SIEMENS 6AV6643-0AA01-1AX0

  • SIEMENS | HMI | Touch-Panels

  • EICHLER-Art.Nr.: K0170440
  • EAN: 4025515074144
  • UPC: 662643209563

Produktbeschreibung

SIMATIC TP 277 6 TOUCHPANEL 5,7 TFT-DISPLAY 4MBYTE PROJEKTIERUNGS-SPEICHER, PROJEKTIERBAR MIT WINCC FLEXIBLE 2005 STANDARD

Leistungen für SIEMENS 6AV6643-0AA01-1AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 1.733,51 €

bis 3.120,32 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

7 Stck.

2.400,30 €

je Stck. 159,00 €

2.400,30 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

7 Stck.

2.667,00 €

je Stck. 159,00 €

2.667,00 € *

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Neu

1-3 Tage

3 Stck.

12.203,49 €

12.203,49 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: 5D002ENCU
Nettogewicht pro ME 0.98
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2021-10-01
EAN 4025515074144
UPC 662643209563
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) ST9.80
Fabrikategruppe 4357
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20080331
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-36-01-02
eClass 5.1 27-24-23-02
eClass 6.0 27-24-23-02
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001412
ETIM 5 EC001412

Was ist 6AV6643-0AA01-1AX0 und wo wird es eingesetzt

6AV6643-0AA01-1AX0 ist ein SIMATIC TP 277 6" Touch Panel von Siemens. Das Bediengerät gehört zur klassischen 270er-Serie und ist für die maschinennahe Bedienung und Visualisierung ausgelegt. Siemens nennt als typische Einsatzfelder Produktionsautomatisierung, Prozessautomatisierung und Gebäudeautomation. Das Panel wird direkt an der Anlage eingesetzt, wenn Bediener Sollwerte eingeben, Meldungen quittieren, Rezepte verwalten oder Prozesszustände überwachen müssen. Gerade in Bestandsanlagen ist dieses Modell relevant, weil viele Maschinen noch mit WinCC flexible-Projekten, vorhandenen Einbauausschnitten und älteren SPS-/Netzwerkstrukturen arbeiten. Für Instandhaltung und Einkauf ist die Artikelnummer deshalb oft der Schlüssel, um Stillstände schnell einem passenden Ersatz-, Austausch- oder Reparaturweg zuzuordnen.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das TP 277 6" arbeitet mit einem 5,7"-TFT-Display mit 320 x 240 Pixeln und 256 Farben. Für die Praxis bedeutet das eine solide, klassische HMI-Darstellung für bewährte Visualisierungen, Meldeseiten und Rezeptbilder. Der analoge resistive Touchscreen ist auf direkte Fingereingabe ausgelegt und lässt sich bei Bedarf nachkalibrieren. Das Gerät wird mit 24 V DC versorgt und bietet 1 x RS422, 1 x RS485, 1 x Ethernet (RJ45), 1 x USB sowie einen Multi Media Card-Slot. Dadurch lässt sich das Panel in viele bestehende Altanlagen integrieren, ohne die Kommunikationsarchitektur vollständig zu ändern. Die Front ist im eingebauten Zustand IP65, die Rückseite IP20. Außerdem sind 16 Online-Sprachen und 32 Projektsprachen möglich, was bei international eingesetzten Maschinen wichtig ist.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6AV6643-0AA01-1AX0 ist das Life-Cycle-Thema zentral. Die EICHLER-Artikelseite führt einen Produktstatus EOP: 2021-10-01. Siemens dokumentiert das Gerät zudem seit Jahren als Ersatzteil-/Abkündigungsthema und nennt in den Statusunterlagen für das SIMATIC TP 277 6" einen Zieltermin 01.10.2026 für den weiteren Statusfortschritt. Für Beschaffung und Instandhaltung heißt das: Neuteilverfügbarkeit ist kein sicherer Planungsanker mehr, während Reparatur, Austausch und Bestandsabsicherung deutlich wichtiger werden. Als von Siemens genannte Nachfolgepfade tauchen zwei Kontexte auf: In älteren Comfort-Panel-Migrationsleitfäden wird das TP700 Comfort im Gerätewechsel-/Migrationsumfeld genannt, in den aktuellen HMI Upgrade Packages führt Siemens für das TP 277 6" das TP900 Comfort als Nachfolger. Ein Austausch sollte daher immer mit Projekt-, Einbau- und Kommunikationsprüfung erfolgen.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Für dieses Panel sind bei EICHLER Reparatur, Austausch, gebrauchte Geräte, Neugeräte und ein optionales Prüfprotokoll vorgesehen; die Artikelseite zeigt dafür mehrere Varianten mit kurzen Lieferzeiten. Das ist besonders relevant, wenn eine Anlage nicht auf ein Migrationsprojekt warten kann und kurzfristig wieder produktionsfähig werden muss. Reparaturen auf Bauteilebene helfen, bestehende Geräte wirtschaftlich weiter zu nutzen. Austauschgeräte sind sinnvoll, wenn die Linie schnell wieder anlaufen muss und die Instandhaltung das defekte Panel im Nachgang zurückführen will. Gebraucht- oder Neugeräte sind wichtig, wenn Lagerstrategien oder Reservebestände aufgebaut werden. Ergänzend stützt EICHLER diese Versorgung mit bis zu 36 Monaten Garantie und Gewährleistung, 24/7-Erreichbarkeit, funktionsgeprüften Baugruppen sowie Life Cycle Management, um Obsoleszenzrisiken in Bestandsanlagen beherrschbar zu halten.

