SIEMENS 6ES7132-6BF01-0BA0

  • EICHLER-Art.Nr.: K1149497
  • EAN: 4047623408703

Produktbeschreibung

SIMATIC ET 200SP, DIGITALES AUSGANGSMODUL, DQ 8X 24V DC/0,5A STANDARD, SOURCE OUTPUT (PNP,P-SCHALTEND) VERPACKUNGSEINHEIT: 1 STUECK, PASSEND FUER BU-TYP A0, FARBCODE CC02, ERSATZWERTAUSGABE, MODUL-DIAGNOSE FUER: KURZSCHLUSS NACH L+ UND M, DRAHTBRUCH, VERSORGUNGSSPANNUNG

Leistungen für SIEMENS 6ES7132-6BF01-0BA0

Reparatur

2-5 Tage

Austausch

Gebraucht

Neu

1-3 Tage

10+ Stck.

51,00 €

48,45 €

48,45 € *

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: N ECCN: EAR99H
Nettogewicht pro ME 0.036
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus
EAN 4047623408703
UPC /
Statistische Warennummer 85389091
Listenkennzeichen (LKZ) ST76
Fabrikategruppe 4520
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: 20170915
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 27-24-26-04
eClass 6.0 27-24-26-04
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 EC001599

Was ist 6ES7132-6BF01-0BA0 und wo wird es eingesetzt

6ES7132-6BF01-0BA0 ist ein SIMATIC ET 200SP Digitalausgangsmodul von Siemens für den Schaltschrankaufbau in verteilten I/O-Stationen. Das Modul stellt 8 digitale Ausgänge als PNP-/P-schaltende Source Outputs bereit und ist für 24 V DC bei 0,5 A pro Kanal ausgelegt. Typische Einsatzfelder sind Maschinenbau, Fördertechnik, Verpackungsanlagen, Intralogistik und allgemeine Fabrikautomation, überall dort, wo Magnetventile, Schütze, Relais, Signallampen oder andere 24-V-Aktoren sicher und platzsparend angesteuert werden müssen. Durch die kompakte ET-200SP-Baubreite von 15 mm eignet sich die Baugruppe besonders für dichte Schaltschränke und Retrofit-Projekte mit begrenztem Platz.

Überblick über die wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das Modul arbeitet mit 24 V DC Versorgungsspannung und toleriert laut Siemens 19,2 bis 28,8 V DC. Jeder der 8 Kanäle liefert bis zu 0,5 A, der Summenstrom pro Modul liegt bei 4 A. Relevant für die Auslegung sind außerdem der Lastwiderstandsbereich von 48 Ω bis 12 kΩ, die Kurzschlusserkennung, die Drahtbruchdiagnose sowie die Diagnose auf fehlende Versorgungsspannung. Für Instandhalter wichtig: Das Modul ist für BU-Typ A0 vorgesehen, unterstützt 1-, 2-, 3- und 4-Leiter-Anschlüsse in den von Siemens beschriebenen Varianten und lässt sich ab TIA Portal V14 projektieren, ab TIA V15 integriert ohne separates HSP. Für Beschaffung und Austausch ist außerdem relevant: Das Modul ist parametrierbar, unterstützt Ersatzwerte und belegt im Adressraum nur 1 Byte plus optional 1 Byte QI-Information.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenzstatus

Für die Artikelnummer 6ES7132-6BF01-0BA0 führt Siemens den Produktlebenszyklus weiterhin als PM300: Active Product. Damit handelt es sich nicht um eine abgekündigte Altbaugruppe, sondern um ein regulär geführtes Produkt der Familie Digital Output Modules. Gleichzeitig verweist Siemens in aktuellen ET-200SP-Hinweisen darauf, dass überarbeitete Digitalausgangsmodule die Vorgängervarianten voll kompatibel ersetzen können; in den Siemens-Unterlagen wird in diesem Zusammenhang auch die Variante 6ES7132-6BF01-2BA0 genannt. Für Betreiber von Bestandsanlagen heißt das: Die Originalnummer bleibt beschaffungsrelevant, ein akuter Obsoleszenzdruck besteht derzeit nicht, dennoch ist ein frühzeitiges Ersatzteil- und Life-Cycle-Management sinnvoll, wenn identische Baugruppenstandards im Werk gesichert werden sollen.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie in der Praxis relevant sind

