SIEMENS 6ES7132-0BL01-0XB0
- EICHLER-Art.Nr.: K0118074
- EAN: 4025515058120
Produktbeschreibung
SIMATIC DP, ELEKTRONIKMODUL DIGITAL, FUER ET 200B, B=235MM, 32DA, DC 24V, 0,5A
Leistungen für SIEMENS 6ES7132-0BL01-0XB0
Reparatur
von 679,53 €
bis 1.223,15 €
Austausch
Gebraucht
Neu
1.095,00 €
1.040,25 €
SIEMENS |
6ES7132-0BL01-0XB0 –
zusätzliche Produktinformationen
| Lieferinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Exportkennzeichen | AL: ECCN: | ||
| Nettogewicht pro ME | 0.753 | ||
| Mengeneinheit (ME) | 1 Stück | ||
| Verpackungsmenge | 1 | ||
| Zusätzliche Produktinformationen | |||
|---|---|---|---|
| Produktstatus | EOP: 2006-10-01 | ||
| EAN | 4025515058120 | ||
| UPC | / | ||
| Statistische Warennummer | 85389091 | ||
| Listenkennzeichen (LKZ) | / | ||
| Fabrikategruppe | 4467 | ||
| Ursprungsland | DE | ||
| Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie | Seit: / | ||
| Klassifizierungen | Version | Klassifizierung | |
|---|---|---|---|
| eClass | 4 | / | |
| eClass | 5.1 | / | |
| eClass | 6.0 | / | |
| ETIM | 3 | / | |
| ETIM | 4 | / | |
| ETIM | 5 | / | |
Was ist 6ES7132-0BL01-0XB0 und wo wird es eingesetzt
6ES7132-0BL01-0XB0 ist ein digitales Elektronikmodul der Siemens-Baureihe SIMATIC DP / ET 200B. Es handelt sich um ein 32-kanaliges Digitalausgabemodul für 24 V DC mit 0,5 A pro Ausgang. Das Modul ist für dezentrale Peripheriestrukturen mit PROFIBUS DP ausgelegt und wird typischerweise dort eingesetzt, wo Aktoren außerhalb des zentralen Schaltschranks angesteuert werden müssen. Dazu zählen etwa Magnetventile, Gleichstromschütze, Signallasten oder andere 24-V-DC-Verbraucher in Maschinen und Produktionsanlagen. Für Instandhalter ist die Baugruppe vor allem dann relevant, wenn eine bestehende ET-200B-Station exakt erhalten, schnell ersetzt oder im Fehlerfall zuverlässig wieder in Betrieb genommen werden muss.
Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten
Die wichtigsten Eckdaten sind für die Praxis klar: 32 digitale Ausgänge, 24 V DC, 0,5 A je Kanal, Potentialtrennung in Gruppen zu 8, maximal 2 A Summenstrom pro Gruppe sowie PROFIBUS-DP-Kommunikation bis 12 Mbit/s. Diese Daten bedeuten, dass das Modul für viele Standard-Schaltaufgaben in der dezentralen Automation geeignet ist, Lasten aber sauber nach Kanalgruppen geplant werden müssen. Die Gruppenbildung erleichtert die Diagnose, weil sich Fehler wie fehlende Lastspannung oder Kurzschluss gruppenweise eingrenzen lassen. Unterstützt werden die Terminalblöcke TB2/DC, TB2-4/DC, TB4/DC und TB4M/DC. Dazu kommen Diagnose- und Statusanzeigen wie RUN, BF sowie gruppenbezogene Lastspannungsanzeigen.
Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz
Für Betreiber älterer PROFIBUS-Strukturen ist der Produktstatus besonders wichtig: Auf der EICHLER-Seite ist für 6ES7132-0BL01-0XB0 der Produktstatus EOP: 2006-10-01 ausgewiesen. Im Siemens-Portal wird die Baugruppe zudem als abgekündigt geführt, und der dort sichtbare Status weist darauf hin, dass kein Ersatzprodukt hinterlegt ist. Damit ist die Baugruppe klar ein Obsoleszenzthema. Für Einkauf und Instandhaltung bedeutet das: Eine langfristige Absicherung gelingt in der Regel nicht mehr über reguläre Hersteller-Neubeschaffung, sondern über Lagerstrategie, geprüfte Ersatzbaugruppen, Austauschlösungen und Reparaturfähigkeit. Ein verifizierter offizieller Hersteller-Nachfolger für den 1:1-Tausch ist derzeit nicht ersichtlich.
