SIEMENS 6AV6641-0CA01-0AX0

  • SIEMENS | HMI | Operator Panels mit Key

  • EICHLER-Art.Nr.: K0136164
  • EAN: 4025515070566

Produktbeschreibung

SIMATIC OPERATORPANEL OP77B LC-DISPLAY HINTERLEUCHTET, 4,5" DISPLAY GRAFIKFAEHIG, MPI-/PROFIBUS-DP SCHNITTSTELLE BIS 12MB, DRUCKER/USB-SCHNITTSTSTELLE, SLOT FUER MMC CARD, PROJEKTIERBAR MIT WINCC FLEXIBLE 2004 COMPACT

Leistungen für SIEMENS 6AV6641-0CA01-0AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 1.146,86 €

bis 2.064,34 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

9 Stck.

1.507,50 €

je Stck. 159,00 €

1.507,50 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

9 Stck.

1.675,00 €

je Stck. 159,00 €

1.675,00 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 0.616
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2008-07-11
EAN 4025515070566
UPC /
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 4368
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6AV6641-0CA01-0AX0 und wo wird es eingesetzt

6AV6641-0CA01-0AX0 ist ein SIEMENS SIMATIC Operator Panel OP77B mit Tastenbedienung für klassische Maschinen- und Anlagenoberflächen. Das Gerät wurde als grafikfähiger Nachfolger des OP7 eingeführt und ist für Bedien-, Anzeige- und Meldeaufgaben in Bestandsanlagen ausgelegt. Typische Einsatzfelder sind Produktionsmaschinen, Verpackungsanlagen, Fördertechnik, Werkzeugmaschinen und Retrofit-Projekte, bei denen MPI-/PROFIBUS-DP-Kommunikation, robuste Frontbedienung und kompakte Einbaumaße gefragt sind. Für Instandhalter ist die Artikelnummer besonders relevant, wenn ein vorhandenes Panel 1:1 identifiziert, ein Ausfall schnell überbrückt oder eine ältere Visualisierung betriebsfähig gehalten werden muss.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das OP77B arbeitet mit einem hinterleuchteten 4,5-Zoll-STN-Monochromdisplay mit 160 x 64 Pixeln und Folientastatur. Für den Schaltschrankalltag wichtig sind die 24 V DC Versorgung, die frontseitige Schutzart IP65, der MMC-Kartenslot, USB, sowie die Kommunikationsschnittstellen RS232, RS422 und RS485 beziehungsweise MPI/PROFIBUS DP bis 12 Mbit/s. Der 1 MB Anwenderspeicher ist für typische WinCC-flexible-Projekte kleinerer und mittlerer Maschinen ausreichend. Die Kombination aus 23 Systemtasten, 8 Funktionstasten und 4 LED-Tasten ist praxisnah für Bedienbilder, Quittierungen und klare Zustandsanzeigen. Mit WinCC flexible Compact ab Version 2004 lässt sich das Panel projektieren und in vorhandene Altanlagen einbinden.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6AV6641-0CA01-0AX0 ist auf der EICHLER-Seite der Produktstatus EOP: 2008-07-11 angegeben. Das ist ein klares Signal für Obsoleszenz in Bestandsanlagen: Beschaffung, Austauschfähigkeit und Datenhaltung müssen aktiv abgesichert werden. Siemens führt die spätere OP77B-Variante 6AV6641-0CA01-0AX1 als Spare Part, und im Siemens-Migrationsleitfaden wird das OP77B 0AX1 in Richtung KP400 Comfort 6AV2124-1DC01-0AX0 abgebildet. Für Betreiber heißt das: Ein moderner Nachfolger ist eher eine Migrationslösung als ein automatisch kompatibler Soforttausch. Gerade bei älteren Projekten müssen Projektierungsstand, Kommunikation, Ausschnitt, Bedienphilosophie und Datenübernahme separat geprüft werden.

Verfügbare EICHLER Leistungen und warum sie in der Praxis relevant sind

Für diese Artikelnummer bietet EICHLER Reparatur, Austausch, Gebraucht sowie Neu auf Anfrage an. Besonders relevant ist das für Unternehmen, die einen Anlagenstillstand schnell beenden oder ihr Ersatzteilrisiko bei abgekündigten HMIs reduzieren müssen. Die Reparatur wird mit 1–3 Tagen angegeben und umfasst technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Für Instandhaltung und Einkauf ist das sinnvoll, wenn ein Originalgerät mechanisch und kommunikativ im Bestand bleiben soll. Austausch- und Gebrauchtoptionen helfen, wenn Zeit wichtiger ist als eine interne Fehlersuche. Das optionale Prüfprotokoll ist zusätzlich wertvoll, wenn Nachweisbarkeit und dokumentierte Funktionsprüfung intern gefordert werden.