Für 6ES7132-6BF01-0BA0 bietet EICHLER die Leistungswege Reparatur, Austausch, Gebraucht und Neu an. Besonders interessant für Instandhaltung und Einkauf ist die Reparatur mit 2–5 Tagen, inklusive technischer Reinigung, vorbeugender Instandhaltung, umfassender Funktionsprüfung und mindestens 24 Monaten Garantie. Das ist dann stark, wenn ein identischer Stand in der Anlage erhalten bleiben soll oder ungeplante Stillstände schnell abgefedert werden müssen. Austausch ist sinnvoll, wenn Zeitkritik höher gewichtet wird als die Rückführung des eigenen Geräts. Gebraucht kann helfen, Bestandsanlagen wirtschaftlich zu stabilisieren, wenn Neuware zwar existiert, aber Beschaffungsrisiken oder Budgetgrenzen eine Rolle spielen. Neu bleibt die saubere Option für Standardisierung, Erweiterungen und geplante Umbauten in ET-200SP-Umgebungen.

Attribut Wert
Allgemeine Informationen
Produkttyp-Bezeichnung DQ 8x24VDC/0.5A ST
HW-Funktionsstand ab FS21
Firmware-Version V0.0
● FW-Update möglich Nein
verwendbare BaseUnits BU-Typ A0
Farbcode für modulspezifisches Farbkennzeichnungsschild CC02
Produktfunktion
● I&M-Daten Ja; I&M0 bis I&M3
● taktsynchroner Betrieb Nein
Engineering mit
● STEP 7 TIA Portal projektierbar/integriert ab Version STEP 7 TIA V14 mit HSP0222 / integriert ab TIA V15
● STEP 7 projektierbar/integriert ab Version V5.5 SP3 mit HSP0230 V7.0 / integriert ab V5.6 SP1
● PCS 7 projektierbar/integriert ab Version V8.1 SP1
● PROFIBUS ab GSD-Version/GSD-Revision je eine GSD-Datei ab Revision 3 und 5
● PROFINET ab GSD-Version/GSD-Revision GSDML V2.3
Betriebsart
● DQ Ja
● DQ mit Energiesparfunktion Nein
● PWM Nein
● Oversampling Nein
● MSO Nein
Versorgungsspannung
Nennwert (DC) 24 V
zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) 19,2 V
zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) 28,8 V
Verpolschutz Ja
Eingangsstrom
Stromaufnahme, max. 20 mA; ohne Last
Ausgangsspannung
Nennwert (DC) 24 V
Verlustleistung
Verlustleistung, typ. 1 W
Adressbereich
Adressraum je Modul
● Adressraum je Modul, max. 1 byte; + 1 byte für QI-Information
Hardware-Ausbau
automatische Kodierung Ja
● mechanisches Kodierelement Ja
● Typ des mechanischen Kodierelements Typ A
Auswahl BaseUnit für Anschlussvarianten
● 1-Leiter-Anschluss BU-Typ A0
● 2-Leiter-Anschluss BU-Typ A0
● 3-Leiter-Anschluss BU-Typ A0 mit AUX-Klemmen oder Potenzialverteilermodul
● 4-Leiter-Anschluss BU-Typ A0 + Potenzialverteilermodul
Digitalausgaben
Art des Digitalausgangs Source Output (PNP, P-schaltend)
Anzahl der Ausgänge 8
M-schaltend Nein
P-schaltend Ja
digitale Ausgänge parametrierbar Ja
Ausgangstyp nach IEC 61131, Typ 0,5 Ja
Kurzschluss-Schutz Ja; elektronisch
● Ansprechschwelle, typ. 1 A; 0,7 bis 1,3 A
Drahtbrucherkennung Ja
Begrenzung der induktiven Abschaltspannung auf typ. L+ (-50 V)