Verfügbare EICHLER Leistungen und ihr praktischer Nutzen
Für obsoletes ET-200B-Equipment sind die bei EICHLER angebotenen Leistungen besonders praxisrelevant: Reparatur, Austausch, gebraucht und neu. Die Reparatur ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine Anlage schnell wieder laufen muss und bestehende Verdrahtung, Adressierung und Bauform unverändert bleiben sollen. Laut Shop umfasst die Reparatur eine technische Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, eine umfassende Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Austausch- oder Gebrauchtlösungen sind dann stark, wenn Stillstandskosten hoch sind und kurzfristig eine funktionsgeprüfte Ersatzbaugruppe benötigt wird. Gerade nach Abkündigung helfen diese Leistungen dabei, die Funktionsfähigkeit bestehender Anlagen auch nach Obsoleszenz planbar und risikoarm abzusichern.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| verwendbarer Terminalblock | TB2 / DC, TB2-4 / DC, TB4 / DC, TB4-4 / DC |
| Versorgungsspannung | |
| Nennwert (DC) | 24 V; L1+, L2+, L3+, L4+, L5+; Wert bei t < 0,5 s: 35 V |
| zulässiger Bereich, untere Grenze (DC) | 18,5 V |
| zulässiger Bereich, obere Grenze (DC) | 30,2 V |
| Eingangsstrom | |
| Stromaufnahme, typ. | 75 mA; aus L5+; Logik |
| I²t | 0,05 A²·s; bei Einschaltstromstoß |
| Verlustleistung | |
| Verlustleistung, max. | 7,9 W |
| Digitalausgaben | |
| Anzahl der Ausgänge | 32 |
| Kurzschluss-Schutz | Ja; elektronisch |
| Begrenzung der induktiven Abschaltspannung auf | typ. (L1+ bis L4+) -55 V |
| Ansteuern eines Digitaleingangs | Ja |
| Schaltvermögen der Ausgänge | |
| ● bei Lampenlast, max. | 5 W |
| Ausgangsspannung | |
| ● Nennwert (DC) | 24 V |
| ● für Signal "0", max. | 2 V; im Leerlauf |
| ● für Signal "1", min. | UE -3 V |
| Ausgangsstrom | |
| ● für Signal "1" zulässiger Bereich, max. | 0,5 A; in Gruppen zu 8 |
| ● für Signal "0" Reststrom, max. | 1 mA |
| Ausgangsverzögerung bei ohmscher Last | |
| ● "0" nach "1", max. | 20 µs |
| ● "1" nach "0", max. | 0,5 ms |
| Schaltfrequenz | |
| ● bei ohmscher Last, max. | 100 Hz |
| ● bei induktiver Last, max. | 0,5 Hz |
| ● bei Lampenlast, max. | 8 Hz |
| Summenstrom der Ausgänge (je Gruppe) | |
| alle Einbaulagen | |
| — bis 60 °C, max. | 2 A |
| Leitungslänge | |
| ● ungeschirmt, max. | 100 m |
| Schnittstellen | |
| PROFIBUS DP | |
| ● Übertragungsgeschwindigkeit, max. | 12 Mbit/s |
| Protokolle | |
| Bus-Protokoll/Übertragungsprotokoll | PROFIBUS DP |
| PROFIBUS DP | |
| Dienste | |
| — SYNC-Fähigkeit | Ja |
| Alarme/Diagnosen/Statusinformationen | |
| Diagnoseanzeige LED | |
| ● RUN-LED | Ja |
| ● Busfehler BF (rot) | Ja |
| ● Statusanzeige Digitalausgang (grün) | Ja |
| Potenzialtrennung | |
| zwischen Elektronikblock und PROFIBUS DP | Ja |
| Potenzialtrennung Digitalausgaben | |
| ● Potenzialtrennung Digitalausgaben | Ja |
| ● zwischen den Kanälen, in Gruppen zu | 8 |
| Umgebungsbedingungen | |
| Umgebungstemperatur im Betrieb | |
| ● waagerechte Einbaulage, min. | 0 °C |
| ● waagerechte Einbaulage, max. | 60 °C; 40 °C bei sonstiger Montage |
| Luftdruck nach IEC 60068-2-13 | |
| ● zulässiger Bereich, untere Grenze | 795 hPa |
| ● zulässiger Bereich, obere Grenze | 1 080 hPa |
| Relative Luftfeuchte | |
| ● Betrieb, min. | 15 % |
| ● Betrieb, max. | 95 %; RH-Beanspruchungsgrad 2 nach IEC 1131-2 |
| Schwingungen | |
| ● Betrieb, geprüft nach IEC 60068-2-6 | Ja; IEC 68, Teil 2-6; 10 bis 57 Hz (konstante Amplitude 0,075 mm); 57 bis 150 Hz (konstante Beschleunigung 1 g) |
