SIEMENS 6AV6641-0BA11-0AX0

  • EICHLER-Art.Nr.: K0140104
  • EAN: 4025515071457

Produktbeschreibung

SIMATIC OPERATORPANEL OP 77A LC-DISPLAY HINTERLEUCHTET, 4,5" DISPLAY GRAFIKFAEHIG, MPI-/PROFIBUS-DP SCHNITTSTELLE BIS 1,5MB, PROJEKTIERBAR AB WINCC FLEXIBLE 2004 COMPACT HSP ENTHAELT OPEN-SOURCE-SW, DIE UNENTGELTLICH UEBERLASSEN WIRD. SIEHE BEILIEGENDE C

Leistungen für SIEMENS 6AV6641-0BA11-0AX0

Reparatur

1-3 Tage

von 897,87 €

bis 1.616,17 €

Austausch

1-3 Tage

10+ Stck.

1.152,00 €

1.094,40 €

1.094,40 € *

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Gebraucht

1-3 Tage

10+ Stck.

1.280,00 €

1.216,00 €

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Lieferinformationen
Exportkennzeichen AL: ECCN:
Nettogewicht pro ME 0.538
Mengeneinheit (ME) 1 Stück
Verpackungsmenge 1
Zusätzliche Produktinformationen
Produktstatus EOP: 2008-07-11
EAN 4025515071457
UPC /
Statistische Warennummer 85371098
Listenkennzeichen (LKZ) /
Fabrikategruppe 4368
Ursprungsland DE
Einhaltung der Stoffbeschränkungen entsprechend der RoHS-Richtlinie Seit: /
Klassifizierungen Version Klassifizierung
eClass 4 /
eClass 5.1 /
eClass 6.0 /
ETIM 3 /
ETIM 4 /
ETIM 5 /

Was ist 6AV6641-0BA11-0AX0 und wo wird es eingesetzt

Die SIEMENS 6AV6641-0BA11-0AX0 ist das SIMATIC Operator Panel OP 77A. Es handelt sich um ein kompaktes HMI mit Tastenbedienung für maschinennahe Bedien- und Beobachtungsaufgaben. Typisch ist der Einsatz in bestehenden Automatisierungsumgebungen, in denen bereits SIMATIC S7-200 sowie S7-300/400 über MPI oder PROFIBUS DP eingebunden sind. Das Panel ist vor allem dort interessant, wo eine robuste Vor-Ort-Bedienung, klare Zustandsanzeigen und eine schnelle Parameteränderung gefragt sind. Durch die Busanbindung kann das OP 77A am gleichen MPI/PROFIBUS-DP-Bus mit bis zu vier Steuerungen arbeiten. Für Betreiber älterer Anlagen ist die Artikelnummer deshalb häufig direkt mit Themen wie Ersatz, Austausch, Reparatur und Retrofit verknüpft.

Überblick der wichtigsten technischen Daten und was diese bedeuten

Das OP 77A arbeitet mit einem monochromen STN-LC-Display in der 4,5-Zoll-Klasse und einer Auflösung von 160 × 64 Pixeln. Das reicht für Meldungen, Sollwerte, Statusseiten und einfache grafische Elemente, ist aber klar auf kompakte HMI-Aufgaben ausgelegt. Für die Bedienung stehen 8 frei projektierbare Funktionstasten, 23 Systemtasten sowie eine alphanumerische Eingabe zur Verfügung. Elektrisch benötigt das Gerät 24 V DC bei einem zulässigen Bereich von 20,4 bis 28,8 V und einer typischen Stromaufnahme von 0,2 A. Für den Schaltschrank wichtig sind außerdem IP65 an der Front, IP20 auf der Rückseite, 256 kByte Anwenderspeicher sowie 1× RS422 und 1× RS485 bis 1,5 Mbit/s. Diese Kombination zeigt: Das Panel ist robust, kompakt und klar für serielle Bestandsnetze ausgelegt.