Ansteuern eines Digitaleingangs Ja
Schaltvermögen der Ausgänge
● bei ohmscher Last, max. 0,5 A
● bei induktiver Last, max. 0,5 A
● bei Lampenlast, max. 5 W
Lastwiderstandsbereich
● untere Grenze 48 Ω
● obere Grenze 12 kΩ
Ausgangsstrom
● für Signal "1" Nennwert 0,5 A
● für Signal "1" zulässiger Bereich, max. 0,5 A
● für Signal "0" Reststrom, max. 0,1 mA
Ausgangsverzögerung bei ohmscher Last
● "0" nach "1", max. 50 µs; bei Nennlast
● "1" nach "0", max. 100 µs; bei Nennlast
Parallelschalten von zwei Ausgängen
● zur Leistungserhöhung Nein
● zur redundanten Ansteuerung einer Last Ja
Schaltfrequenz
● bei ohmscher Last, max. 100 Hz
● bei induktiver Last, max. 0,1 Hz; höhere Frequenzen möglich, siehe Gerätehandbuch "Maximal zulässige Schaltfrequenz induktiver Lasten"
● bei Lampenlast, max. 10 Hz
Summenstrom der Ausgänge
● Strom je Kanal, max. 0,5 A
● Strom je Modul, max. 4 A
Summenstrom der Ausgänge (je Modul)
waagerechte Einbaulage
— bis 60 °C, max. 4 A
senkrechte Einbaulage
— bis 50 °C, max. 4 A
Leitungslänge
● geschirmt, max. 1 000 m
● ungeschirmt, max. 600 m
Alarme/Diagnosen/Statusinformationen
Diagnosefunktion Ja
Ersatzwerte aufschaltbar Ja
Alarme
● Diagnosealarm Ja
Diagnosen
● Überwachung der Versorgungsspannung Ja
● Drahtbruch Ja; modulweise
● Kurzschluss nach M Ja; modulweise
● Kurzschluss nach L+ Ja; modulweise
● Sammelfehler Ja
Diagnoseanzeige LED
● Überwachung der Versorgungsspannung (PWR-LED) Ja; grüne PWR-LED
● Kanalstatusanzeige Ja; grüne PWR-LED
● für Kanaldiagnose Nein
● für Moduldiagnose Ja; grüne PWR-LED
Potenzialtrennung
Potenzialtrennung Kanäle
● zwischen den Kanälen Nein
● zwischen den Kanälen und Rückwandbus Ja
● zwischen den Kanälen und Lastspannung L+ Nein
Isolation
Isolation geprüft mit DC 707 V (Typprüfung)
Normen, Zulassungen, Zertifikate
geeignet für Sicherheitsfunktionen Nein
geeignet für sicherheitsgerichtete Abschaltung von Standard-Baugruppen Nein
Umwelt-Fußabdruck
● Umweltproduktdeklaration Ja
Treibhauspotential
— Treibhauspotential, (gesamt) [CO2 eq] 20,4 kg
— Treibhauspotential, (während Herstellung) [CO2 eq] 3,16 kg
— Treibhauspotential, (während Betrieb) [CO2 eq] 17,5 kg
— Treibhauspotential, (nach Ende des Lebenszyklus) [CO2 eq] -0,221 kg
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur im Betrieb
● waagerechte Einbaulage, min. -30 °C; < 0 °C ab FS02
● waagerechte Einbaulage, max. 60 °C
● senkrechte Einbaulage, min. -30 °C; < 0 °C ab FS02
● senkrechte Einbaulage, max. 50 °C
Höhe im Betrieb bezogen auf Meeresspiegel
● Aufstellungshöhe über NN, max. 5 000 m; Einschränkungen bei Aufstellhöhen > 2 000 m, siehe Handbuch
Absolute Luftfeuchte
● Taupunkt, min. -60 °C; geeignet für Trockenraumanwendungen
Maße
Breite 15 mm
Höhe 73 mm
Tiefe 58 mm
Gewichte
Gewicht, ca. 30 g

