Siemens Kommunikationsprozessor CP 1623 (6GK1162-3AA00) ab 01.06.2026 im Produktauslauf

Mit dem Produktauslauf des Siemens Kommunikationsprozessors CP 1623 beginnt für viele Betreiber PC-basierter Automatisierungslösungen eine wichtige Planungsphase. Die Baugruppe 6GK1162-3AA00 bleibt zwar zunächst weiterhin als Neuteil bestellbar, verlässt mit PM400 jedoch die aktive Vermarktung. Damit rücken Ersatzteilstrategie, Reparaturfähigkeit und Anlagenverfügbarkeit stärker in den Fokus.

Besonders kritisch ist die Situation, weil Siemens keinen direkt kompatiblen Nachfolger für den CP 1623 nennt. Wer die Baugruppe in bestehenden PG/PC-Stationen, SIMATIC NET-Umgebungen oder REDCONNECT-Anwendungen einsetzt, sollte installierte Bestände frühzeitig identifizieren und bewerten. Denn die geplante Produktstreichung zum 10.12.2027 kann Beschaffung und Instandhaltung deutlich erschweren.

Für Instandhaltung, Technik und Einkauf ist jetzt der richtige Zeitpunkt, eine belastbare Obsoleszenzstrategie aufzubauen. Reparatur, geprüfte Ersatzteile, Austauschgeräte und eine technische Bewertung möglicher Alternativen helfen, Stillstandsrisiken zu reduzieren und Modernisierungen planbar umzusetzen.

Die wichtigsten Fakten zum Produktauslauf von Siemens CP 1623 (6GK1162-3AA00)

  • Siemens hat den Produktauslauf des CP 1623 angekündigt. Der Kommunikationsprozessor 6GK1162-3AA00 befindet sich seit dem 01.06.2026 im Produktstatus PM400.
  • Neuteile bleiben zunächst bestellbar. Die geplante Produktstreichung PM410 ist für den 10.12.2027 angekündigt; danach ist ein Neuteilbezug nicht mehr vorgesehen.
  • Ein direkt kompatibler Nachfolger wird nicht genannt. Siemens verweist für bestimmte Anwendungen auf Standard-Netzwerkkarten mit SOFTNET-IE S7 oder SOFTNET-IE S7 REDCONNECT.
  • Bestehende Anlagen müssen technisch einzeln geprüft werden. Besonders HARDNET-IE S7- und HARDNET-IE S7 REDCONNECT-Anwendungen können nicht pauschal auf eine Alternative übertragen werden.
  • Ersatzteil- und Reparaturstrategien werden jetzt wichtiger. Betreiber sollten installierte CP-1623-Baugruppen erfassen, Kritikalität bewerten und Versorgung, Reparaturfähigkeit sowie Bevorratung frühzeitig planen.

Welche Siemens Baugruppe ist betroffen?

Die Mitteilung betrifft den Siemens CP 1623 mit der Hersteller-Artikelnummer 6GK1162-3AA00. Siemens führt den CP 1623 als Kommunikationsprozessor für PCs und SIMATIC PGs. Die Baugruppe verbindet industrielle Rechner mit Industrial Ethernet. Der Siemens CP 1623 nutzt PCI Express X1 und unterstützt 10, 100 und 1000 Mbit/s. Außerdem besitzt die Siemens Baugruppe einen 2-Port-Switch mit RJ45-Anschlüssen. 

In vielen Anlagen übernimmt der Siemens CP 1623 stabile Kommunikationsaufgaben. Typische Einsätze liegen bei PC-basierten Automatisierungslösungen. Dazu zählen Verbindungen mit SIMATIC NET PC Software. Besonders relevant sind Anwendungen mit HARDNET-IE S7 und HARDNET-IE S7 REDCONNECT.

Was bedeutet der Produktauslauf PM400 zum 01.06.2026?

Siemens hat für den Siemens CP 1623 am 01.06.2026 den Produktstatus PM400 gesetzt. Damit hat Siemens den Produktauslauf angekündigt. Der Siemens CP 1623 bleibt jedoch weiterhin als Neuteil bestellbar. Siemens vermarktet den Siemens Kommunikationsprozessor 6GK1162-3AA00 aber nicht mehr aktiv.

Für Instandhaltung und Einkauf beginnt damit eine wichtige Planungsphase. Anlagenbetreiber sollten installierte Siemens CP 1623 erfassen. Kritische Anlagenbereiche brauchen eine klare Strategie. Ersatzteilbedarf, Reparaturfähigkeit und Alternativen sollten jetzt bewertet werden.

Mit PM400 startet der offizielle Produktauslauf des Siemens CP 1623. Siemens liefert den Siemens CP 1623 weiterhin als Neuteil. Die Baugruppe verlässt jedoch die aktive Vermarktung. Instandhaltung und Einkauf sollten den Bestand prüfen. Auch die installierte Basis verdient Aufmerksamkeit. So entstehen belastbare Entscheidungen für Ersatzteilbevorratung, Reparatur und Migration.