Attribut Wert
Produkttyp-Bezeichnung TP277
kundenindividuelle Konfiguration Ja
Display
Ausführung des Displays TFT
Bildschirmdiagonale 5,7 in
Farb-Display Ja
Anzahl Farben 256
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 320 pixel
● vertikale Bildauflösung 240 pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 60 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Touch-Screen
Tastatur
● Funktionstasten
— Anzahl Funktionstasten 0
— Anzahl Funktionstasten mit LEDs 0
● Systemtasten Nein
— Anzahl Systemtasten 0
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
Touchbedienung
● Ausführung als Touch-Screen Ja; analog, resistiv
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser USB / USB / USB
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
Versorgungsspannung
Spannungsart der Versorgungsspannung DC
Prozessor
Prozessortyp RISC 32 bit
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 4 Mbyte
Speicherkapazität des Hauptspeichers, max. 64 Mbyte
Uhrzeit
Uhr
● Typ Softwareuhr, synchronisierbar, ungepuffert
● gepuffert Nein
● synchronisierbar Ja
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp 1x RS 422, 1x RS 485, 1x Ethernet (RJ45)
Anzahl Schnittstellen Industrial Ethernet 1
Anzahl Schnittstellen RS 485 1
Anzahl Schnittstellen RS 422 1
Anzahl Schnittstellen USB 1; bis max. 1 GB
Multimedia Card-/SD-Card-Slot 1x Multimedia Card-Slot, bis max. 128 MB
mit SW-Schnittstellen Nein
Protokolle
PROFINET IO Ja
PROFIsafe Nein
PROFIBUS Ja
EtherNet/IP Nein
Protokolle (Ethernet)
● TCP/IP Ja
Weitere Protokolle
● MODBUS Ja
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
NEMA (frontseitig) NEMA 4x (im eingebauten Zustand)
Normen, Zulassungen, Zertifikate
CE-Kennzeichen Ja
UL-Zulassung Ja
geeignet für Sicherheitsfunktionen Nein
Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich
● ATEX Zone 2 Nein; Zertifikat ab 1.10.2020 nicht mehr verfügbar
● ATEX Zone 22 Nein; Zertifikat ab 1.10.2020 nicht mehr verfügbar
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● min. 0 °C
● max. 50 °C
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 80 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem Windows CE
Projektierung
Meldungsanzeige Ja
Meldesystem (inkl. Puffer und Quittierung) Ja
Prozesswertdarstellung (Ausgabe) Ja
Prozesswertvorgabe (Eingabe) möglich Ja
Rezeptverwaltung Ja
Projektierungs-Software
● Projektierungstool WinCC flexible Standard ab Version 2005 SP 1 (separat zu beziehen)
● STEP 7 Basic (TIA Portal) Nein
● STEP 7 Professional (TIA Portal) Nein
● WinCC flexible Compact Nein
● WinCC flexible Standard Ja
● WinCC flexible Advanced Ja
● WinCC Basic (TIA Portal) Nein
● WinCC Comfort (TIA Portal) Ja
● WinCC Advanced (TIA Portal) Ja
● WinCC Professional (TIA Portal) Ja
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 16
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 80
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 4 000
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 4 000
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 4 000
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Ja
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, SINUMERIK, SIMOTION, ...) Ja
● Zeilen 1
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen
— Anzahl Quittiergruppen Ja
● Meldeindikator Ja
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 300
