SIEMENS 6ES7331-7KF02-0AB0

  • SIEMENS | Baugruppen | Analogein- / Analogausgaben

  • EICHLER-Art.Nr.: K0118575
  • EAN: 4025515066835
  • UPC: 662643177909

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-300, ANALOGEINGABE SM 331, POTENTIALGETRENNT, 8 AE, AUFL. 9/12/14 BIT, U/I/THERMOELEMENT/WIDERSTAND, ALARM, DIAGNOSE, 1X 20-POLIG ZIEHEN/STECKEN MIT AKTIVEN RUECKWANDBUS

Leistungen für SIEMENS 6ES7331-7KF02-0AB0

Reparatur

2-5 Tage

von 475,36 €

bis 855,64 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

10+ Stck.

1.021,08 €

765,81 €

je Stck. 159,00 €

765,81 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

10+ Stck.

1.134,55 €

850,91 €

je Stck. 159,00 €

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Neu

1-3 Tage

10+ Stck.

1.260,60 €

945,45 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.288
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2025-10-01
EAN 4025515066835
UPC 662643177909
Statistische Warennummer 85389091
Listenkennzeichen (LKZ) ST73
Fabrikategruppe 4561
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20080331
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-05
eClass 5.1 27-24-22-01
eClass 6.0 27-24-22-01
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001420
ETIM 5 EC001420

Was ist 6ES7331-7KF02-0AB0 und wo wird es eingesetzt

6ES7331-7KF02-0AB0 ist eine SIMATIC S7-300 Analogeingabebaugruppe SM 331 von Siemens. Die Baugruppe ist für Anlagen gedacht, in denen unterschiedliche analoge Sensorsignale zuverlässig in die SPS eingebunden werden müssen. Typische Einsatzfelder sind Maschinenbau, Prozessanlagen, Ofen- und Temperaturtechnik, Medienversorgung sowie Brownfield-Anlagen mit S7-300 oder verteilten ET 200M-Strukturen. Besonders relevant ist das Modul dort, wo bestehende Feldverdrahtung erhalten bleiben soll und ein 1:1-Ersatz ohne große Umbauten gesucht wird. Für Instandhalter ist die Baugruppe interessant, weil sie Spannung, Strom, Thermoelemente und Widerstände verarbeiten kann und dadurch viele Messaufgaben mit nur einem Modultyp abdeckt.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die Baugruppe arbeitet mit 24 V DC Lastspannung, hat 8 Analogeingänge und unterstützt je nach Messaufgabe 9, 12 oder 14 Bit Auflösung. Das bedeutet: Je höher die parametrierte Auflösung und Integrationszeit, desto präziser die Messung, aber desto länger die Wandlungszeit. Unterstützt werden Spannungssignale, Stromsignale einschließlich 4…20 mA, Thermoelemente Typ E, J, K, L, N, Pt100/Ni100 sowie Widerstände 150/300/600 Ω. Wichtig für die Praxis: Bei Widerstandsmessung stehen effektiv 4 Messstellen zur Verfügung. Das Modul bietet parametrierbare Diagnose- und Grenzwertalarme, eine rote SF-LED zur Fehleranzeige, einen 20-poligen Frontstecker und Abmessungen von 40 x 125 x 117 mm. Die Potentialtrennung besteht gegenüber Rückwandbus und Elektronikversorgung, nicht zwischen den einzelnen Kanälen.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für Beschaffung und Bestandsstrategie ist der Life-Cycle hier besonders wichtig. Siemens führt 6ES7331-7KF02-0AB0 im aktuellen Datenblatt als „spare part“, während auf der EICHLER-Produktseite zusätzlich Produktstatus EOP: 2025-10-01 genannt wird. Das spricht klar für eine Baugruppe im späten Lebenszyklus, die in Bestandsanlagen weiterhin gebraucht wird, deren Versorgung aber aktiv abgesichert werden sollte. Ein verifizierter kompatibler Nachfolger ist von Siemens für die älteren Varianten 6ES7331-7KF01-0AB0 und 6ES7331-7KF00-0AB0 dokumentiert: deren kompatibler Nachfolger ist genau dieses Modul, also 6ES7331-7KF02-0AB0. Für das hier betrachtete Modul selbst ist in den öffentlich zugänglichen Produktquellen kein allgemein ausgewiesener direkter 1:1-Nachfolger genannt. In Modernisierungsszenarien von ET 200M auf ET 200SP HA nennt Siemens je nach Messart Ersatzkonzepte rund um 6DL1134-6AF00-0PH1.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann diese relevant sind

