SIEMENS 6NH7800-3CA00

  • EICHLER-Art.Nr.: K0174241
  • EAN: 4019169144186
  • UPC: 662643195057

Produktbeschreibung

SINAUT ST7, TIM 3V-IE ADVANCED KOMMUNIKATIONSBAUGRUPPE FUER SIMATIC S7-300 MIT EINER RS-232- SCHNITTSTELLE FUER SINAUT- KOMMUNIKATION UEBER EIN KLASSISCHES WAN UND EINER RJ45-SCHNITTSTELLE FUER SINAUT-KOMMUNIKATION UEBER EIN IP-BASIERTES NETZ (WAN ODER LAN)

Leistungen für SIEMENS 6NH7800-3CA00

Reparatur

2-5 Tage

von 1.139,85 €

bis 1.676,25 €

je Stck. 159,00 €

Austausch

Gebraucht

3-5 Tage

1 Stck.

1.678,49 €

1.594,57 €

je Stck. 159,00 €

1.594,57 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: N
Nettogewicht pro ME 0.321
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus
EAN 4019169144186
UPC 662643195057
Statistische Warennummer 85176200
Listenkennzeichen (LKZ) IK
Fabrikategruppe 2461
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20070621
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 27-24-03-09
eClass 5.1 27-24-22-08
eClass 6.0 27-24-22-08
ETIM 3 /
ETIM 4 EC001423
ETIM 5 EC001423

Was ist 6NH7800-3CA00 und wo wird es eingesetzt

6NH7800-3CA00 ist eine Siemens SINAUT ST7 TIM 3V-IE Advanced Kommunikationsbaugruppe für SIMATIC S7-300. Die Baugruppe wird in Telecontrol- und Fernwirkapplikationen eingesetzt, bei denen entfernte Stationen, Unterstationen oder zentrale Steuerungsbereiche miteinander kommunizieren müssen. Sie verbindet klassische WAN-Kommunikation über RS232 mit IP-basierter Kommunikation über RJ45 Ethernet. Damit ist sie besonders relevant für Bestandsanlagen, in denen SINAUT-ST7-Infrastrukturen weiterbetrieben, erweitert oder nach einem Ausfall schnell wiederhergestellt werden müssen. Für Instandhaltung und Einkauf ist die eindeutige Artikelnummer wichtig, damit Austausch, Reparatur, Ersatzteilbeschaffung und Projektierungsabgleich sicher zugeordnet werden können.

Wichtige technische Daten und was diese in der Praxis bedeuten

Die Baugruppe 6NH7800-3CA00 verfügt über eine Industrial-Ethernet-Schnittstelle mit RJ45-Port und eine RS232-Schnittstelle über 9-poligen Sub-D-Stecker. Industrial Ethernet arbeitet im Bereich von 10 bis 100 Mbit/s, während die RS232-Kommunikation mit 50 bis 38400 bit/s angegeben ist. Die Versorgung erfolgt mit 24 V DC über eine steckbare zweipolige Klemmleiste; zusätzlich ist die Einbindung in den S7-300-Rückwandbus zu berücksichtigen. Für den Schaltschrankbetrieb sind das S7-300-Kompaktbaugruppenformat, die Schutzart IP20 und ein Betriebstemperaturbereich von 0 bis 60 °C relevant. In der Praxis müssen Schnittstellen, Spannungsversorgung, Projektierung und vorhandene SINAUT-ST7-Kommunikationsstruktur gemeinsam geprüft werden, bevor ein Austausch oder eine Wiederinbetriebnahme erfolgt.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für 6NH7800-3CA00 ist der Produktstatus besonders wichtig, da die Baugruppe einer späteren Life-Cycle-Phase zugeordnet ist und sich im Product Phase-out befindet. Als Nachfolger ist 6GK7543-1MX00-0XE0, die TIM 1531 IRC, angegeben. Ein Nachfolger bedeutet jedoch nicht automatisch einen steckplatzgleichen Austausch ohne technische Prüfung. Bei bestehenden S7-300- und SINAUT-ST7-Anlagen müssen Projektierung, Kommunikationsprotokolle, Schnittstellen, Engineering-Software, Anlagenstruktur und Migrationsaufwand bewertet werden. Für Betreiber entsteht dadurch ein konkretes Obsoleszenzrisiko: Reparaturfähigkeit, Austauschverfügbarkeit, Bevorratung und Migrationsplanung sollten frühzeitig in eine Ersatzteilstrategie eingebunden werden, damit ungeplante Stillstände und Beschaffungsengpässe reduziert werden können.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie besonders relevant sind