| Schockprüfung | |
| ● geprüft nach IEC 60068-2-27 | Ja; IEC 68, Teil 2-27; Halbsinus 15 g, 11 ms |
| Anschlusstechnik | |
| Ausführung des elektrischen Anschlusses der Ein- und Ausgänge | Schraub- und Federzugtechnik, in stehender Verdrahtung, 3- und 4-Leiter-Technik |
| Maße | |
| Breite | 235 mm; EB und TB |
| Höhe | 130 mm; EB und TB |
| Tiefe | 60 mm; EB und TB |
| Gewichte | |
| Gewicht, ca. | 800 g; EB und TB |
| Fehlerbeschreibung | Möglicher Lösungsansatz |
|---|---|
| Warum leuchtet an der 6ES7132-0BL01-0XB0 die BF-LED rot? | Die BF-Anzeige signalisiert bei ET 200B typischerweise, dass die Station nicht mehr korrekt vom DP-Master angesprochen wird oder beim Hochlauf noch nicht parametriert wurde. Prüfen Sie deshalb zuerst den PROFIBUS-DP-Master, die Parametrierung der Station, den Busanschluss und bei wiederkehrenden Problemen auch Abschlusswiderstände und Adresskonflikte. Wenn der Fehler nach kurzem Netz-Aus/Netz-Ein oder nach Änderungen an Konfiguration und Übertragungsrate auftritt, den STOP/RUN-Schalter einmal auf STOP und danach wieder auf RUN setzen. |
| Warum leuchtet an der 6ES7132-0BL01-0XB0 die DIA-LED rot? | Bei digitalen 24-V-Ausgabebaugruppen bedeutet die rote DIA-LED, dass mindestens ein Ausgang einen Fehler meldet, typischerweise Kurzschluss oder fehlende Lastspannung. Lesen Sie die Slave-Diagnose aus und grenzen Sie den Fehler über die Kanalgruppen 0 bis 3 ein. Trennen Sie danach die angeschlossenen Lasten gruppenweise, prüfen Sie den betroffenen Aktor, kontrollieren Sie die Verdrahtung gegen M und messen Sie die Lastversorgung an der betroffenen Gruppe. |
| Warum fehlt bei der 6ES7132-0BL01-0XB0 die Lastspannung an L1+/L2+ oder L3+/L4+? | Das Modul überwacht die gruppenbezogene Lastspannung. Fällt eine Gruppenversorgung aus, ist die zugehörige Lastspannungsanzeige nicht aktiv und die Diagnose kann auf fehlende Lastspannung oder defekte Sicherung hinweisen. Prüfen Sie die 24-V-Versorgung im zulässigen Bereich, die zugehörige Sicherung, die Verdrahtung der Gruppenversorgung und die Massebezüge M1 bis M4. Danach die angeschlossene Last schrittweise wieder zuschalten, um einen fehlerhaften Verbraucher sicher zu identifizieren. |
| Warum schaltet ein Ausgang der 6ES7132-0BL01-0XB0 nicht sauber, obwohl das Signal aus der CPU kommt? | Häufig liegt die Ursache nicht in der CPU, sondern in einer Überlast der Ausgangsstufe oder in einer ungeeigneten Last. Pro Kanal sind maximal 0,5 A zulässig, bei Lampenlasten 5 W und pro Ausgangsgruppe maximal 2 A. Induktive Lasten dürfen zudem nur mit niedriger Schaltfrequenz betrieben werden. Prüfen Sie daher Stromaufnahme, Einschaltstrom und die Lastart. Bei grenzwertigen Verbrauchern ist ein Koppelrelais oder eine saubere Entstörbeschaltung oft die robustere Lösung. |
| Warum wird die ET 200B nach Netz-Aus/Netz-Ein oder nach einer Konfigurationsänderung nicht wieder in den Bus aufgenommen? | Siemens beschreibt für digitale ET-200B-Baugruppen, dass die Station in Ausnahmefällen nach kurzzeitig wiederholtem Netz-Aus/Netz-Ein nicht in den PROFIBUS-DP aufgenommen wird. Auch die Korrektur einer fehlerhaften Konfiguration zusammen mit einem Baudratenwechsel kann dazu führen, dass die Station nicht wieder sauber einläuft. In beiden Fällen zuerst die Konfiguration im Master prüfen und anschließend den STOP/RUN-Schalter auf STOP und wieder auf RUN setzen. |
Ist 6ES7132-0BL01-0XB0 noch regulär verfügbar?
