SIEMENS 6AV6671-5AE10-0AX0
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SIEMENS | HMI | Zubehör HMI
- EICHLER-Art.Nr.: K0170480
- EAN: 4025515072492
- UPC: 662643255454
Produktbeschreibung
ANSCHLUSS-BOX DP PLUS FUER MOBILE PANELS (MPI/PROFIBUS)
Leistungen für SIEMENS 6AV6671-5AE10-0AX0
SIEMENS |
6AV6671-5AE10-0AX0 –
zusätzliche Produktinformationen
| Lieferinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Exportkennzeichen | AL: N ECCN: N | ||
| Nettogewicht pro ME | 0.571 | ||
| Mengeneinheit (ME) | 1 Stück | ||
| Verpackungsmenge | 1 | ||
| Zusätzliche Produktinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Produktstatus | EOP: 2021-10-01 | ||
| EAN | 4025515072492 | ||
| UPC | 662643255454 | ||
| Statistische Warennummer | 85369010 | ||
| Listenkennzeichen (LKZ) | ST9.80 | ||
| Fabrikategruppe | 4367 | ||
| Ursprungsland | DE | ||
| Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie | Seit: 20080331 | ||
| Klassifizierungen | Version | Klassifizierung | |
|---|---|---|---|
| eClass | 4 | 27-24-21-01 | |
| eClass | 5.1 | 27-24-23-92 | |
| eClass | 6.0 | 27-24-92-03 | |
| ETIM | 3 | / | |
| ETIM | 4 | EC002584 | |
| ETIM | 5 | EC002584 | |
Was ist 6AV6671-5AE10-0AX0 und wo wird es eingesetzt
Die 6AV6671-5AE10-0AX0 ist eine Siemens Anschluss-Box DP Plus für Mobile Panels (MPI/PROFIBUS). Sie bildet die feste Schnittstelle zwischen mobilem Bediengerät, Spannungsversorgung, Prozessdatenleitung und sicherheitsbezogenen Signalen. Damit ist sie überall dort relevant, wo Bediener nicht nur stationär am Schaltschrank arbeiten, sondern direkt an Maschine, Linie oder Fertigungszelle eingreifen, einrichten und Störungen lokalisieren müssen. Für Anlagen mit mehreren Einsatzpunkten ist die Box auch im Zonenkonzept interessant, weil Siemens den Einsatz mehrerer Anschlussboxen zur Aufteilung von Anlagen in verschiedene Funktionsbereiche beschreibt. Das Bauteil ist deshalb besonders für Instandhaltung, Retrofit und Ersatzteilbevorratung in bestehenden MPI/PROFIBUS-Umgebungen wichtig.
Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten
Technisch arbeitet die Anschluss-Box mit 24 V DC, zulässig sind 20,4 bis 28,8 V DC. Die Stromaufnahme liegt bei 0,5 A, die typische Wirkleistung bei 12 W. Auf der Kommunikationsseite stehen RS232, RS422 und RS485 zur Verfügung, wobei RS485 bis 12 Mbit/s unterstützt wird. Für die Praxis bedeutet das: Die Box ist klar für industrielle Kommunikationsumgebungen und bestehende PROFIBUS/MPI-Strukturen ausgelegt. Hinzu kommen IP65, 0 bis 50 °C Betriebstemperatur, -20 bis 70 °C Lager-/Transporttemperatur, 85 % relative Luftfeuchte, 160 x 120 x 70 mm sowie rund 0,4 kg Gewicht. Wichtig für sicherheitsbezogene Anwendungen sind außerdem Standortkennung, Überwachung des STOP-Tasters, Umstecken ohne Not-Halt-Kreis-Unterbrechung und die von Siemens genannte maximale Leitungslänge von 30 m für STOP- und Zustimmkreis.
Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz
Für die Beschaffung ist der Status besonders wichtig: Auf der EICHLER-Seite ist für das Teil Produktstatus EOP: 2021-10-01 hinterlegt. Siemens führt die 6AV6671-5AE10-0AX0 aktuell als Ersatzteil und dokumentiert für das Produkt einen Übergang in P.M410 ab 01.10.2021. In der aktuellen Siemens-Statusdokumentation wird zudem ein P.M490-Ziel zum 01.10.2026 genannt. Für Betreiber bedeutet das: Das Bauteil gehört klar in eine aktive Obsoleszenzstrategie. Besonders relevant ist dabei, dass Siemens in den Freigabeunterlagen keine Migration zu KTP-Mobile ausweist. Ein verifizierter direkter Nachfolger wird dort also nicht benannt. Gerade deshalb sind Reparatur, Austausch, Gebrauchtbeschaffung und gezielte Lagerhaltung für den sicheren Weiterbetrieb bestehender Anlagen zentral.
Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind
Für Unternehmen sind bei diesem Artikel vor allem vier Leistungswege relevant: Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu auf Anfrage. Bei einer Reparatur nennt EICHLER ausdrücklich technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die Anschluss-Box bereits mechanisch und elektrisch in die Anlage integriert ist und ein schneller Wiedereinsatz wichtiger ist als eine konstruktive Umstellung. Austausch und Gebrauchtbeschaffung sind stark, wenn Stillstandskosten hoch sind und kurzfristig eine funktionsfähige Einheit benötigt wird. Neuware kann dort interessant sein, wo dokumentierte Ersatzteilqualität und ein definierter Anlagenzustand Priorität haben. Aus Sicht von Instandhaltung, Einkauf und Produktion helfen diese Wege dabei, Funktionsfähigkeit trotz Auslaufstatus abzusichern und ungeplante Downtime zu reduzieren.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Produktfunktion | |
| ● Standortkennung | Ja |
| FH-Technik | |
| Sicherheitsauswertung über direkte Verdrahtung | |
| ● Umstecken ohne Not-Halt-Kreis-Unterbrechung | Ja |
| ● Überwachung des STOP-Tasters | Ja |
| Versorgungsspannung | |
| Spannungsart der Versorgungsspannung | DC |
| Nennwert (DC) | 24 V |
| zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) | 20,4 V |
| zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) | 28,8 V |
| Eingangsstrom | |
| Stromaufnahme (Nennwert) | 0,5 A |
| Leistung | |
| aufgenommene Wirkleistung, typ. | 12 W |
| Schnittstellen | |
| Schnittstellen/Bustyp | 1x RS 232, 1x RS 422, 1x RS 485 (max. 12 Mbit/s) |
| Anzahl Schnittstellen RS 485 | 1 |
| Anzahl Schnittstellen RS 422 | 1 |
| Anzahl Schnittstellen RS 232 | 1 |
| Anzahl Schnittstellen 20 mA (TTY) | 0 |
| Anschlusspunkt-Identifikation | Ja |
| Schutzart und Schutzklasse | |
| Schutzart IP | IP65 |
| Normen, Zulassungen, Zertifikate | |
| CE-Kennzeichen | Ja |
| CSA-Zulassung | Nein |
| UL-Zulassung | Nein |
| cULus | Ja |
| RCM (ehemals C-TICK) | Ja |
| EAC (ehemals Gost-R) | Nein |
| Schiffbau-Zulassung | Nein |
| Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich | |
| ● ATEX Zone 2 | Nein |
| ● ATEX Zone 22 | Nein |
| ● FM Class I Division 2 | Nein |
| Umgebungsbedingungen | |
| Umgebungstemperatur im Betrieb | |
| Betrieb (senkrechter Einbau, Landscapeformat) | |
| — bei senkrechter Einbaulage, min. | 0 °C |
| — bei senkrechter Einbaulage, max. | 50 °C |
| Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport | |
| ● min. | -20 °C |
| ● max. | 70 °C |
| Relative Luftfeuchte | |
| ● Betrieb, max. | 85 % |
| Maße | |
| Breite | 160 mm |
| Höhe | 120 mm |
