SIEMENS 6AV6642-0DC01-1AX0

  • EICHLER-Art.Nr.: K0170438
  • EAN: 4025515072539

Produktbeschreibung

SIMATIC PANEL OP177B DP BLUE MODE STN-DISPLAY TOUCH UND TASTEN MPI-/PROFIBUS-DP -PROTOKOLL RS485-/RS422-/USB-SCHNITTSTELLE DRUCKER - SCHNITTSTELLE SLOT FUER MM-CARD PROJEKTIERBAR MIT WINCC FLEXIBLE 2005

Leistungen für SIEMENS 6AV6642-0DC01-1AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 1.410,29 €

bis 2.538,53 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

7 Stck.

1.773,90 €

je Stck. 159,00 €

1.773,90 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

7 Stck.

1.971,00 €

je Stck. 159,00 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 1.28
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2008-07-11
EAN 4025515072539
UPC /
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 4356
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6AV6642-0DC01-1AX0 und wo wird es eingesetzt

6AV6642-0DC01-1AX0 ist ein SIEMENS SIMATIC OP177B DP Blue Mode aus der Gruppe der HMI-Bediengeräte mit Touch und Tasten. Das Panel ist für die Maschinen- und Anlagenbedienung gedacht, wenn Prozesswerte visualisiert, Bedienbefehle sicher ausgelöst und Zustände direkt an der Maschine angezeigt werden sollen. Typische Einsatzfelder sind ältere SIMATIC S7-/MPI-/PROFIBUS-DP-Umgebungen, Retrofit-Projekte, Bestandsanlagen mit WinCC flexible sowie Anwendungen, in denen eine robuste lokale Bedienung mit Funktionstasten wichtiger ist als moderne Farbvisualisierung. Durch die Kombination aus Display, Tastenfeld, MMC-Slot und seriellen Schnittstellen eignet sich das Gerät besonders für Instandhalter und Einkäufer, die ein bestehendes Panel identifizieren, ersetzen oder instand setzen müssen.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das Panel arbeitet mit einem 5,7"-LCD-STN-Display in 320 x 240 Pixeln und 4 Blue-Mode-Farbstufen, ergänzt um resistiven Touchscreen und Folientastatur. Für den Service relevant sind F1 bis F14 sowie K1 bis K18, weil damit Bedienfunktionen auch bei Handschuhen oder in rauen Umgebungen reproduzierbar ausgelöst werden können. Die Versorgung erfolgt mit 24 V DC bei einem zulässigen Bereich von 20,4 bis 28,8 V. Kommunikationsseitig stehen beim OP177B DP RS-422/RS-485 sowie USB zur Verfügung; außerdem lassen sich unterstützte MultiMediaCards verwenden. Die Front erreicht im eingebauten Zustand IP65 / NEMA 4X bzw. NEMA 12, sofern Einbau, Dichtung und Spannklemmen korrekt ausgeführt sind. Das bedeutet in der Praxis: solide Integration in bestehende Schaltschränke, aber klare Anforderungen an Montage und Ersatzteiltreue.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6AV6642-0DC01-1AX0 nennt EICHLER in den Zusatzinformationen den Produktstatus EOP: 2008-07-11. Siemens führt die Materialnummer zudem als phased out / discontinued, also als abgekündigtes Produkt. Für Betreiber älterer Anlagen ist das entscheidend: Neuware ist typischerweise nur eingeschränkt oder gar nicht mehr regulär verfügbar, wodurch Reparatur, Austauschgerät, Gebrauchtgerät und Bestandsmanagement deutlich wichtiger werden. Einen vom Hersteller dokumentierten Ablösepfad gibt es für die OP177B-Mono-Baureihe im Siemens-Migrationsleitfaden: Dort wird das KP700 Comfort (6AV2124-1GC01-0AX0) als Ablösung für OP 177B Mono 6AV6642-0DC01-1AX1 genannt. Für die hier vorliegende AX0-Variante sollte die tatsächliche Austauschfähigkeit deshalb immer anhand Projektierung, Schnittstellen und Einbausituation geprüft werden.

