SIEMENS 6ES7141-1BF12-0XB0

  • SIEMENS | Baugruppen | Digitalein- / Digitalausgaben

  • EICHLER-Art.Nr.: K0118165
  • EAN: 4025515069454

Produktbeschreibung

SIMATIC DP, BASISMODUL BM 141 ET 200X, 8 DE DC 24V, 5POLIG M12, DOPPELT BELEGT, IP66/67 INT.PROFIBUS-DP-SCHNITTSTELLE 12MBIT/S, INT. SV-ANSCHLUESSE

Leistungen für SIEMENS 6ES7141-1BF12-0XB0

Reparatur

2-5 Tage

von 691,64 €

bis 1.244,94 €

Austausch

Gebraucht

3-5 Tage

9 Stck.

992,00 €

992,00 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 0.55
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2008-10-01
EAN 4025515069454
UPC /
Statistische Warennummer 85389091
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 4468
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6ES7141-1BF12-0XB0 und wo wird es eingesetzt

6ES7141-1BF12-0XB0 ist ein SIMATIC DP Basismodul BM 141 der dezentralen Peripherie ET 200X. Die Baugruppe arbeitet als PROFIBUS-DP-Slave mit integrierter Schnittstelle bis 12 Mbit/s und stellt 8 digitale 24-V-Eingänge für feldnahe Sensorsignale bereit. Durch die IP65/IP66/IP67-Ausführung und die 5-poligen M12-Anschlüsse eignet sich das Modul für den Einsatz direkt an Maschine und Anlage, also dort, wo Signale ohne zusätzlichen Schaltschrank nah am Prozess erfasst werden sollen. Typische Anwendungen sind Fördertechnik, Montagezellen, Handhabung, Maschinenverkettung und robuste Produktionsumgebungen mit Schaltern, Näherungssensoren und anderen 24-V-Signalen.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Die Baugruppe verarbeitet 24 V DC-Signale und wertet ein Eingangssignal ab 13 bis 30 V als logisch „1“ aus, während -3 bis +5 V als logisch „0“ gelten. Die Eingangsverzögerung von 1,2 bis 4,8 ms hilft, kurze Störimpulse zu filtern. Das Modul ist für Schalter und Näherungsschalter (BEROs) geeignet und erlaubt auch den Anschluss von 2-Draht-Sensoren mit einem zulässigen Ruhestrom bis 1,5 mA. Für Sensoren stehen 4 Geberversorgungsausgänge zur Verfügung. Zusätzlich bietet das BM 141 diagnosefähige LEDs für ON, DC24V, BF und SF, ist auf bis zu 7 Erweiterungsmodule ausbaubar und unterstützt SYNC/FREEZE im PROFIBUS-Umfeld.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6ES7141-1BF12-0XB0 ist im Shop ein Produktstatus EOP mit Datum 1. Oktober 2008 ausgewiesen. Siemens führt die Baugruppe zugleich als Ersatzteil/Spare part. Im Siemens-SiePortal wird das Produkt als abgekündigt ohne direkten Ersatznachfolger beschrieben. Für Betreiber bestehender ET-200X-Stationen ist das ein klarer Hinweis auf Obsoleszenzrisiken bei Preis, Verfügbarkeit und kurzfristiger Ersatzteilbeschaffung. Siemens nennt für das eingestellte ET-200X-Gesamtsystem die ET 200pro als Ersatzsystem. Das ist jedoch kein steckgleicher 1:1-Nachfolger für dieses konkrete BM-141-Modul, sondern ein Migrationspfad auf Systemebene, der Planung, Umbau und Projektprüfung erfordert.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Bei Bestandsanlagen zählt vor allem, Stillstände kurz zu halten und vorhandene Projektierung nicht unnötig zu verändern. Für eine vorhandene, defekte Baugruppe ist die Reparatur deshalb oft besonders interessant, wenn Verdrahtung, Mechanik und PROFIBUS-Einbindung unverändert bleiben sollen. Im Shop ist sie mit 2–5 Tagen ausgewiesen und umfasst technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, umfassende Funktionsprüfung sowie mindestens 24 Monate Garantie. Wenn eine Baugruppe sofort ersetzt werden muss, sind Austausch oder gebrauchte Baugruppen relevant; Gebraucht war mit 3–5 Tagen geführt. Neu und Austausch können angefragt werden. Für Instandhaltung, Einkauf und Produktion entsteht so ein praxisnaher Weg, Obsoleszenz und Anlagenrisiko parallel abzusichern.

