SIEMENS 6SN1145-1BB00-0EA1

  • SIEMENS | Antriebstechnik | Einspeise- / Rückspeisemodule

  • EICHLER-Art.Nr.: K0063846
  • EAN: 4025515015000

Produktbeschreibung

SIMODRIVE 611 EIN-/RUECKSPEISEMODUL, 80/104KW GEREGELT; INTERNE ENTWAERMUNG

Leistungen für SIEMENS 6SN1145-1BB00-0EA1

Reparatur

7-10 Tage

von 3.028,18 €

bis 5.450,72 €

je Stck. 467,00 €

Austausch

Gebraucht

Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 24
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2015-04-01
EAN 4025515015000
UPC /
Statistische Warennummer 85044095
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 9313
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6SN1145-1BB00-0EA1 und wo wird es eingesetzt

6SN1145-1BB00-0EA1 ist ein SIEMENS SIMODRIVE 611 Ein-/Rückspeisemodul für den geregelten Betrieb mit interner Entwärmung. Das Modul gehört in den Bereich Antriebstechnik / Einspeise- und Rückspeisemodule und wird typischerweise in Werkzeugmaschinen, CNC-Anlagen und Motion-Control-Anwendungen eingesetzt, in denen mehrere Achsmodule über einen gemeinsamen Zwischenkreis versorgt werden. Für Instandhalter ist das Bauteil vor allem dann relevant, wenn eine Maschine nicht mehr sauber einschaltet, beim Bremsen Fehler wirft oder die Zwischenkreisversorgung instabil wird. Für Einkauf und Produktionsverantwortliche ist es ein kritisches Ersatzteil, weil der Ausfall des E/R-Moduls oft den gesamten Antriebsverband und damit die Anlagenverfügbarkeit beeinflusst.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das Modul ist der 80/104-kW-Leistungsklasse zugeordnet. Im Siemens-Projektierungshandbuch ist für diese Baugröße eine Nennleistung von 80 kW, eine S6-Leistung von 104 kW, eine Spitzenleistung von 131 kW bei 400 V sowie ein Nennstrom von 134 A im Sinusbetrieb angegeben. Die Modulbreite beträgt 300 mm. Die geregelte Ausgangsspannung liegt bei 600/625 V DC, die Anschlussseite ist für 3 AC 400 V, 415 V oder 480 V mit angepasster Schalterstellung ausgelegt. Für die Praxis heißt das: Vor Austausch oder Beschaffung müssen Netzspannung, Schalterstellung, Drossel-/Filterauslegung und Schaltschrankkühlung mit der vorhandenen Maschine abgeglichen werden. Bei interner Entwärmung fällt die Verlustwärme im Schaltschrank an; Siemens fordert dafür freie Lüftungsabstände.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6SN1145-1BB00-0EA1 weist EICHLER einen Produktstatus EOP mit Datum 2015-04-01 aus. In Siemens-nahen Katalogtreffern wird der Artikel zusätzlich als „Prod. Cancellation“ und als Spare Part geführt. Damit ist das Modul aus Sicht vieler Betreiber ein klassischer Obsoleszenzfall: technisch oft weiter benötigt, aber nicht mehr als normales Serienprodukt im aktuellen Portfolio verfügbar. Genau deshalb sind Reparatur, Austausch, geprüfte Gebrauchtteile und gezielte Lagerabsicherung für Bestandsanlagen besonders wichtig. Ein eindeutig verifizierter, vom Hersteller benannter Nachfolger war in den zugänglichen Quellen nicht belastbar ersichtlich. Für die Identifikation bleiben deshalb MLFB, Kühlkonzept, Leistungsklasse und Netzparameter die entscheidenden Prüfkriterien.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind

Bei EICHLER ist für 6SN1145-1BB00-0EA1 eine Reparatur mit einer Richtzeit von 7–10 Tagen ausgewiesen. Zusätzlich nennt die Seite eine Option Lastprüfung – E/R-Modul sowie die Leistungsbestandteile technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Außerdem werden Austausch, Gebraucht und Neu als anfragbare Beschaffungswege angeboten. Das ist vor allem dann relevant, wenn Stillstände schnell beendet werden müssen, ein Komplettumbau wirtschaftlich keinen Sinn ergibt oder die Maschine wegen Obsoleszenz nur noch über Service- und Ersatzteilstrategien abgesichert werden kann. Für Einkauf und Entscheider schafft das mehrere Wege, Downtime, Beschaffungsrisiko und Investitionsdruck gleichzeitig zu reduzieren.

