SIEMENS 6AV6641-0AA11-0AX0

  • SIEMENS | HMI | Operator Panels mit Key

  • EICHLER-Art.Nr.: K0170434
  • EAN: 4025515071440
  • UPC: 662643208795

Produktbeschreibung

SIMATIC OPERATOR PANEL OP 73 3 LC-DISPLAY, GRAFIKFAEHIG, HINTERLEUCHTET, MPI-/PROFIBUS-DP SCHNITTSTELLE, BIS 1,5MB, PROJEKTIERBAR AB WINCC FLEXIBLE 2004 COMPACT HSP ENTHAELT OPEN-SOURCE-SW, DIE UNENTGELTLICH UEBERLASSEN WIRD. SIEHE BEILIEGENDE CD

Leistungen für SIEMENS 6AV6641-0AA11-0AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 659,93 €

bis 1.401,14 €

Austausch

1-3 Tage

4 Stck.

826,20 €

826,20 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

4 Stck.

918,00 €

918,00 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: N
Nettogewicht pro ME 0.29
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2020-10-01
EAN 4025515071440
UPC 662643208795
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) ST9.80
Fabrikategruppe 4368
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20080331
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-36-01-02
eClass 5.1 27-24-23-02
eClass 6.0 27-24-23-02
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001412
ETIM 5 EC001412

Was ist 6AV6641-0AA11-0AX0 und wo wird es eingesetzt

Das SIEMENS 6AV6641-0AA11-0AX0 ist das SIMATIC OP 73, ein kompaktes HMI-Operator-Panel mit Tastenbedienung für maschinennahe Bedien- und Beobachtungsaufgaben. Es wird dort eingesetzt, wo Statusmeldungen, Alarme, einfache Eingaben und Prozesswerte direkt an der Maschine verfügbar sein müssen. Typische Einsatzfelder sind Bestandsanlagen mit SIMATIC S7-200 sowie S7-300/400 über MPI/PROFIBUS DP. Für Instandhalter ist wichtig, dass dieses Panel oft fest in ältere Maschinenkonzepte eingebunden ist und deshalb gezielt als Ersatzteil, für Retrofit, Reparatur oder Austausch gesucht wird. Für Einkauf und Produktion zählt vor allem, dass ein passendes OP73 den Stillstand bestehender Linien häufig schneller reduziert als ein kompletter HMI-Umbau.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das OP73 arbeitet mit einem 3-Zoll-STN-LC-Display mit 160 × 48 Pixeln und monochromer Darstellung. Es ist kein Touchpanel, sondern ein Folientasten-Gerät mit 4 Funktionstasten, 8 Systemtasten sowie numerischer, alphanumerischer und hexadezimaler Eingabe. Die RS-485-Schnittstelle für MPI/PROFIBUS DP unterstützt bis 1,5 Mbit/s und ist damit klar für klassische serielle HMI-Anbindungen in Bestandsanlagen ausgelegt. Frontseitig bietet das Gerät IP65, rückseitig IP20. Es wird mit 24 V DC betrieben, ist für 0 bis 50 °C im Betrieb ausgelegt und nutzt ein Linux-Betriebssystem. Für die Projektierung sind WinCC flexible Compact ab 2004 SP1 mit HSP OP73 sowie WinCC-flexible-Varianten relevant.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für die Ersatzteilstrategie ist entscheidend, dass das SIMATIC OP 73 nicht mehr zu den aktuellen Siemens-HMI-Baureihen gehört. Siemens veröffentlichte eine Auslauf-/Mature-Information für das OP73 und nennt als Nachfolgeplattform das KP300 Basic mono PN mit der Bestellnummer 6AV6647-0AH11-3AX0. Auf der EICHLER-Seite ist für die konkrete MLFB außerdem Produktstatus EOP: 2020-10-01 hinterlegt. Für Betreiber bedeutet das: Die spontane Neubeschaffung über reguläre Standardwege ist bei älteren Panels risikobehaftet. Relevant werden deshalb geprüfte Gebrauchtgeräte, Austauschlösungen, Reparaturen und bei geplanter Modernisierung ein sauber vorbereiteter Migrationspfad auf ein Basic Panel.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann diese relevant sind

Für Betreiber älterer Maschinen sind bei 6AV6641-0AA11-0AX0 vor allem vier Wege relevant: Reparatur, Austausch, gebrauchtes Gerät und Neu-Anfrage. EICHLER bietet für diese MLFB Reparatur, Austausch und gebrauchte Geräte mit kurzen angegebenen Durchlaufzeiten von 1–3 Tagen an; Neu ist als Anfrage vorgesehen. Besonders für Instandhaltung ist die Reparatur interessant, wenn Projektstand, Einbausituation und Bedienlogik unverändert bleiben sollen. Laut EICHLER umfasst die Reparatur technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Für Einkauf und Produktion senkt das das Risiko ungeplanter Folgeschäden und hilft, die Funktionsfähigkeit auch nach Obsoleszenz wirtschaftlich abzusichern.

