SIEMENS 6AV6545-0BB15-2AX0

  • SIEMENS | HMI | Touch-Panels

  • EICHLER-Art.Nr.: K0116923
  • EAN: 4025515066125

Produktbeschreibung

SIMATIC TOUCHPANEL TP170B MONO BLUE MODE STN-DISPLAY MPI-/PROFIBUS-DP -SCHNITTSTELLE DRUCKER-/RS232-SCHNITTSTELLE SLOT FUER CF-CARD PROJEKTIERBAR MIT PROTOOL/LITE AB VERSION V5.2+SP2

Leistungen für SIEMENS 6AV6545-0BB15-2AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 1.216,24 €

bis 2.189,23 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

1-3 Tage

10 Stck.

1.514,70 €

je Stck. 159,00 €

1.514,70 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

10 Stck.

1.683,00 €

je Stck. 159,00 €

1.683,00 € *

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Neu

1-3 Tage

1 Stck.

2.714,00 €

2.714,00 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 0.7
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2008-04-01
EAN 4025515066125
UPC /
Statistische Warennummer 85371095
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe /
Ursprungsland /
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6AV6545-0BB15-2AX0 und wo wird es eingesetzt

6AV6545-0BB15-2AX0 ist ein SIMATIC HMI Touch Panel TP 170B Mono von Siemens für die Bedienung und Beobachtung von Maschinen und Anlagen. Das Gerät arbeitet mit einem 5,7-Zoll-STN-Display mit 4 Blaustufen und ist für klassische HMI-Aufgaben ausgelegt: Sollwerte eingeben, Meldungen anzeigen, Betriebszustände visualisieren und einfache Bedienbilder im laufenden Produktionsprozess bereitstellen. Durch MPI/PROFIBUS-DP und zusätzliche serielle Schnittstellen passt das Panel vor allem in Bestandsanlagen, in denen ältere SIMATIC-Architekturen weiter betrieben werden. Typische Einsatzfelder sind Retrofit-Projekte, Ersatzteilfälle in der Instandhaltung sowie die Absicherung von Produktionslinien, bei denen ein vorhandenes Bedienkonzept möglichst ohne großen Umbau erhalten bleiben soll.

Überblick über die wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das TP170B Mono arbeitet mit 320 × 240 Pixeln, analog-resistivem Touch, 0,25 A Nennstromaufnahme und typischerweise 6 W Leistungsaufnahme. Für den Anwender bedeutet das: solide Bedienbarkeit für klassische Maschinenmasken, aber kein modernes High-End-Grafikpanel. Wichtig für den Ersatzfall sind vor allem die Schnittstellen/Bustypen mit TTY optional, 2x RS232, 1x RS422 und 1x RS485 bis 12 Mbit/s sowie der CF-Card-Slot. Die Front ist mit IP65 geschützt, die Rückseite mit IP20. Das Gerät nutzt Windows CE als vorinstalliertes Betriebssystem und wird laut Daten auf der Artikelseite mit ProTool/Lite ab Version 5.2 SP1 oder WinCC flexible Compact ab Version 2004 projektiert. Zusätzlich nennt Siemens im Handbuch eine Versorgungsspannung von 24 V DC. Für Einkauf und Technik sind genau diese Punkte entscheidend, weil sie über elektrische Kompatibilität, Projekterhalt und Einbaubarkeit entscheiden.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6AV6545-0BB15-2AX0 ist auf der EICHLER-Artikelseite ein Produktstatus EOP: 2008-04-01 hinterlegt. Siemens führt das Gerät in Suchtreffern zudem als Spare part und verweist in Produktstatusmeldungen darauf, dass die TP-170-Reihe abgekündigt wurde. Für Betreiber bedeutet das: Das Panel gehört klar in den Obsoleszenz- und Bestandserhaltungsbereich. Wer eine Anlage mit diesem Bediengerät weiterfahren will, sollte nicht nur die Artikelnummer sichern, sondern auch Projektstand, Schnittstelle, Image-Version und Ersatzstrategie dokumentieren. Siemens nennt für die abgekündigte TP-170-Reihe Nachfolgegenerationen innerhalb späterer Panelfamilien, dennoch sollte bei dieser Bestellnummer nicht von einem 1:1-Drop-in-Ersatz ausgegangen werden. Vor einem Austausch müssen immer Projektmigration, Kommunikationsweg und Softwarestand geprüft werden.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Bei EICHLER sind für dieses Panel Reparatur, Austausch, Gebrauchtgerät und Neugerät als Leistungswege aufgeführt. Für die Reparatur nennt die Seite eine Bearbeitungszeit von 1–3 Tagen; außerdem umfasst sie technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Zusätzlich werden auf den Shop-Snippets bis zu 36 Monate Garantie und Gewährleistung, funktionsgeprüfte Baugruppen und 24/7-Service hervorgehoben. Das ist besonders relevant, wenn in der Produktion Ausfallzeiten teuer sind, eine Migration aktuell nicht möglich ist oder ein Originalgerät kurzfristig benötigt wird. Aus Sicht von Instandhaltung und Einkauf schaffen diese Leistungen eine belastbare Brücke zwischen Obsoleszenz und weiterer Anlagenverfügbarkeit: Statt auf unsichere Restbestände zu setzen, lässt sich die Funktionsfähigkeit über Reparatur, Austausch oder geprüfte Ersatzgeräte gezielt absichern.