● Datensätze pro Rezeptur 500
● Einträge pro Datensatz 1 000
● Rezepturspeicher 64 kbyte integrierter Flash, erweiterbar (mittels optionaler Speicherkarte)
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 2 048
● Anzahl Variablen pro Bild 200
● Anzahl Variablen 1 000
● Typ Date & Time 2 048
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Ja
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 500
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 10 000 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 200
● Anzahl Datum/Uhrzeit Felder 200
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Vektorgrafik
— Ikons 1 000
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern bei SIMATIC S7
● dynamische Objekte Diagramme, Balken, Schieber, Analoganzeige, unsichtbare Schaltflächen
— Anzahl Objekte pro Projekt 1 000
— Anzahl Kurvendiagramme pro Bild 10
● Methoden Trend / Profil
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 10
● Schieberegler
— Anzahl Schieber pro Bild 10
● Zeigerinstrumente
— Anzahl Analoganzeigen pro Bild 10
● Grenzwertlinien Ja
● Anzahl alphanumerische Felder 300
— alphanumerische Felder pro Bild 200
● Anzahl numerische Felder 2 048
— numerische Felder pro Bild 200
● Anzahl Passwortfelder 2 048
● Anzahl sichtbare Schalter pro Projekt 200
— sichtbare Schalter pro Bild 200
— unsichtbare Schalter pro Bild 200
● Anzahl Zustandsschalter pro Projekt 200
— Anzahl Zustandsschalter pro Bild 200
● Anzahl Wahlschalter pro Projekt 200
— Wahlschalter pro Bild 200
● Anzahl Dekadenschalter pro Projekt 200
— Dekadenschalter pro Bild 200
● Anzahl Meldeleuchte pro Projekt 200
— Meldeleuchte pro Bild 200
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Ja
● Bewegung X/Y Ja
● Ausblenden Ja
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 500
● Anzahl Textlisten pro Bild 200
● Anzahl Einträge pro Textliste 256
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 400
● Anzahl Grafiklisten pro Bild 200
● Anzahl Einträge pro Grafikliste 256
Archivierung
● Anzahl Archive pro Gerät 20
● Anzahl Messstellen 20
● Anzahl Einträge pro Archiv 10 000
● Meldearchiv Ja
● Prozesswertarchiv Ja
● Archivierungsmethoden
— Folgearchiv Ja
— Umlaufarchiv Ja
● Speicherort Multimedia Card
— Ethernet Ja
● Datenablageformat
— CSV Ja
● Onlineauswertung
— über Kurven Ja
Filter
● zyklisch Ja
● Toleranz Ja
● Änderung Ja
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Protokollierung über Drucker
● Protokollierung/Drucken Meldungen, Report (Schichtprotokoll), Farbdruck, Hardcopy
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, USB, Ethernet, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S5, S7-200, S7- 300/400, TI 505, SINUMERIK, SIMOTION, Allen Bradley (DF1), Allen Bradley (DF485), Mitsubishi (FX), Telemecanique (ADJUST), OMRON (LINK/Multilink), Modicon (Modbus) siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-1200 Ja
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— Ethernet Ja
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Ja
● S5 Ja
— seriell Ja
— PROFIBUS DP Ja
● TI 505 Ja
● Allen Bradley (DF1) Ja
● Allen Bradley (DF485) Ja
● Mitsubishi (FX) Ja
● Mitsubishi (MP4) Ja
● Telemecanique (ADJUST) Ja
● Telemecanique (Uni-Telway) Ja
● OMRON (Host Link) Ja
● Modicon (Modbus RTU) Ja
● GE-Fanuc (SNP) Ja
Funktionen
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Ja