Attribut Wert
Produkttyp-Bezeichnung OP 73
kundenindividuelle Konfiguration Nein
Display
Ausführung des Displays STN
Bildschirmdiagonale 3 in
Farb-Display Nein
Anzahl Farben 2; schwarz / weiß
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 160 pixel
● vertikale Bildauflösung 48 pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 100 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Folientastatur
Tastatur
● Folientastatur
— frei beschriftbare Folientasten Nein
● Funktionstasten
— Anzahl Funktionstasten 4
— Anzahl Funktionstasten mit LEDs 0
● Systemtasten Ja
— Anzahl Systemtasten 8
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Ja
Touchbedienung
● Ausführung als Touch-Screen Nein
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser - / - / -
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
maximal zulässiger Neigungswinkel ohne Fremdbelüftung 80°
Versorgungsspannung
Spannungsart der Versorgungsspannung DC
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 0,1 A
Einschaltstromstoß I²t 0,5 A²·s
Prozessor
Prozessortyp ARM
Speicher
Art des Speichers Flash
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 256 kbyte
Uhrzeit
Uhr
● Typ Softwareuhr, ungepuffert
● gepuffert Nein
● synchronisierbar Nein
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp 1x RS 485 (max. 1,5 Mbit/s)
Anzahl Schnittstellen Industrial Ethernet 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 1
Anzahl Schnittstellen RS 422 0
Anzahl Schnittstellen USB 0
Protokolle
PROFINET IO Nein
PROFIsafe Nein
PROFIBUS Ja
EtherNet/IP Nein
Protokolle (Ethernet)
● TCP/IP Nein
Weitere Protokolle
● MODBUS Nein
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
NEMA (frontseitig) NEMA 4x (im eingebauten Zustand)
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, GL, ABS, BV, DNV, LRS, UL, CSA, cULus, C-TICK, NEMA 4x
cULus Ja
EAC (ehemals Gost-R) Nein
geeignet für Sicherheitsfunktionen Nein
Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich
● ATEX Zone 2 Nein
● ATEX Zone 22 Nein
● FM Class I Division 2 Nein
Schiffbau-Zulassung
● Germanischer Lloyd (GL) Ja
● American Bureau of Shipping (ABS) Ja
● Bureau Veritas (BV) Ja
● Det Norske Veritas (DNV) Ja
● Lloyds Register of Shipping (LRS) Ja
● Nippon Kaiji Kyokai (Class NK) Ja
● Polski Rejestr Statkow (PRS) Nein
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● min. 0 °C
● max. 50 °C
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 90 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem LINUX
Projektierung
Meldungsanzeige Ja
Meldesystem (inkl. Puffer und Quittierung) Ja
Prozesswertdarstellung (Ausgabe) Ja
Prozesswertvorgabe (Eingabe) möglich Ja
Rezeptverwaltung Nein
Projektierungs-Software
● Projektierungstool WinCC flexible Compact ab Version 2004 SP 1; HSP OP 73 (separat zu beziehen)
● STEP 7 Basic (TIA Portal) Nein
● STEP 7 Professional (TIA Portal) Nein
● WinCC flexible Compact Ja
● WinCC flexible Standard Ja
● WinCC flexible Advanced Ja
● WinCC Basic (TIA Portal) Nein
● WinCC Comfort (TIA Portal) Ja
● WinCC Advanced (TIA Portal) Ja
● WinCC Professional (TIA Portal) Ja
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 5
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 320
● Anzahl ToolTips 0
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 500
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 500
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 0
● CPU-Meldungen Nein
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Ja
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, SINUMERIK, SIMOTION, ...) Nein
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen Ja
● Meldeindikator Nein
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 1 000
● Anzahl Variablen pro Bild 20
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Nein
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 500
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 1 000 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 20
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Ikon (bildschirmfüllend)
— Ikons 1
— Ikon (bildschirmfüllend) 1
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern nicht möglich