Attribut Wert
Herstellerkennung (VendorID) 803Dh
Versorgungsspannung
Lastspannung 1L+
● Nennwert (DC) 24 V
● Kurzschluss-Schutz Ja; elektronisch
● Verpolschutz Ja
Lastspannung 2L+
● Nennwert (DC) 24 V
● Verpolschutz Nein
Eingangsstrom
aus Versorgungsspannung 1L+, max. 180 mA
Geberversorgung
Anzahl Ausgänge 4
Kurzschluss-Schutz Ja; elektronisch
Ausgangsstrom
● bis 40 °C, max. 0,9 A
● bis 55 °C, max. 0,7 A
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 3,5 W
Hardware-Ausbau
Erweiterungsmodule
● Anzahl Erweiterungsmodule, max. 7
— davon Motorstarter/Frequenzumrichter, max. 6
— davon Pneumatik-Interface, max. 6
Digitaleingaben
Anzahl der Eingänge 8
Eingangskennlinie nach IEC 61131, Typ 1 Ja
Anzahl gleichzeitig ansteuerbarer Eingänge
alle Einbaulagen
— bis 55 °C, max. 8
Eingangsspannung
● Nennwert (DC) 24 V
● für Signal "0" -3 ... +5 V
● für Signal "1" 13 ... 30 V
Eingangsstrom
● für Signal "1", typ. 7 mA
Eingangsverzögerung (bei Nennwert der Eingangsspannung)
für Standardeingänge
— bei "0" nach "1", min. 1,2 ms
— bei "0" nach "1", max. 4,8 ms
— bei "1" nach "0", min. 1,2 ms
— bei "1" nach "0", max. 4,8 ms
Leitungslänge
● ungeschirmt, max. 30 m
Geber
Anschließbare Geber
● 2-Draht-Sensor Ja
— zulässiger Ruhestrom (2-Draht-Sensor), max. 1,5 mA
1. Schnittstelle
Protokolle
● PROFIBUS DP-Slave Ja
PROFIBUS DP-Slave
● Übertragungsgeschwindigkeit, max. 12 Mbit/s
Dienste
— Direkter Datenaustausch (Querverkehr) Ja
Protokolle
PROFIBUS DP Ja
PROFIBUS DP
Dienste
— SYNC-Fähigkeit Ja
— FREEZE-Fähigkeit Ja
Alarme/Diagnosen/Statusinformationen
Diagnosefunktion parametrierbar
Alarme
● Diagnosealarm Ja
Diagnosen
● Diagnoseinformation auslesbar Ja
Diagnoseanzeige LED
● für Lastspannungsüberwachung Ja
● Busfehler BF (rot) Ja
● Sammelfehler SF (rot) Ja
● Statusanzeige Digitaleingang (grün) Ja
● Überwachung 24 V-Spannungsversorgung ON (grün) Ja
Potenzialtrennung
zwischen Lastspannung und allen anderen Schaltungsteilen Ja
zwischen PROFIBUS DP und allen anderen Stromkreisen Ja
Potenzialtrennung Digitaleingaben
● zwischen den Kanälen Nein
Potenzialtrennung Digitalausgaben
● zwischen den Kanälen Nein
Zulässige Potenzialdifferenz
zwischen verschiedenen Stromkreisen DC 75 V/AC 60 V
Isolation
Isolation geprüft mit DC 500 V
Maße
Breite 134 mm
Höhe 110 mm
Tiefe 55 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 500 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum blinkt bei 6ES7141-1BF12-0XB0 die BF-LED und die Station wird am PROFIBUS nicht erreicht? Die PROFIBUS-Verbindung an X01/X10 sollte vollständig geprüft werden: Stecker korrekt einsetzen, A/B-Leiter und Schirmung kontrollieren, Master auf RUN prüfen und die am Modul eingestellte Stationadresse mit der Projektierung abgleichen. Die PROFIBUS-Adresse wird am Basismodul eingestellt und liegt im Bereich 1 bis 125. Typische Ursachen sind eine unterbrochene Leitung zum Master, ein fehlender oder falscher Busabschluss oder eine doppelt vergebene Adresse.