Verfügbare EICHLER Leistungen und ihr Nutzen in der Praxis

Für dieses Panel bietet EICHLER Reparatur, Austausch und Gebrauchtgeräte an; Reparaturen werden mit 1–3 Tagen angegeben und umfassen technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung sowie mindestens 24 Monate Garantie. Genau diese Kombination ist im Alltag relevant, wenn ein Bestandsgerät ausfällt, aber die Anlage wegen alter Projektstände, Schnittstellen oder Abnahmezustände nicht kurzfristig auf ein neues Bedienkonzept umgestellt werden kann. Für die Instandhaltung verkürzt das die Stillstandszeit. Für den Einkauf reduziert es das Risiko, bei einem abgekündigten Panel ohne kurzfristige Handlungsoption dazustehen. Für Entscheider ist es ein praktischer Baustein, um Funktionsfähigkeit trotz Obsoleszenz abzusichern, ohne sofort ein komplettes HMI-Redesign auszulösen.

Attribut Wert
kundenindividuelle Konfiguration Ja
Display
Ausführung des Displays STN
Bildschirmdiagonale 5,7 in
Farb-Display Nein
Anzahl Farben 4; Blaustufen
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 320 Pixel
● vertikale Bildauflösung 240 Pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 50 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Touch-Screen und Folientastatur
Tastatur
● Folientastatur
— frei beschriftbare Folientasten Ja
● Funktionstasten
— Anzahl Funktionstasten 32
— Anzahl Funktionstasten mit LEDs 26
● Systemtasten Ja
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Ja
Touchbedienung
● Ausführung als Touch-Screen Ja; analog, resistiv
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser USB / USB / -
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
maximal zulässiger Neigungswinkel ohne Fremdbelüftung 35°
Prozessor
Prozessortyp RISC 32 bit, 200 MHz
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 2 048 kbyte
Uhrzeit
Uhr
● Typ Hardwareuhr, synchronisierbar, ungepuffert
● gepuffert Nein
● synchronisierbar Ja
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp RS 232 optional, 1x RS 422, 1x RS 485 (max. 12 Mbit/s)
Anzahl Schnittstellen Industrial Ethernet 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 1
Anzahl Schnittstellen RS 422 1
Anzahl Schnittstellen USB 1; bis max. 1 GB
PC-Card-Slot Nein
CF-Card-Slot Nein
Multimedia Card-/SD-Card-Slot 1x Multimedia Card-Slot, bis max. 128 MB
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
NEMA (frontseitig) NEMA 4, NEMA 4x, NEMA 12 (im eingebauten Zustand)
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, GL, ABS, BV, DNV, LRS, PRS, FM Class I Div. 2, UL, CSA, cULus, EX-Zone 2/22, Gost-R, C-TICK, NEMA 4, NEMA 4x, NEMA 12
cULus Ja
EAC (ehemals Gost-R) Ja
Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich
● ATEX Zone 2 Ja
● ATEX Zone 22 Ja
● FM Class I Division 2 Ja
Schiffbau-Zulassung
● Germanischer Lloyd (GL) Ja
● American Bureau of Shipping (ABS) Ja
● Bureau Veritas (BV) Ja
● Det Norske Veritas (DNV) Ja
● Lloyds Register of Shipping (LRS) Ja
● Polski Rejestr Statkow (PRS) Ja
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 90 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem Windows CE
Projektierung
Meldungsanzeige Ja
Meldesystem (inkl. Puffer und Quittierung) Ja
Prozesswertdarstellung (Ausgabe) Ja
Prozesswertvorgabe (Eingabe) möglich Ja
Rezeptverwaltung Ja
Projektierungs-Software
● Projektierungstool WinCC flexible Compact ab Version 2005 (separat zu beziehen)
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 16
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 70
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 2 000
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 2 000
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 2 000