● dynamische Objekte Balken
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 5
● Grenzwertlinien Ja
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Nein
● Bewegung X/Y Nein
● Ausblenden Ja
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 150
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 0
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, seriell, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S7-200, S7- 300/400, Win AC siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Nein
● S5 Nein
— seriell Nein
— PROFIBUS DP Nein
● TI 505 Nein
● Allen Bradley (DF1) Nein
● Allen Bradley (DF485) Nein
● Mitsubishi (FX) Nein
● Mitsubishi (MP4) Nein
● Telemecanique (ADJUST) Nein
● Telemecanique (Uni-Telway) Nein
● OMRON (Host Link) Nein
● Modicon (Modbus RTU) Nein
● GE-Fanuc (SNP) Nein
Funktionen
● Tastenrepeat Ja
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Nein
● Menübaumeditor Nein
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Nein
● Touchkalibrierung Nein
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Nein
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Nein
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Nein
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Nein
Peripherie/Optionen
Zusatz-Softwarekomponenten ladbar Ja
Maße
Breite der Gehäusefront 154 mm
Höhe der Gehäusefront 84 mm
Einbauausschnitt, Breite 138 mm
Einbauausschnitt, Höhe 68 mm
Einbautiefe 28,5 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 0,25 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum lässt sich ein Projekt nicht auf das OP73 transferieren? Prüfen Sie im Loader zuerst, ob Channel 2 auf MPI/DP aktiviert ist, ob Remote on/Remote off passend gesetzt wurde, ob die MPI/DP-Adresse eindeutig vergeben ist und ob die Baudrate exakt zum Netz passt. Siemens dokumentiert ausdrücklich, dass die Adresse im Netz nur einmal vorkommen darf und die Baudrate im gesamten MPI/PROFIBUS-DP-Netz identisch sein muss. Im sps-forum wird derselbe Fehler sehr häufig auf fehlende oder falsche Transferparameter direkt am Panel zurückgeführt.
Warum meldet WinCC flexible „Stationsadresse ungültig“ oder warum kommt am PROFIBUS keine stabile Verbindung zustande? Beim OP73 ist die Kommunikation zur S7-300/400 über PROFIBUS DP bis 1,5 Mbit/s vorgesehen. Im sps-forum wird zusätzlich auf eine typische Konstellation hingewiesen: Bei OP73/OP77A kann eine höchste Stationsadresse über 63 in Verbindung mit 1,5 Mbit/s Probleme auslösen. Reduzieren Sie deshalb zuerst die höchste Stationsadresse auf 63, prüfen Sie Netzprofil und Baudrate und übertragen Sie die Konfiguration danach erneut.
Warum ist das Display dunkel oder kaum lesbar, obwohl das OP73 noch startet? Im Loader lässt sich der Bildschirm über Info/Settings > Contrast direkt nachstellen. Siemens weist darauf hin, dass eine ungünstige Kontrasteinstellung die Anzeige bis zur Unkenntlichkeit verändern kann. Prüfen Sie deshalb zuerst die Kontrasteinstellung, bevor Sie einen Hardwaredefekt vermuten. Bleibt die Anzeige trotz korrekter Einstellung schwach oder schlecht ablesbar, muss die Anzeigeeinheit gezielt geprüft werden.
Was kann ich tun, wenn ich nicht mehr in „Logon/Settings“ komme, weil das Kennwort fehlt? Siemens dokumentiert, dass bei nicht mehr verfügbarem Loader-Kennwort der Zugriff auf Logon/Settings erst nach einer Aktualisierung des Betriebssystems wieder möglich ist. Dabei werden die Daten auf dem HMI-Gerät überschrieben. Vor diesem Schritt sollten deshalb vorhandene Projektstände, Sicherungen und die Engineering-Projektquelle geprüft und gesichert werden.
Warum lässt sich ein vorhandenes Projekt nicht direkt aus dem OP73 hochladen? In der Siemens-Betriebsanleitung ist der Projekt-Upload ausdrücklich nur für das OP77B beschrieben. Für OP73/OP77A sind stattdessen Backup und Restore über WinCC flexible oder ProSave relevant. Wenn die Projektquelle fehlt, brauchen Sie daher einen vorhandenen Sicherungsstand vom Engineering-PC oder müssen das Gerät als Laufzeitsystem behandeln, nicht als vollständige Quelle für das Rücklesen der Projektierung.

