SIEMENS 6ES7350-1AH03-0AE0
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SIEMENS | Baugruppen | Funktionsbaugruppen
- EICHLER-Art.Nr.: K0118610
- EAN: 4025515069324
- UPC: 662643173369
Produktbeschreibung
SIMATIC S7-300, ZAEHLERBAUGRUPPE FM 350-1 FUER S7-300, ZAEHLFUNKTIONEN BIS 500 KHZ 1 KANAL ZUM ANSCHLUSS VON 5V-UND 24V-INKREMENTALGEBERN TAKTSYNCHRONITAET; MESSBEREICHSARTEN INKL. PROJEKTIERPAKET AUF CD
Leistungen für SIEMENS 6ES7350-1AH03-0AE0
Reparatur
von 395,53 €
bis 711,95 €
Austausch
Gebraucht
554,16 €
415,62 €
Neu
771,10 €
578,32 €
SIEMENS |
6ES7350-1AH03-0AE0 –
zusätzliche Produktinformationen
| Lieferinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Exportkennzeichen | AL: N ECCN: EAR99H | ||
| Nettogewicht pro ME | 0.285 | ||
| Mengeneinheit (ME) | 1 Stück | ||
| Verpackungsmenge | 1 | ||
| Zusätzliche Produktinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Produktstatus | EOP: 2025-10-01 | ||
| EAN | 4025515069324 | ||
| UPC | 662643173369 | ||
| Statistische Warennummer | 85389091 | ||
| Listenkennzeichen (LKZ) | ST73 | ||
| Fabrikategruppe | X07Y | ||
| Ursprungsland | DE | ||
| Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie | Seit: 20080331 | ||
| Klassifizierungen | Version | Klassifizierung | |
|---|---|---|---|
| eClass | 4 | 27-24-03-08 | |
| eClass | 5.1 | 27-24-22-05 | |
| eClass | 6.0 | 27-24-22-05 | |
| ETIM | 3 | / | |
| ETIM | 4 | EC001422 | |
| ETIM | 5 | EC001422 | |
Was ist 6ES7350-1AH03-0AE0 und wo wird es eingesetzt
6ES7350-1AH03-0AE0 ist eine SIEMENS SIMATIC S7-300 Zählerbaugruppe FM 350-1 für schnelle Zähl- und Erfassungsaufgaben in Automatisierungsanlagen. Die Baugruppe verarbeitet Impulse von 5-V- und 24-V-Inkrementalgebern und ist für Anwendungen gedacht, in denen Takte, Wege, Stückzahlen oder Drehzahlen zuverlässig erfasst werden müssen. Typische Einsatzfelder sind Verpackungsanlagen, Sortieranlagen sowie Dosier- und Proportionieranlagen. Die FM 350-1 kann sowohl zentral in einer S7-300 als auch dezentral in einer ET 200M betrieben werden. Für Instandhaltung und Einkauf ist sie besonders relevant, wenn bestehende S7-300-Anlagen weiterbetrieben, Ersatzteile beschafft oder Obsoleszenzrisiken in Bestandsmaschinen abgesichert werden sollen.
Technische Daten im Überblick und was sie bedeuten
Die FM 350-1 ist eine 1-kanalige Hochgeschwindigkeits-Zählerbaugruppe mit maximal 500 kHz bei 5-V-RS-422-Gebern und bis 200 kHz bei 24-V-Signalen. Sie arbeitet mit 24 V DC Versorgung, stellt eine 5,2-V-Geberversorgung bis 300 mA sowie eine 24-V-Geberversorgung bis 400 mA bereit und besitzt 3 Digitaleingänge für Start, Stop und Setzen des Zählers sowie 2 Digitalausgänge. Der Zähler arbeitet mit 32 Bit bzw. ±31 Bit, was auch größere Zählbereiche sicher abdeckt. Für die Praxis bedeutet das: schnelle Impulsfolgen lassen sich sauber erfassen, die Baugruppe eignet sich für präzise Geberanwendungen und bleibt trotz kompakter Bauform mit 40 x 125 x 120 mm gut in bestehende S7-300-Stationen integrierbar.
Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz
Für 6ES7350-1AH03-0AE0 ist die Lifecycle-Situation klar: Siemens führt den Artikel als Spare Part und weist im Industry Mall den Status PM410: Product cancellation mit Wirksamkeit seit 01.10.2025 aus. Auf der EICHLER-Seite ist zusätzlich Produktstatus EOP: 2025-10-01 genannt. Für Betreiber bedeutet das: Die Baugruppe gehört in vielen Anlagen weiterhin zum produktiven Bestand, die Neubeschaffung über den Hersteller wird jedoch zunehmend kritischer, weshalb Reparatur, geprüfte Gebrauchtware, Austausch und Lagerstrategie an Bedeutung gewinnen. Ein verifizierter Siemens-Nachfolger für diese exakte MLFB ist in den gefundenen Herstellerquellen nicht ausgewiesen. Herstellerseitig ist vielmehr dokumentiert, dass 6ES7350-1AH03-0AE0 selbst die frühere 6ES7350-1AH02-0AE0 ersetzt hat.
Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind
Für Betreiber älterer S7-300- und ET-200M-Anlagen sind die EICHLER Leistungen besonders dann relevant, wenn Stillstände schnell beendet und Bestandsanlagen wirtschaftlich weiterbetrieben werden müssen. Reparatur ist sinnvoll, wenn die vorhandene Baugruppe elektrisch oder funktional auffällig ist, die Maschinenlogik aber unverändert bleiben soll. EICHLER nennt hierfür 2–5 Tage sowie Leistungen wie technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Austausch ist interessant, wenn Ausfallzeit wichtiger ist als die Rückführung des Originalteils. Gebraucht unterstützt bei knapper Marktlage und abgesicherten Bestandsstrategien. Neu ist im Shop ebenfalls geführt, mit 1–3 Tagen Lieferzeit. Damit lassen sich Funktionsfähigkeit und Versorgung auch in der Obsoleszenzphase gezielt absichern.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Versorgungsspannung | |
| Hilfsspannung 1L+, Lastspannung 2L+ | |
| ● Nennwert (DC) | 24 V |
| ● zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) | 20,4 V; dynamisch 18,5 V |
| ● zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) | 28,8 V; dynamisch 30,2 V |
| Eingangsstrom | |
| aus Lastspannung 1L+ (ohne Last), max. | 40 mA |
| aus Rückwandbus DC 5 V, max. | 160 mA |
| Geberversorgung | |
| 5 V-Geberversorgung | |
| ● 5 V | Ja; 5,2 V ±2 % |
| ● Ausgangsstrom, max. | 300 mA |
| 24 V-Geberversorgung | |
| ● 24 V | Ja; 1L+ (-3 V) |
| ● Ausgangsstrom, max. | 400 mA |
| Verlustleistung | |
| Verlustleistung, typ. | 4,5 W |
| Digitaleingaben | |
| Anzahl der Eingänge | 3 |
| Funktionen | 1 für Torstart, 1 für Torstop, 1 für Setzen des Zählers |
| Eingangsspannung | |
| ● für Signal "0" | -28,8 ... +5 V |
| ● für Signal "1" | +11 ... +28,8 V |
| Eingangsstrom | |
| ● für Signal "1", typ. | 9 mA |
| Digitalausgaben | |
| Anzahl der Ausgänge | 2 |
| Kurzschluss-Schutz | Ja; elektronisch taktend |
| Begrenzung der induktiven Abschaltspannung auf | 2L+ (-39 V) |
| Ausgangsspannung | |
| ● für Signal "0", max. | 3 V |
| ● für Signal "1", min. | 2L+ (-1,5 V) |
| Ausgangsstrom | |
| ● für Signal "1" Nennwert | 0,5 A |
| ● für Signal "1" zulässiger Bereich für 0 bis 60 °C, min. | 5 mA |
| ● für Signal "1" zulässiger Bereich für 0 bis 60 °C, max. | 0,6 A |
| Ausgangsverzögerung bei ohmscher Last | |
| ● "0" nach "1", max. | 300 µs |
| Geber | |
| Anschließbare Geber | |
| ● Inkrementalgeber (symmetrisch) | Ja; mit 2 um 90° versetzten Impulsreihen |
| ● Inkrementalgeber (asymmetrisch) | Ja |
| ● 24 V-Initiator | Ja |
| ● 24 V-Richtungsgeber | Ja; 1 Impulsreihe, 1 Richtungspegel |
| Zähler | |
| Anzahl Zählereingänge | 1; 32 bit oder ±31 bit |
| Zählereingang 5 V | |
| ● Typ | RS 422 |
| ● Abschlusswiderstand | 220 Ω |
| ● Differenzeingangsspannung | 1,3 V |
| ● Zählfrequenz, max. | 500 kHz |
| Zählereingang 24 V | |
| ● Eingangsspannung für Signal "0" | -28,8 ... +5 V |
| ● Eingangsspannung für Signal "1" | +11 ... +28,8 V |