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Ja
● Touchkalibrierung Ja
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Ja
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Ja
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Ja
Peripherie/Optionen
Peripherie Drucker, Barcodeleser
SIMATIC HMI MM-Speicherkarte: Multi Media Card Ja
Zusatz-Softwarekomponenten ladbar Ja
Maße
Breite der Gehäusefront 212 mm
Höhe der Gehäusefront 156 mm
Einbauausschnitt, Breite 197 mm
Einbauausschnitt, Höhe 141 mm
Einbautiefe 45 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 0,78 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum reagiert der Touchscreen des TP 277 ungenau oder gar nicht? Siemens weist darauf hin, dass je nach Einbaulage und Blickwinkel Parallaxen entstehen können. In diesem Fall sollte der Touchscreen im Control Panel > OP > Touch neu kalibriert werden. Reagiert der Touch danach weiterhin nicht sauber, muss zusätzlich geprüft werden, ob die Touchfolie mechanisch beschädigt ist. Scharfe oder harte Gegenstände können die Lebensdauer des Touchscreens deutlich verkürzen bis hin zum Totalausfall.
Warum klappt der Transfer auf das TP 277 nach einer Projektänderung oder nach einem Wechsel der WinCC-flexible-Version nicht? Das Panel muss in den Transfer-Modus versetzt sein, der richtige Datenkanal muss konfiguriert werden und die Verbindungsparameter müssen zur realen Verbindung passen. Tritt das Problem nach einer Versionsumstellung auf, sollte zuerst geprüft werden, ob auf dem Panel das passende Betriebssystem-Image vorhanden ist. Im SPS-Forum wird für MP/TP-277-Geräte außerdem beschrieben, dass bei älterem Panel-Image ein vorheriges OS-Update nötig sein kann und dass bei Ethernet-Problemen testweise ein Transfer über PROFIBUS helfen kann.
Warum gibt es keine Verbindung über MPI oder PROFIBUS DP? Beim TP 277 müssen Busadresse, Übertragungsrate, HSA/Höchste Stationsadresse und übrige Busparameter exakt zum Netzwerk passen. Siemens betont, dass die Busparameter bei allen Teilnehmern im MPI/PROFIBUS-DP-Netz übereinstimmen müssen. In der Diagnose des Bediengeräts stehen Fehler wie 140014 für eine bereits belegte Busadresse und 140015 für falsche Übertragungsrate oder fehlerhafte Busparameter. In der Praxis ist deshalb zuerst die eindeutige Adresse des Panels und danach das Profil des Netzes zu prüfen.
Warum erscheint beim Start die Meldung „No image found. Waiting for image update…“? Diese Meldung spricht dafür, dass auf dem Bediengerät kein lauffähiges Image verfügbar ist. Siemens empfiehlt in diesem Fall ein OS-Update mit „Reset to factory settings“. Vor dem Zurücksetzen sollten vorhandene Lizenzen, Rezepte und Benutzerdaten gesichert werden, weil das Update die Daten auf dem Panel löscht. Nach erfolgreichem OS-Update bleibt das Bediengerät im Transfer-Modus und das Projekt kann anschließend erneut übertragen werden.
Warum erscheint die Meldung 70029 „Backup of the RAM file system has failed“? Siemens nennt für 70029 als Maßnahme, die Einstellungen im Control Panel > OP zu prüfen und die Dateien über „Save Files“ im Register „Persistent Storage“ zu sichern. Die Meldung bedeutet, dass keine Sicherungskopie des RAM-Dateisystems erstellt wurde. Für Betreiber ist das kritisch, weil nach einem Neustart Änderungen oder lokale Daten fehlen können, wenn sie nicht sauber in den persistenten Speicher geschrieben wurden.

