SIEMENS 6ES7341-1CH02-0AE0
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SIEMENS | Baugruppen | Kommunikationsbaugruppen
- EICHLER-Art.Nr.: K0227340
- EAN: 4025515077046
- UPC: 662643401516
Produktbeschreibung
SIMATIC S7-300, CP 341 KOMMUNIKATIONSPROZESSOR MIT RS-422/485-SCHNITTSTELLE INKL. PROJEKTIERPAKET AUF CD
Leistungen für SIEMENS 6ES7341-1CH02-0AE0
Reparatur
von 497,92 €
bis 896,25 €
Austausch
Gebraucht
Neu
1.665,40 €
1.249,05 €
SIEMENS |
6ES7341-1CH02-0AE0 –
zusätzliche Produktinformationen
| Lieferinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Exportkennzeichen | AL: N ECCN: EAR99H | ||
| Nettogewicht pro ME | 0.305 | ||
| Mengeneinheit (ME) | 1 Stück | ||
| Verpackungsmenge | 1 | ||
| Zusätzliche Produktinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Produktstatus | |||
| EAN | 4025515077046 | ||
| UPC | 662643401516 | ||
| Statistische Warennummer | 85176200 | ||
| Listenkennzeichen (LKZ) | ST73 | ||
| Fabrikategruppe | X07Y | ||
| Ursprungsland | DE | ||
| Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie | Seit: 20080331 | ||
| Klassifizierungen | Version | Klassifizierung | |
|---|---|---|---|
| eClass | 4 | 27-24-03-09 | |
| eClass | 5.1 | 27-24-22-08 | |
| eClass | 6.0 | 27-24-22-08 | |
| ETIM | 3 | / | |
| ETIM | 4 | EC001423 | |
| ETIM | 5 | EC001423 | |
Was ist 6ES7341-1CH02-0AE0 und wo wird es eingesetzt
Die 6ES7341-1CH02-0AE0 ist ein SIMATIC S7-300 CP 341 Kommunikationsprozessor von Siemens mit RS-422/485-Schnittstelle. Die Baugruppe erweitert eine S7-300 um serielle Punkt-zu-Punkt-Kommunikation zu Fremdgeräten, Rechnern oder anderen Automatisierungskomponenten. Typische Einsatzfelder sind die Anbindung von Messgeräten, Leitsystemen, Scannern, Druckern, Serienmaschinen, Bestandsanlagen und Modbus-Teilnehmern. Siemens nennt für den CP 341 unter anderem ASCII, 3964(R), RK 512 und Drucker-Kommunikation; für Modbus-Anwendungen stehen Siemens-Unterlagen und Applikationsbeispiele für den Betrieb über die RS-422/485-Variante bereit. Damit ist die Baugruppe besonders interessant, wenn bestehende S7-300-Anlagen weiter betrieben, erweitert oder bei einem Ausfall schnell wieder in Betrieb genommen werden müssen.
Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten
Technisch arbeitet die Baugruppe mit 24 V DC, benötigt maximal 100 mA aus L+ und 70 mA aus dem Rückwandbus, bei einer typischen Verlustleistung von 1,6 W. Die potenzialgetrennte RS-422/485-Schnittstelle erhöht die Robustheit in industriellen Umgebungen. Die Übertragungsrate reicht von 0,3 kbit/s bis 115,2 kbit/s, die Leitungslänge kann je nach Parametrierung und Baudrate bis 1.200 m betragen. Unterstützt werden Telegrammlängen bis 4.096 Byte. Für den Schaltschrank wichtig sind außerdem die kompakten Abmessungen von 40 x 125 x 120 mm, ein Gewicht von rund 300 g sowie der zulässige Betriebstemperaturbereich von 0 bis 60 °C. Für Instandhalter zählt vor allem: Die Baugruppe ist für stabile serielle Kommunikation in bestehenden S7-300-Architekturen ausgelegt und bietet klare LED-Diagnose über RxD, TxD und SF.
Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenzstatus
Siemens führt die 6ES7341-1CH02-0AE0 heute als Spare Part, also als Ersatzteilprodukt. Für die Plattform SIMATIC S7-300 / ET 200M wurde der Meilenstein PM400 (Product Phase-Out Announcement) auf den 1. Oktober 2023 gesetzt; die Typabkündigung / PM410 wurde für viele betroffene Komponenten zum 1. Oktober 2025 terminiert. Siemens beschreibt, dass Komponenten danach nicht mehr als reguläre Neuteile verfügbar sind, sondern nur noch als Ersatzteil beziehungsweise über Reparaturstrategien. Für Modernisierungen nennt Siemens in der Migrationsübersicht zur S7-1500 das CM PtP RS422/485 HF, 6ES7541-1AB00-0AB0, als passendes S7-1500-Pendant. Das ist eine verifizierte Migrationsoption, aber kein 1:1-Drop-in-Ersatz innerhalb eines unveränderten S7-300-Racks. Für Betreiber bedeutet das: Versorgungssicherheit wird zunehmend über Reparatur, Ersatzteilbevorratung und geplante Migration abgesichert.
Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind
Für diese Baugruppe bietet EICHLER auf der Artikeldetailseite Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu an. Gerade bei einer obsoleten oder abgekündigten Kommunikationsbaugruppe ist das praxisnah: Reparatur ist sinnvoll, wenn die bestehende Parametrierung und Anlagenlogik erhalten bleiben sollen. Austausch ist die richtige Option bei akutem Stillstand, weil vorab ein funktionsgeprüftes Gerät bereitgestellt werden kann und die defekte Baugruppe erst danach eingesendet wird. Gebrauchtgeräte helfen, wenn Originalhardware schnell benötigt wird und ein Retrofit noch nicht geplant ist. Neugeräte sind relevant, wenn Lagerbestände aufgebaut oder kritische Anlagen proaktiv abgesichert werden sollen. EICHLER beschreibt reparierte sowie Ersatz- und Austauschgeräte als gereinigt, generalüberholt, funktionsgeprüft und mit mindestens 24 Monaten Garantie und Gewährleistung; die Leistungen richten sich dabei ausschließlich an Unternehmen.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Versorgungsspannung | |
| Nennwert (DC) | |
| ● DC 24 V | Ja |
| Eingangsstrom | |
| aus Versorgungsspannung L+, max. | 100 mA |
| aus Rückwandbus DC 5 V, max. | 70 mA |
| Verlustleistung | |
| Verlustleistung, typ. | 1,6 W |
| Verlustleistung, max. | 2,4 W |
| Schnittstellen | |
| Schnittstellen/Bustyp | RS 422 / 485 (X.27) |
| Anzahl Schnittstellen | 1; potentialgetrennt |
| Übertragungsgeschwindigkeit, min. | 0,3 kbit/s |
| Übertragungsgeschwindigkeit, max. | 115,2 kbit/s |
| Punkt-zu-Punkt-Kopplung | |
| ● Leitungslänge, max. | 1 200 m |
| ● unterstützte Drucker | serielle Drucker |
| ● Steckertyp | 15-polige Sub-D Buchse |
| Integrierte Protokolltreiber | |
| — 3964 (R) | Ja; nicht mit RS 485 |
| — ASCII | Ja |
| — RK 512 | Ja; nicht mit RS 485 |
| Telegrammlänge, max. | |
| — 3964 (R) | 4 096 byte |
| — ASCII | 4 096 byte |
| — RK 512 | 4 096 byte |
| Übertragungsgeschwindigkeit, RS 422/485 | |
| — mit 3964 (R)-Protokoll, max. | 115,2 kbit/s |
| — mit ASCII-Protokoll, max. | 115,2 kbit/s |
| — mit Druckertreiber, max. | 115,2 kbit/s |
| — mit RK 512-Protokoll, max. | 115,2 kbit/s |
| Alarme/Diagnosen/Statusinformationen | |
| Diagnoseanzeige LED | |
| ● Empfangen RxD | Ja |
| ● Senden TxD | Ja |