Die Baugruppe ist aus Life-Cycle-Sicht abgekündigt. Auf der EICHLER-Seite ist EOP 2006-10-01 ausgewiesen, und im Siemens-Portal erscheint der Hinweis, dass das Produkt cancelled ist. Für die Beschaffung bedeutet das in der Praxis: Der Fokus liegt meist auf verfügbaren Lagerbeständen, funktionsgeprüften Ersatzbaugruppen, Austausch oder Reparatur, nicht mehr auf einer planbaren Hersteller-Standardversorgung.
Gibt es einen offiziellen Siemens-Nachfolger für 6ES7132-0BL01-0XB0?
Ein verifizierter offizieller Nachfolger ist derzeit nicht ersichtlich. Im Siemens-Portal wird das Produkt als abgekündigt ohne Ersatzprodukt angezeigt. Für Betreiber heißt das: Eine Modernisierung muss eher als System- oder Migrationsprojekt betrachtet werden, nicht als einfacher 1:1-Teiletausch auf Basis eines direkt benannten Hersteller-Nachfolgers.
Welche Terminalblöcke passen zu 6ES7132-0BL01-0XB0?
Für das Modul sind laut Siemens die Terminalblöcke TB2/DC, TB2-4/DC, TB4/DC und TB4M/DC verwendbar. Diese Information ist für Einkauf und Instandhaltung wichtig, weil eine Baugruppe nur dann ohne Nacharbeit sauber ersetzt werden kann, wenn Elektronikmodul, Verdrahtungskonzept und passender Terminalblock zusammenpassen.
Für welche Lasten ist 6ES7132-0BL01-0XB0 geeignet?
Die Baugruppe ist laut Siemens für Magnetventile und Gleichstromschütze geeignet. Damit passt sie gut zu typischen 24-V-DC-Aktoriken in Verpackungs-, Förder-, Montage- und Prozessanlagen. Wichtig ist dabei, die zulässigen Grenzwerte einzuhalten, damit die Ausgangsstufen dauerhaft stabil arbeiten und keine gruppenbezogene Diagnose ausgelöst wird.
Wie viel Strom darf ich pro Ausgang und pro Gruppe belasten?
Pro Ausgang sind maximal 0,5 A zulässig. Zusätzlich gilt ein Summenstrom von maximal 2 A je Ausgangsgruppe bis 60 °C. In der Praxis ist das entscheidend, weil bei 32 Ausgängen nicht nur der einzelne Kanal, sondern immer auch die Belastung der 8er-Gruppen betrachtet werden muss. Eine saubere Lastverteilung verhindert Ausfälle und vereinfacht die Fehlersuche.
Woran erkenne ich schnell, ob eher Bus oder Lastversorgung das Problem ist?
Die Frontanzeigen geben eine erste schnelle Vor-Ort-Diagnose: RUN zeigt den Betriebszustand, BF weist auf Bus- oder Parametrierprobleme hin, DIA signalisiert bei digitalen DC-Ausgabebaugruppen typischerweise Kurzschluss oder fehlende Lastspannung, und die Anzeigen L1+/L2+ sowie L3+/L4+ zeigen die gruppenbezogene Spannungsversorgung der Ausgänge. So lässt sich oft schon ohne tiefe Analyse unterscheiden, ob eher Kommunikation, Konfiguration oder Lastkreis betroffen ist.























