SIEMENS 6ES7322-8BF00-0AB0

  • SIEMENS | Baugruppen | Digitalein- / Digitalausgaben

  • EICHLER-Art.Nr.: K0118559
  • EAN: 4025515061090
  • UPC: 662643303315

Produktbeschreibung

SIMATIC S7-300, DIGITALAUSGABE SM 322, POTENTIALGETRENNT, 8 DA, DC 24V, 0,5A (1X 8 DA), KURZSCHLUSSSCHUTZ, DIAGNOSE, 1X 20-POLIG

Leistungen für SIEMENS 6ES7322-8BF00-0AB0

Reparatur

2-5 Tage

von 597,47 €

bis 913,77 €

Austausch

1-3 Tage

1 Stck.

569,35 €

427,01 €

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Gebraucht

1-3 Tage

1 Stck.

632,61 €

474,46 €

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Neu

1-3 Tage

5 Stck.

702,90 €

527,17 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.247
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus
EAN 4025515061090
UPC 662643303315
Statistische Warennummer 85389091
Listenkennzeichen (LKZ) ST73
Fabrikategruppe 4561
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20080331
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-04
eClass 5.1 27-24-22-04
eClass 6.0 27-24-22-04
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001419
ETIM 5 EC001419

Was ist 6ES7322-8BF00-0AB0 und wo wird es eingesetzt

6ES7322-8BF00-0AB0 ist eine SIMATIC S7-300 Digitalausgabebaugruppe SM 322 von Siemens. Das Modul ist potentialgetrennt, stellt 8 digitale 24-V-DC-Ausgänge bereit und ist für 0,5 A pro Kanal ausgelegt. Siemens nennt als typische Einsatzfelder Magnetventile, DC-Schütze und Signallampen. Damit eignet sich die Baugruppe vor allem für klassische Schaltaufgaben in Maschinen, Fördertechnik, Verpackungsanlagen, Fertigungslinien und dezentralen ET-200M-Peripheriestationen. Für Instandhalter ist die Artikelnummer besonders relevant, wenn ein defekter Ausgang schnell identifiziert und ohne langes Engineering ersetzt werden muss. Für Einkäufer ist sie wichtig, weil sich darüber Bestandsabgleich, Beschaffung und Austausch eindeutig auf die richtige Baugruppe beziehen lassen.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die Baugruppe arbeitet mit einer Lastspannung L+ von 24 V DC bei einem zulässigen Bereich von 20,4 bis 28,8 V. Sie bietet 8 Ausgänge, einen typischen Verlust von 5 W, elektronischen Kurzschlussschutz und Diagnosefunktionen für Drahtbruch, fehlende Lastspannung, Kurzschluss nach M und Kurzschluss nach L+. Die Ausgänge sind in einer Gruppe von 8 Kanälen potentialgetrennt und benötigen einen 20-poligen Frontstecker. Pro Kanal sind 0,5 A Nennstrom möglich, pro Gruppe bis 4 A bei horizontalem Einbau bis 40 °C, bei höheren Temperaturen sinkt der Summenstrom. Für die Praxis heißt das: Das Modul ist gut für saubere 24-V-Schaltaufgaben geeignet, aber die Kanal- und Gruppengrenzen müssen bei Ventilen, Schützen oder parallelen Lasten sauber geprüft werden.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Siemens kennzeichnet 6ES7322-8BF00-0AB0 aktuell als „spare part“. Für die Produktfamilie SIMATIC S7-300 / ET 200M wurde der Meilenstein PM400 am 1. Oktober 2023 gesetzt; die Typabkündigung PM410 ist seit 1. Oktober 2025 wirksam. Siemens nennt außerdem eine geplante Ersatzteilverfügbarkeit bis mindestens 1. Oktober 2033. Für Betreiber bedeutet das: Die Baugruppe ist für bestehende Anlagen weiter relevant, aber Neuprojekte und langfristige Modernisierungen sollten das Obsoleszenzrisiko aktiv einplanen. Einen pauschalen 1:1-Nachfolger veröffentlicht Siemens für diesen Artikel nicht. Für Modernisierungsszenarien verweist Siemens im ET-200SP-HA-Vergleich auf DQ 16x24VDC/0.5A HA, 6DL1132-6BH00-0PH1, allerdings ausdrücklich nicht als automatische 1:1-Kompatibilitätsaussage.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind

Bei einem ungeplanten Ausfall ist Austausch oft der schnellste Weg, um Stillstand kurz zu halten: Auf der Artikelseite wird dafür eine Lieferzeit von 1–3 Tagen und aktueller Bestand ausgewiesen. Gebraucht ist interessant, wenn eine ältere Anlage wirtschaftlich weiterlaufen soll und eine kurzfristige, budgetschonende Lösung gesucht wird. Neu passt zu geplanten Ersatzbeschaffungen oder Lageraufbau. Reparatur ist besonders dann sinnvoll, wenn die Bestandsbaugruppe erhalten bleiben soll oder wenn Obsoleszenz den Beschaffungsmarkt verengt. EICHLER nennt für Reparaturen eine technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Gerade bei abgekündigten S7-300-Baugruppen erhöht das die Funktionssicherheit, senkt das Ausfallrisiko im Bestand und unterstützt eine planbare Ersatzteilstrategie.

Attribut Wert
Versorgungsspannung
Lastspannung L+
● Nennwert (DC) 24 V
● zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 20,4 V
● zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
Eingangsstrom
aus Lastspannung L+ (ohne Last), max. 90 mA
aus Rückwandbus DC 5 V, max. 70 mA
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 5 W
Digitalausgaben
Anzahl der Ausgänge 8
Kurzschluss-Schutz Ja; elektronisch
● Ansprechschwelle, typ. 0,75 bis 1,5 A
Begrenzung der induktiven Abschaltspannung auf L+ (-45 V)
Ansteuern eines Digitaleingangs Ja
Schaltvermögen der Ausgänge
● bei Lampenlast, max. 5 W
Lastwiderstandsbereich
● untere Grenze 48 Ω
● obere Grenze 3 kΩ
Ausgangsspannung
● für Signal "1", min. L+ (-0,8 bis -1,6 V)
Ausgangsstrom
● für Signal "1" Nennwert 0,5 A
● für Signal "1" zulässiger Bereich für 0 bis 40 °C, min. 10 mA
● für Signal "1" zulässiger Bereich für 0 bis 40 °C, max. 0,6 A
● für Signal "1" zulässiger Bereich für 40 bis 60 °C, min. 10 mA
● für Signal "1" zulässiger Bereich für 40 bis 60 °C, max. 0,6 A
● für Signal "1" Mindestlaststrom 10 mA
● für Signal "0" Reststrom, max. 0,5 mA
Ausgangsverzögerung bei ohmscher Last
● "0" nach "1", max. 180 µs
● "1" nach "0", max. 245 µs
Parallelschalten von zwei Ausgängen
● zur Leistungserhöhung Nein
● zur redundanten Ansteuerung einer Last nur Aushänge mit Reihendiode
Schaltfrequenz
● bei ohmscher Last, max. 100 Hz
● bei induktiver Last, max. 2 Hz
● bei induktiver Last (nach IEC 60947-5-1, DC13), max. 2 Hz
● bei Lampenlast, max. 10 Hz
Summenstrom der Ausgänge (je Gruppe)
waagerechte Einbaulage
— bis 40 °C, max. 4 A
— bis 60 °C, max. 3 A
senkrechte Einbaulage
— bis 40 °C, max. 4 A
Leitungslänge
● geschirmt, max. 1 000 m
● ungeschirmt, max. 600 m
Alarme/Diagnosen/Statusinformationen
Diagnosefunktion Ja; parametrierbar
Alarme
● Diagnosealarm Ja; parametrierbar
Diagnosen
● Diagnoseinformation auslesbar Ja
● Drahtbruch Ja
● Kurzschluss Ja
● Sicherungsfall Nein
● fehlende Lastspannung Ja
Diagnoseanzeige LED
● Lastnennspannung PWR (grün) Nein
● Sicherung OK FSG (grün) Nein