Attribut Wert
Display
Ausführung des Displays STN
Bildschirmdiagonale 4,5 in
Farb-Display Nein
Anzahl Farben 2; schwarz / weiß
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 160 Pixel
● vertikale Bildauflösung 64 Pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 100 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Folientastatur
Tastatur
● Folientastatur
— frei beschriftbare Folientasten Ja
● Funktionstasten Ja
— Anzahl Funktionstasten 8
— Anzahl Funktionstasten mit LEDs 4
● Systemtasten
— Anzahl Systemtasten 23
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Ja
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser - / - / -
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
maximal zulässiger Neigungswinkel ohne Fremdbelüftung 80°
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 0,2 A
Einschaltstromstoß I²t 0,5 A²·s
Prozessor
Prozessortyp ARM
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 1 000 kbyte
Ausgabeart
Info LED Ja
Power LED Nein
Error LED Nein
Uhrzeit
Uhr
● Typ Softwareuhr, ungepuffert
● gepuffert Nein
● synchronisierbar Nein
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp 1x RS 232, 1x RS 422, 1x RS 485 (max. 12 Mbit/s)
Anzahl Schnittstellen Industrial Ethernet 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 1
Anzahl Schnittstellen RS 422 1
Anzahl Schnittstellen USB 1
Multimedia Card-/SD-Card-Slot 1x Multimedia Card-Slot
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
NEMA (frontseitig) NEMA 4x, NEMA 12 (im eingebauten Zustand)
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, GL, ABS, BV, DNV, LRS, FM Class I Div. 2, UL, CSA, cULus, EX-Zone 2/22, C-TICK, NEMA 4x, NEMA 12
cULus Ja
EAC (former Gost-R) Nein
Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich
● ATEX Zone 2 Ja
● ATEX Zone 22 Ja
● FM Class I Division 2 Ja
Schiffbau-Zulassung
● Germanischer Lloyd (GL) Ja
● American Bureau of Shipping (ABS) Ja
● Bureau Veritas (BV) Ja
● Det Norske Veritas (DNV) Ja
● Lloyds Register of Shipping (LRS) Ja
● Nippon Kaiji Kyokai (Class NK) Ja
● Polski Rejestr Statkow (PRS) Nein
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 90 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem Windows CE
Projektierung
Projektierungs-Software
● Projektierungstool WinCC flexible Compact ab Version 2004 (separat zu beziehen)
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 5
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 320
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 1 000
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 1 000
● Analog-Meldungen Ja
● CPU-Meldungen Ja
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Ja
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, Sinumerik, Simotion, ...) Nein
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen Ja
● Meldeindikator Nein
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 100
● Datensätze pro Rezeptur 200
● Einträge pro Datensatz 200
● Rezepturspeicher 32 kbyte integrierter Flash, erweiterbar
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 1 000
● Anzahl Variablen pro Bild 30
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 500
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 2 500 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 30
● Anzahl Datum/Uhrzeit Felder 0
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Ikon (bildschirmfüllend)
— Ikons 1 000
— Ikon (bildschirmfüllend) 100
Komplexe Bildobjekte
● dynamische Objekte Balken
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 5
● Zeigerinstrumente
— Anzahl Analoganzeigen pro Bild 0
● Grenzwertlinien Ja
● Anzahl alphanumerische Felder 1 000
— alphanumerische Felder pro Bild 30
● Anzahl numerische Felder 1 000
— numerische Felder pro Bild 30
● Anzahl Passwortfelder 0
● Anzahl sichtbare Schalter pro Projekt
— sichtbare Schalter pro Bild 0
— unsichtbare Schalter pro Bild 0
● Anzahl Zustandsschalter pro Projekt
— Anzahl Zustandsschalter pro Bild 0
● Anzahl Wahlschalter pro Projekt
— Wahlschalter pro Bild 0
● Anzahl Dekadenschalter pro Projekt
— Dekadenschalter pro Bild 0
● Anzahl Meldeleuchte pro Projekt
— Meldeleuchte pro Bild 0
Attribute für dynamische Objekte
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 300
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 0
● Anzahl Grafiklisten pro Bild 0
● Anzahl Einträge pro Grafikliste 0