| ● Sammelfehler SF (rot) | Ja |
| Umgebungsbedingungen | |
| Umgebungstemperatur im Betrieb | |
| ● min. | 0 °C |
| ● max. | 60 °C |
| Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport | |
| ● min. | -40 °C |
| ● max. | 70 °C |
| Software | |
| Baustein | |
| ● FB-Länge im Arbeitsspeicher, max. | 6 100 byte; Datenkommunikation, senden und empfangen |
| Anschlusstechnik | |
| Ausführung des elektrischen Anschlusses für Versorgungsspannung | 3 Schraubklemmen: L+, M, GND |
| Maße | |
| Breite | 40 mm |
| Höhe | 125 mm |
| Tiefe | 120 mm |
| Gewichte | |
| Gewicht, ca. | 300 g |
| Fehlerbeschreibung | Möglicher Lösungsansatz |
|---|---|
| Warum leuchtet an der CP 341 die rote SF-LED dauerhaft? | Die SF-LED signalisiert beim CP 341 unter anderem Hardwarefehler, Firmwarefehler, Parametrierfehler beziehungsweise fehlende Parametrierung oder einen BREAK auf der Empfangsleitung. Prüfen Sie daher zuerst, ob die Baugruppe korrekt parametriert wurde, ob die Parameter sauber in CPU und CP geladen sind und ob die serielle Verbindung elektrisch intakt ist. Bleibt die SF-LED nach dem Neustart bestehen, sollte zusätzlich die Firmware geprüft und die Diagnose im STEP-7-Umfeld ausgewertet werden. |
| Warum meldet die CPU bei der CP 341 einen Peripheriezugriffsfehler oder OB122? | Solche Fehlerbilder treten typischerweise auf, wenn die CPU auf eine Baugruppe zugreift, die nicht korrekt erreichbar ist, falsch adressiert wurde, nicht passend parametriert ist oder deren 24-V-Versorgung fehlt. Im Handbuch ist beschrieben, dass der CP 341 eine externe 24-V-Laststromversorgung benötigt; aus dem SPS-Forum wird bei OB122 zusätzlich empfohlen, Hardwarediagnose auszuführen und die Hardware-Konfiguration erneut zu laden. Prüfen Sie deshalb Spannungsversorgung, Steckplatz, Adressierung, projektierten Baugruppentyp und den Diagnosezustand der Baugruppe. |
| Warum kommt über RS485 keine saubere Kommunikation zustande oder warum treten Zeichenrahmenfehler auf? | Bei der RS-485-Kommunikation sind Verdrahtung, Betriebsart und serielle Parameter kritisch. Siemens dokumentiert für Modbus RTU mit dem CP 341 die Einstellung „Half duplex (RS485) two wire mode“ und den passenden Idle-Zustand der Empfangsleitung. Im SPS-Forum werden als typische Ursachen für Rahmenfehler unter anderem vertauschte A/B-Leitungen, falsche Parität, Timing-Probleme beim Richtungswechsel und unpassende Adapter genannt. Prüfen Sie deshalb A/B-Polung, Baudrate, Parität, Stopbits, die korrekte Halbduplex-Parametrierung sowie die Verdrahtung inklusive GND-Verbindung genau. |
| Warum treten nach Baugruppentausch oder längerer Stillstandszeit Modbus- oder ASCII-Probleme auf? | Siemens weist für die 1CH02-Variante in einem Firmware-Hinweis auf Kommunikationsprobleme im ASCII-Halbduplexbetrieb über RS485 hin; außerdem zeigt das Handbuch den vorgesehenen Weg für Firmware-Updates. Aus dem SPS-Forum gibt es zusätzlich ein typisches Praxisbild, bei dem eine 1CH02-0AE0 physisch verbaut, aber noch eine 1CH01-Variante projektiert war. Prüfen Sie daher immer, ob projektiertes und verbautes Modul exakt übereinstimmen, laden Sie Hardware und Parameter neu und aktualisieren Sie bei Bedarf die Firmware der Baugruppe. |
Was ist die 6ES7341-1CH02-0AE0 genau?