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum leuchtet am 6SN1145-1BB00-0EA1 die rote LED „Zwischenkreisüberspannung“? Siemens nennt dafür unter anderem deaktivierte Netzrückspeisung, Netzfehler, zu hohe Netzspannung, dynamische Überlastung oder eine falsche Anordnung von Netzfilter und Kommutierungsdrossel. Im ersten Schritt sollte die Stellung von Schalter S1.3 geprüft werden, weil bei ausgeschalteter Rückspeisung beim Abbremsen Energie nicht sauber ins Netz zurückgeführt wird. Danach Netzspannung, Zwischenkreisspannung, Drossel-/Filterkombination und Bremsverhalten der Achsen prüfen. Tritt der Fehler trotz korrekter Projektierung wiederholt auf, ist eine Lastprüfung oder Reparatur des Moduls sinnvoll.
Warum meldet die Maschine „NE Modul nicht betriebsbereit“ oder warum schließt X111 an 72–73.1 nicht? Laut Siemens zieht das Betriebsbereit-Relais nur an, wenn internes Hauptschütz und Startfreigabe vorhanden sind, Kl. 63 und 64 anstehen, keine Störung im Antriebsverband aktiv ist und NCU beziehungsweise MCU hochgelaufen sind. In der Fehlersuche daher nicht nur das E/R-Modul selbst betrachten, sondern die komplette Freigabekette, den Status der Achsmodule und die Steuerung. Wenn ein Tauschmodul dasselbe Verhalten zeigt, spricht das eher für ein Freigabe-, Verdrahtungs- oder Systemproblem als für einen Einzeldefekt des Moduls.
Warum leuchtet die rote LED „Netzfehler“ am SIMODRIVE-611-E/R-Modul? Siemens nennt als Ursachen einen ein- oder mehrphasigen Netzausfall an U1/V1/W1, eine fehlende oder falsch ausgewählte Kommutierungsdrossel sowie zu geringe Kurzschlussleistung des Netzes oder des vorgeschalteten Trafos. Deshalb sollten alle drei Phasen unter Last gemessen, die Drossel anhand der Projektierung geprüft und bei schwachem Netz auch die Einspeisequalität bewertet werden. Bei instabiler Versorgung kann der Fehler sporadisch erscheinen, obwohl das Modul selbst noch nicht vollständig ausgefallen ist.
Warum leuchtet die rote LED „5 V-Spannungsebene gestört“? Diese Anzeige steht bei Siemens für eine Störung der 5-V-Ebene; gleichzeitig wird für den Antriebsverband eine Impulslöschung genannt. In der Praxis sollten zuerst Gerätebus, Brücken, Steckverbindungen und die Elektronikversorgung geprüft werden, weil ein Versorgungsproblem oder ein nachgeschaltetes Modul die 5-V-Ebene ebenfalls herunterziehen kann. Bleibt die Meldung bestehen, obwohl die externe Versorgung und die Busverbindung korrekt sind, ist eine Werkstattprüfung des E/R-Moduls und der benachbarten Baugruppen sinnvoll.

Ist 6SN1145-1BB00-0EA1 noch verfügbar oder bereits abgekündigt?