Produktstatus, Life-Cycle-Status und Obsoleszenz

Für die Beschaffung ist der Life-Cycle-Status entscheidend: Auf der EICHLER-Seite ist für das Produkt der Status EOP mit Datum 2008-07-11 angegeben. Siemens kennzeichnet das OP 77A im SiePortal ebenfalls als Produkt mit verfügbarem Nachfolger 6AV6641-0BA11-0AX1. Für Modernisierung und Gerätewechsel nennt Siemens zudem das KP400 Basic color PN als innovativen Nachfolger, und der Migrationsleitfaden weist für OP 77A und KP400 Basic color PN denselben Einbauausschnitt von 135 × 171 mm aus. Gleichzeitig ändert sich dabei die Kommunikationswelt: Das OP 77A nutzt serielle RS422/RS485-/MPI-/PROFIBUS-DP-Strukturen, während das KP400 Basic color PN auf PROFINET/Ethernet setzt. Für Betreiber bedeutet das: mechanisch kann der Tausch gut vorbereitet werden, kommunikativ und projektseitig ist aber eine saubere Migrationsprüfung Pflicht.

Verfügbare EICHLER Leistungen und wann sie relevant sind

Wenn ein OP 77A ausfällt, zählt vor allem die Zeit bis zur Wiederinbetriebnahme. Genau hier sind die EICHLER Leistungen relevant: Reparatur, Austausch und gebrauchte Geräte werden aktuell jeweils mit 1–3 Tagen ausgewiesen; Neu ist per Anfrage verfügbar. Besonders stark ist die Reparatur dann, wenn die bestehende Gerätekonfiguration erhalten bleiben soll und Stillstandskosten höher sind als die Kosten für einen Komplettumbau. EICHLER kombiniert die Reparatur mit technischer Reinigung, vorbeugender Instandhaltung, umfassender Funktionsprüfung und mindestens 24 Monaten Garantie. Für Einkauf und Instandhaltung schafft das Planungssicherheit, gerade wenn ein Neugerät nicht mehr regulär beschaffbar ist oder wenn ein mechanisch passender, aber projektseitig aufwendiger Nachfolger zunächst noch vermieden werden soll.