Kann ich 6AV6643-0AA01-1AX0 heute noch neu kaufen oder nur als Ersatzteil?

Siemens führt das Gerät als Spare Part und die Statuslage zeigt klar, dass es sich um ein Legacy-HMI handelt. Gleichzeitig bietet die EICHLER-Artikelseite mehrere Beschaffungswege an, nämlich Reparatur, Austausch, gebraucht und neu. Für Betreiber bedeutet das: Ein Bezug ist grundsätzlich noch möglich, aber die Versorgung sollte nicht mehr ausschließlich über klassische Neuteilplanung gedacht werden. Für eine belastbare Ersatzteilstrategie sind Austauschgeräte, reparaturfähige Altgeräte und Lagerabsicherung meist die sicherere Route.

Mit welcher Software wird das TP 277 6" projektiert?

Die Siemens-Datenblätter nennen für dieses Panel WinCC flexible Standard ab Version 2005 SP1 beziehungsweise höhere passende WinCC-flexible-Stände. Genau das ist für Bestandsmaschinen entscheidend, weil viele Altanlagen noch auf dieser Engineering-Welt basieren. Wer heute Änderungen plant, sollte vorab klären, welche Softwareversion ursprünglich verwendet wurde und ob ein reiner Transfer genügt oder eine Migration nötig wird. Für Instandhaltung und Engineering ist diese Prüfung wichtig, damit ein Projekt nicht an einer unpassenden Image- oder Versionskombination scheitert.

Wird das TP 277 6" in aktuellen TIA-Portal-Versionen noch direkt unterstützt?

Siemens nennt das TP 277 6" in den Migrationsleitfäden ausdrücklich unter den Bediengeräten, die nach dem Versionswechsel auf WinCC (TIA Portal) V15 nicht mehr direkt unterstützt werden. Das heißt nicht, dass eine Modernisierung unmöglich ist, aber der Weg führt in der Regel über Migration, Gerätewechsel und Comfort-Panel-Nachfolger statt über eine direkte Weiterprojektierung des Altgeräts in aktuellen Ständen. Für Betreiber ist das wichtig, weil eine reine Software-Aktualisierung ohne HMI-Strategie sonst schnell in Sackgassen endet.

Welcher Nachfolger ist für das TP 277 6" vorgesehen?

Siemens nennt in den aktuellen HMI Upgrade Packages für das TP 277 6" das TP900 Comfort als Nachfolger. Daneben führen ältere Siemens-Migrationsleitfäden und Dokumente zur Ausschnittkompatibilität das TP700 Comfort im Zusammenhang mit Gerätewechsel, Migration und Einbauausschnitt. Technisch ist deshalb nicht nur die Nachfolgernummer wichtig, sondern auch der konkrete Anwendungsfall: reiner Upgrade-Pfad, mechanische Anpassung, Projektmigration, Kommunikationsschnittstellen und Bedienbild-Konzept. Ein Nachfolger sollte immer auf Basis des vorhandenen Projekts und der Maschine bewertet werden.

Passt ein Comfort Panel mechanisch in den vorhandenen Ausschnitt?

Siemens beschreibt, dass der Einbauausschnitt des TP700 Comfort mit dem von TP 177B 6", MP 177 6" und TP 277 6" kompatibel ist. Gleichzeitig weist Siemens darauf hin, dass sich alte und neue Bediengeräte wegen des Widescreen-Formats und der geänderten Gerätegeneration nur eingeschränkt direkt vergleichen lassen. Für die Praxis heißt das: Der mechanische Ausschnitt kann passen, trotzdem müssen Frontlayout, Bedienbilder, Auflösung, Projektlogik und Schnittstellen vor dem Tausch geprüft werden.

Kann ich ein bestehendes TP277-Projekt ohne Originaldatei zurückholen?

Nur eingeschränkt. Siemens beschreibt für das TP 277 eine Upload-Möglichkeit der komprimierten Projektdatei, aber dafür muss diese Datei zuvor zusammen mit dem Runtime-Projekt auf das Bediengerät übertragen worden sein, und das Gerät benötigt dafür eine externe Speicherkarte. Fehlt diese Grundlage, ist ein vollständiger editierbarer Rückweg oft nicht gegeben. Auch im SPS-Forum wird darauf hingewiesen, dass ohne Originalprojekt ein Rücktransfer problematisch ist. Für Umbauten oder Migrationen sollte das vorhandene Engineering-Projekt deshalb möglichst früh gesichert werden.

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