● CPU-Meldungen Nein
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Nein
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, Sinumerik, Simotion, ...) Nein
● Zeilen 1
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen
— Anzahl Quittiergruppen 99
● Meldeindikator Ja
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 100
● Datensätze pro Rezeptur 200
● Einträge pro Datensatz 200
● Rezepturspeicher 32 kbyte integrierter Flash, erweiterbar
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 1 000
● Anzahl Variablen pro Bild 50
● Anzahl Variablen 1 000
● Initialwerte 1 000
● Typ Date & Time 1 000
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Nein
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 500
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 2 500 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 50
● Anzahl Datum/Uhrzeit Felder 30
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Ikon (bildschirmfüllend), Vektorgrafik
— Ikons 500
— Ikon (bildschirmfüllend) 50
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern bei SIMATIC S7
● dynamische Objekte Diagramme, Balken, Schieber, Analoganzeige, unsichtbare Schaltflächen
— Anzahl Objekte pro Projekt 500
— Anzahl Kurvendiagramme pro Bild 5
● Methoden Trend
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 5
● Schieberegler
— Anzahl Schieber pro Bild 0
● Zeigerinstrumente
— Anzahl Analoganzeigen pro Bild 0
● Grenzwertlinien Ja
● Anzahl alphanumerische Felder 1 000
— alphanumerische Felder pro Bild 100
● Anzahl numerische Felder 1 000
— numerische Felder pro Bild 100
● Anzahl Passwortfelder 1 000
● Anzahl sichtbare Schalter pro Projekt 1 000
— sichtbare Schalter pro Bild 100
— unsichtbare Schalter pro Bild 100
● Anzahl Zustandsschalter pro Projekt 1 000
— Anzahl Zustandsschalter pro Bild 100
● Anzahl Wahlschalter pro Projekt 1 000
— Wahlschalter pro Bild 100
● Anzahl Dekadenschalter pro Projekt 0
— Dekadenschalter pro Bild 0
● Anzahl Meldeleuchte pro Projekt 1 000
— Meldeleuchte pro Bild 100
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Ja
● Bewegung X/Y Ja
● Ausblenden Ja
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 300
● Anzahl Textlisten pro Bild 10
● Anzahl Einträge pro Textliste 30
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 100
● Anzahl Grafiklisten pro Bild 10
● Anzahl Einträge pro Grafikliste 30
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Protokollierung über Drucker
● Protokollierung/Drucken Meldungen, Report (Schichtprotokoll), Hardcopy
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, mittels externem Speichermedium, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S5, S7-200, S7- 300/400, Win AC, SINUMERIK, SIMOTION, Allen Bradley (DF1), Mitsubishi (FX), Telemecanique (ADJUST), Modicon (Modbus), weitere Fremdtreiber siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Nein
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— Ethernet Nein
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Nein
● S5 Ja
— seriell Nein
— PROFIBUS DP Ja
● TI 505 Nein
● Allen Bradley (DF1) Ja
● Allen Bradley (DF485) Nein
● Mitsubishi (FX) Ja
● Telemecanique (ADJUST) Ja
● OMRON (Host Link) Nein
● Modicon (Modbus RTU) Ja
Funktionen
● Tastenrepeat Nein
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Ja
● Menübaumeditor Ja
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Ja
● Touchkalibrierung Ja
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Ja
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Ja
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Ja
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Ja
Peripherie/Optionen
Peripherie Drucker