Ist 6AV6641-0AA11-0AX0 noch erhältlich?

Ja, das Teil ist im Markt weiterhin als Ersatzteil, Austauschgerät, gebrauchte Baugruppe oder über Reparatur relevant. Gleichzeitig ist es kein aktuelles Standard-HMI mehr: Siemens hat für das OP73 eine Auslauf-/Mature-Information veröffentlicht, und auf der EICHLER-Seite ist für die konkrete MLFB der Status EOP hinterlegt. Für Beschaffung bedeutet das: Verfügbarkeit sollte nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Wer Maschinenstillstände absichern muss, plant mit Reparatur, Austausch oder einem vorqualifizierten Ersatz deutlich sicherer als mit einer rein spontanen Neubeschaffung.

Welcher Nachfolger ist für das OP73 vorgesehen?

Siemens nennt für das OP73 das KP300 Basic mono PN als Nachfolgegerät. Das ist vor allem für Betreiber wichtig, die nicht nur ein Ersatzteil benötigen, sondern mittelfristig auf eine modernere HMI-Plattform umsteigen wollen. In den Siemens-Unterlagen wird das KP300 Basic mono PN ausdrücklich als innovativer Nachfolger des OP73 bezeichnet. Für die Migrationsplanung ist außerdem relevant, dass Siemens im Migrationsleitfaden die Zuordnung der Funktionstasten vom OP73 auf das KP300 Basic mono PN beschreibt. Damit lässt sich ein Retrofit technisch sauberer vorbereiten als mit einem ungeplanten 1:1-Austausch unter Zeitdruck.

Mit welcher Software wird das OP73 projektiert?

Für das OP73 ist laut Produktdaten vor allem WinCC flexible Compact ab Version 2004 SP1 mit HSP OP73 relevant. Zusätzlich sind in den Produktdaten auch WinCC flexible Standard und WinCC flexible Advanced als unterstützte Projektierungsumgebungen aufgeführt. Für Betreiber älterer Anlagen ist das wichtig, weil ein Defekt am Panel oft nicht nur Hardwarebeschaffung bedeutet, sondern auch Zugriff auf die passende Engineering-Umgebung und den Projektstand erfordert. Wer nur das Gerät ersetzt, aber keine passende Projektierungsbasis mehr hat, riskiert unnötige Verzögerungen bei Inbetriebnahme und Wiederanlauf.

Kann ich das OP73 in einer bestehenden MPI-/PROFIBUS-Anlage weiterbetreiben?

Ja, genau dafür ist das Gerät in vielen Bestandsanlagen ausgelegt. Das OP73 kommuniziert mit SIMATIC S7-200 sowie S7-300/400 über MPI/PROFIBUS DP, bei S7-300/400 bis 1,5 Mbit/s. Für die Praxis bedeutet das: Wenn Einbauausschnitt, Spannungsversorgung, Projektstand und Kommunikationsparameter passen, ist ein Weiterbetrieb in der vorhandenen Anlage grundsätzlich möglich. Kritisch sind meist nicht die Grundfunktionen des Panels, sondern fehlende Projektdaten, falsche Transferparameter oder ungeprüfte Netzparameter. Gerade in älteren Maschinen lohnt sich daher vor dem Tausch ein strukturierter Abgleich von Adresse, Baudrate, Projektquelle und Betriebsspannung.

Lohnt sich bei einem Defekt eher Reparatur oder eher Austausch?

Das hängt vor allem von Zeitdruck, Projektverfügbarkeit und Umbauaufwand ab. Eine Reparatur ist besonders sinnvoll, wenn die bestehende Bedienlogik, die Einbausituation und der Projektstand unverändert bleiben sollen. Ein Austauschgerät ist oft die schnellere Wahl, wenn der Stillstand sofort beendet werden muss. EICHLER bietet für diese MLFB beide Wege sowie zusätzlich gebrauchte Geräte an. Da Siemens für das OP73 bereits einen Nachfolger benennt und das Produkt nicht mehr zu den aktuellen Serien gehört, ist die Reparatur in vielen Bestandsanlagen wirtschaftlich attraktiv, während ein Migrationsprojekt auf KP300 Basic mono PN eher dann sinnvoll ist, wenn ohnehin eine technische Modernisierung ansteht.

Kann ich ein bestehendes OP73-Projekt auf ein neueres Panel migrieren?

Ja, dafür gibt es von Siemens dokumentierte Migrationspfade. Für den Gerätewechsel vom OP73 auf das KP300 Basic mono PN beschreibt Siemens einen eigenen Migrationsleitfaden. Dort wird unter anderem die Zuordnung der Funktionstasten dargestellt. Für die Migration der Projektdaten nach WinCC (TIA Portal) nennt Siemens unterstützte Formate aus WinCC flexible 2008 SP2 und SP3. Das ist wichtig, weil ein Gerätewechsel in Altanlagen nicht nur mechanisch und elektrisch, sondern auch auf Ebene von Projektdatei, Bedienkonzept und Kommunikationskonfiguration sauber vorbereitet werden muss. Migration ist also möglich, aber sie sollte als geplantes Retrofit und nicht als Schnellschuss im Störfall behandelt werden.

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