Warum leuchtet bei 6ES7141-1BF12-0XB0 zusätzlich zur BF-LED auch die SF-LED? Dann sollte nicht nur der Bus, sondern auch die Projektierung geprüft werden. Beim BM 141 können Diagnoseinformationen auf internen Fehler, externen Fehler im ET-200X-Aufbau, fehlende Parametrierung oder Parametrierfehler hinweisen. In der Praxis ist häufig der Soll-/Istausbau nicht identisch, ein Modul fehlt oder die Konfigurationsdaten passen nicht mehr zur realen Station. Deshalb Hardwarekonfiguration, GSD/HW-Konfig, tatsächliche Modulreihenfolge und Rückwandbus prüfen und danach die Konfiguration erneut laden.
Warum bleibt bei 6ES7141-1BF12-0XB0 die ON-LED aus? In diesem Fall fehlt meist die Versorgung für Elektronik und Geber an 1L+. Zu prüfen sind 24 V DC an der Elektronikversorgung, die zugehörige Masse, Sicherungen, Einspeisung und mögliche Kurzschlüsse an der Geberversorgung. Das Modul benötigt diese Spannung für die interne Elektronik und die Sensorebene. Ist sie nicht vorhanden oder zu niedrig, arbeitet die Station nicht sauber anlaufend oder gar nicht.
Warum leuchtet die DC24V-Anzeige nicht oder warum meldet die Baugruppe fehlende Lastspannung? Dann sollte die separate Lastspannungsversorgung 2L+ geprüft werden. Das BM 141 überwacht die Lastspannung diagnostisch. Fehlt sie oder ist sie zu niedrig, erscheint genau dieser Fehler in der Diagnose. Zu prüfen sind daher Einspeisung, Verdrahtung an X03, Steckverbinder und die zugehörige Spannungsquelle. Gerade bei aufgebauten ET-200X-Stationen mit Erweiterungen kann eine fehlende Lastspannung Folgefehler im Gesamtaufbau auslösen.
Warum wird ein angeschlossener Sensor an 6ES7141-1BF12-0XB0 nicht erkannt? Dann sollte zuerst die M12-Pinbelegung geprüft werden. Pro Buchse liegen Geberversorgung, Masse und Eingangssignal auf fest definierten Pins. Ein Signal wird erst ab 13 bis 30 V als „1“ erkannt. Zudem ist das Modul für Schalter und Näherungsschalter ausgelegt; bei 2-Draht-Sensoren darf der Ruhestrom maximal 1,5 mA betragen. Falsch verdrahtete Stecker, zu geringe Sensorspannung oder ein ungeeigneter Sensortyp sind deshalb typische Ursachen.
Warum meldet die Diagnose Modulfehler, falsches Modul oder kein Modul? Diese Meldungen deuten auf einen Fehler im realen Aufbau hin. Dann sollten gesteckte Erweiterungsmodule, mechanischer Sitz, Rückwandbuskontakt und die tatsächliche Modulbestückung geprüft werden. Das Siemens-Produktinformationsblatt unterscheidet in den Diagnosedaten ausdrücklich zwischen „Modul ok“, „Modulfehler“, „falsches Modul“ und „kein Modul“. Gerade nach Tauschvorgängen oder bei älteren Stationen lohnt sich deshalb ein Abgleich von Bestellnummer, Erzeugnisstand und projektiertem Ausbau.