Attribut Wert
Display
Ausführung des Displays STN
Bildschirmdiagonale 4,5 in
Farb-Display Nein
Anzahl Farben 2; schwarz / weiß
Auflösung (Pixel)
● horizontale Bildauflösung 160 Pixel
● vertikale Bildauflösung 64 Pixel
Hintergrundbeleuchtung
● MTBF Hintergrundbeleuchtung (bei 25 °C) 100 000 h
Bedienelemente
Bedienelemente Folientastatur
Tastatur
● Folientastatur
— frei beschriftbare Folientasten Ja
● Funktionstasten
— Anzahl Funktionstasten 8
— Anzahl Funktionstasten mit LEDs 4
● Systemtasten
— Anzahl Systemtasten 23
● numerische Tastatur Ja
● alphanumerische Tastatur Ja
● hexadezimale Tastatur Ja
● Mehrtastenbedienung Ja
Anschlussart
● Anschlussart für Maus/Tastatur/Barcodeleser - / - / -
Aufbauart/Montage
Einbaulage senkrecht
maximal zulässiger Neigungswinkel ohne Fremdbelüftung 80°
Eingangsstrom
Stromaufnahme (Nennwert) 0,2 A
Einschaltstromstoß I²t 0,5 A²·s
Prozessor
Prozessortyp ARM
Speicher
Art des Speichers Flash / RAM
nutzbarer Speicher für Anwenderdaten 256 kbyte
Ausgabeart
Info LED Ja
Power LED Nein
Error LED Nein
Uhrzeit
Uhr
● Typ Softwareuhr, ungepuffert
● gepuffert Nein
● synchronisierbar Nein
Schnittstellen
Schnittstellen/Bustyp 1x RS 422, 1x RS 485 (max. 1,5 Mbit/s)
Anzahl Schnittstellen Industrial Ethernet 0
Anzahl Schnittstellen RS 485 1
Anzahl Schnittstellen RS 422 1
Anzahl Schnittstellen USB 0
PC-Card-Slot Nein
CF-Card-Slot Nein
Multimedia Card-/SD-Card-Slot Nein
Schutzart und Schutzklasse
IP (frontseitig) IP65
IP (rückseitig) IP20
NEMA (frontseitig) NEMA 4x (im eingebauten Zustand)
Normen, Zulassungen, Zertifikate
Eignungsnachweis CE, GL, ABS, BV, DNV, LRS, FM Class I Div. 2, UL, CSA, cULus, EX-Zone 2/22, C-TICK, NEMA 4x
cULus Ja
EAC (former Gost-R) Nein
Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich
● ATEX Zone 2 Ja
● ATEX Zone 22 Ja
● FM Class I Division 2 Ja
Schiffbau-Zulassung
● Germanischer Lloyd (GL) Ja
● American Bureau of Shipping (ABS) Ja
● Bureau Veritas (BV) Ja
● Det Norske Veritas (DNV) Ja
● Lloyds Register of Shipping (LRS) Ja
● Nippon Kaiji Kyokai (Class NK) Ja
● Polski Rejestr Statkow (PRS) Nein
Umgebungsbedingungen
Umgebungstemperatur bei Lagerung/Transport
● min. -20 °C
● max. 60 °C
Relative Luftfeuchte
● Betrieb, max. 90 %
Betriebssysteme
vorinstalliertes Betriebssystem LINUX
Projektierung
Projektierungs-Software
● Projektierungstool WinCC flexible Compact ab Version 2004 SP 1; HSP OP 77 (separat zu beziehen)
Sprachen
Onlinesprachen
● Anzahl der Online/Runtime-Sprachen 5
Projektsprachen
● Sprachen pro Projekt 32
Funktionalität unter WinCC (TIA Portal)
Bibliotheken Ja
Aufgabenplaner Ja
Hilfesystem Ja
● Anzahl Zeichen pro Infotext 320
Meldesystem
● Anzahl Meldeklassen 32
● Anzahl Meldungen 1 000
● Bit-Meldungen Ja
— Anzahl Bit-Meldungen 1 000
● Analog-Meldungen Ja
— Anzahl Analog-Meldungen 0
● CPU-Meldungen Nein
● Systemmeldungen HMI Ja
● Systemmeldungen SPS Ja
● Systemmeldungen weitere (SIMATIC S7, Sinumerik, Simotion, ...) Nein
● Anzahl Zeichen pro Meldung 80
● Anzahl Prozesswerte pro Meldung 8
● Quittiergruppen Ja
● Meldeindikator Nein
● akustisches Feedback Nein
● Erst-/Letztwert Ja
Rezeptverwaltung
● Anzahl Rezepturen 5
● Datensätze pro Rezeptur 20
● Einträge pro Datensatz 20
● Rezepturspeicher 32 kbyte integrierter Flash
Variablen
● Anzahl Variablen pro Gerät 1 000
● Anzahl Variablen pro Bild 30
● Grenzwerte Ja
● Multiplexen Ja
● Strukturen Nein
Bilder
● Anzahl projektierbarer Bilder 500
● Vorlagen Ja
● Startbild projektierbar Ja
● Bildanwahl über SPS Ja
● Übergabe Bildnummer an SPS Ja
Bildobjekte
● Textobjekte 1 000 Textelemente
● Anzahl E/A Felder pro Bild 30
● Bildinhaltsverzeichnis Nein
● Rücksprung Ja
● Grafikobjekte Bitmaps, Ikons, Ikon (bildschirmfüllend)
— Ikons 1
— Ikon (bildschirmfüllend) 1
Komplexe Bildobjekte
● Status/Steuern nicht möglich
● dynamische Objekte Balken
● Balken
— Anzahl Balken pro Bild 5
● Grenzwertlinien Ja
● Anzahl alphanumerische Felder 1 000
— alphanumerische Felder pro Bild 30
● Anzahl numerische Felder 1 000
— numerische Felder pro Bild 30
Attribute für dynamische Objekte
● Farbänderung Nein
● Bewegung X/Y Nein
● Ausblenden Ja
● Drehwinkel Nein
Listen
● Anzahl Textlisten pro Projekt 300
● Anzahl Grafiklisten pro Projekt 0
Security
● Anzahl Benutzergruppen 50
● Anzahl Benutzerrechte 32
● Passwort-Export/Import Ja
Transfer (Upload/Download)
● Transfer der Projektierung MPI/PROFIBUS DP, seriell, automatische Transfererkennung
Prozesskopplung
● Anschluss zur Steuerung S7-200, S7- 300/400, Win AC siehe Kapitel "Systemkopplungen"
● S7-200 Ja
— PPI (Punkt-zu-Punkt) Ja
— PPI-Netz Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— Ethernet Nein
● S7-300/400 Ja
— MPI Ja
— PROFIBUS DP Ja
— PROFINET Nein
● S5 Nein
— seriell Nein
— PROFIBUS DP Nein
● TI 505 Nein
● Allen Bradley (DF1) Nein
● Allen Bradley (DF485) Nein
● Mitsubishi (FX) Nein
● Mitsubishi (MP4) Nein
● Telemecanique (ADJUST) Nein
● Telemecanique (Uni-Telway) Nein
● OMRON (Host Link) Nein
● Modicon (Modbus RTU) Nein
● GE-Fanuc (SNP) Nein
Funktionen
● Tastenrepeat Ja
● TAB-Reihenfolge Ja
● Rechenfunktion Ja
● Animate Nein
● Menübaumeditor Nein
● Einheitenumschaltung Nein
Servicetools/Projektierungshilfsmittel
● Putzbild Nein
● Touchkalibrierung Nein
● Backup/Restore manuell Ja
● Simulation Nein
● Geräteumschaltung Ja
● Delta-Transfer Nein
● Überwachungsfunktion für Batterie und Speicher Nein
● Trace (Bedienungsarchiv) Nein
Erweiterbarkeit/Offenheit
● Open Platform Program Nein
Maße
Breite der Gehäusefront 150 mm
Höhe der Gehäusefront 186 mm
Einbautiefe 38,5 mm
Gewichte
Gewicht (ohne Verpackung) 0,5 kg