Die geplante Produktstreichung PM410 des Siemens CP 1623 erfolgt laut Mitteilung am 10.12.2027. Ab diesem Datum bietet Siemens den CP 1623 dann nur noch als Ersatzteil an, soweit Bestände verfügbar sind. Ein Neuteilbezug ist ab PM410 nicht mehr möglich. Der Einkauf sollte Beschaffungsrisiken deshalb früh bewerten.

Für den Kommunikationsprozessor CP 1623 nennt Siemens kein direkt kompatibles Nachfolgeprodukt. Das erhöht den Prüfaufwand in bestehenden Anlagen.Der Hersteller empfiehlt für bestimmte Anwendungen eine Standard-Netzwerkkarte mit SOFTNET-IE S7 oder SOFTNET-IE S7 REDCONNECT. Diese Lösung ersetzt den Siemens CP 1623 jedoch nicht eins zu eins. Jede Anlage braucht daher eine technische Einzelfallprüfung.

Der Siemens CP 1623 kann in älteren PC-Stationen eine zentrale Rolle spielen. Ein ungeplanter Ausfall kann Kommunikation und Prozesse beeinträchtigen. Das Risiko steigt nach der Produktstreichung am 10.12.2027. Dann hängen Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit stärker von Ersatzteilbeständen ab. Reparaturfähige Baugruppen sichern deshalb oft die wirtschaftlichste Übergangsstrategie.

Welche Alternative nennt Siemens?

Siemens nennt für bestimmte Anwendungen eine technische Alternative. Statt Siemens CP 1623 kann eine Standard-Netzwerkkarte zum Einsatz kommen. Dazu empfiehlt Siemens die SIMATIC NET PC Software SOFTNET-IE S7 und SOFTNET-IE S7 REDCONNECT. Siemens verweist auf Optimierungen ab Version V21. Diese betreffen Robustheit, Datendurchsatz, Latenz und Zuverlässigkeit.

Zusätzlich unterstützt SOFTNET-IE S7 REDCONNECT ab V21 eine erhöhte Redundanz. Siemens nennt hier eine 4-Wege-Redundanz über TCP/IP. Außerdem unterstützt die Lösung bis zu vier gleichzeitig betreibbare Netzwerkkarten je projektierter PC-Station.

Trotzdem ersetzt diese Alternative den Siemens CP 1623 nicht direkt. Bestehende HARDNET-IE-Projekte brauchen eine technische Prüfung. Projektierung, Softwarestände, Redundanzkonzepte und Freigaben entscheiden über den Aufwand.

Wie unterstützt EICHLER bei Siemens Obsoleszenz?

EICHLER unterstützt Instandhaltung, Technik und Einkauf bei abgekündigter Automatisierungstechnik. Der Fokus liegt auf Reparatur, Instandhaltung und Versorgung. Das betrifft auch Siemens Kommunikationsbaugruppen wie den Siemens CP 1623.

Für Instandhalter zählt vor allem Anlagenverfügbarkeit. Eine Reparatur erhält vorhandene Systeme oft länger stabil. Sie vermeidet kurzfristige Umbauten. Sie reduziert Stillstandsrisiken. Außerdem kann sie Zeit für geplante Modernisierungen schaffen.

Für Einkäufer zählt Wirtschaftlichkeit. Eine geprüfte Reparatur kann Beschaffungskosten senken. Sie vermeidet ungeplante Migrationen. Sie schützt Investitionen in bestehende Anlagen. EICHLER verbindet technische Prüfung mit praxisnaher Ersatzteilstrategie.

Warum lohnt sich jetzt eine Bestandsprüfung?

Der 01.06.2026 markiert den Startpunkt der PM400-Phase. Bis zur geplanten PM410 am 10.12.2027 bleibt Zeit für Planung. Diese Zeit sollte aktiv genutzt werden.

Betreiber sollten verbaute Siemens CP 1623 identifizieren. Danach folgt eine Risikobewertung je Anlage. Kritische Kommunikationsstrecken verdienen Priorität. Parallel lohnt sich die Prüfung von Ersatzteilen, Reparaturfähigkeit und Softwarealternativen.

So entsteht eine belastbare Obsoleszenzstrategie. Sie verbindet technische Sicherheit mit wirtschaftlicher Planung. Genau hier bietet EICHLER einen klaren Vorteil: bestehende Siemens Automatisierungstechnik bleibt länger nutzbar. Die Anlagenverfügbarkeit bleibt planbar. Die Außerbetriebnahme kann zum richtigen Zeitpunkt erfolgen.

Portrait von Eichler Magazin Redakteur Stephan Band

Über den Autor

Seit 2015 arbeite ich im Marketing der EICHLER GmbH. Gleich zu Beginn lötete ich eine eingesandte S5-CPU-Baugruppe mit dem Label „Made in Western Germany“. Diese Erfahrung weckte meine Begeisterung für Nachhaltigkeit und Reparatur in der Automatisierungstechnik. Bis 2024 war ich Chefredakteur des Kundenmagazins „Nachrichten aus der Instandhaltung“ und berichtete leidenschaftlich über Menschen und Lösungen in der betrieblichen Instandhaltung. Im neuen digitalen Magazin fokussiere ich mich auf Product Change Notifications (PCN) und Product Discontinuation Notifications (PDN).

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