Ist 6ES7141-1BF12-0XB0 ein reines Digitaleingangsmodul?

Ja. 6ES7141-1BF12-0XB0 ist ein BM 141 mit 8 digitalen Eingängen. Es ist also kein klassisches Digitalausgangsmodul. Die oft mitgenannten vier Ausgänge beziehen sich auf die Geberversorgung für Sensoren, nicht auf frei schaltbare Prozessausgänge. Für die eindeutige Beschaffung ist dieser Unterschied wichtig, weil sich damit Fehlbestellungen bei Austausch oder Lagerbevorratung vermeiden lassen.

Kann ich 6ES7141-1BF12-0XB0 direkt im Feld montieren?

Ja, genau dafür ist die Baugruppe ausgelegt. Durch IP65/IP66/IP67 und die M12-Anschlusstechnik ist sie für feldnahe Installationen an Maschine und Anlage gedacht. Wichtig ist, nicht verwendete Anschlüsse mit Verschlusskappen M12 zu schließen, damit die Schutzart erhalten bleibt. Für Betreiber ist das vor allem dann interessant, wenn Signale nah am Prozess aufgenommen und Verdrahtungswege kurz gehalten werden sollen.

Gibt es einen direkten Siemens-Nachfolger für 6ES7141-1BF12-0XB0?

Für dieses konkrete Produkt weist Siemens im SiePortal keinen direkten Ersatznachfolger aus. Gleichzeitig nennt Siemens für das abgekündigte ET-200X-System die ET 200pro als Ersatzsystem. Das bedeutet: Ein steckgleicher Modulersatz ist herstellerseitig nicht bestätigt, eine Systemmigration auf ET 200pro kann aber als strategische Nachfolgelösung sinnvoll sein. Für Bestandsanlagen ist deshalb die saubere Trennung zwischen direktem Ersatzteil und technischem Migrationspfad entscheidend.

Welche Sensoren kann ich an 6ES7141-1BF12-0XB0 anschließen?

Geeignet sind Schalter und Näherungsschalter (BEROs) mit 24 V DC. Das Modul erkennt logisch „1“ im Bereich 13 bis 30 V und logisch „0“ im Bereich -3 bis +5 V. Auch 2-Draht-Sensoren sind möglich, sofern ihr Ruhestrom maximal 1,5 mA beträgt. Für die Praxis ist das wichtig, weil viele Diagnoseprobleme nicht vom Modul selbst, sondern von ungeeigneten Sensoren oder falschen Signalpegeln verursacht werden.

Wie viele Erweiterungsmodule lassen sich an BM 141 anbinden?

Laut den auf der Artikelseite aufgeführten technischen Daten sind bis zu 7 Erweiterungsmodule möglich. Davon können bis zu 6 Motorstarter/Frequenzumrichter oder bis zu 6 Pneumatik-Interface-Module eingebunden werden. Das ist für Umbauten und Ersatzteilstrategien relevant, weil nicht nur das Basismodul selbst, sondern auch der gesamte Stationsaufbau zur bestehenden Anlage passen muss.

Lohnt sich bei einer abgekündigten ET-200X-Baugruppe eher Reparatur oder Ersatzbeschaffung?

Bei einer abgekündigten Baugruppe ist das meist eine Frage von Anlagenrisiko, Verfügbarkeit und Umbauaufwand. Wenn das bestehende Modul mechanisch und elektrisch in die Anlage passt und die Projektierung unverändert bleiben soll, ist Reparatur oder Austausch oft wirtschaftlich attraktiv, weil keine Systemmigration nötig wird. Muss dagegen die gesamte Plattform strategisch modernisiert werden, kann ein Systemwechsel sinnvoll sein. Für kurzfristige Stillstände ist eine reparierte oder gebrauchte, funktionsgeprüfte Bestandsbaugruppe häufig der schnellere Weg. Das ist eine technische und wirtschaftliche Einordnung auf Basis von Obsoleszenzstatus, EICHLER-Leistungsmodell und fehlendem Direktnachfolger.

Woran erkenne ich am Modul schnell, ob Versorgung und Kommunikation grundsätzlich anliegen?

Die Frontdiagnose hilft bei der ersten Eingrenzung. ON steht für die Versorgung von Elektronik und Gebern, DC24V für die Lastspannungsüberwachung, BF für einen Busfehler und SF für einen Sammelfehler. Damit lässt sich bereits ohne tiefere Softwarediagnose unterscheiden, ob eher ein Versorgungsproblem, ein PROFIBUS-Problem oder ein Stations-/Aufbaufehler vorliegt. Gerade im Störfall spart diese LED-Diagnose wertvolle Zeit bei der ersten Bewertung.

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