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum ist die PWR-LED aus und das Modul schaltet keine Aktoren? In Siemens-Diagnosen entspricht das dem Ereignis No supply voltage (11H). Prüfen Sie zuerst, ob L+ und M an der BaseUnit sauber anliegen. Siemens nennt zusätzlich die Kontrolle des BaseUnit-Typs als Maßnahme. In der Praxis ist außerdem die Prüfung der Einspeisung an der BaseUnit und der vorgeschalteten Absicherung sinnvoll, weil bei fehlender 24-V-Versorgung die Ausgänge im Programm zwar logisch gesetzt wirken können, physisch aber nicht schalten.
Warum meldet die Baugruppe Kurzschluss und der betroffene Ausgang fällt aus? Siemens führt dafür den Diagnoseeintrag Short-circuit (1H). Ursache ist entweder ein Kurzschluss nach M oder ein Kurzschluss nach L+. Abhilfe schafft das Prüfen der Prozessverdrahtung, der Aktorversorgung und der Last selbst. Liegt die Last außerhalb der zulässigen Werte oder ist die Verdrahtung zu hochohmig, empfiehlt Siemens einen anderen Aktortyp oder eine angepasste Verdrahtung, etwa mit größerem Leiterquerschnitt. Wichtig ist auch: Bei Kurzschluss nach L+ können Lastverteilungen entstehen, die zusätzlich Drahtbruchdiagnosen auslösen.
Warum erscheint Drahtbruch, obwohl der Ausgang eigentlich vorhanden ist? Siemens ordnet das dem Fehler Wire break (6H) zu. Typische Ursachen sind eine unterbrochene Leitung zum Aktor oder ein offener, nicht angeschlossener Kanal. Die direkte Maßnahme ist das Nachziehen bzw. Neuanschließen der Leitung. Wenn ein Kanal bewusst offen bleiben soll, empfiehlt Siemens entweder die Diagnose zu deaktivieren oder einen Widerstand im zulässigen Lastbereich an den Aktorkontakten zu verwenden. Werden zwei Ausgänge parallel für redundante Lastansteuerung genutzt, sollen Kurzschluss nach L+ und Drahtbruchdiagnose deaktiviert werden, damit keine Fehldiagnosen entstehen.
Warum messe ich bei 0-Signal noch Spannung oder warum glimmen LEDs am Aktor? Siemens weist ausdrücklich darauf hin, dass durch die Funktion Diagnose Drahtbruch im Zustand Signal 0 ein geringer Reststrom fließt, der Anzeigedioden zum Glimmen bringen kann. Dieser Effekt ist laut Siemens unabhängig von der Parametrierung der Drahtbruchdiagnose. In einem SPS-Forum wurde ein ähnlicher Fall beschrieben; dort half bei einer empfindlichen Last ein kleiner Lastwiderstand gegen Masse, um das Verhalten zu beruhigen. Für die Fehlersuche ist deshalb wichtig, zuerst zwischen normalem Reststrom-Effekt und echtem Ausgangsdefekt zu unterscheiden.
Warum blinkt die DQ-Baugruppe, aber Forcen funktioniert? Wenn Forcen funktioniert, die Ansteuerung aus dem Programm aber blinkt oder aussetzt, spricht das oft gegen einen reinen Hardwaredefekt. Siemens nennt Parameter assignment error (10H) als mögliche Diagnoseursache; zusätzlich muss die helle BaseUnit korrekt am Beginn der Lastgruppe projektiert und montiert sein. Ein aktueller Praxisfall im SPS-Forum zeigte, dass die Ursache auch in falschen Programmzugriffen auf die Ausgangsadressen liegen kann, konkret durch einen unpassenden DPWR_DAT-Zugriff auf die betreffende Karte. Deshalb sollten Hardwareprojektierung, BaseUnit-Konzept, absolute/indirekte Zugriffe und konkurrierende Schreibzugriffe im Programm gemeinsam geprüft werden.

Welche BaseUnit brauche ich für 6ES7132-6BF01-0BA0?