Attribut Wert
Display
Ausführung des Displays STN, 4 Blaustufen
Bildschirmdiagonale 5,7 in
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 320 Pixel
● vertikale Bildauflösung 240 Pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 50 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Touch-Screen
Tastatur
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Nein
Touchbedienung
● Ausführung als Touch-Screen Ja; analog, resistiv
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser - / - / -
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
maximal zulässiger Neigungswinkel ohne Fremdbelüftung 35°
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 0,25 A
Leistung
aufgenommene Wirkleistung, typ. 6 W
Prozessor
Prozessortyp RISC 32 bit, 66 MHz
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 768 kbyte
Uhrzeit
Uhr
● Typ Softwareuhr, synchronisierbar, ungepuffert
● gepuffert Nein
● synchronisierbar Ja
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp TTY optional, 2x RS 232, 1x RS 422, 1x RS 485 (max. 12 Mbit/s)
CF-Card-Slot 1x CF-Card-Slot
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, FM Class I Div. 2, UL, CSA
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 85 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem Windows CE
Projektierung
Projektierungs-Software
● Projektierungstool ProTool / Lite ab Version 5.2 SP 1 oder WinCC flexible Compact ab Version 2004 (separat zu beziehen)
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 5
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 70
● Anzahl ToolTips 0
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 2 000
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 2 000
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 2 000
● CPU-Meldungen Nein
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Nein
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, Sinumerik, Simotion, ...) Nein
● Zeilen 1
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen
— Anzahl Quittiergruppen 99
● Meldeindikator Ja
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 100
● Datensätze pro Rezeptur 200
● Einträge pro Datensatz 200
● Rezepturspeicher 32 kbyte integrierter Flash, erweiterbar
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 1 000
● Anzahl Variablen pro Bild 50
● Anzahl Variablen 1 000
● Initialwerte 1 000
● Typ Date & Time 1 000
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Nein
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 100
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 2 000 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 0
● Anzahl Datum/Uhrzeit Felder 30
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Ikon (bildschirmfüllend)
— Ikons 500
— Ikon (bildschirmfüllend) 50
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern nicht möglich
● dynamische Objekte Diagramme, Balken, unsichtbare Schaltflächen
— Anzahl Objekte pro Projekt 500
— Anzahl Kurvendiagramme pro Bild 5
● Methoden Trend
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 5
● Schieberegler
— Anzahl Schieber pro Bild 0
● Zeigerinstrumente
— Anzahl Analoganzeigen pro Bild 0
● Grenzwertlinien Ja
● Anzahl alphanumerische Felder 1 000
— alphanumerische Felder pro Bild 100
● Anzahl numerische Felder 1 000
— numerische Felder pro Bild 100
● Anzahl Passwortfelder 1 000
● Anzahl sichtbare Schalter pro Projekt 1 000
— sichtbare Schalter pro Bild 100
— unsichtbare Schalter pro Bild 100
● Anzahl Zustandsschalter pro Projekt 1 000
— Anzahl Zustandsschalter pro Bild 100
● Anzahl Wahlschalter pro Projekt 1 000
— Wahlschalter pro Bild 100
● Anzahl Dekadenschalter pro Projekt 0
— Dekadenschalter pro Bild 0
● Anzahl Meldeleuchte pro Projekt 1 000
— Meldeleuchte pro Bild 100
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Ja
● Bewegung X/Y Ja
● Ausblenden Ja
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 300
● Anzahl Textlisten pro Bild 10
● Anzahl Einträge pro Textliste 256
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 100
● Anzahl Grafiklisten pro Bild 10
● Anzahl Einträge pro Grafikliste 255
Security
● Anzahl Benutzergruppen 10
● Passwort-Export/Import Ja