SIMATIC HMI MM-Speicherkarte: Multi Media Card Ja
Zusatz-Softwarekomponenten ladbar Nein
Maße
Breite der Gehäusefront 243 mm
Höhe der Gehäusefront 212,5 mm
Einbautiefe 45 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 1 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum bekomme ich beim OP177B keine Verbindung oder einen Transferfehler über MPI/PROFIBUS? Beim OP177B werden die MPI-/PROFIBUS-DP-Transferparameter aus dem aktuell vorhandenen Projekt übernommen. Für einen erfolgreichen Transfer muss das laufende Projekt beendet, mindestens ein Datenkanal aktiviert und das Gerät wieder in den Transfermodus versetzt werden. Zusätzlich muss die am Panel eingetragene Adresse die eigene Panel-Adresse sein und nicht die der CPU. In Praxisfällen mit OP177B wurde genau diese Adressverwechslung als Ursache für gestörte Verbindungen beschrieben. Bei hartnäckigen Problemen ist ein Direktransfer per passender Schnittstelle meist zielführender als Routing über die CPU.
Warum reagiert der Touchscreen vom OP177B ungenau oder an der falschen Stelle? Siemens beschreibt für TP177/OP177 ausdrücklich, dass durch Einbaulage und Betrachtungswinkel eine Parallaxe entstehen kann. Dadurch wirken Touchpunkte versetzt oder Bedienelemente werden unzuverlässig ausgelöst. Die Abhilfe ist eine erneute Kalibrierung im Bediengerät. Das gilt besonders nach Neustart, Restore oder Betriebssystem-Update. Wenn das Panel mechanisch korrekt eingebaut ist und der Touch trotzdem versetzt reagiert, sollte zuerst neu kalibriert und anschließend die Front auf Beschädigung oder Alterung geprüft werden.
Warum meldet mein OP177B „unsupported storage card detected“ oder erkennt die Speicherkarte nicht? Beim OP177B dürfen nur von Siemens getestete und freigegebene MultiMediaCards verwendet werden. Eine S7-MMC aus der CPU ist dafür nicht geeignet. In einem SPS-Forum wurde genau dieser Fall beschrieben: Eine S7-300-Karte wurde vom Panel nicht erkannt, weil sie nicht für das HMI gedacht war und die Kapazität außerdem nicht ausreichte. Siemens weist zusätzlich darauf hin, dass eine für S7 gedachte MMC nach Formatierung im Bediengerät in der S7 nicht mehr nutzbar ist. Deshalb sollten für Backup und Restore nur passende HMI-Speicherkarten mit ausreichender Größe eingesetzt werden.
Warum erscheint beim Restore die Meldung „Backup error. Device is not compatible“? Diese Meldung tritt typischerweise auf, wenn das Sicherungsabbild nicht exakt zum Zielgerät passt. Im SPS-Forum wurde der Fehler sowohl bei scheinbar gleichen OP177B-Geräten als auch beim Versuch beschrieben, von DP auf PN/DP umzusteigen. In einem Fall wurde als mögliche Ursache eine abweichende WinCC-flex-Version genannt, in einem anderen wurde klargestellt, dass Backup/Restore bei unterschiedlichen Gerätetypen nicht funktioniert. Dann bleibt nur der Weg über die originale Projektierung: Gerätetyp im Projekt anpassen und die Visualisierung vollständig neu übertragen.
Warum bleibt das OP177B im Bootloader hängen oder startet in einer Endlosschleife? Wenn das Panel nur noch Bootloader-Version und MAC-Adresse zeigt oder nach dem ersten Ladebalken immer wieder neu startet, deutet das auf ein beschädigtes Betriebssystem, ein unvollständiges Update oder einen Defekt hin. Im SPS-Forum wird beschrieben, dass dieser Zustand nach unterbrochenem OS-Update oder Wegfall der 24-V-Versorgung auftreten kann. Siemens beschreibt für solche Fälle das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen beziehungsweise ein OS-Update mit ProSave. Danach muss das Projekt erneut geladen werden. Bleibt das Verhalten bestehen, ist eine Reparatur oder ein Austauschgerät meist der wirtschaftlichere Weg.