| Tiefe | 70 mm |
| Gewichte | |
| Gewicht (ohne Verpackung) | 0,4 kg |
| Fehlerbeschreibung | Möglicher Lösungsansatz |
|---|---|
| Warum bekomme ich nach dem Ab- und Wiederanstecken meines Mobile Panels keine Verbindung mehr? | Siemens nennt für das System eine kurze Wiederbereitschaftszeit; nach sehr kurzen Spannungsausfällen kann ein Abziehen des Anschlusskabels notwendig sein, und nach dem Trennen sollte etwa eine Sekunde gewartet werden, bevor wieder gesteckt wird. Prüfen Sie danach Transfer- und MPI/PROFIBUS-Einstellungen, das passende DP-Anschlusskabel und ob in der Anlage nur ein Box-Typ verwendet wird. |
| Warum kommuniziert das Mobile Panel über die Anschluss-Box DP Plus nicht mit der SPS? | Für PROFIBUS DP sind nur die freigegebenen Kombinationen aus DP-Anschluss-Box und DP-Anschlusskabel zulässig. Zusätzlich sollten die MPI/PROFIBUS-DP-Parameter im Transferdialog geprüft, ausschließlich geschirmte Standardkabel verwendet und Versorgung sowie Potenzialausgleich sauber aufgebaut werden. Häufig liegt die Ursache nicht an der Box selbst, sondern an einer unpassenden Kombination aus Kabel, Schnittstellenparametern oder Verdrahtung. |
| Warum löst der STOP-Kreis nicht so aus, wie ich es erwarte? | Bei einer Plus-Box bleibt der Stopp- oder Not-Aus-Kreis geschlossen, solange das Mobile Panel angeschlossen ist und der STOP-Taster nicht gedrückt wird. Beim Drücken öffnet der Kreis; wird das Mobile Panel jedoch abgesteckt, wird der Kreis wieder geschlossen und ein vorheriger Stop-Zustand aufgehoben. Außerdem nennt Siemens eine Verzögerung von ungefähr 100 ms zwischen STOP-Betätigung und Reaktion der Kontakte. Die STOP-Funktion darf daher nicht als Ersatz für stationäre Sicherheitseinrichtungen betrachtet werden. |
| Warum gibt es Kommunikationsausfälle oder sogar Schäden an der Schnittstelle zwischen Panel und Steuerung? | Siemens weist ausdrücklich auf den korrekten Potenzialausgleich hin. Der PE-Anschluss der Box liegt an Klemmenleiste 1, Pin 1; der Equipotentialleiter soll mit ausreichendem Querschnitt ausgeführt werden. Zusätzlich muss bei potenzialgebundenem Anlagenaufbau der GND-24-V-Anschluss der Stromversorgung an den Potenzialausgleich geführt werden. Wird das nicht sauber umgesetzt, können Kommunikationsprobleme auftreten oder Schnittstellenbauteile beschädigt werden. |
| Warum funktioniert die Anschluss-Box nach Arbeiten im geöffneten Gehäuse nicht mehr zuverlässig? | Siemens warnt vor Kurzschlüssen in der geöffneten Anschluss-Box. Leitfähige Reste wie Drahtabschnitte dürfen nicht mit elektrischen Schaltungen in Berührung kommen; zusätzlich sind ESD-Hinweise zu beachten und die Schutzabdeckung darf nicht entfernt werden. Nach Eingriffen im Gehäuse sollte die Box deshalb auf saubere Innenräume, unbeschädigte Abdeckungen und korrekt geschlossenen Zustand geprüft werden, bevor sie wieder in Betrieb geht. |
Ist 6AV6671-5AE10-0AX0 noch neu verfügbar oder nur noch als Ersatzteil?
Siemens führt die 6AV6671-5AE10-0AX0 aktuell als Ersatzteil, während EICHLER parallel Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu als Beschaffungs- oder Servicewege anbietet. Für die Praxis heißt das: Wer kurzfristig beschaffen muss, sollte nicht nur nach fabrikneuer Originalware suchen, sondern auch Austauschlösungen, geprüfte Gebrauchtteile und Instandsetzung in die Entscheidung einbeziehen. Gerade bei älteren Mobile-Panel-Installationen ist das oft der schnellere und wirtschaftlichere Weg, um Anlagenstillstände abzufangen.