● Sammelfehler SF (rot) Ja
● Statusanzeige Digitalausgang (grün) Ja; pro Kanal
● Kanalfehleranzeige F (rot) Ja
Potenzialtrennung
Potenzialtrennung Digitalausgaben
● zwischen den Kanälen, in Gruppen zu 8
● zwischen den Kanälen und Rückwandbus Ja; Optokoppler
Isolation
Isolation geprüft mit DC 500 V
Anschlusstechnik
erforderlicher Frontstecker 20-polig
Maße
Breite 40 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 120 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 210 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum meldet 6ES7322-8BF00-0AB0 Drahtbruch, obwohl der Ausgang eingeschaltet ist? Die Drahtbruchdiagnose greift nur, wenn der Ausgang auf „1“ steht. Siemens gibt an, dass der Drahtbruch bei einem Strom kleiner 1 mA erkannt wird. Prüfen Sie deshalb zuerst Kabel, Klemmen und den angeschlossenen Aktor. Ist der Kanal absichtlich offen oder wird nur eine sehr kleine Last betrieben, sollte die Drahtbruchdiagnose für diesen Kanal in STEP 7 deaktiviert werden.
Warum zeigt die SM322 fehlende Lastspannung an und die Last schaltet nicht? Kontrollieren Sie die Lastversorgung L+ direkt am Modul. Zulässig sind 24 V DC mit einem Bereich von 20,4 bis 28,8 V. Fehlt L+, liefert das Modul kein gültiges Schaltsignal an die Last; laut Siemens geht der Ausgang bei fehlender Lastspannung auf 0-Signal. Prüfen Sie Spannungsversorgung, Klemmen, Sicherungen und die gemeinsame Bezugspotentialführung.
Warum meldet 6ES7322-8BF00-0AB0 Kurzschluss nach M? Siemens nennt dafür zwei Hauptursachen: Überlast am Ausgang oder ein direkter Kurzschluss des Ausgangs nach M. Trennen Sie die Last ab, messen Sie den betroffenen Kanal und prüfen Sie Verdrahtung, Aktor und Stromaufnahme. Überschreitet die Last den zulässigen Bereich, muss sie entlastet oder über ein Zwischenrelais beziehungsweise eine passende Ausgangsstufe angesteuert werden.
Warum meldet die Baugruppe Kurzschluss nach L+? In diesem Fall liegt meist ein Verdrahtungsfehler oder ein Fremdpotential auf dem Ausgang gegen L+ vor. Prüfen Sie den betroffenen Kanal auf falsche Brücken, beschädigte Leitungen oder Fehlverdrahtung im Frontstecker. Wichtig: Siemens weist darauf hin, dass ein externer Kurzschluss nach L+ an Ausgängen mit Seriendiode nicht erkannt werden kann. Die Diagnosemöglichkeiten hängen also auch von der konkret genutzten Ausgangsverschaltung ab.
Warum schaltet der Ausgang nach CPU-STOP oder Spannungsausfall anders als erwartet? Das Verhalten ist parametrierbar. In CPU-STOP kann das Modul je nach Einstellung einen Ersatzwert ausgeben oder den letzten Wert halten; der Default ist Ersatzwert. Fällt die Lastspannung L+ aus, geht der Ausgang laut Siemens auf 0-Signal. Prüfen Sie deshalb neben der Verdrahtung auch die STEP-7-Parameter für Reaktion auf CPU-STOP und Diagnoseinterrupts.

Ist 6ES7322-8BF00-0AB0 noch verfügbar oder bereits abgekündigt?