Bei 6NH7800-3CA00 sind vor allem Reparatur, Austausch, geprüfte Ersatzteilversorgung und Life Cycle Management relevant. Eine Reparatur kann sinnvoll sein, wenn die vorhandene SINAUT-ST7-Kommunikation erhalten bleiben soll und eine Migration auf eine neue Plattform nicht kurzfristig umsetzbar ist. Austauschgeräte können Stillstandszeiten reduzieren, wenn eine schnelle Wiederinbetriebnahme wichtiger ist als eine langfristige Umstellung der Anlage. Für abgekündigte Kommunikationsbaugruppen hilft Life Cycle Management, Bestände, Ausfallrisiken und Ersatzteilstrategie strukturiert zu bewerten. Ergänzend kann eine Funktionsprüfung mit Prüfprotokoll die technische Nachvollziehbarkeit erhöhen. Preis, Verfügbarkeit und Lieferzeit können tagesaktuell im Shop geprüft oder über eine Anfrage geklärt werden.

Attribut Wert
Produkt-Markenname SINAUT ST7
Übertragungsrate
Übertragungsrate
● bei Industrial Ethernet 10 ... 100 Mbit/s
● gemäß RS 232 50 ... 38400 bit/s
Schnittstellen
Anzahl der Schnittstellen / gemäß Industrial Ethernet 1
Anzahl der elektrischen Anschlüsse
● für externe Datenübertragung / gemäß RS 232 1
● für Spannungsversorgung 1
Ausführung des elektrischen Anschlusses
● der Industrial Ethernet-Schnittstelle RJ45-Port
Ausführung des elektrischen Anschlusses
● an Schnittstelle 1 / für externe Datenübertragung 9-poliger Sub-D-Stecker (RS232)
● für Spannungsversorgung 2-polige steckbare Klemmleiste
Ausführung des Wechselmediums
● C-PLUG Nein
Versorgungsspannung, Stromaufnahme, Verlustleistung
Spannungsart / der Versorgungsspannung DC
Versorgungsspannung 24 V
Versorgungsspannung 20,4 ... 28,8 V
Versorgungsspannung / extern / bei DC / Nennwert 24 V
Versorgungsspannung / extern / bei DC / Bemessungswert 20,4 ... 28,8 V
relative symmetrische Toleranz / bei DC
● bei 5 V 5 %
relative positive Toleranz / bei DC / bei 24 V 5 %
relative negative Toleranz / bei DC / bei 24 V 5 %
aufgenommener Strom
● aus Rückwandbus / bei DC / bei 24 V / maximal 0,2 A
● aus externer Versorgungsspannung / bei DC / bei 24 V / maximal 0,2 A
Verlustleistung [W] 5,8 W
Produkterweiterung / optional / Pufferbatterie Nein
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur
● während Betrieb 0 ... 60 °C
● während Lagerung -40 ... +70 °C
● während Transport -40 ... +70 °C
relative Luftfeuchte
● bei 25 °C / ohne Kondensation / während Betrieb / maximal 95 %
Schutzart IP IP20
Bauform, Maße und Gewichte
Baugruppenformat Kompaktbaugruppe S7-300 einfach breit
Breite 40 mm
Höhe 125 mm
Tiefe 120 mm
Nettogewicht 0,25 kg
Produkteigenschaften, Produktfunktionen, Produktbestandteile / allgemein
Anzahl der Baugruppen
● Anmerkung Anzahl TIM pro S7-300: mehrere, Anzahl abhängig von den Verbindungsressourcen der S7-300 CPU
Leitungslänge
● bei RS 232-Schnittstelle / maximal 6 m
Leistungsdaten / S7-Kommunikation
Anzahl der möglichen Verbindungen / für S7-Kommunikation
● maximal 24
● bei PG-Verbindungen / maximal 4
● bei OP-Verbindungen / maximal 20
Dienst
● SINAUT ST7 über S7-Kommunikation Ja
● PG-/OP-Kommunikation Ja
Leistungsdaten / Multiprotokollbetrieb