Die 6ES7341-1CH02-0AE0 ist ein Kommunikationsprozessor CP 341 für SIMATIC S7-300 mit RS-422/485-Schnittstelle. Er dient dazu, serielle Punkt-zu-Punkt-Kommunikation zwischen einer S7-300 und externen Geräten oder Rechnern aufzubauen. Typisch ist der Einsatz überall dort, wo Bestandsanlagen weiterhin mit seriellen Teilnehmern, Messgeräten, Druckern oder Fremdsystemen kommunizieren müssen.
Unterstützt die 6ES7341-1CH02-0AE0 Modbus RTU?
Ja. Siemens führt für die RS-422/485-Variante des CP 341 Modbus-RTU-Applikationen und Parametrierbeispiele. Besonders relevant ist das, wenn eine S7-300 mit Fremdgeräten über RS485 kommunizieren soll. Für Betreiber bedeutet das: Die Baugruppe ist nicht nur für klassische Siemens-Protokolle interessant, sondern auch für die Anbindung an verbreitete serielle Feldgeräte und Drittkomponenten.
Welche Protokolle unterstützt die Baugruppe nativ?
Nativ unterstützt der CP 341 ASCII, 3964(R), RK 512 und den Drucker-Treiber. Wichtig ist dabei die Einschränkung, dass 3964(R) und RK 512 bei dieser Variante nicht mit RS485 genutzt werden. Für viele Retrofit- und Bestandsanwendungen ist genau diese Protokollbreite entscheidend, weil damit sowohl ältere Siemens-nahe Kommunikationswege als auch flexible ASCII-Kommunikation weitergeführt werden können.
Ist die 6ES7341-1CH02-0AE0 noch neu erhältlich oder nur noch als Ersatzteil?
Siemens kennzeichnet die Baugruppe als Spare Part. Auf der verlinkten EICHLER-Artikelseite ist sie aktuell zusätzlich auch als Neu aufgeführt. Für die Beschaffung bedeutet das: Die grundsätzliche Marktsituation ist obsoleszenznah, aber im Einzelfall können noch Lagerbestände oder alternative Beschaffungswege verfügbar sein. Für kritische Anlagen ist es daher sinnvoll, nicht nur auf spontane Verfügbarkeit zu setzen, sondern auch Reparatur- und Austauschoptionen einzuplanen.
Gibt es einen von Siemens genannten Nachfolger für Modernisierungen?
Für die Migration in die S7-1500-Welt nennt Siemens das CM PtP RS422/485 HF, 6ES7541-1AB00-0AB0 als entsprechendes Modul. Das ist eine offizielle Migrationszuordnung für Modernisierungen, aber kein einfacher 1:1-Ersatz ohne Anpassung von Hardware- und Softwareumgebung. Wer heute eine S7-300 stabil halten muss, arbeitet meist zunächst mit Reparatur, Austausch oder Bevorratung; wer mittelfristig modernisiert, sollte die Migration mit dieser Modulklasse planen.
Worauf muss ich bei Verdrahtung und Inbetriebnahme besonders achten?
Wichtig sind die korrekte A/B-Zuordnung, die richtige Wahl zwischen RS422 und RS485 per Parametrierung, die passende serielle Konfiguration sowie eine saubere GND-Verbindung. Siemens warnt ausdrücklich davor, Kabelschirm und GND miteinander zu verbinden, weil Schnittstellenmodule beschädigt werden können. Gleichzeitig muss GND auf beiden Seiten korrekt geführt werden. Bei höheren Baudraten sinkt außerdem die praktisch nutzbare Leitungslänge deutlich, weshalb Verdrahtung und Parametrierung immer gemeinsam betrachtet werden sollten.
Kann die Baugruppe auch in dezentralen S7-300-Strukturen verwendet werden?
Ja. Siemens beschreibt, dass der CP 341 auch dezentral mit ET 200M (IM 153) betrieben werden kann. Das ist für bestehende Maschinen interessant, wenn serielle Kommunikation nicht direkt zentral an der CPU, sondern in einer dezentralen Struktur eingebunden werden soll. Damit bleibt die Baugruppe auch in komplexeren Bestandsarchitekturen eine nutzbare Option.