Datenträgerunterstützung
● PC-Card Nein
● CF-Card Ja
● Diskettenlaufwerk Nein
● Festplatte Nein
● CD-ROM Nein
Protokollierung über Drucker
● Protokollierung/Drucken Meldungen, Report (Schichtprotokoll)
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, seriell, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S5, S7-200, S7- 300/400, TI 505, Win AC, SINUMERIK, SIMOTION, Allen Bradley (DF1), Mitsubishi (FX), Telemecanique (ADJUST), Modicon (Modbus), weitere Fremdtreiber siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Nein
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Nein
● S5 Ja
— seriell Ja
— PROFIBUS DP Ja
● TI 505 Ja
● Allen Bradley (DF1) Ja
● Allen Bradley (DF485) Nein
● Mitsubishi (FX) Ja
● Mitsubishi (MP4) Ja
● Telemecanique (ADJUST) Ja
● Telemecanique (Uni-Telway) Ja
● OMRON (Host Link) Nein
● Modicon (Modbus RTU) Ja
● GE-Fanuc (SNP) Ja
Funktionen
● Tastenrepeat Nein
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Ja
● Menübaumeditor Nein
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Ja
● Touchkalibrierung Ja
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Ja
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Ja
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Ja
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Ja
Peripherie/Optionen
Peripherie Drucker
SIMATIC HMI MM-Speicherkarte: Multi Media Card Nein
SIMATIC HMI SD-Speicherkarte: Secure Digital Memory Card Nein
USB-Speicher Nein
Maße
Breite der Gehäusefront 212 mm
Höhe der Gehäusefront 156 mm
Einbautiefe 45 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 0,7 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum reagiert der Touch meines TP170B nicht mehr an der richtigen Stelle? Siemens beschreibt, dass eine Kalibrierung nötig werden kann, wenn Bedienobjekte nicht mehr korrekt reagieren oder Alterung und Umwelteinflüsse die Touch-Lage verändern. Beim TP170B erfolgt die Rekalibrierung über den Loader, dann Control Panel, OP Properties, Register Touch und Recalibrate. Anschließend müssen die Kalibrierkreuze vollständig nacheinander bestätigt und die neuen Werte gespeichert werden.
Warum meldet WinCC flexible beim Transfer, dass Projektversion und Betriebssystem des Bediengeräts nicht kompatibel sind? In diesem Fall passt die im Projekt gewählte Geräteversion nicht zur Image- bzw. OS-Version des Panels. Siemens beschreibt dafür die Aktualisierung des Betriebssystems über WinCC flexible oder ProSave im Bereich OS Update mit der zum TP170B gehörenden Image-Datei. Vorher sollte eine Sicherung erfolgen, weil beim OS-Update Daten auf dem Bediengerät gelöscht werden können.
Warum bekomme ich keine Verbindung zum TP170B über MPI oder seriell? Prüfen Sie zuerst, ob am Panel der benötigte Transferkanal überhaupt freigegeben ist. Siemens nennt dafür die Aktivierung von Serial Transfer bzw. MPI/DP Transfer in den Transfer-Einstellungen. Im SPS-Forum wird außerdem beschrieben, dass für IF2 ein serielles Kabel und kein Nullmodem benötigt wird; für IF1B/RS485 wird ein PCMCIA-CP mit passender MPI-Leitung genannt. Danach Kommunikationsart, Adresse und Parameter am Panel und am PG/PC abgleichen.
Warum erscheint die Meldung „Die eingestellte lokale Teilnehmeradresse ist bereits vergeben“? Diese Meldung weist auf eine doppelt vergebene MPI-Adresse hin. Im SPS-Forum wird empfohlen, die Adressen von PG, Panel und CPU zu prüfen. Dort wird auch beschrieben, dass nach einem Runtime-Test dem PG unter Umständen die Adresse des Panels zugewiesen wurde; danach sollte die PG-Adresse wieder auf den Standard zurückgesetzt und die Verbindung neu aufgebaut werden.
Warum zeigt das TP170B nach Start oder Transfer nur einen weißen oder leeren Bildschirm? Praxisquellen nennen dieses Fehlerbild sowohl nach dem Hochlauf als auch nach einem scheinbar erfolgreichen Transfer. Siemens beschreibt im Handbuch, dass bei unterbrochener Wiederherstellung oder bei Kompatibilitätskonflikten das Betriebssystem erneut übertragen werden muss. Sinnvoll ist deshalb, zuerst die Image-Version des Panels zu prüfen und anschließend das passende OS/Image mit ProSave neu zu laden, bevor das Projekt erneut übertragen wird.