Anzahl der aktiven Verbindungen / bei Multiprotokollbetrieb 24
Leistungsdaten / Telecontrol
Eignung zur Verwendung
● Knotenstation Ja
● Unterstation Ja
● TIM-Zentrale Ja
● Anmerkung RS232 und Industrial Ethernet gleichzeitig betreibbar
Protokoll / wird unterstützt
● DNP3 Nein
● Protokoll SINAUT ST1 Ja
● Protokoll SINAUT ST7 Ja
Produktfunktion / Datenpufferung bei Verbindungsabbruch Ja; 32.000 Datentelegramme
Speicherkapazität
● des Arbeitsspeichers der S7-CPU / für Modus TD7 on CPU Datenbausteine auf CPU / erforderlich 20 Kibyte
● des Arbeitsspeichers der S7-CPU / für Modus TD7 on TIM Datenbausteine auf TIM / erforderlich 0 Kibyte
● Anmerkung TD7onCPU: mindestens 20 Kibyte, tatsächlicher Bedarf ist abhängig von Datenmenge und Funktionsumfang TD7onTIM: im günstigsten Fall 0 Byte
Produkteigenschaft / Telegrammspeicher gepuffert Nein
Übertragungsformat
● für SINAUT ST1-Protokoll bei Polling / 11 bit Ja
● für SINAUT ST1-Protokoll bei spontan / 10 bit oder 11 bit Ja
● für SINAUT ST7-Protokoll bei Multi-Master-Polling / 10 bit Ja
● für SINAUT ST7-Protokoll bei Polling oder spontan / 10 bit oder 11 bit Ja
Betriebsart bei Abfrage der Datenübertragung
● bei Standleitung/Funkstrecke / mit SINAUT ST1-Protokoll Polling, Polling mit Zeitschlitzverfahren
● bei Standleitung/Funkstrecke / mit SINAUT ST7-Protokoll Polling, Polling mit Zeitschlitzverfahren, Multi-Master-Polling mit Zeitschlitzverfahren
● bei Wählnetz / mit SINAUT ST1-Protokoll spontan
● bei Wählnetz / mit SINAUT ST7-Protokoll spontan
Hammingdistanz
● für SINAUT ST1-Protokoll 4
● für SINAUT ST7-Protokoll 4
Produktfunktionen / Management, Konfiguration, Projektierung
Projektierungs-Software
● erforderlich SINAUT ST7 ES
● für CPU-Projektierung / erforderlich / SINAUT TD7 Bausteinbibliothek für CPU Ja
● für PG-Projektierung / erforderlich / SINAUT ST7 Projektiersoftware für PG Ja
Speicherort / der TIM-Projektierungsdaten auf der TIM
Produktfunktion / wird unterstützt / Identification Link Ja; gemäß IEC 61406-1:2022
Produktfunktionen / Security
Betriebsart / Virtual Private Network (VPN) Ja
Art der Authentifizierung / bei Virtual Private Network / PSK Ja
Produktfunktion
● Passwortschutz für VPN Ja
● MSC-Client über MSC-fähiges GPRS Modem Ja
Protokoll
● wird unterstützt / MSC-Protokoll Ja
● bei Virtual Private Network MSC / wird unterstützt TCP/IP
Schlüssellänge / für MSC / bei Virtual Private Network 128 bit
Anzahl der möglichen Verbindungen
● als MSC-Client / bei VPN-Verbindung 1
● als MSC-Server / bei VPN-Verbindung 0
Normen, Spezifikationen, Zulassungen
Eignungsnachweis / CE-Kennzeichnung Ja
Eignungsnachweis / UKCA-Kennzeichnung Ja
Eignungsnachweis / KC-Zulassung Ja
Eignungsnachweis / Regulatory Compliance Mark (RCM) Ja
Eignungsnachweis / RoHS-Konformität Ja
Normen, Spezifikationen, Zulassungen / Gefährliche Umgebungen / Überschrift
Eignungsnachweis / ATEX Ja
Eignungsnachweis / IECEx Ja
Eignungsnachweis / ULhazloc-Zulassung Ja
Eignungsnachweis / CCC / für Ex-Zone gemäß GB Standard Ja
Eignungsnachweis / FM-Zulassung Ja