Für Betreiber älterer S7-300- oder ET-200M-Anlagen sind die verfügbaren Leistungen vor allem dann relevant, wenn Stillstände vermieden und vorhandene Baugruppen wirtschaftlich weiter genutzt werden sollen. Reparatur ist sinnvoll, wenn die vorhandene Karte mechanisch und funktional grundsätzlich zur Anlage passt und eine Wiederherstellung der Originalbaugruppe die schnellste oder risikoärmste Lösung ist. EICHLER nennt dafür 2–5 Tage und beschreibt die Leistung mit technischer Reinigung, vorbeugender Instandhaltung, umfassender Funktionsprüfung und mindestens 24 Monaten Garantie. Austausch, Gebraucht und Neu sind besonders dann interessant, wenn eine sofortige Rückverfügbarkeit im Vordergrund steht; diese Varianten sind aktuell mit 1–3 Tagen ausgewiesen. Das optionale Prüfprotokoll für Analogein-/Analogausgaben ist vor allem für qualitätskritische Prozesse, Dokumentationspflichten und Abnahmen hilfreich.

Attribut Wert
Allgemeine Informationen
Produktfunktion
● taktsynchroner Betrieb Nein
Versorgungsspannung
Lastspannung L+
● Nennwert (DC) 24 V
● Verpolschutz Ja
Eingangsstrom
aus Lastspannung L+ (ohne Last), max. 30 mA
aus Rückwandbus DC 5 V, max. 50 mA
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 1 W
Analogeingaben
Anzahl Analogeingänge 8
● bei Widerstandsmessung 4
zulässige Eingangsspannung für Spannungseingang (Zerstörgrenze), max. 20 V; dauerhaft; 75 V für max. 1 s (Tastverhältnis 1:20)
zulässiger Eingangsstrom für Stromeingang (Zerstörgrenze), max. 40 mA
Konstantmessstrom für Widerstandsgeber, typ. 1,67 mA
Eingangsbereiche
● Spannung Ja
● Strom Ja
● Thermoelement Ja
● Widerstandsthermometer Ja
● Widerstand Ja
Eingangsbereiche (Nennwerte), Spannungen
● 0 bis +10 V Nein
● 1 V bis 5 V Ja
— Eingangswiderstand (1 V bis 5 V) 100 kΩ
● 1 V bis 10 V Nein
● -1 V bis +1 V Ja
— Eingangswiderstand (-1 V bis +1 V) 10 MΩ
● -10 V bis +10 V Ja
— Eingangswiderstand (-10 V bis +10 V) 100 kΩ
● -2,5 V bis +2,5 V Ja
— Eingangswiderstand (-2,5 V bis +2,5 V) 100 kΩ
● -250 mV bis +250 mV Ja
— Eingangswiderstand (-250 mV bis +250 mV) 10 MΩ
● -5 V bis +5 V Ja
— Eingangswiderstand (-5 V bis +5 V) 100 kΩ
● -50 mV bis +50 mV Nein
● -500 mV bis +500 mV Ja
— Eingangswiderstand (-500 mV bis +500 mV) 10 MΩ
● -80 mV bis +80 mV Ja
— Eingangswiderstand (-80 mV bis +80 mV) 10 MΩ
Eingangsbereiche (Nennwerte), Ströme
● 0 bis 20 mA Ja
— Eingangswiderstand (0 bis 20 mA) 25 Ω
● -10 mA bis +10 mA Ja
— Eingangswiderstand (-10 mA bis +10 mA) 25 Ω
● -20 mA bis +20 mA Ja
— Eingangswiderstand (-20 mA bis +20 mA) 25 Ω
● -3,2 mA bis +3,2 mA Ja
— Eingangswiderstand (-3,2 mA bis +3,2 mA) 25 Ω
● 4 mA bis 20 mA Ja
— Eingangswiderstand (4 mA bis 20 mA) 25 Ω
Eingangsbereiche (Nennwerte), Thermoelemente
● Typ B Nein
● Typ C Nein
● Typ E Ja
— Eingangswiderstand (Typ E) 10 MΩ
● Typ J Ja
— Eingangswiderstand (Typ J) 10 MΩ
● Typ K Ja
— Eingangswiderstand (Typ K) 10 MΩ
● Typ L Ja
— Eingangswiderstand (Typ L) 10 MΩ
● Typ N Ja
— Eingangswiderstand (Typ N) 10 MΩ
● Typ R Nein
● Typ S Nein
● Typ T Nein
● Typ U Nein
● Typ TXK/TXK(L) nach GOST Nein
Eingangsbereiche (Nennwerte), Widerstandsthermometer
● Cu 10 Nein
● Ni 100 Ja; Standard