6SN1145-1BB00-0EA1 ist im zugänglichen Datenstand nicht mehr als aktives Serienprodukt, sondern als EOP / Product Cancellation / Spare Part einzuordnen. Für Betreiber heißt das aber nicht automatisch, dass das Teil praktisch nicht mehr beschaffbar ist. Im Markt gibt es weiterhin Reparaturangebote, generalüberholte Geräte, Austauschteile und lagernde Einzelbestände. Für eine belastbare Beschaffung ist deshalb weniger die Frage „neu oder alt?“ entscheidend, sondern ob MLFB, Leistungsklasse, Kühlkonzept und Netzkonfiguration exakt zur Maschine passen.

Was bedeutet „interne Entwärmung“ bei diesem Modul?

Bei interner Entwärmung fällt die Verlustwärme des Moduls im Schaltschrankinneren an. Siemens weist dafür ausdrücklich darauf hin, dass die entstehende Wärme bei der Schaltschrankprojektierung berücksichtigt werden muss und nennt freie Lüftungsabstände. Gerade bei der 300-mm-Baugröße der 80-kW-Klasse ist das wichtig, weil mangelnde Luftführung, verschmutzte Lüfterwege oder eine unterdimensionierte Schaltschrankkühlung Folgeschäden und thermisch bedingte Störungen begünstigen können. Für Instandhalter bedeutet das: Beim Austausch nie nur die MLFB prüfen, sondern immer auch Lüfter, Luftkanal, Schaltschranktemperatur und Einbausituation mit bewerten.

Welche Netzdaten sollte ich vor Bestellung oder Austausch prüfen?

Vor Bestellung oder Austausch sollten mindestens Netzspannung, Frequenz, Netzform, Schalterstellung und die eingesetzte Drossel-/Filterkombination geprüft werden. Siemens nennt für die Einspeisemodule den Betrieb an 3 AC 400 V, 415 V oder 480 V mit passender Einstellung von S1.1 und S1.4. Für andere Netzformen ist laut Handbuch ein Trafo mit getrennten Wicklungen vorzuschalten. Zusätzlich warnt Siemens ausdrücklich davor, dass eine falsche Schalterstellung bei 480 V zur Überlastung und Zerstörung des NE-Moduls führen kann. Gerade bei gebrauchten oder bereits einmal umgebauten Maschinen ist dieser Abgleich vor dem Einbau unverzichtbar.

Kann 6SN1145-1BB00-0EA1 als Ersatz für 6SN1145-1BB00-0EA0 verwendet werden?

Im Markt wird 6SN1145-1BB00-0EA1 mehrfach als Ersatz bzw. kompatible Folgevariante für 6SN1145-1BB00-0EA0 geführt. Für den praktischen Einsatz sollte das aber nicht als pauschale Freigabe verstanden werden. Vor einem Austausch sollten Typenschild, Kühlart, Modulbreite, Netzkonfiguration, Verdrahtung und Schalterstellung abgeglichen werden. Besonders bei älteren CNC-Anlagen ist eine formale Nummernähnlichkeit allein nicht ausreichend. Wenn die Maschine produktionskritisch ist, ist eine Prüfung der vorhandenen Projektunterlagen oder ein Lasttest des Ersatzmoduls die sichere Vorgehensweise.

Ist bei einem obsoleten SIMODRIVE-611-E/R-Modul Reparatur oder Austausch wirtschaftlicher?

Das hängt vor allem von Stillstandskosten, verfügbarer Zweitquelle, Zustand des Bestandsmoduls und der Restlaufzeit der Maschine ab. Wenn Mechanik, Steuerung und Achsen unverändert weiterlaufen sollen, ist Reparatur oft der schnellste Weg, um die bestehende Anlage ohne Re-Engineering wieder in Betrieb zu bringen. Austausch oder generalüberholte Ware sind dann interessant, wenn sofortiger Ersatz benötigt wird oder ein zweites Modul als Lagerreserve aufgebaut werden soll. Bei 6SN1145-1BB00-0EA1 sind genau diese Wege im Service- und Ersatzteilmarkt weiterhin relevant, weil der Serienstatus bereits beendet ist.

Wichtige Dokumente

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