Mit welcher Software lässt sich 6AV6545-0BB15-2AX0 projektieren?

Das Panel ist für ProTool/Lite ab Version 5.2 SP1 sowie WinCC flexible Compact ab Version 2004 ausgelegt. Für Bestandsanlagen ist dieser Punkt besonders wichtig, weil ein vorhandenes Projekt nur dann sauber weiterverwendet oder migriert werden kann, wenn Engineering-Stand, Image-Version und Bediengerätversion zusammenpassen. Bei Retrofit- oder Ersatzteilprojekten sollte deshalb nicht nur das Panel, sondern immer auch die Projektierungsumgebung mit betrachtet werden.

Welche Spannungsversorgung und Schutzart braucht das TP170B?

Das Gerät arbeitet mit 24 V DC und ist frontseitig mit IP65, rückseitig mit IP20 angegeben. Für den Einsatz in der Praxis bedeutet das: Die Front eignet sich für den Einbau in Maschinenfronten oder Schaltschränke mit entsprechender Abdichtung, die Rückseite benötigt jedoch den geschützten Einbauraum. Gerade bei Ersatzbeschaffung sollte deshalb nicht nur die Artikelnummer, sondern auch die Einbausituation, die Frontabdichtung und die vorhandene 24-V-Versorgung geprüft werden.

Welche Schnittstellen muss ich vor Bestellung oder Austausch prüfen?

Vor einer Bestellung sollten mindestens MPI/PROFIBUS-DP, die seriellen Schnittstellen und der benötigte Transferweg geprüft werden. Für das TP170B sind TTY optional, 2x RS232, 1x RS422 und 1x RS485 genannt. In der Praxis entscheidet genau diese Schnittstellenlage darüber, ob ein vorhandenes Projekt ohne zusätzliche Anpassungen weiterläuft oder ob Kabel, Adapter, Adressierung und Transferparameter neu abgestimmt werden müssen. Für Einkauf und Technik ist das oft der wichtigste Punkt, um Fehlbestellungen und unnötige Stillstandszeiten zu vermeiden.

Wofür kann ich den CF-Card-Slot beim TP170B nutzen?

Der CF-Card-Slot dient nicht nur als Speichermedium, sondern auch für Backup und Restore. Siemens beschreibt, dass sich Daten zwischen Speicherkarte und Bediengerät über die Funktionen BACKUP und RESTORE übertragen lassen. Für Betreiber älterer Anlagen ist das besonders wertvoll, weil sich damit Projektstände sichern, Wiederherstellungen vorbereiten und Bestandsgeräte besser absichern lassen. Wichtig ist dabei, die Speicherkarte nicht während eines Datenzugriffs zu ziehen, um Datenverlust zu vermeiden.

Ist 6AV6545-0BB15-2AX0 noch ein aktuelles Produkt?

Nein, die zugänglichen Quellen sprechen klar für einen abgekündigten bzw. obsoleten Bestandstyp. Auf der EICHLER-Seite ist EOP: 2008-04-01 hinterlegt, und Siemens führt das Gerät in Suchtreffern als Spare part innerhalb des Product-Lifecycle-Kontexts. Für Anwender heißt das: Das Panel sollte heute vor allem unter dem Blickwinkel Bestandserhalt, Reparaturfähigkeit, Austauschfähigkeit und Versorgungssicherheit betrachtet werden, nicht als aktuelle Neuentwicklung.

Wann ist eine Reparatur sinnvoller als Austausch oder Ersatzkauf?

Eine Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn das vorhandene Panel mechanisch und funktional in die Anlage passt, das Projekt erhalten werden soll und die Anlage schnell wieder verfügbar sein muss. EICHLER nennt für dieses Gerät 1–3 Tage Bearbeitungszeit für Reparaturen sowie technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Wenn dagegen bereits mehrere Geräte ausfallen, keine Projektbasis mehr vorhanden ist oder ein kompletter Reservepool aufgebaut werden soll, kann Austausch oder geprüfter Ersatz wirtschaftlicher sein.

Ist ein moderneres Panel automatisch ein direkter 1:1-Ersatz?

Davon sollte man nicht ausgehen. Siemens kennzeichnet die TP-170-Reihe als ausgelaufen und verweist für die Reihe auf spätere Nachfolgegenerationen, zugleich zeigen Handbuch und Praxismeldungen, dass Image-Version, Betriebssystem, Kommunikationsweg und Projektstand zwingend zusammenpassen müssen. Bei einem Ersatzpfad sollte daher immer geprüft werden, ob wirklich ein funktionsgleicher Austausch möglich ist oder ob eine Migration des Projekts erforderlich wird.

Wichtige Dokumente

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