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Was bedeutet bei 6NH7800-3CA00 die Meldung „Modem antwortet nicht“ oder F960 0320? Zuerst sollte die Spannungsversorgung des angeschlossenen Modems und der TIM-Baugruppe geprüft werden. Anschließend sind RS232-Leitung, Steckerbelegung, Handshake-Signale und Parametrierung der WAN-Schnittstelle zu kontrollieren. Danach sollte abgeglichen werden, ob Modemtyp, Wählparameter und Teilnehmerdaten zur vorhandenen SINAUT-Projektierung passen. Falls die Meldung bestehen bleibt, ist eine Eingrenzung zwischen externem Modem, Leitung und TIM-Schnittstelle erforderlich.
Warum meldet 6NH7800-3CA00 einen TCP/IP-Verbindungsabbau oder Empfangsfehler? Zuerst sollte geprüft werden, ob die Ethernet-Verbindung physikalisch stabil ist und der RJ45-Port Link-Aktivität zeigt. Anschließend sind IP-Adresse, Subnetz, Gateway, Partneradresse und Verbindungsressourcen mit der Projektierung abzugleichen. Danach kann geprüft werden, ob der Kommunikationspartner aktiv ist und ob Firewalls, Routing oder Netzsegmentierung die Verbindung unterbrechen. Falls der Fehler wiederkehrt, sollte die Diagnose der TIM und der beteiligten Steuerung gemeinsam ausgewertet werden.
Warum sind bei 6NH7800-3CA00 alle LAN-Verbindungen gestört? Zuerst sollte kontrolliert werden, ob Versorgungsspannung, Rückwandbus und Betriebszustand der Baugruppe stabil sind. Anschließend sind Ethernet-Kabel, Switch-Port, Netzwerkkonfiguration und Adressierung zu prüfen. Danach sollte abgeglichen werden, ob die projektierte TIM-Baugruppe mit der tatsächlich verbauten Artikelnummer und Firmware zusammenpasst. Falls weiterhin keine LAN-Verbindung besteht, kann ein Defekt der Kommunikationsschnittstelle oder ein Projektierungsfehler eingegrenzt werden.
Was tun bei Telegrammpuffer- oder Telegrammspeicher-Überlauf an 6NH7800-3CA00? Zuerst sollte geprüft werden, ob Verbindungsabbrüche zu Gegenstellen dazu führen, dass Telegramme nicht übertragen werden können. Anschließend sind Kommunikationslast, Polling-Intervalle, Teilnehmerverfügbarkeit und Quittierungen zu kontrollieren. Danach sollte abgeglichen werden, ob die Anzahl und Struktur der Telegramme zur Projektierung und zur Leistungsfähigkeit der Anlage passen. Falls der Puffer erneut überläuft, ist die Ursache zwischen Kommunikationsnetz, Gegenstation und TD7-Projektierung einzugrenzen.
Warum zeigt 6NH7800-3CA00 eine falsche Firmware oder Fehler beim Firmware-Update? Zuerst sollte geprüft werden, ob das verwendete Firmwarepaket zur TIM 3V-IE Advanced passt. Anschließend ist zu kontrollieren, ob Treiberpakete und Firmwaredateien in der richtigen Reihenfolge geladen wurden. Danach sollte die Online-Verbindung zur Baugruppe stabil hergestellt und die Schnittstelle der Engineering-Station geprüft werden. Falls die Baugruppe nach einem fehlgeschlagenen Update nicht erreichbar ist, sollte eine fachliche Prüfung der Baugruppe und der geladenen Dateien erfolgen.
Warum leuchtet bei 6NH7800-3CA00 die Sammelfehler-LED SF? Zuerst sollte der Diagnosepuffer der TIM und der zugehörigen S7-300-CPU ausgewertet werden. Anschließend sind Parametrierung, SDB-Daten, Versorgung, Rückwandbus und Kommunikationsschnittstellen zu kontrollieren. Danach sollte geprüft werden, ob die Meldung auf einen internen Fehler, eine fehlende Parametrierung, eine fehlerhafte Parametrierung oder einen externen Kommunikationsfehler verweist. Falls die Ursache nicht eindeutig bleibt, ist eine Prüfung der Baugruppe außerhalb der Anlage sinnvoll.