Die Baugruppe ist für BU-Typ A0 ausgelegt. Siemens nennt für dieses Modul den 1-Leiter- und 2-Leiter-Anschluss direkt auf BU-Typ A0, den 3-Leiter-Anschluss mit AUX-Klemmen oder Potenzialverteilermodul sowie den 4-Leiter-Anschluss mit BU-Typ A0 plus Potenzialverteilermodul. Für die Einspeisung der Lastgruppe ist wichtig, dass diese an einer hellen BaseUnit beginnt. Das ist in der Praxis oft der entscheidende Punkt, wenn ein Ersatzmodul elektrisch passt, aber vor Ort trotzdem keine stabile Ausgangsfunktion entsteht.

Ist 6ES7132-6BF01-0BA0 ein PNP- oder ein NPN-Ausgangsmodul?

Das Modul ist ein PNP-/P-schaltendes Source-Output-Modul. Es stellt 8 digitale 24-V-DC-Ausgänge bereit und liefert 0,5 A je Kanal bei einem maximalen Modulstrom von 4 A. Für Einkäufer und Instandhalter ist diese Unterscheidung wichtig, weil sie direkt bestimmt, ob vorhandene Aktoren, Klemmenpläne und Verdrahtungskonzepte zur Baugruppe passen. Wer nach einem NPN-/sinking-Konzept sucht, braucht eine andere Modulausführung.

Ab welcher TIA-Portal-Version lässt sich das Modul projektieren?

Siemens gibt an, dass 6ES7132-6BF01-0BA0 ab STEP 7 TIA Portal V14 projektierbar ist, dort zunächst mit HSP0222, und ab TIA Portal V15 integriert im Katalog vorliegt. Zusätzlich ist die Projektierung ab STEP 7 V5.5 SP3 mit HSP0230 V7.0 sowie ab PCS 7 V8.1 SP1 möglich. Das ist vor allem bei Retrofits, Serviceeinsätzen und Ersatzteiltausch in älteren Engineering-Umgebungen relevant, weil sich damit schon vor der Beschaffung klären lässt, ob ein Engineering-Update notwendig wird.

Ist 6ES7132-6BF01-0BA0 noch aktiv oder schon abgekündigt?

Nach Siemens-Stand ist die Artikelnummer weiterhin Active Product / PM300 und damit regulär im Produktprogramm geführt. Parallel dazu gibt es von Siemens Hinweise auf überarbeitete, voll kompatible ET-200SP-Digitalausgangsmodule. Für Betreiber heißt das: Die Baugruppe ist aktuell noch keine klassische Obsoleszenzposition, trotzdem ist es sinnvoll, Beschaffung, Austauschfähigkeit und Ersatzteilstrategie frühzeitig zu planen, wenn mehrere identische Stationen im Werk laufen oder ungeplante Stillstände teuer sind.

Kann ich zwei Ausgänge parallel auf eine Last schalten?

Ja, aber nur zur redundanten Ansteuerung einer Last, nicht zur Leistungserhöhung. Siemens nennt ausdrücklich, dass zwei Ausgänge nicht parallel geschaltet werden dürfen, um den Strom zu erhöhen. Zudem sollen bei paralleler Verdrahtung für redundante Lastansteuerung die Diagnosen Kurzschluss nach L+ und Drahtbruch deaktiviert werden, weil sonst fehlerhafte Diagnosemeldungen auftreten können. Für die Praxis heißt das: Parallelschaltung ist ein Diagnose- und Verfügbarkeits-Thema, kein Trick zur Stromreserve.

Wann sind Reparatur, Austausch, Gebraucht- oder Neukauf für diese Baugruppe sinnvoll?

Für zeitkritische Störungen ist ein Austausch oft der schnellste Weg. Reparatur ist besonders interessant, wenn eine bestehende Anlage mit identischem Hardwarestand stabil weiterlaufen soll; EICHLER nennt dafür 2–5 Tage, technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Gebraucht kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn Budget und Lieferfähigkeit wichtiger sind als fabrikneuer Zustand. Neu passt am besten zu geplanten Erweiterungen, Standardisierung und Neubeschaffung. Für Einkauf und Produktion ist genau diese Auswahl wichtig, um Stillstandskosten, Bestandsrisiken und Lebenszyklusfragen sauber auszubalancieren.

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