Fehlerbeschreibung Möglicher Lösungsansatz
Warum konnte keine Verbindung zum OP77A hergestellt werden? Das Bediengerät in den Loader beziehungsweise in den Transfermodus schalten und den richtigen Datenkanal wählen. Am OP77A müssen für Channel 2 die MPI/PROFIBUS-DP-Adresse und die Baudrate zum realen Bus passen. Im Handbuch ist der manuelle Transfer beschrieben; im SPS-Forum taucht genau dieser Fehler bei falschem Transferweg oder nicht aktivem Transfermodus auf.
Warum meldet WinCC flexible „Diese höchste Stationsadresse ist ungültig“? HSA und Profibus-Parameter im Projekt prüfen. Im SPS-Forum wird für OP77A und OP73 beschrieben, dass eine höchste Stationsadresse größer 63 in Verbindung mit 1,5 Mbit/s problematisch ist. Nach Anpassung der HSA und der Busparameter das Projekt neu generieren und erneut übertragen.
Warum kann ich am OP77A 500 kBaud nicht direkt einstellen? Laut Siemens sind am OP77A in den lokalen MPI/DP-Einstellungen nur 9,6 kBaud, 19,2 kBaud, 187,5 kBaud und 1,5 Mbaud auswählbar. Wenn ein Netz mit 500 kBaud arbeitet, müssen die DP-Parameter passend projektiert und korrekt übertragen werden. Zusätzlich HSA, Netzwerktyp und Busparameter im Projekt kontrollieren.
Warum ist das Display dunkel oder kaum lesbar? Zuerst die 24-V-Versorgung prüfen; Siemens nennt für das OP77A einen zulässigen Bereich von 20,4 bis 28,8 V. Danach den Kontrast kontrollieren, weil Siemens ausdrücklich darauf hinweist, dass eine ungünstige Kontrasteinstellung die Anzeige bis zur Unkenntlichkeit verschlechtern kann. Bleibt das Bild trotzdem schwach, ist eine gealterte Hintergrundbeleuchtung ein naheliegender Defekt.
Wie sichere ich ein OP77A vor Reparatur oder Austausch richtig? Siemens beschreibt für das OP77A das Sichern und Wiederherstellen über ProSave. Damit lässt sich ein Backup erstellen und auf ein Zielgerät zurückspielen. Im SPS-Forum wird dabei sauber zwischen Backup/Restore und einem editierbaren Rücktransfer unterschieden: Ein Backup kann wiederhergestellt werden, die Projektquelle lässt sich damit aber nicht automatisch weiterbearbeiten.

Welcher Nachfolger ist für 6AV6641-0BA11-0AX0 geeignet?

Siemens weist im SiePortal auf den Nachfolger 6AV6641-0BA11-0AX1 hin. Für eine weitergehende Modernisierung nennt Siemens außerdem das KP400 Basic color PN als innovativen Nachfolger des OP77A. Für Betreiber ist die Unterscheidung wichtig: Der direkte Nachfolger hält die Produktlinie näher zusammen, während das Basic Panel den Schritt in eine neuere HMI-Generation bedeutet. Vor einer Entscheidung sollten Einbauausschnitt, Schnittstellen, Projektierungssoftware und Busarchitektur geprüft werden, weil ein mechanisch passender Ersatz nicht automatisch eine kommunikative 1:1-Ablösung ist.

