und Touch
Tastatur
● Folientastatur
— frei beschriftbare Folientasten Ja
● Funktionstasten
— Anzahl Funktionstasten 14
— Anzahl Funktionstasten mit LEDs 8
● Tasten mit LED Ja; 8 mit LED
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Ja
— Anzahl Mehrtastenbedienung 2
Touchbedienung
● Ausführung als Touch-Screen Ja; analog, resistiv
spezielle Bedienelemente
● Stoptaster Ja
● Zustimmtaster Ja
● Schlüsselschalter Nein
● Leuchtdrucktaster Nein
● Handrad Nein
Versorgungsspannung
Ausführung der Spannungsversorgung über Anschluss-Box
Spannungsart der Versorgungsspannung DC
Prozessor
Prozessortyp RISC 32 bit, 200 MHz
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 2 048 kbyte
Akku
Überbrückungsakku Ja; maximale Pufferzeit 10 min
Ausgabeart
Info LED Nein
Power LED Nein
Error LED Nein
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp 1x RS 422, 1x RS 485 (max. 12 Mbit/s)
Anzahl Schnittstellen Industrial Ethernet 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 1
Anzahl Schnittstellen RS 422 1
Anzahl Schnittstellen USB 0
Anzahl Wireless-Schnittstellen 0
PC-Card-Slot Nein
CF-Card-Slot Nein
Multimedia Card-/SD-Card-Slot kombiniert
Protokolle
PROFINET IO Nein
PROFIsafe Nein
PROFIBUS Ja
EtherNet/IP Nein
AS-Interface Nein
Protokolle (Ethernet)
● TCP/IP Nein
Weitere Protokolle
● MODBUS Ja
● sonstige Bussysteme Ja
Kommunikationsfunktionen
Drahtlose Kommunikation
● unterstützte Standards
— gemäß IEEE 802.11 Nein
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, cULus, C-TICK, SIBE
CE-Kennzeichen Ja
cULus Ja
RCM (ehemals C-TICK) Ja
geeignet für Sicherheitsfunktionen Ja
Maximal erreichbare Sicherheitsklasse im Sicherheitsbetrieb
● Performance Level nach ISO 13849-1 d
Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich
● cULus Class I Zone 2, Division 2 Nein
● FM Class I Division 2 Nein
Umgebungsbedingungen
Freier Fall
● Fallhöhe, max. 1,5 m
Umgebungstemperatur im Betrieb
● min. 0 °C
● max. 40 °C
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 80 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem Windows CE
Projektierung
Meldungsanzeige Ja
Meldesystem (inkl. Puffer und Quittierung) Ja
Prozesswertdarstellung (Ausgabe) Ja
Prozesswertvorgabe (Eingabe) möglich Ja
Rezeptverwaltung Ja
Projektierungs-Software
● Projektierungstool WinCC flexible Compact ab Version 2005 (separat zu beziehen)
● WinCC flexible Compact Ja
● WinCC flexible Standard Ja
● WinCC flexible Advanced Ja
● WinCC Basic (TIA Portal) Nein
● WinCC Comfort (TIA Portal) Ja
● WinCC Advanced (TIA Portal) Ja
● WinCC Professional (TIA Portal) Ja
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 5
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Applikationen/Optionen keine
● Web Browser Nein
● Word Viewer Nein
● Excel Viewer Nein
● PDF Viewer Nein
● Media Player Nein
● SIMATIC WinCC Sm@rtServer Ja
● SIMATIC WinCC Audit Nein
● Anschlusspunkt-Identifikation Ja
Visual Basic Scripts Nein
● Debugging im Simulator Nein
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 70
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 2 000
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 50
● CPU-Meldungen Nein
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Nein
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, SINUMERIK, SIMOTION, ...) Nein