Die Baugruppe ist im Siemens-Kontext kein regulärer Neuanlaufartikel mehr, sondern wird als „spare part“ geführt. Für SIMATIC S7-300 / ET 200M liegt die Phase-out-Ankündigung seit 1. Oktober 2023 vor, die Typabkündigung seit 1. Oktober 2025. Siemens plant die Ersatzteilversorgung mindestens bis 1. Oktober 2033. Für Betreiber bestehender Anlagen heißt das: Die Beschaffung ist weiterhin möglich, aber das Thema Obsoleszenz sollte aktiv in Wartung, Lagerhaltung und Modernisierungsplanung berücksichtigt werden.

Welcher Frontstecker wird für 6ES7322-8BF00-0AB0 benötigt?

Siemens gibt für die Baugruppe einen 20-poligen Frontstecker an. In ET-200M-Unterlagen wird für diese Baugruppe beispielhaft der 20-polige Frontstecker mit Schraubkontakten 6ES7392-1AJ00-0AA0 genannt. Für die Ersatzteilprüfung ist wichtig, nicht nur die Baugruppe selbst, sondern auch den passenden Stecker und den Verdrahtungszustand mitzudenken. Gerade bei einem Tausch unter Zeitdruck spart das unnötige Stillstandsminuten.

Kann ich mit 6ES7322-8BF00-0AB0 Magnetventile und Schütze direkt schalten?

Ja, Siemens nennt Magnetventile, DC-Schütze und Signallampen ausdrücklich als typische Lasten. Entscheidend ist aber, dass 0,5 A pro Kanal und die Summenstromgrenzen pro Gruppe eingehalten werden. In der Praxis sollten Laststrom, Einschaltstrom und Temperaturreserve geprüft werden. Wenn Verbraucher grenzwertig sind oder hohe Einschaltspitzen erzeugen, ist eine Entkopplung über ein geeignetes Relais- oder Interfacekonzept oft die robustere Lösung.

Kann 6ES7322-8BF00-0AB0 auch in ET 200M eingesetzt werden?

Ja. Siemens führt die Baugruppe in den ET-200M-Unterlagen als verwendetes DO-Modul. In den Betriebsanleitungen zum ET 200M wird 6ES7322-8BF00-0AB0 zusammen mit dem passenden 20-poligen Frontstecker ausdrücklich aufgeführt. Für Bestandsanlagen ist das wichtig, weil sich viele Suchanfragen nicht nur auf S7-300-Zentralracks, sondern auf dezentrale ET-200M-Stationen beziehen.

Was passiert bei fehlender Lastspannung oder CPU-STOP?

Bei fehlender Lastspannung L+ geht der Ausgang laut Siemens auf 0-Signal. Im CPU-STOP hängt das Verhalten von der Parametrierung ab: Möglich sind Ersatzwert oder letzten Wert halten. Für die Fehlersuche ist das ein zentraler Punkt, weil ein scheinbarer Ausgangsfehler in Wirklichkeit aus der Versorgung oder der Parametrierung kommen kann. Wer wiederkehrende Stillstände vermeiden will, sollte diese Reaktion im STEP-7-Projekt dokumentieren.

Gibt es einen direkten Nachfolger für 6ES7322-8BF00-0AB0?

Siemens veröffentlicht für diesen Artikel keinen einfachen 1:1-Nachfolger im Sinn einer automatischen Austauschfreigabe. Für Modernisierung in Richtung ET 200SP HA zeigt Siemens jedoch die DQ 16x24VDC/0.5A HA, 6DL1132-6BH00-0PH1 als Vergleichsmodul. Gleichzeitig weist Siemens im gleichen Dokument ausdrücklich darauf hin, dass diese Gegenüberstellung nicht als 1:1-Kompatibilitätsaussage zu verstehen ist. Für Einkauf und Technik bedeutet das: Eine Migrationsentscheidung sollte immer über Lastbild, Kanalzahl, Diagnosebedarf und Anlagenarchitektur abgesichert werden.

Wichtige Dokumente

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