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Protokollierung über Drucker
● Protokollierung/Drucken Meldungen, Report (Schichtprotokoll), Hardcopy
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, seriell, USB, mittels externem Speichermedium, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S5, S7-200, S7- 300/400, TI 505, Win AC, Allen Bradley (DF1), Allen Bradley (DF485), Mitsubishi (FX), OMRON (LINK/Multilink), Modicon (Modbus), weitere Fremdtreiber siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Nein
● S5 Ja
— seriell Ja
— PROFIBUS DP Ja
● TI 505 Ja
● Allen Bradley (DF1) Ja
● Allen Bradley (DF485) Ja
● Mitsubishi (FX) Ja
● Mitsubishi (MP4) Ja
● Telemecanique (ADJUST) Nein
● Telemecanique (Uni-Telway) Nein
● OMRON (Host Link) Ja
● Modicon (Modbus RTU) Ja
● GE-Fanuc (SNP) Ja
Funktionen
● Tastenrepeat Ja
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Ja
● Menübaumeditor Ja
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Nein
● Touchkalibrierung Nein
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Ja
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Ja
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Nein
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Nein
Peripherie/Optionen
Peripherie Drucker
SIMATIC HMI MM-Speicherkarte: Multi Media Card Ja
Maße
Breite der Gehäusefront 150 mm
Höhe der Gehäusefront 186 mm
Einbautiefe 38,5 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 0,5 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum zeigt mein OP77B „Unsupported storage card detected!“? Das OP77B erwartet für Backup/Restore eine passende MMC. Wenn stattdessen eine SIMATIC S7 MMC gesteckt wird, meldet das Gerät „Unsupported storage card detected!“. Die Lösung ist der Tausch auf die dafür vorgesehene Speicherkarte. Danach kann das Backup oder Restore wieder über „Info/Settings > Logon/Settings > Backup/Restore“ gestartet werden.
Warum bekomme ich am OP77B den Fehler 140015 oder eine HSA-Meldung? Siemens nennt für 140015 als Ursachen falsche Baudrate, falsche Busparameter wie HSA, eine OP-Adresse oberhalb der HSA oder einen falschen Interruptvektor. Prüfen Sie daher die Busgeschwindigkeit auf allen Teilnehmern, vergeben Sie die MPI/DP-Adresse nur einmal im Netz und kontrollieren Sie, ob die eingestellten Parameter zu Projekt und Hardware passen. In Siemens-Foren taucht die HSA-Problematik ebenfalls im Zusammenhang mit OP77B und WinCC flexible auf.
Warum bleibt mein OP77B im Transfermodus oder baut keine Verbindung zum PG auf? Beim OP77B muss mindestens ein Datenkanal aktiv sein, damit ein Projekt übertragen werden kann. Für MPI/PROFIBUS DP oder USB sind „Enable (remote off)“ oder „Enable (remote on)“ die relevanten Einstellungen. Zusätzlich müssen Adresse und Baudrate korrekt zum Netz passen. In der Praxis zeigt sich häufig, dass ein Transfer nur funktioniert, wenn das Panel bewusst in den Transfermodus gebracht wird oder die Parametrierung am Panel nicht mit der Projektierung zusammenpasst. Nach Projektstart oder Transfer können Einstellungen wieder vom Projekt überschrieben werden.
Warum startet mein OP77B nur noch im Bootloader? Nach abgebrochenem Reset oder fehlerhaftem OS-Vorgang kann das Panel im Bootloader hängen bleiben. Dann ist ein OS Update mit ProSave der naheliegende Weg. Im Forum wird bei genau diesem Fehlerbild für das OP77B ein OS-Update mit gesetzter Option „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“ genannt. Siemens beschreibt zudem, dass nach Restore beziehungsweise CE-Image-Wiederherstellung das Panel neu bootet und die restlichen Daten anschließend eingespielt werden. Wichtig ist, das Gerät während des Vorgangs nicht vorzeitig spannungslos zu machen.
Warum kommuniziert das OP77B nach Migration oder Umbau nicht mehr sauber mit der Steuerung? Bei Migrationsfällen nennt Siemens mehrere Stolperstellen: falscher Treiber, ungeeignete Schnittstelleneinstellung, fehlende Anpassung der Kommunikationsparameter und bei bestimmten S5-DP-Konstellationen sogar den notwendigen Tausch auf FB158 im Steuerungsprogramm. Zusätzlich weisen Praxisbeiträge auf vertauschte Profibus-Adern, Kurzschlüsse am Stecker oder falschen Transfer-/Busmodus hin. Deshalb sollten nach jeder Migration Treiber, DIL-/Schnittstelleneinstellungen, Kabelbelegung, Busparameter und projektspezifische SPS-Bausteine systematisch geprüft werden.