● Zeilen 1
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Meldeindikator Ja
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 100
● Datensätze pro Rezeptur 200
● Einträge pro Datensatz 200
● Rezepturspeicher 32 kbyte integrierter Flash, erweiterbar
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 1 024
● Anzahl Variablen pro Bild 50
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Ja
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 500
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 2 500 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 50
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Vektorgrafik
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern Ja; bei SIMATIC S7
● dynamische Objekte Diagramme, Balken, Schieber, unsichtbare Schaltflächen
● Methoden Trend / Profil
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 5
● Grenzwertlinien Ja
● Anzahl sichtbare Schalter pro Projekt 1 000
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Ja
● Bewegung X/Y Ja
● Ausblenden Ja
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 300
● Anzahl Einträge pro Textliste 30
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 100
Archivierung
● Anzahl Archive pro Gerät 0
● Meldearchiv Nein
● Prozesswertarchiv Nein
● Archivierungsmethoden
— Folgearchiv Nein
— Umlaufarchiv Nein
● Speicherort
— USB-Speicher Nein
— Ethernet Nein
● Datenablageformat
— CSV Nein
— TXT Nein
● Onlineauswertung
— über Kurven Nein
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, seriell, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S5, S7-200, S7- 300/400, TI 505, Win AC, SINUMERIK, SIMOTION, Allen Bradley (DF1), Allen Bradley (DF485), Mitsubishi (FX), OMRON (LINK/Multilink), Modicon (Modbus), weitere Fremdtreiber siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-1200 Ja; mit Einschränkungen
● S7-1500 Ja; mit Einschränkungen
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Nein
● LOGO! Nein
● WinAC Ja
● SINUMERIK Ja
● SIMOTION Ja
● S5 Ja
— seriell Nein
— PROFIBUS DP Ja
● TI 505 Ja
● Allen Bradley (EtherNet/IP) Nein
● Allen Bradley (DF1) Ja
● Allen Bradley (DF485) Ja
● Mitsubishi (MC TCP/IP) Nein
● Mitsubishi (FX) Ja
● Mitsubishi (MP4) Ja
● Telemecanique (ADJUST) Nein
● Telemecanique (Uni-Telway) Ja
● OMRON (FINS TCP) Nein
● OMRON (Host Link) Ja
● Modicon (Modbus TCP/IP) Nein
● Modicon (Modbus RTU) Ja
● GE-Fanuc (SNP) Ja
Funktionen
● Tastenrepeat Nein
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Ja
● Menübaumeditor Nein
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Nein
● Touchkalibrierung Ja
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Ja
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Ja
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Ja
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Ja
Peripherie/Optionen
Drucker Ja
SIMATIC HMI MM-Speicherkarte: Multi Media Card Ja
SIMATIC HMI SD-Speicherkarte: Secure Digital Memory Card Nein
USB-Speicher Nein
Mechanik/Material
Material des Gehäuses (frontseitig) Kunststoff
Maße
Durchmesser des Gehäuses 245 mm