Mit welcher Software wird das OP77A projektiert?

Das OP77A wird mit WinCC flexible projektiert. Siemens nennt in der Lieferfreigabe, dass das Gerät ab WinCC flexible Compact projektierbar ist; auf Produktseiten wird zudem WinCC flexible 2004 Compact HSP bzw. 2004 SP1 oder höher genannt. Für Einkauf und Instandhaltung ist das relevant, weil ältere Projekte oft nur dann schnell wieder in Betrieb gehen, wenn die passende Engineering-Umgebung noch verfügbar ist. Wer einen Austausch auf ein neueres Basic Panel plant, muss deshalb nicht nur das Panel selbst betrachten, sondern auch die Softwarebasis der vorhandenen Visualisierung.

Passt ein Basic Panel mechanisch in den vorhandenen OP77A-Ausschnitt?

Für die mechanische Planung ist die Antwort oft ja, aber nicht ohne Prüfung der Tiefe und Frontmaße. Im Siemens-Migrationsleitfaden ist für das OP77A und das KP400 Basic color PN derselbe Einbauausschnitt von 135 × 171 mm angegeben. Gleichzeitig weist Siemens darauf hin, dass sich trotz identischer Ausschnittsmaße Gerätetiefe und Gehäusefront unterscheiden können. Genau das ist für den Umbau im Schaltschrank entscheidend. Wer eine schnelle Modernisierung plant, sollte daher neben dem Ausschnitt auch Einbautiefe, Frontüberstand, Kabelabgang und Kommunikationsanschluss vorab prüfen.

Kann ich das Projekt aus einem vorhandenen OP77A zurückholen und bearbeiten?

In der Praxis muss hier sauber getrennt werden: Backup/Wiederherstellung ist nicht dasselbe wie eine editierbare Projektquelle. Siemens beschreibt für das OP77A das Sichern und Wiederherstellen über ProSave. Im SPS-Forum wird dazu ausdrücklich erklärt, dass man ein Backup ziehen und auf ein anderes Panel wiederherstellen kann, aber nicht automatisch eine bearbeitbare Projektdatei zurückbekommt. Für Betreiber bedeutet das: Wenn kein Engineering-Projekt mehr vorhanden ist, sollte vor jedem Gerätewechsel zuerst geprüft werden, ob Backup-Dateien, Projektarchive oder ein vorhandener Projektierungsrechner noch verfügbar sind.

Lohnt sich bei einem OP77A eher Reparatur oder Austausch?

Eine Reparatur lohnt sich besonders dann, wenn die bestehende Visualisierung, die Verdrahtung und die serielle Kommunikationsstruktur erhalten bleiben sollen. Das ist bei Bestandsanlagen oft der schnellste Weg zurück in die Produktion. Ein Austausch ist dann interessant, wenn bereits mehrere Altersrisiken gleichzeitig sichtbar sind oder wenn ohnehin eine Modernisierung von HMI, Kommunikation und Engineering geplant ist. EICHLER weist für Reparatur, Austausch und Gebrauchtgeräte jeweils 1–3 Tage aus; die Reparatur umfasst zusätzlich Reinigung, vorbeugende Instandhaltung, Funktionsprüfung und mindestens 24 Monate Garantie. Damit ist Reparatur oft die wirtschaftlichere Sofortmaßnahme, während der Austausch eher die strategische Lösung ist.

Ist 6AV6641-0BA11-0AX0 noch kurzfristig verfügbar?

Für die kurzfristige Beschaffung im Servicefall ist das ein wichtiger Punkt. Aktuell sind bei EICHLER Austauschgeräte und gebrauchte Geräte jeweils mit 1–3 Tagen ausgewiesen; auch die Reparatur ist mit 1–3 Tagen angegeben. Neugeräte laufen über Anfrage. Für Einkäufer bedeutet das: Auch bei einem obsoleteren Panel bestehen noch realistische Wege, um Stillstand schnell zu reduzieren, ohne sofort eine komplette HMI-Migration umzusetzen. Für Entscheider ist das relevant, weil sich damit Downtime, Ersatzteilstrategie und Retrofit-Timing besser steuern lassen.

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