| ● Eingangsstrom für Signal "1", typ. | 9 mA |
| ● Zählfrequenz, max. | 200 kHz |
| ● Mindestimpulsbreite | 2,5 µs |
| Potenzialtrennung | |
| Potenzialtrennung Digitaleingaben | |
| ● zwischen den Kanälen und Rückwandbus | Ja; Optokoppler |
| Potenzialtrennung Digitalausgaben | |
| ● zwischen den Kanälen und Rückwandbus | Ja; Optokoppler |
| Potenzialtrennung Zähler | |
| ● zwischen den Kanälen und Rückwandbus | Ja; Optokoppler |
| Isolation | |
| Isolation geprüft mit | 500 V |
| Anschlusstechnik | |
| erforderlicher Frontstecker | 1x 20-polig |
| Maße | |
| Breite | 40 mm |
| Höhe | 125 mm |
| Tiefe | 120 mm |
| Gewichte | |
| Gewicht, ca. | 250 g |
| Fehlerbeschreibung | Möglicher Lösungsansatz |
|---|---|
| Warum leuchtet bei meiner 6ES7350-1AH03-0AE0 die rote SF-LED dauerhaft? | Die rote SF-LED signalisiert bei der FM 350-1 einen Gruppenfehler. Häufige Ursachen sind fehlende Parametrierung, falsch gesetzter Codierstecker, fehlende Hilfsspannung an 1L+/1M, Kurzschluss an der 5,2-V- oder 24-V-Geberversorgung oder Fehler auf den Signalen A, B oder N. Prüfen Sie zuerst den Baugruppenzustand und den Diagnosepuffer in STEP 7, kontrollieren Sie danach Spannungsversorgung, Codiersteckerstellung und Geberverdrahtung. Erst wenn die Ursache beseitigt ist, erlischt die Fehleranzeige zuverlässig. |
| Warum zählt die FM 350-1 keine Impulse, obwohl ein Signal anliegt? | Häufig ist das Software-Tor nicht freigegeben, der falsche Signaltyp parametriert oder der Geber nicht passend am Frontstecker angeschlossen. Für 5-V-Geber muss der Codierstecker auf die 5-V-Position gesetzt sein, für 24-V-Geber auf die 24-V-Position. Zusätzlich muss die Hilfsspannung korrekt anliegen. Im Betrieb zeigt die Baugruppe über die LEDs, ob Signale tatsächlich ankommen. Bleiben diese aus, sollten SW_GATE, Gebertyp, A/B/N-Belegung und die Versorgung des Encoders kontrolliert werden. |
| Warum bekomme ich bei der FM 350-1 Lese-/Schreibfehler oder unplausible Werte im Datenbaustein? | Solche Fehler treten oft auf, wenn die Baugruppenadresse mit falschem Offset verwendet wird, der DB nicht im passenden UDT-Format angelegt ist oder die mitgelieferten Siemens-Bausteine nicht korrekt eingebunden wurden. In der Praxis sollte die Adressierung in HW-Konfig gegen die tatsächlich verwendete PEW-/P#-Adresse geprüft werden. Ebenso wichtig ist die Initialisierung der Startwerte, etwa beim CPU-Anlauf, damit die Baugruppe mit den korrekten DB- und Adressinformationen arbeitet. Danach CPU und Baugruppe erneut sauber anlaufen lassen und den Baugruppenzustand prüfen. |
| Warum meldet die Baugruppe einen Parameterisierungsfehler und wechselt nicht in den taktsynchronen Betrieb? | Siemens beschreibt, dass die FM 350-1 bei überschrittenen Grenzwerten, etwa bei unzulässiger Update-Zeit oder widersprüchlichen Parametern, einen Parameterisierungsfehler erzeugt und nicht in den isochronen Betrieb schaltet. Zusätzlich blockieren Bedienfehler weitere Wertübernahmen, bis der Fehler über OT_ERR_A quittiert wurde. Prüfen Sie deshalb Betriebsart, Update-Zeit, Grenzwerte, Vergleichswerte und den Zusammenhang zwischen Parametrierung und Codiersteckerstellung. Erst nach Korrektur und Quittierung sollten Werte erneut übertragen werden. |
| Warum meldet die FM 350-1 Signalfehler auf A, B oder N? | Die Herstellerdiagnose nennt hier typischerweise Drahtbruch, Kurzschluss oder fehlendes Kabel. Zusätzlich weist Siemens darauf hin, dass die Zähleingänge eine niederohmige Verbindung der Klemme 1M zur CPU-Masse benötigen. Fehlt diese Bezugserde, sind Fehlfunktionen oder sogar Defekte möglich. Prüfen Sie deshalb das Encoderkabel, die Differenzsignale bei 5-V-RS-422-Gebern beziehungsweise die 24-V-Signalführung, die Schirmung sowie die Masseverbindung zur CPU besonders sorgfältig. |
Ist 6ES7350-1AH03-0AE0 noch verfügbar oder bereits abgekündigt?