— Eingangswiderstand (Ni 100) 10 MΩ
● Ni 1000 Nein
● LG-Ni 1000 Nein
● Ni 120 Nein
● Ni 200 Nein
● Ni 500 Nein
● Pt 100 Ja; Standard
— Eingangswiderstand (Pt 100) 10 MΩ
● Pt 1000 Nein
● Pt 200 Nein
● Pt 500 Nein
Eingangsbereiche (Nennwerte), Widerstände
● 0 bis 150 Ohm Ja
— Eingangswiderstand (0 bis 150 Ohm) 10 MΩ
● 0 bis 300 Ohm Ja
— Eingangswiderstand (0 bis 300 Ohm) 10 MΩ
● 0 bis 600 Ohm Ja
— Eingangswiderstand (0 bis 600 Ohm) 10 MΩ
● 0 bis 6000 Ohm Nein
Thermoelement (TC)
Temperaturkompensation
— parametrierbar Ja
— interne Temperaturkompensation Ja
— externe Temperaturkompensation mit Kompensationsdose Ja
— für definierbare Vergleichsstellentemperatur Ja
Kennlinienlinearisierung
● parametrierbar Ja
— für Thermoelemente Typ E, J, K, L, N
— für Widerstandsthermometer Pt100 (Standard-, Klimabereich), Ni100 (Standard-, Klimabereich)
Leitungslänge
● geschirmt, max. 200 m; 50 m bei 80 mV und Thermoelementen
Analogwertbildung für die Eingänge
Integrations- und Wandlungszeit/Auflösung pro Kanal
● Auflösung mit Übersteuerungsbereich (Bit inklusive Vorzeichen), max. 15 bit; Unipolar: 9 / 12 / 12 / 14 bit; bipolar: 9 bit + VZ / 12 bit + VZ / 12 bit + VZ / 14 bit + VZ
● Integrationszeit parametrierbar Ja; 2,5 / 16,67 / 20 / 100 ms
● Grundwandlungszeit (ms) 3 / 17 / 22 / 102 ms
● Störspannungsunterdrückung für Störfrequenz f1 in Hz 400 / 60 / 50 / 10 Hz
Geber
Anschluss der Signalgeber
● für Spannungsmessung Ja
● für Strommessung als 2-Draht-Messumformer Ja
● für Strommessung als 4-Draht-Messumformer Ja
● für Widerstandsmessung mit Zweileiter-Anschluss Ja
● für Widerstandsmessung mit Dreileiter-Anschluss Ja
● für Widerstandsmessung mit Vierleiter-Anschluss Ja
Fehler/Genauigkeiten
Gebrauchsfehlergrenze im gesamten Temperaturbereich
● Spannung, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 1 %; ±1 % (80 mV); ±0,6 % (250 mV bis 1 000 mV); ±0,8 % (2,5 V bis 10 V)
● Strom, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 0,7 %; von 3,2 bis 20 mA
● Widerstand, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 0,7 %; 150, 300, 600 Ohm
● Widerstandsthermometer, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 0,7 %; ±0,7 % (Pt100 / Ni100); ±0,8 % (Pt100 Klima)
● Thermoelement, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 1,1 %; Typ E, J, K, L, N
Grundfehlergrenze (Gebrauchsfehlergrenze bei 25 °C)
● Spannung, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 0,6 %; ±0,4 % (250 mV bis 1 000 mV); ±0,6 % (2,5 mV bis 10 mV); ±0,7 % (80 mV)
● Strom, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 0,5 %; 3,2 bis 20 mA
● Widerstand, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 0,5 %; 150, 300, 600 Ohm
● Widerstandsthermometer, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 0,6 %; ±0,5 % (Pt100 / Ni100), ±0,6 % (Pt100 Klima)
● Thermoelement, bezogen auf Eingangsbereich, (+/-) 0,7 %; Typ E, N, J, K, L
Alarme/Diagnosen/Statusinformationen
Diagnosefunktion Ja; parametrierbar
Alarme
● Diagnosealarm Ja; parametrierbar, Kanäle 0 und 2
● Grenzwertalarm Ja; parametrierbar
Diagnosen
● Diagnoseinformation auslesbar Ja
Diagnoseanzeige LED
● Sammelfehler SF (rot) Ja
Potenzialtrennung
Potenzialtrennung Analogeingaben