Tiefe des Gehäuses 58 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 1,3 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum meldet mein Mobile Panel 177 DP Fehler 140015? Fehler 140015 weist auf falsche Baudrate, falsche Busparameter wie HSA, eine OP-Adresse größer als HSA oder einen falschen Interruptvektor hin. Prüfen Sie deshalb die in WinCC flexible projektierten Busparameter, die Geräteadresse, die PG/PC-Schnittstelle und die tatsächlich am PROFIBUS eingestellten Werte. Stimmen Projekt und Bus nicht exakt überein, kommt keine saubere Variablenkommunikation zustande. Nach der Korrektur sollte das Panel neu gestartet und die Kommunikation erneut getestet werden.
Warum zeigt das Mobile Panel 177 DP Fehler 140016 oder 140017 an? Bei 140016 wird der eingestellte Interrupt von der Hardware nicht unterstützt, bei 140017 wird der gewählte Interrupt bereits von einem anderen Treiber benutzt. In beiden Fällen muss die Interruptnummer angepasst werden. Relevant ist das vor allem bei älteren Projekten, Migrationen oder geänderten Kommunikationskonfigurationen. Nach der Änderung der Hardware- beziehungsweise Kommunikationsparameter sollte das Projekt erneut übertragen und das Panel neu angelaufen werden.
Warum lässt sich die HMI-Projektierung nicht auf das Panel übertragen? Wenn kein Transfer möglich ist, sollten zuerst Übertragungsweg, PG/PC-Schnittstelle, Transfereinstellungen, Datenkanal und die physische Verbindung geprüft werden. Siemens verweist bei Transferproblemen genau auf diese Punkte. Beim Mobile Panel 177 DP ist zudem zu beachten, dass die DP-Variante den Transfer abhängig von der gewählten Kopplung über seriell oder MPI/PROFIBUS DP unterstützt. Falsche Schnittstellenwahl, nicht aktivierter automatischer Transfer oder unpassende Kommunikationsparameter sind typische Ursachen.
Warum erscheint auf dem Panel \Flash\Simatic\PDATA.FWX oder warum startet das Projekt nicht? PDATA.FWX ist die Runtime-Datei eines WinCC-flexible-Projekts im internen Flash-Speicher. Wenn diese Datei fehlt, beschädigt ist oder nicht zur Runtime passt, startet das Projekt nicht sauber. Siemens beschreibt den Pfad \Flash\simatic als Speicherort der Runtime-Datei; im Praxisumfeld wird bei Problemen häufig empfohlen, die Runtime-Datei neu zu erzeugen, korrekt als PDATA.fwx bereitzustellen und erneut zu übertragen. Die Meldung deutet daher meist eher auf ein Runtime-/Transferproblem als auf einen einfachen Hardwarefehler hin.
Warum reagiert der Touch-Screen ungenau oder versetzt? Siemens beschreibt für das Mobile Panel 177 ausdrücklich die Touch-Screen-Kalibrierung. Wenn Berührungen nicht exakt erkannt werden, sollte im Control Panel über OP Properties > Touch > Recalibrate eine neue Kalibrierung durchgeführt werden. Dabei werden neue Kalibrierwerte gemessen und innerhalb von 30 Sekunden gespeichert. Gerade bei geänderter Einbaulage, gealtertem Touch oder Bedienung aus ungünstigem Blickwinkel ist das eine naheliegende erste Maßnahme.
Warum erkennt die Steuerung die Anschlussbox oder die Box-ID nicht korrekt? Das Mobile Panel 177 nutzt bei mehreren Anschlussboxen die Box-ID zur Anschlusspunkterkennung. Siemens fordert dafür eine eindeutige Box-ID je Anschlussbox. Wird die ID nicht sauber in die Steuerung übertragen, sind meist die Runtime-Einstellung für den Access point, die zugehörigen Variablen oder die Projektierung der Auswertung unvollständig. Bei Altanlagen mit Mobile-Panel-170-Boxen ist außerdem zu beachten, dass dort keine echte Box-ID gesetzt werden kann.