Gibt es einen direkten Siemens-Nachfolger für 6AV6671-5AE10-0AX0?
In den Siemens-Freigabe- und Migrationsunterlagen wird für dieses Produkt keine Migration zu KTP-Mobile genannt. Damit ist kein direkt verifizierter Nachfolger ausgewiesen, auf den sich bestehende MPI/PROFIBUS-Anlagen ohne Weiteres abbilden lassen. Für Betreiber ist das ein wichtiger Punkt: Statt auf einen vermeintlichen 1:1-Nachfolger zu hoffen, ist es sinnvoller, die Versorgung des Bestands aktiv zu sichern und erst bei einem größeren Modernisierungsschritt eine vollständige Migrationsstrategie für HMI, Kommunikation und Sicherheit zu planen.
Wofür steht die Plus-Ausführung bei dieser Anschluss-Box?
Die Plus-Ausführung ist für Anwendungen gedacht, in denen neben der reinen Anbindung auch sicherheitsbezogene Signale relevant sind. Siemens beschreibt für die Plus-Box die Stopp-Durchschleifung über vier Relais, außerdem nennt EICHLER bei diesem Artikel Überwachung des STOP-Tasters sowie Umstecken ohne Not-Halt-Kreis-Unterbrechung. Für den Betreiber bedeutet das: Die Box ist nicht nur ein mechanischer Anschlusspunkt, sondern ein aktiver Bestandteil der sicheren Bedienarchitektur rund um das Mobile Panel. Gerade bei Einrichtbetrieb, Serviceeinsätzen und zonenbezogenen Maschinenkonzepten ist das ein entscheidender Unterschied zur einfacheren Basic-Variante.
Welche Versorgung und Umweltbedingungen muss ich beachten?
Wesentlich sind 24 V DC Nennspannung, ein zulässiger Bereich von 20,4 bis 28,8 V DC, IP65, 0 bis 50 °C im Betrieb und der korrekte Potenzialausgleich. Siemens fordert zudem geschirmte Standardkabel und beschreibt eine definierte Anschlussreihenfolge, bei der zuerst der Potenzialausgleich und danach die Versorgung angeschlossen wird. Diese Punkte sind nicht nur Formalitäten: Schon kleine Abweichungen bei Spannungsniveau, Verdrahtung oder Bezugsmasse können zu Kommunikationsproblemen, Ausfällen oder im schlimmsten Fall zu Schäden an Schnittstellenkomponenten führen.
Wann ist eine Reparatur wirtschaftlicher als ein sofortiger Ersatz?
Eine Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn die Box mechanisch bereits in die Anlage integriert ist, kein direkter Hersteller-Nachfolger verfügbar ist und die bestehende Maschinenstruktur unverändert weiterlaufen soll. Der Aufwand für Verdrahtungsanpassung, Validierung und erneute Inbetriebnahme bleibt dann meist geringer als bei einer größeren Umstellung. EICHLER kombiniert die Reparatur laut Produktseite mit Reinigung, vorbeugender Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monaten Garantie. Wenn jedoch jede Stunde Stillstand teuer ist, kann ein Austausch oder ein geprüftes Gebrauchtteil die bessere Wahl sein.
Kann ich mehrere Anschluss-Boxen in einer Anlage einsetzen?
Ja. Siemens beschreibt den Einsatz mehrerer Anschluss-Boxen, um eine Anlage in verschiedene Zonen oder Funktionsbereiche aufzuteilen. Gleichzeitig weist Siemens darauf hin, dass innerhalb des überwachten Systems nur ein Typ von Anschluss-Box verwendet werden soll. Für die Praxis heißt das: Mehrere Boxen sind sinnvoll, um Bedienorte sauber zu strukturieren, aber die Systemarchitektur sollte konsistent bleiben. Das ist besonders wichtig, wenn Zustimmfunktion, STOP-Auswertung und ein klar definierter Serviceablauf über mehrere Einsatzpunkte hinweg zuverlässig funktionieren sollen.