Kann 6NH7800-3CA00 repariert werden?

Ja, eine Reparatur kann sinnvoll sein, wenn die TIM 3V-IE Advanced weiterhin in der bestehenden S7-300- und SINAUT-ST7-Anlage eingesetzt werden soll. Besonders bei abgekündigten Baugruppen kann die Instandsetzung helfen, eine kurzfristige Migration zu vermeiden und die Anlage weiter zu betreiben.

Bei EICHLER erfolgt die Bearbeitung nach individuellem Fehlerbild. Die Baugruppe wird analysiert, bei Bedarf bis auf Bauteilebene instand gesetzt und anschließend im hauseigenen Testzentrum funktionsgeprüft. Ein transparenter Kostenvoranschlag schafft vor der Durchführung eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Garantie und Gewährleistung erhöhen die Planungssicherheit bei Reparatur und Ersatzteilbeschaffung.

Gibt es einen Nachfolger für 6NH7800-3CA00?

Ja, als Nachfolger ist 6GK7543-1MX00-0XE0 TIM 1531 IRC angegeben. Dieser Nachfolger ist jedoch nicht als ungeprüfter Direkttausch zu behandeln, weil bestehende S7-300-, SINAUT-ST7- und Kommunikationsstrukturen im Detail betrachtet werden müssen.

Vor einer Umstellung sollten Projektierung, Schnittstellen, Protokolle, Engineering-Software, Anlagenarchitektur und Datenübernahme bewertet werden. Für viele Betreiber ist deshalb ein zweigleisiger Ansatz sinnvoll: kurzfristig die bestehende Baugruppe über Reparatur, Austausch oder Bevorratung absichern und parallel die Migration auf eine Nachfolgelösung technisch planen.

Was tun, wenn 6NH7800-3CA00 kurzfristig ausfällt?

Bei einem Ausfall sollte zuerst geklärt werden, ob die Störung von der Baugruppe selbst, von der Versorgung, vom Rückwandbus, von der RS232-Verbindung, vom Ethernet-Netz oder von der Projektierung ausgeht. Eine eindeutige Fehlerbeschreibung mit Anlagenzustand, Diagnosemeldungen und LED-Status erleichtert die Entscheidung zwischen Reparatur und Austausch.

Wenn die Anlage schnell wieder anlaufen muss, kann ein Austauschgerät die Stillstandszeit reduzieren. Ist mehr Zeit für eine technische Klärung vorhanden, kann eine Reparatur mit Fehleranalyse, Kostenvoranschlag und Funktionsprüfung wirtschaftlich sinnvoll sein. Preis, Verfügbarkeit und Lieferzeit können tagesaktuell im Shop geprüft oder über eine Anfrage geklärt werden.

Ist 6NH7800-3CA00 mit bestehenden SIMATIC S7-300 Anlagen kompatibel?

Die Baugruppe ist für SIMATIC S7-300 und SINAUT-ST7-Kommunikation ausgelegt. Für die tatsächliche Kompatibilität reicht die Artikelnummer allein jedoch nicht aus. Entscheidend sind die vorhandene CPU, der Steckplatz, die Projektierung, die SINAUT-Engineering-Umgebung, die Kommunikationspartner und die verwendeten WAN- oder LAN-Strukturen.

Vor einem Austausch sollte die verbaute Artikelnummer exakt mit der Projektierung abgeglichen werden. Zusätzlich sind Firmwarestand, Schnittstellenbelegung, Teilnehmeradressen und Kommunikationsparameter zu prüfen. Dadurch lässt sich vermeiden, dass eine mechanisch passende Baugruppe nach dem Einbau nicht korrekt kommuniziert.