Ist 6AV6641-0CA01-0AX0 noch verfügbar oder bereits abgekündigt?

Die Artikelnummer gehört klar in den Obsoleszenz-Kontext. Auf der EICHLER-Seite ist EOP 2008-07-11 hinterlegt. Gleichzeitig ist die spätere OP77B-Variante 6AV6641-0CA01-0AX1 bei Siemens noch im Support-/Spare-Part-Umfeld auffindbar. Für Betreiber bedeutet das in der Praxis: Originalversorgung ist nicht mehr selbstverständlich, deshalb gewinnen Reparatur, Austausch, geprüfte Gebrauchtgeräte und sauber dokumentierte Lagerstrategien an Bedeutung.

Mit welcher Software wird das OP77B projektiert?

Das Panel ist für WinCC flexible Compact ab Version 2004 ausgelegt. Für Serviceaufgaben wie Transfer, Backup/Restore und OS Update ist ProSave das zentrale Werkzeug. Diese Kombination ist vor allem in Bestandsanlagen wichtig, weil viele Probleme nicht am Gerät selbst, sondern an fehlenden oder nicht mehr gepflegten Projektständen hängen. Wer ein OP77B weiterbetreiben will, sollte deshalb Projektierungssoftware, Backup-Dateien und passendes Service-Know-how mit absichern.

Mit welchen Steuerungen kann das OP77B kommunizieren?

Das OP77B unterstützt laut Siemens unter anderem SIMATIC S5, S7-200 und S7-300/400 sowie weitere Steuerungen anderer Hersteller. Auf Gerätesebene sind RS232, RS422, RS485 und MPI/PROFIBUS DP bis 12 Mbit/s relevant. Für viele Bestandsmaschinen ist genau diese Vielfalt der Grund, warum das OP77B bis heute gesucht wird: Es passt in ältere Kommunikationslandschaften, in denen moderne Ethernet-Panels nicht ohne weiteres als Direktersatz funktionieren. Für Einkauf und Instandhaltung ist daher die Prüfung von Protokoll, physischer Schnittstelle und Projektstand wichtiger als nur die reine Displaygröße.

Kann ich ein bestehendes OP7 oder OP77A auf ein OP77B umstellen?

Ja, aber nicht blind. Siemens hat das OP77B als grafikfähigen Nachfolger des OP7 eingeführt, und die Migrationsdokumentation behandelt ausdrücklich die Migration von OP7 nach OP77B. Das ist für Retrofit-Projekte hilfreich, weil vorhandene Bedienkonzepte oft mit vertretbarem Aufwand weitergeführt werden können. Trotzdem sollten Projektkonvertierung, Kommunikationsprofil, Funktionstastenbelegung, Meldungen und Datensicherung vor dem Umbau geprüft werden. Ein Gerätetausch ohne belastbares Backup und ohne Test der Runtime ist bei obsoleten Panels ein unnötiges Risiko.

Wie sichere ich ein OP77B-Projekt, wenn mir die Quelldaten fehlen?

Für das OP77B sind Backup/Restore über MMC und ProSave vorgesehen. Siemens beschreibt den Ablauf direkt im Loader-Menü des Panels und zusätzlich über ProSave auf dem Projektierungs-PC. Wichtig für die Beschaffungspraxis: Ohne originale Quelldaten ist ein Backup meist vor allem für 1:1-Wiederherstellung auf ein gleiches Gerät wertvoll. Genau darauf weisen auch Fachforen hin. Für Betreiber ist deshalb sinnvoll, funktionierende Panels vor einem Ausfall aktiv zu sichern, anstatt erst im Störfall nach dem Projekt zu suchen.

Welcher Nachfolger kommt für ein OP77B in Frage?

Siemens ordnet im Migrationsleitfaden das OP77B 6AV6641-0CA01-0AX1 dem KP400 Comfort 6AV2124-1DC01-0AX0 zu. Das ist eine gute Orientierung für Modernisierungsprojekte, aber kein pauschaler 1:1-Ersatzbeleg für jede installierte 0AX0-Anlage. In der Praxis muss geprüft werden, ob Bedienkonzept, Kommunikation, Einbauausschnitt, Spannungsversorgung, Projektmigration und Inbetriebnahmeaufwand zur Anlage passen. Für produktive Altanlagen ist deshalb oft der wirtschaftlich sinnvolle Weg: erst Stabilisierung durch Reparatur oder Austausch, dann geplante Migration.

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