● zwischen den Kanälen Nein
● zwischen den Kanälen und Rückwandbus Ja
● zwischen den Kanälen und Spannungsversorgung der Elektronik Ja
Isolation
Isolation geprüft mit DC 500 V
Anschlusstechnik
erforderlicher Frontstecker 20-polig
Maße
Breite 40 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 117 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 250 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum leuchtet bei 6ES7331-7KF02-0AB0 die SF-LED rot? Die SF-LED signalisiert, dass die Baugruppe eine Diagnose erzeugt hat. Siemens nennt dafür bei Analogeingängen unter anderem fehlende Lastspannung L+, Konfigurations-/Parametrierfehler, Common-Mode-Fehler, Drahtbruch, Underflow und Overflow. Prüfen Sie zuerst die 24-V-Versorgung, danach HW-Konfig, Messbereichseinstellung und Diagnosepuffer. Bei aktivierter Diagnose sollten zusätzlich die CPU-Meldungen bzw. OB82 ausgewertet werden.
Warum meldet 6ES7331-7KF02-0AB0 Drahtbruch, obwohl der Sensor angeschlossen ist? Siemens nennt als Ursachen einen offenen Kanal, eine Leitungsunterbrechung oder einen aktiv parametrierten, aber unbenutzten Kanal. Zusätzlich zeigen Siemens-Foren und PLCtalk immer wieder, dass falsche 2-Draht-/4-Draht-Parametrierung oder unpassende Verdrahtung zu Drahtbruchmeldungen führen. Prüfen Sie deshalb, ob Sensorart, HW-Konfig und Verdrahtung zusammenpassen, ob ungenutzte Kanalgruppen deaktiviert sind und ob die Stromschleife tatsächlich geschlossen ist.
Warum zeigt die Karte bei 4 mA sofort ca. 32000 oder 32767 an? Ein solcher Vollausschlag ist oft ein Hinweis auf falsche Messbereichseinstellung, falsche Stellung der Messbereichsmodule oder einen Diagnose-/Fehlerwert. Siemens beschreibt, dass Analogeingangsmodule bei Fehlern den Wert 7FFFH zurückgeben. Im SPS-Forum wurde bei genau diesem Modul außerdem auf falsch gesetzte Messbereichsmodule C/D sowie auf Verdrahtungsdetails an den Klemmen hingewiesen; in dem diskutierten Fall stand am Ende sogar ein Defekt einzelner Kanäle im Raum. Prüfen Sie daher Messart, Messbereich, Seitenmodule, Verdrahtung und testen Sie den Kanal mit einem definierten Signalgeber.
Warum bekomme ich bei 4…20 mA oder 1…5 V einen Underflow? Siemens nennt für Underflow vor allem zwei Ursachen: falsche Messbereichseinstellung oder verpolte Sensorverdrahtung in den Bereichen 4…20 mA und 1…5 V. Vergleichen Sie deshalb die eingestellte Messart in STEP 7 mit der realen Verdrahtung und prüfen Sie Plus/Minus der Sensoranschlüsse. Gerade nach Kartenwechseln oder Umbauten sollte zusätzlich kontrolliert werden, ob die Baugruppe wirklich auf die gewünschte Strom- oder Spannungsmessung konfiguriert ist.
Warum erscheint ein Common-Mode-Fehler an der Baugruppe? Siemens beschreibt den Common-Mode-Fehler als unzulässige Potentialdifferenz zwischen Eingängen/M- und der Referenz MANA. Abhilfe schafft das korrekte Verbinden von M- mit MANA, eine saubere Potentialführung, geringerer Leitungswiderstand oder eine angepasste Verdrahtung mit größerem Leiterquerschnitt. Ist eine Kanalgruppe nicht in Betrieb, sollte sie in der Parametrierung deaktiviert werden, damit keine unnötigen Diagnosemeldungen entstehen.