Ist 6AV6642-0DC01-1AX0 noch neu verfügbar?

6AV6642-0DC01-1AX0 ist kein aktuelles Standard-Neuprodukt mehr. Siemens führt die Materialnummer als abgekündigt, und EICHLER nennt zusätzlich den EOP-Status 2008-07-11. Für Beschaffung und Instandhaltung bedeutet das: Die realistischen Wege sind heute meist Reparatur, Austauschgerät, gebrauchtes geprüftes Gerät oder ein geplanter Migrationsschritt. Wer Ausfallrisiken minimieren will, sollte deshalb nicht nur nach „neu kaufen“, sondern parallel nach Servicefähigkeit, Backup-Strategie und Projektverfügbarkeit fragen.

Welche Software brauche ich für Projektierung, Transfer und Service?

Das Panel ist laut Produktbezeichnung mit WinCC flexible 2005 projektierbar. Für Servicearbeiten wie Backup, Restore oder Betriebssystem-Update ist außerdem ProSave relevant. Siemens beschreibt, dass bei OS-Updates und beim Zurücksetzen auf Werkseinstellungen mit ProSave gearbeitet wird und dass danach häufig eine erneute Touch-Kalibrierung notwendig ist. Für Betreiber älterer Anlagen ist deshalb wichtig, nicht nur das Ersatzpanel, sondern auch die passende Engineering-Umgebung verfügbar zu haben.

Kann ich ein OP177B DP einfach 1:1 gegen ein OP177B PN/DP tauschen?

Ein 1:1-Tausch per Backup/Restore ist nicht in jedem Fall möglich. In Forumfällen rund um OP177B und TP177B wurde gezeigt, dass unterschiedliche Gerätetypen beim Restore als nicht kompatibel erkannt werden. Siemens nennt für die OP177B-Mono-Baureihe zwar einen Migrationspfad in Richtung KP700 Comfort, das ist aber kein Soforttausch ohne Prüfung. Sobald Schnittstellen, Bootloaderstand, Gerätetyp oder Projektversion abweichen, wird in der Regel die ursprüngliche WinCC-flex-Projektierung benötigt, um den Gerätetyp anzupassen und das Projekt sauber neu zu laden.

Welche Schnittstellen und Bedienmöglichkeiten hat das Panel?

Das OP177B DP kombiniert Touchscreen und Folientastatur. Verfügbar sind F1 bis F14 und K1 bis K18, was bei wiederkehrenden Bedienabläufen, Handschuhbetrieb oder verschmutzter Umgebung ein klarer Vorteil ist. Auf der Hardwareseite sind RS-422/RS-485 und USB vorhanden; über USB lassen sich unter anderem Maus, Tastatur, Drucker oder USB-Speicherstick anbinden. Zusätzlich gibt es einen MMC-Slot. Für Bestandsanlagen ist diese Kombination interessant, weil sich damit viele vorhandene Kommunikations- und Servicekonzepte weiter nutzen lassen.

Warum ist Reparatur bei diesem Panel oft sinnvoller als ein sofortiger Retrofit?

Bei einem abgekündigten HMI wie dem OP177B DP Blue Mode ist ein vollständiger Retrofit oft deutlich aufwendiger als der reine Gerätetausch. Neben dem eigentlichen Panel müssen dann häufig Projektierung, Kommunikationsanbindung, Einbauausschnitt, Tastenbelegung, Dokumentation und Abnahmezustand berücksichtigt werden. EICHLER bietet für dieses Modell Reparatur in 1–3 Tagen an, inklusive Reinigung, vorbeugender Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monaten Garantie. Für viele Betreiber ist das der schnellere Weg, um Stillstandskosten zu senken und die bestehende Maschine ohne sofortige Projektmigration wieder produktiv zu bekommen.

Worauf muss ich bei Speicherkarte, Backup und Restore besonders achten?

Beim OP177B sollten nur freigegebene HMI-MultiMediaCards verwendet werden. Eine S7-MMC ist dafür nicht die richtige Karte und kann im Panel Probleme verursachen. Außerdem funktioniert Backup/Restore zuverlässig nur mit einem identischen oder wirklich kompatiblen Zielgerät. Bei Restore-Problemen helfen deshalb meist drei Prüfungen in dieser Reihenfolge: passendes Kartenmedium, exakter Gerätetyp, passende Projekt-/OS-Basis. Erst wenn diese Punkte sauber stimmen, ist ein schneller Tausch ohne komplette Neuübertragung realistisch.

Wichtige Dokumente

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