Ist 6AV6645-0AB01-0AX0 noch erhältlich oder schon abgekündigt?

Das Gerät ist nicht mehr im regulären Neuprodukt-Lebenszyklus. Siemens führt 6AV6645-0AB01-0AX0 als Ersatzteil, während EICHLER für den Artikel den EOP-Status zum 01.10.2021 nennt. Für Beschaffung und Instandhaltung bedeutet das: Die Baugruppe ist nicht einfach als aktuelles Serienprodukt einzuordnen, sondern muss eher unter Ersatzteil-, Austausch-, Gebraucht- oder Reparaturlogik betrachtet werden. Bei Siemens ist in aktuellen Statusunterlagen außerdem beschrieben, dass die Ersatzteilversorgung bei betroffenen Produkten an die Rückgabe des defekten Geräts gebunden sein kann.

Mit welcher Software kann ich 6AV6645-0AB01-0AX0 projektieren?

Für dieses Panel werden WinCC flexible Compact ab Version 2005 sowie TIA Portal V11 bis V14 genannt. Das ist für Bestandsanlagen wichtig, weil sich damit schnell erkennen lässt, ob ein vorhandenes Engineering-System überhaupt noch zum Gerät passt. Für Einkauf und Technik heißt das zugleich: Vor Kauf, Austausch oder Reparatur sollte geprüft werden, mit welcher Version das bestehende Projekt erstellt wurde und ob die vorhandene Engineering-Umgebung das Panel noch direkt unterstützt. So lassen sich unnötige Verzögerungen bei Inbetriebnahme oder Projekttransfer vermeiden.

Gibt es einen Nachfolger für 6AV6645-0AB01-0AX0?

Siemens empfiehlt für neue Maschinen die Mobile Panels 2nd Generation. In den Freigabe- und Migrationshinweisen zur Nachfolgegeneration wird die Umstellung in Richtung KTP-Mobile beziehungsweise – je nach Sicherheitsanforderung – KTP700 Mobile / KTP700F Mobile beschrieben. Für die Praxis ist entscheidend, dass ein Nachfolger nicht nur über die Displaygröße ausgewählt wird. Geprüft werden müssen auch Zustimmfunktion, STOP-/Sicherheitskonzept, Anschlussbox, Kommunikationsarchitektur und Projektmigration. Deshalb ist ein Nachfolger zwar grundsätzlich vorhanden, aber nicht pauschal als 1:1-Tausch ohne Projektprüfung zu verstehen.

Welche Schnittstellen und Steuerungen unterstützt das Mobile Panel 177 DP?

Die DP-Variante bietet 1 x RS 422 und 1 x RS 485 mit bis zu 12 Mbit/s. Unterstützt werden PROFIBUS und MODBUS; Industrial Ethernet und PROFINET IO sind bei diesem Modell nicht vorhanden. Laut Bedienungsanleitung ist das Gerät für die Kommunikation mit SIMATIC S7-300/400 über MPI und PROFIBUS DP ausgelegt. Das macht die Baugruppe besonders passend für ältere, klassische SIMATIC-Umgebungen, in denen keine Ethernet-basierte HMI-Struktur vorgesehen ist. Für Retrofit-Projekte ist genau dieser Punkt oft kaufentscheidend, weil er über Aufwand und Risiko einer Migration entscheidet.

Brauche ich für das Mobile Panel 177 DP zwingend die passende Anschlussbox DP?

Für den vorgesehenen Betrieb ja. Siemens beschreibt ausdrücklich, dass nur die passende Kombination aus Mobile Panel 177 DP, DP-Anschlusskabel und Anschluss-Box DP mechanisch passend ist. Zudem ist die Anschlussbox nicht nur ein Steckpunkt, sondern relevant für Versorgung, Kommunikation, Sicherheitsfunktionen und Box-ID-Erkennung. Wer eine Anlage mit mehreren Anschlusspunkten betreibt, braucht eindeutige Box-IDs, damit das Panel korrekt erkennt, wo es gerade eingesteckt ist. Für Servicefälle sollte daher immer geprüft werden, ob neben dem Panel auch Kabel und Anschlussbox zur vorhandenen Maschinenkonfiguration passen.

Kann ich mehrere Anschlussboxen in einer Anlage mit diesem Panel verwenden?

Ja, das ist vorgesehen. Siemens beschreibt die Anschlusspunkterkennung über Box-ID, wobei jede Anschlussbox eine eindeutige ID erhalten muss. Diese Information kann im Projekt ausgewertet und an die Steuerung übertragen werden. Für Instandhalter ist das nützlich, wenn eine mobile Bedienstelle an mehreren Maschinenabschnitten genutzt wird. Wichtig ist dabei eine saubere Projektierung der Variablen und der Auswertung in der SPS. Fehlt diese Logik oder ist die Box-ID doppelt vergeben, entstehen leicht Diagnoseprobleme oder unklare Bedienzustände.

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