Siemens führt den Artikel als Ersatzteil, zugleich ist der Lifecycle-Status bereits auf PM410: Product cancellation gesetzt, wirksam seit 01.10.2025. Für Beschaffung und Instandhaltung bedeutet das: Der Artikel ist nicht mehr als reguläres Zukunftsprodukt zu bewerten, sondern als kritisches Bestandsersatzteil. Deshalb gewinnen Reparatur, Austausch, geprüfte Gebrauchtware und gezielte Bevorratung deutlich an Bedeutung, insbesondere in Anlagen mit langer Restlaufzeit.
Kann ich die FM 350-1 auch dezentral in einer ET 200M einsetzen?
Ja. Siemens beschreibt die FM 350-1 sowohl für den zentralen Einsatz in S7-300-Systemen als auch für den dezentralen Betrieb in ET 200M. In den Kompatibilitätsunterlagen ist die 6ES7350-1AH03-0AE0 ausdrücklich als einsetzbare Funktionsbaugruppe in ET-200M-Konstellationen aufgeführt. Das ist besonders wichtig für Retrofit-Projekte, bei denen eine bestehende Anlage nicht komplett umgebaut, sondern nur mit minimalem Risiko instandgesetzt oder erweitert werden soll.
Welche Geber kann ich an 6ES7350-1AH03-0AE0 anschließen?
Unterstützt werden 5-V-Inkrementalgeber mit symmetrischen RS-422-Signalen, asymmetrische Inkrementalgeber, 24-V-Initiatoren sowie 24-V-Geber mit Richtungspegel. Die Baugruppe stellt dafür sowohl 5,2 V als auch 24 V zur Geberversorgung bereit. Für die sichere Funktion müssen jedoch Signaltyp, Codiersteckerstellung und Verdrahtung zusammenpassen. Diese Frage ist kaufentscheidend, weil die Baugruppe zwar flexibel einsetzbar ist, aber nur dann problemlos integriert werden kann, wenn Gebertechnik und Frontsteckerbelegung sauber aufeinander abgestimmt sind.
Wie hoch ist die maximale Zählfrequenz und was bedeutet das für meine Anwendung?
Die FM 350-1 verarbeitet bis zu 500 kHz bei 5-V-Signalen und bis zu 200 kHz bei 24-V-Signalen. Diese Werte sind entscheidend, wenn hohe Impulsraten aus Encodern, Lichtschranken oder schnellen Taktgebern erfasst werden müssen. Für den Anwender bedeutet das: Die Baugruppe eignet sich für dynamische Maschinenprozesse, bei denen Standard-Digitaleingänge zu langsam wären. Vor der Beschaffung sollte dennoch geprüft werden, ob Geber, Signalform und SPS-Umgebung tatsächlich zur erforderlichen Zählfrequenz passen.
Lässt sich der Zählerstand nach einem STOP/RUN-Übergang der CPU erhalten?
Ja, zu diesem Thema existiert eine Siemens-Support-FAQ speziell für 6ES7350-1AH03-0AE0. Das ist für Betreiber relevant, wenn Produktionsdaten, Wegmessungen oder Stückzahlen nach einem CPU-Neustart nicht verloren gehen dürfen. In der Praxis sollte dieses Verhalten gezielt in der Parametrierung und im Anlaufkonzept der CPU berücksichtigt werden, damit nach Wiederanlauf kein ungewollter Nullstart erfolgt. Gerade in Bestandsanlagen reduziert das unnötige Referenzfahrten und verkürzt die Wiederinbetriebnahme nach Störungen.
Gibt es für 6ES7350-1AH03-0AE0 einen verifizierten Siemens-Nachfolger?
Für die exakte MLFB 6ES7350-1AH03-0AE0 ist in den gefundenen Herstellerquellen kein weiterer verifizierter Nachfolger ausgewiesen. Relevant ist vielmehr die andere Richtung: Siemens dokumentiert, dass 6ES7350-1AH03-0AE0 die frühere 6ES7350-1AH02-0AE0 ersetzt hat. Für Einkauf und Technik heißt das: Wer heute eine defekte AH03 ersetzen muss, sollte nicht auf einen offiziellen Neu-Nachfolger warten, sondern die Verfügbarkeit über Reparatur, Austausch, Lagerbestand oder alternative Beschaffungswege absichern.