Wann ist Austausch statt Reparatur bei 6NH7800-3CA00 sinnvoll?

Ein Austausch ist besonders sinnvoll, wenn die Anlage schnell wieder produktionsfähig sein muss und ein passendes, geprüftes Gerät verfügbar ist. Reparatur ist dagegen häufig interessant, wenn die Baugruppe eindeutig identifiziert ist, das Fehlerbild technisch eingrenzbar ist und die bestehende SINAUT-ST7-Struktur ohne Umbau weiterbetrieben werden soll.

Die Entscheidung hängt von Stillstandskosten, Ersatzteilverfügbarkeit, Reparaturaufwand, Migrationsplanung und Obsoleszenzrisiko ab. Bei EICHLER kann die Baugruppe nach individuellem Fehlerbild bewertet werden. Der Kostenvoranschlag unterstützt Einkauf und Instandhaltung dabei, Reparatur, Austausch oder strategische Bevorratung wirtschaftlich einzuordnen.

Welche Daten sollten vor dem Austausch von 6NH7800-3CA00 gesichert werden?

Vor einem Austausch sollten die S7-300-Projektierung, SINAUT-ST7-Projektdaten, Kommunikationsparameter, Teilnehmerdaten, IP-Konfiguration, WAN-Parameter und relevante Diagnoseinformationen gesichert werden. Wichtig ist auch die Dokumentation von Steckplatz, Verdrahtung, Schnittstellenbelegung und angeschlossenen Kommunikationspartnern.

Fehlende oder veraltete Projektdaten können die Wiederinbetriebnahme deutlich erschweren. Besonders bei älteren Anlagen sollte deshalb geprüft werden, ob vollständige Backups vorhanden sind und ob die verwendete Engineering-Software verfügbar ist. Der Technische Vor-Ort-Service kann unterstützen, wenn Datensicherung, Fehlereingrenzung oder Wiederinbetriebnahme direkt an der Anlage erforderlich sind.

Warum kommuniziert 6NH7800-3CA00 trotz leuchtender Link-LED nicht?

Eine leuchtende Link-LED zeigt nur, dass eine physikalische Ethernet-Verbindung bestehen kann. Sie bestätigt nicht automatisch, dass IP-Adresse, Subnetz, Partnerprojektierung, Verbindungsressourcen oder SINAUT-Kommunikation korrekt eingerichtet sind. Deshalb kann die Baugruppe trotz Link-Anzeige keine Nutzdaten übertragen.

Zuerst sollten IP-Parameter und Netzstruktur geprüft werden. Danach ist der Abgleich mit der SINAUT-Projektierung wichtig, insbesondere Partneradressen, Verbindungsdaten und Kommunikationsrollen. Zusätzlich können Diagnosepuffer, TIM-Diagnose und CPU-Diagnose Hinweise liefern, ob ein Netzwerkproblem, eine fehlerhafte Projektierung oder ein Baugruppenfehler vorliegt.

Wie lässt sich 6NH7800-3CA00 langfristig gegen Obsoleszenz absichern?

Eine langfristige Absicherung beginnt mit einer Bestandsaufnahme der installierten SINAUT-ST7- und S7-300-Komponenten. Dabei sollten Kritikalität, Ausfallhistorie, vorhandene Ersatzgeräte, Reparaturfähigkeit, Projektdaten und mögliche Nachfolger bewertet werden. Für abgekündigte Baugruppen ist dieser Schritt besonders wichtig, weil Beschaffung und technische Unterstützung mit zunehmendem Alter schwieriger werden können.

Life Cycle Management hilft, diese Informationen strukturiert in eine Ersatzteil- und Bevorratungsstrategie zu überführen. Je nach Anlagenkritikalität können Reparaturstrategie, Austauschgeräte, gezielte Bevorratung und Migrationsplanung kombiniert werden. Dadurch bleibt die Anlage besser planbar, auch wenn einzelne Kommunikationsbaugruppen nicht mehr im regulären Produktzyklus stehen.

Wichtige Dokumente

Reparatur-Begleitschein

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