Ist 6ES7331-7KF02-0AB0 noch eine sinnvolle Ersatzteilnummer für bestehende S7-300-Anlagen?

Ja. Für Bestandsanlagen ist die Baugruppe weiterhin eine sinnvolle Ersatzteilnummer, weil Siemens sie aktuell noch als Spare Part führt und sie exakt zu vielen bestehenden S7-300- und ET-200M-Strukturen passt. Gleichzeitig zeigt der bei EICHLER genannte EOP-Termin 01.10.2025, dass die Versorgung strategisch abgesichert werden sollte. Für Einkäufer und Entscheider heißt das: Kurz- bis mittelfristig ist die Nummer weiterhin relevant, langfristig sollten Reparaturfähigkeit, Lagerstrategie und Modernisierungspfade mitgedacht werden.

Welche Signale kann 6ES7331-7KF02-0AB0 tatsächlich verarbeiten?

Die Baugruppe ist für viele Messaufgaben ausgelegt. Unterstützt werden Spannungsbereiche von mV bis ±10 V, Strombereiche inklusive 0…20 mA und 4…20 mA, Thermoelemente Typ E, J, K, L, N, Pt100/Ni100 sowie Widerstandsmessungen 150/300/600 Ω. Für die Instandhaltung ist das wichtig, weil sich mit einem Modultyp sehr unterschiedliche Feldsignale abdecken lassen. Gleichzeitig muss die Parametrierung sauber zur realen Sensorik passen, da falsche Messart oder falscher Bereich direkt zu Diagnosemeldungen oder unplausiblen Werten führen können.

Welcher Frontstecker und welche Versorgung werden benötigt?

Benötigt werden 24 V DC Lastspannung L+ sowie ein 20-poliger Frontstecker. Die Baugruppe nimmt laut Siemens maximal 30 mA aus L+ und maximal 50 mA aus dem Rückwandbus auf. Für die Planung im Schaltschrank ist außerdem relevant, dass das Modul 40 mm breit, 125 mm hoch und 117 mm tief ist. Wer eine bestehende Karte ersetzt, sollte deshalb nicht nur die Artikelnummer prüfen, sondern auch Frontstecker, Versorgung und vorhandene Verdrahtung 1:1 abgleichen.

Kann ich eine ältere 6ES7331-7KF00-0AB0 oder 6ES7331-7KF01-0AB0 durch 6ES7331-7KF02-0AB0 ersetzen?

Ja. Siemens dokumentiert ausdrücklich, dass 6ES7331-7KF02-0AB0 der kompatible Nachfolger von 6ES7331-7KF01-0AB0 und 6ES7331-7KF00-0AB0 ist und dafür keine Änderung der Hardwarekonfiguration notwendig ist. Das ist für Instandhalter besonders wertvoll, weil sich Ausfälle älterer Varianten so oft ohne aufwendige Softwareanpassung beheben lassen. Vor dem Einbau sollten dennoch Verdrahtung, Messart und Messbereichsmodule geprüft werden, damit die physische Konfiguration zur bestehenden Sensorik passt.

Welche Beschaffungs- und Serviceoptionen gibt es aktuell bei EICHLER?

Auf der aktuellen EICHLER-Seite werden mehrere Optionen angeboten. Reparatur ist mit 2–5 Tagen genannt und liegt bei 475,07 € bis 855,12 €. Austausch ist mit 1–3 Tagen und 765,81 € ausgewiesen. Gebraucht wird mit 1–3 Tagen und 850,91 € genannt, Neu ebenfalls mit 1–3 Tagen und 945,45 €. Zusätzlich ist ein Prüfprotokoll für Analogein-/Analogausgaben für 159,00 € je Stück auswählbar. Für einkaufsnahe Entscheidungen ist das hilfreich, weil sich damit Reparatur, Austausch und Bevorratung direkt gegenüberstellen lassen.

Wann ist Reparatur wirtschaftlicher als Austausch oder Neukauf?

Reparatur ist meist dann wirtschaftlich, wenn die Anlage bereits sauber auf genau diese Baugruppe abgestimmt ist, die Verdrahtung erhalten bleiben soll und keine funktionale Änderung nötig ist. Bei späten Life-Cycle-Phasen kann das besonders sinnvoll sein, weil Engineering-Aufwand, Wiederinbetriebnahmezeit und Freigaberisiko oft geringer sind als bei einer Umstellung auf andere Plattformen. Austausch ist im Vorteil, wenn die Verfügbarkeit im Vordergrund steht und die Anlage schneller wieder laufen muss. Neu oder gebraucht sind vor allem für Lageraufbau, kritische Reservehaltung oder parallele Ersatzteilstrategien interessant.

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